Um 7 Uhr stand schon der Fahrer bereit, der uns nach Kathmandu gebracht hat. Auf den ersten Kilometern haben wir einen Erdrutsch nach dem anderen passiert. Waren also entsprechend langsam unterwegs. Da hier viele LKWs fahren ist das vorbeikommen oft Millimeterarbeit. Kurz vor Kathmandu war die Strasse dann befestigt und wir sind gut durchgekommen. In Kathmandu haben wir uns dann eine Stunde lang in die Stadt rein gestanden. Ach was haben wir die Abgase, das Gehupe und das Gedrange vermisst :). Zur Belhonung haben wir im Hotel diesmal eine Suite bezogen. Irgendwas ist wohl schief gelaufen, uns soll es recht sein. So und jetzt gehts ab zum Kaesekuchen essen !!!
Und schon ist unser letzter Trekking-Tag gekommen. Ab hier geht es nur noch bergab. Unser erstes Ziel ist eine riesige Buddha Statue. Unterwegs sehen wir noch eine Gebetsmuehle die durch Wasserkraft bewegt wird. Da es steil bergab geht sind wir schnell aus den Wolken raus und in der Sonne die ordentlich brennt. Dafuer sind die Wege nicht mehr so rutschig. Ein komisches Gefuehl nach den vergangen Tagen an denen es nur rutschig war. Haette nie gedacht, dass ich mal nasses Laub als rutschhemmend erleben wuerde. Hatten uns in den vergangenen Tagen ueber jedes Laub gefreut was auf dem Weg lag, Weiter unten Richtung Tal, kam so etwas wie Heimatgefuehl auf. Wir sind durch einfache Nadelwaelder gelaufen. Melamchi Pul ist ein groesseres Dorf, aber nicht sehr sehenswert. Wir vermissen die kleinen Doerfer durch die wir die letzten Tage gelaufen sind.
Heute ist der kuerzeste Trekkingtag. Morgends scheint die Sonne und der Himmel ist stellenweise blau. Nach dem Fruehstueck gehen wir erstmal zum Kloster des Dorfes (hier hat jedes Dorf eines). Und auch unterwegs stehen ueberall Stupas. Zum groessten Teil sind sie nur noch gruen vom Moos. Heute hatten wir richtiges Dschungel-Trekking-Feeling. Anfangs Hatte sich unser Weg in einen Bach verwandelt, spaeter sind wir noch ueber mehrere mehr oder weniger Wasserfaelle rueber. Einmal auch ohne Schuhe. Die Kaelte des Wassers ging ja noch, aber die fehlende Hornhaut unter den Fuessen .... Wir passieren eine Stelle an der ein Erdrutsch war, der nur einen kleinen Trampelpfad von unserem Weg uebrig gelassen hatte. Waren schon Mittags in Sermathang angekommen. Auch hier wird gekocht wo auch gegessen wird. So sehen wir, was die Duides und Porter essen. Das steht naemlich auf keiner Karte (***sbrei und Gemuese). Wir haben uns das dann zum Abendbrot bestellt und damit alle begeistert. Und es hat richtig gut geschmeckt. Natuerlich haben wir mit den Haenden gegessen. Dafuer haben wir immer wieder Nachschlag bekommen, so wie es in Nepal ueblich ist.
Das sollte der anstrengendste Tag werden und das nach einer Nacht in der wir schlecht geschlafen haben (wegen der Kaelte). Anfangs ging es steil bergab. Und da die Wege immer rutschig sind bzw. es sind ja nicht mal Wege, rutsche ich mehrmals aus. Bin aber immer gut gelandet. Nach einigen Stunden steil bergab, ging es die naechsten Stunden steil bergauf. Wir sind ueber zwei Haengebruecken gelaufen und durch Fluesse. Heute sind wir den ganzen Tag vom Rauschen des Wassers, das in Massen ins Tal fliesst begleitet worden. In Tarkeghyang (2740m) entpuppt sich die warme Dusche als aeusserst kuehle Dusche. Aber uns stoert das nicht mehr. In dieser ***** befindet sich die Kochstelle im selben Raum in dem auch gegessen wird. Wir sehen also zu wie das Essen bereitet wird und geniessen gleichzeitig das warme Feuer. Jonathan hat uns Popcorn am Ofen geroestet. Es war richtig gut.
Morgends kam die Sonne etwas durch die Wolken. Weiter ging es steil bergan. Unterwegs koennen wir in tiefe gruene Taeler blicken und sehen auch einige Berge aus den Wolken ragen. Es sieht genial aus. Heute hat uns das erste mal Wasser auf unserem Weg begleitet. Wir muessen sehr aufpassen um nicht zu rutschen. Tharepati liegt auf 3510m und wir spueren die Hoehe beim Laufen. Wir sind langsamer und es stellen sich leichte Kopfschmerzen ein. Die Baeume sind nicht mehr so hoch. Fuer die Hoehe ist es aber immer noch sehr gruen. Die ***** ist sehr einfach und es ist kalt. Im Gemeinschaftsraum wurde dann der Ofen geheizt und es wurde schnell warm.
Haben gut geschlafen. Leider ist es so wolkig, dass wir den Annapurna nicht sehehn koennen. Aber wie es hier so mit dem Wetter ist, kaum sind wir ein paar Meter gelaufen, sehen wir auf einmal schneebedeckte 8000er aus den Wolken gucken. Wir sind durch Terrassenfelder gelaufen und durch kleine Doerfer in denen die Zeit stehen geblieben ist. Es geht die meiste Zeit steil bergan, selten bergab und nie geradeaus. Das Spiel zwischen Wolken und Sonne ist wunderschoen. Nach ca. 8 Stunden erreichten wir Kutumsang (2470m). Hier gab es eine warme Dusche, gutes Essen und ein warmes Bett.
Der Anfang unseres Trekkings. Sind bei grosser Hitze gestartet. Erst mit dem Auto bis Sundarjaal und ab da ging es dann los. Gleich zum Anfang ging es steil bergan. Unterwegs geniessen wir tolle Aussichten ins sehr gruene Tal. Eine Zeit lang laufen zwei Kinder, die schwere Lasten schleppen, mit uns mit. Der Vater ist unbeirrt voraus gegangen, fuer die Kinder war es, glaube ich eine Abwechslung mit uns mit zu laufen. Der Weg blieb nicht lange so trocken. Wir sind relativ bald in den ersten Wolken verschwunden und ab da wurde es rutschig. Unsere ***** in Chisopani (2200m) erreichen wir am Nachmittag. Abends haben wir mit vielen Nepalis vorm Fernseher sitzend Abendbrot gegessen. Natuerlich bei einem Bollywood-Film....
Haben eine tolle Woche gehabt. Das Wetter war mit uns. Nachts hat es nur so gegossen, am Tag haben wir zweimal ein paar Tropfen abbekommen. Sonst hat es tagsueber nur geregnet, wenn wir gerade am Ziel angekommen waren. Unsere Blutegelbilanz ist nicht so wie erwartet. Kommen beide zusammen auf ca. 14 Bisse in einer Woche. Wobei die Biester richtige Loecher hinterlassen und die Stellen auch immer wieder nachbluten. Haben die Woche trotzdem geniessen koennen. Ausser uns war nur noch ein Hollaender unterwegs. Da keine Saison ist, sind auch die meisten *****s geschlossen und beim Wandern hat man das Gefuehl ganz Helambu fuer sich allein zu haben (ausser den Bewohnern natuerlich). Die ersten Tage hatten dazu noch etwas mystisches, verzaubertes. Da wir oft in den Wolken waren, zogen auf einmal ganz zarte Nebel um uns rum und wenn dann ploetzlich ein Dorf vor einem auftaucht oder im tiefen Dschungel auf einmal Nebelschwaden vor einem langziehen .... Der Dschungel ist unglaublich gruen und durch die Feuchtigkeit ist alles mit Moos bewachsen. Der Nachteil zu dieser Jahreszeit ist, es ist ueberall nur rutschig.
Hallo Ihr Lieben, da sind wir wieder zurueck von unserem Dschungeltrip.
Der Chitwan Nationalpark liegt ca. 5 Stunden mit dem Auto von Kathmandu entfernt. Also nicht allzuweit weg. Da der Gueterverkehr auf der Strasse abgewickelt wird, haben wir die ganze Zeit im dicksten und schwaerzesten Abgasnebel gesessen und sind mit Kopfschmerzen im Dschungel angekommen. Die Trucks sind ja schoen anzusehen (erinnern einen immer an Zirkuswagen), aber egal wie schoen bunt sie sind, irgendeiner gibt immer Gas, wenn er gerade auf gleicher Hoehe ist. Dafuer lag die ***** schoen ruhig und wie hatten den ganzen Rest des Tages zur Erholung. Jonathan hat sich lang gemacht und ich bin durch die Doerfer gezogen. Wohin man sieht sind Reisfelder. Die Menschenj hier sind sehr freundlich, ueberall heisst es freundlich Namaste. Und der erste Elefant laeuft vorbei.
Die erste Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Erst gegen Morgen wurde ein Vogel derart laut und aufdringlich, dass Schluss war mit schlafen. Nach dem Fruehstueck sind wir zum Elefanten reiten gegangen - 4 Leute auf einem Elefanten. Der hat ein Gestell auf dem Ruecken und an jeder Ecke sass jemand. Und dann ging die Safari los. Im Dschungel haben wir immerhin ein Nashorn gesehen. Das war zum Anfassen nah und so hoch oben auf einem Elefanten ist das auch ne tolle Sache. Ansonsten gab es nicht so viel zu sehehn an Tieren, ist halt nicht die richtige Zeit dafuer. Und die Sonne knallt, bisher konnten wir die Regentropfen an 2 Haenden abzaehlen. Das hatte sich Nachmittags schlagartig geaendert. Alle Aktivitaeten mussten abgesagt werden, weil es so richtig schuettete. Nach dem Regen bin ich nochmal los. Die Leute sind sofort wieder auf den Feldern und die Stimmung ist einfach toll.
Ja und dann war da schon der naechste und schoenste Tag. Da der fehelende Nachmittag nachgeholt werden sollte, mussten wir sehr frueh aufstehen. Zuerst ging es zum Fluss. Kanufahren war angesagt, also Einbaum fahren. Es war so toll, die Ruhe, ab und an ein kleines Krokodil. Gleich im Anschluss ging es zu Fuss durch den Dschungel. Immerhin haben wir frische Tiger- und Nashornspuren gesehen. Die
Spuren haben auch gereicht, schliesslich sassen wir nicht auf einem Elefanten :-). Am Ende sind wir zum Elephant Breeding Center. Dort leben nur weibliche Elefanten und ihr Nachwuchs (wir haben ganz kleine gesehen). Wilde Elefanten kommen dort auch gerne hin, vor allem Elefantenbullen (haben dort auch einen gesehen). Na ja ist ja auch verstaendlich. Zurueck in der *****, kam das Highlight - Elefanten waschen. Hatten gedacht, wenn das ausfaellt ist auch ok. Aber es war das Beste. Erst rauf auf einen der Arbeitselefanten, diesmal ohne Sitz oder so. Und dann ab zum Fluss. Im Fluss ist unser Elefant ganz langsam auf die Knie gegangen, hat sich dann zur Seite gelegt und uns dabei ins Wasser fallen lassen. Ja und dann haben wir ihn gewaschen. Er hat es sichtlich genossen. Wir sind immer wieder rauf auf ihn und er hat uns dann mit seinem Ruessel nass gemacht. Jonathan hat sich sogar auf den Kopf des Elefanten gestellt - es war ein Riesenspass.
Nachmittags sind wir zum Tharu Dorg gefahren, um in einem Dschungeltower zu uebernachten. Vorher war kochen n einer Thar Familie angesagt. Zuerst haben wir im Dschungel ein ganz bestimmtes Gemuese gepflueckt, anschliessend Massala zubereitet und ein wenig im Topf rumgeruehrt. Ist ein wenig ungewohnt auf der Erde mit offenem Feuer zu kochen. Das ganze Menue hat die Hausherrein fertig gestellt. Wir haben uns dann doch das Dorf angesehen. Das Essen war so lecker. Am Ende sassen jede Menge Frauen in der Huette und wir hatten alle unserren Spass. Das Kochen und das Elefanten waschen, waren die absoluten Highlights!!!! Ja und dann wurde es auch schon dunkel und wir sind ab in den Dschungel und haben unseren Raum im Tower bezogen. Geschlafen haben wir dort super. Die Schungelgeraeusche sind das Best was man zum Schlafen haben kann. Frueh sind wir dann ganz frueh aufgestanden, zum naechsten Dschungelwalk. Diesmal ohne Tierspuren.
Ja und nun sitzen wir wieder in Kathmandu. Fuer den Rueckweg haben wir fast 10 Stunden gebraucht. Erdrutsch, Baustellen. Gehen jetzt noch was essen und dann packen wir unsere Sachen neu. Morgen geht es fuer eine Woche auf Gesundheitstrip.
Heisst wir werden uns erst in einer Woche wieder melden koennen (denken wir jedenfalls). Warum Gesundheitstrip? Also die Nepalis sagen Trek fuer natuerliche Gesundheit dazu, wir sagen dazu Spende Blut, Rette Leben :-). Um diese Jahreszeit wimmelt es hier nur so von Blutegeln und na ja ..... Wir freuen uns trotzdem drauf und hoffen, das uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Jetzt heisst es eine Woche lang laufen, hoechster Punkt sind 3500m.
Hatten eine ruhige und gute Nacht. Das Hotel liegt ruhig und es scheint kaum jemand hier zu sein. Haben uns entschlosen nach Bakhtapur zu fahren. Waren uns erst nicht so sicher, ob wir das wollen. Laut unseren Infos sollte es mehr ein Museum sein. Haben den Trip nicht bereut. Die Architektur hat uns sehr gut gefallen und hatte gar nicht den erwarteten Museumscharakter. Alles ist bewohnt, nur der Verkehr ist nicht so dick wie in Kathmandu. Sind aber, bis wir in Bakhtapur waren, mehrmals den Abgastod gestorben. Die Strassen sind so dicht befahren und trotzdem stehen dann auf einmal 3 Kuehe mitten drin. Rechts und links fahren staendig Autos vorbei, aber das beeindruckt weder Kuehe noch Fahrer. Da wir noch Zeit hatten, haben wir noch noch einen Abstecher nach Pashupati gemacht. Hier werden die Toten direkt am Fluss verbrannt. Der Fluss ist unglaublich verdreckt und ttrotzdem wird darin gebadet. Pashupati ist eine Anlage und ueberall so zwischendrin liegen Bekiffte rum. Lange haben wir es in dem Rauch nicht ausgehalten. Muessen ohnehin noch Sachen umpacken und Passfotos fuer unser Trekkingpermit machen lasen. Morgen geht es aber erstmal in den Chitwan Nationalpark. Das heisst auch, dass wir uns erst danach wieder melden werden.
Werden jetzt versuchen ein paar Bilder hoch zu laden. Leider ist der Versuch gescheitert, die Bilder sind zu gross. Werden das aber in Berlin sofort nachholen.
Kaum in Kathmandu angekommen, haben wir uns gleich wieder auf den Weg gemacht. Hier gibts viel zu sehhen und wir haben nicht so viel Zeit hier. Unser erster Weg fuehrte uns Nach Thamel, enge Gassen , viel Gedraenge und Touristen. Zum Glueck ist nicht gerade Touristen-Hauptsaison in Nepal. Sind noch zum Durbar Square gelaufen - alte Tempel, die klassischen nepalesischen Haeuser. Sind anschliessend allerdings schon leicht angeschlagen. In den Gassen herrscht ein ganz dichts Gedraenge von Autos, Mopeds und Fussgaengern. Autos und Mopeds hupen (wie in Asien ueblich) unentwegt, dazu die Abgase ..... Also haben wir uns noch auf den Weg zum Affentempel gemacht. Der liegt auf einem Huegel und wir hatten einen sehr schoenen Blick ueber Kathmandu. Eine schoene Belohnung fuer die 365 Stufen die wir hoch gelaufen sind. Nur Affen haben wir weniger gesehen als erwartet. Und dann haben wir unsere erste Nepallektion gelernt. Zurueck beim Hotel war es bereits dunkel draussen und im Hotel auch - Stromausfall. Wir haben uns die Treppen hochgetastet und gelernt - gehe nie ohne Taschenlampe aus dem Haus. Deshalb auch der 2. Versuch fuer diesen Eintrag. Gerade als ich gestern speichern wollte, fiel der Strom aus.
Hier mal eine Zusammenfassung unserer letzten Tage in Tibet.
Von Shigatse aus ging es weiter nach Sakya, vorbei an bunten Bergen, ueber den naechsten Pass (4450m). Dort haben wir Gebetszettel in den Wind geworfen. In Sakya gibt es natuerlich ein Kloster. Dieses sieht anders aus, eher wie eine Festung. Das Kloster besteht aus zwei Kloestern geteilt durch einen Fluss. Waehrend in der einen Haelfte Touristen unterwegs waren, hat sich keiner die Muehe gemacht ueber den Fluss zu gehen und sich den anderen Teil auch noch anzusehen. So hatten wir das Kloster fuer uns alleine.
Naechtsen Tag ging es weiter zum Mount-Everest-Basecamp. Zur Einstimmung auf die Hoehe querten wir 2 Paesse (5100m). Die Paesse sind alles andere als spektakulaer. Sie sind einfach nur flach. Dadurch das wir ueber eine Hochebene reisen, fehlte das Hochgebirgsgefuehl bisher, das wurde nach dem letzten Pass anders. Wir sind unendliche Serpentinen rauf und runter gefahren. Am Nachmittag erreichten wir unser Ziel - eine Enttaeuschung !!!!!!!!!! Das Mount Everest Basecamp ist ein chinesischer Armeevorposten und hat noch einen Geroellhuegel zu bieten auf den man klettern und die Wolken die den Everest verhuellen bewundern kann. Man kommt naemlich nur bis ins alte Basecamp, was 1997!!! verlegt wurde, weil Amis die Tibetische Flagge gehisst haben. Nun gut, das Basecamp liegt auf 5200m und wer jetzt denkt um dahin zu kommen braucht man eine Superkondition der irrt sich. Vom Geroellhuegel kam uns ein schwer adipoeses Paerchen entgegen. Zu allem Ueberfluss faeht man auch noch miteinem Bus da hoch. Aus Frust sind wir dann aber wenigstens zurueck gelaufen. Das ging trotz der Hoehe gut. Uebernachtet haben wir dann auf 5000m Hoehe und das gab dann doch noch mal Kopfschmerzen und wenig Schlaf. Der naechste Tag war unsere letzte Etappe in Tibet. Ziel Zhangmu - die Grenze zu Nepal. Das wurde nochmal eine schoene Tour. Unser Fahrer fuhr nicht direkt zurueck zum Friendship Highway, sondern quer durchs Land, auf Wegen die gerade so breit waren wie das Auto und wo es an manchen Stellen sehr steil bergab ging. Noch ein Pass in 5000m und ab da ging es nur noch bergab. Mittagspause in Old-Tingri und wir haben Glueck - wir bekommen den Mount Everest doch noch zu sehen. Ab Old Tingri ging es weiter auf dem Freindship Highway. Und nur noch abwaerts. Kurz vor Zhangmu wird es immer gruener, aber auch wolkiger und regnerisch. Wir fahren immer tiefer ins Tal und je tiefer wir kommen, desto weiter geht es runter. Wir stoppen erst in Zhangmu auf 2300 m Hoehe. Der Ort ist nicht besonders sehenswert, eben Grenzort.
An Jule: So doll ist unsere Fortbewegungsgeschwindigkeit gar nicht. Fuer die Kloester haben wir genuegend Zeit und auf dem Land gibt es wirklich nicht viel zu sehen. Auffaellig ist, dass fast saemtliche Kinder auf dem Land um Geld betteln, selbst 3-jaehrige. Das hab ich so noch nicht erlebt. Vom tibetischen Essen kann man auch nicht allzu viele Eindruecke bekommen. Es ist nicht so vielfaeltig wie in China oder Nepal. Am beeindruckendsten war der Blick auf den Mount Everest und die anderen 8000er.
Haben letzte Nacht endlich gut geschlafen. Und so ging es heute weiter nach Shigatse. Die Fahrt war nicht so spektakulaer. In Shigatse angekommen waren wir erst enttaeuscht. Es ist die zweitgroesste Stadt Tibets und wir fanden sie einfach nur sehr unattraktiv. Nachmittags sind wir zum hiesigen Kloster. Es hat uns bisher am Besten von allen gefallen. Hier steht die groesste Buddha Statue Tibets. Allerdings habe ich mir heute so richtig den ersten Tritt ins Fettnaepfchen erlaubt. Wegen der Hitze hatte ich mir die Hosenbeine abgezippt und als wir los sind vergessen sie wieder ranzumachen. Zum Glueck hatten sie am Kloster eine ueberdimensionale Schuerze liegen, die ich mir umbinden konnte. Sind dann anschliessend den Pilgerweg hoch auf den Berg an dem das Kloster liegt gelaufen. Das ging alles hervorragend. Wir haben absolut keine Probleme mit der duennen Luft. Abends waren wir noch essen. Dank Jonathans super Japanisch Kenntnissen, kann er die entscheidenden Schriftzeichen lesen. Das hat uns jetzt schon die ganze Zeit sehr geholfen. Spaetestens wenn er was aufschreibt werden wir verstanden. Das war heute unser bisher schoenster Tag - das Kloster, der Weg auf den Berg. Morgen geht es weiter, wahrscheinlich aber nicht mit diesem Blog. Ich denke, wir werden uns erst wieder melden koennen, wenn wir Kathmandu erreicht haben. Dann hoffen wir auch Bilder hochladen zu koennen.
Gestern starteten wir nun unseren Trip. Das Wetter brachte uns Kaelte (auf einem Pass 4795m), Regen (auf dem Weg) und Hitze in Gyantse (3950m). Ueberall auf dem Weg wimmelt es von Chinesen. Unser erster Stopp war auf dem Pass mit Blick auf einen der vier heiligen Seen Tibets. Er ist sehr gross, so dass wir ihn nicht ueberblicken koennen. Weiter ging es an tibetischen Doerfern vorbei. Auch hier wird auf den Mauern und an den Waenden Mist getrocknet, der im Winter als Heizmaterial dient. Die hygienischen Bedingungen unterwegs finde ich nicht so schrecklich wie ueberall beschrieben. Da haben wir schon ganz anderes erlebt. Unser naechster Stopp war am Kharolagletscher (7000m). Also der Gletscher ist so hoch, wir waren weit drunter. Trotzdem toller Anblick. Ja und irgendwann kamen wir in Gyantse an. Wieder Hotel an der Hauptstrasse, aber diesmal hatten wir ein Zimmer nach hinten raus. Kurze Pause und dann ging es vorbei an einem alten Ford ins naechste Kloster. Auf dem Klostergelaende gibt es eine Stupa mit 100000 Buddha Figuren. Die ist begehbar und wir sind natuerlich die Treppen hoch und haben den schoenen Ausblick genossen. Wieder unten ist unser Guide mit uns noch quer durch alte Gassen zu einem Huegel und wir sind da auch noch rauf. Geht alles wunderbar. Von da hatten wir einen tollen Ueberblick ueber den ganzen Ort. Und dann war Schluss mit dem Tag.
Unser letzter Tag hier in Lhasa. Heute haben wir mal keine Kloester besucht. Da der Tibeter vor allem der aus Lhasa zutiefst religioes ist, sind sehr viele von ihnen mit Gebetskette vor sich hinmurmelnd unterwegs. Dafuer sind wir kreuz und quer durch die Stadt gelaufen. Wenn man erstmal im Labyrinth der Gassen verschwunden ist, braucht es Zeit um wieder rauszukommen. So habem wir Lhasa nochmal genossen und machen uns morgen auf den Weg nach Nepal. Ich finde wir waren jetzt auch lange genug hier. Bin gesundheitlich angeschlagen, das stickige Zimmer macht krank. Ausserdem erwische ich mich immer mehr dabei, Kloester in der Mongolei und hier in Lhasa zu vergleichen. In der Mongolei ist es so friedlich. Hier greift schon mal die Polizei rabiat durch (im Kloster), wenn das Gedraenge zu gross wird und wenn dabei ein Baby zu Boden geht. Die Moenche greifen auch durchaus durch, sind nur nicht so rabiat. Es ist eigentlich nicht zu vergleichen, Mongolei und Lhasa. Aber mich hat das Rabiate innerhalb eines Tempels doch sehr erstaunt. Nun gut morgen geht es weiter und wir lassen uns ueberraschen.
Also Ihr Lieben, so langsam wollen wir hier auch mal Kommentare lesen. Schliesslich muessen wir jeden Tag im Internetcafe leckere Smoothies trinken um fuer euch schreiben zu koennen.
Heute war Lhasa-Highlight-Tag. Vormittags waren wir im Potala Palast, die Winterresidenz des Dalai Lama.. Ein ueberwaeltigendes Bauwerk, 1000 Zimmer, 999 Fenster ....... Es sind nur einige wenige Raeume zugaenglich und es gibt ein Zeitlimit von einer Stunde. Wr haben uns die Raeume einiger Dalai Lamas angesehen.Jeder Dalai Lama hatte einen neuen Raum fuer seinen Thron. Durch das Zeitlimit mussten wir zuegig durch die Raeume gehen und konnten gar nicht alles erfassen. Schade das auch fotografieren verboten ist. Trotzdem ein sehr eindrucksvolles Erlebnis was noch eine Weile nachwirken wird. Nachmittags ging es dann zum Sera Kloste, einem der drei groessten Kloester Lhasas. Wir haben hier noch eine richtige Debatte unter den Moenchen miterlebt. Diese wird mit vollem Koerpereinsatz gefuehrt und es ist ein Spass dabei zuzuhoeren und vor allem auch zuzusehen.Davon haben wir sogar Bilder.
Haben gestern das erste mal Yak-Butter-Tee getrunken. Unser Lieblingsgetraenk wird es sicher nicht werden. Schmeckt salzig und etwas streng, ist aber ertraeglich.
Sind zwar nicht ausgeschlafen wegen der lauten Strasse, aber fit. Wuerde sagen Hoehenanpassung hat hervorragend funktionert. Unser erster Weg heute war der Besuch des ersten Tempels, des Jokhang Tempels. Der Tempel ist das religiose Zentrum des tibetischen Buddhismus. Er ist Pilgerziel der Tibeter und so gross ist das Gedraenge vor und im Tempel.
Was auch ueberall zu sehen ist sind chinesische Soldaten. Kein sehr angenehmes Gefuehl. Vachmittags waren wir im Sommmerpalast des Dalai Lama. Er liegt in einem schoenen Park in dem sich die Hitze aushalten laesst. Von hier aus floh der amtierende Dalai Lama 1959 im Schutz eines Sandsturms. Ja das war unser Tag heute. Sehr informativ und erlebnisreich.. Sind jetzt auch etwas erschlagen von den ganzen Eindruecken. Umd rund um uns rum der Himalaya.
Nun sind wir in Tibet. Hier strahlt der Himmel und die Sonne lacht. Also nicht alles glauben was auf Wetter Online gemeldet wird. Der Anflug war schon sehenswert. Ab und an ragten verschneite Bergspitzen aus der Wolkendecke.
Auf dem Weg zum Hotel sind wir am Potala Palast vorbeigekommen und waren schon mal gleich schwer beeindruckt. Unseren ersten Tag hier sind wir sehr ruhig angegangen. Unser Hotel liegt im alten Teil Lhasas Es ist ein schoenes Hotel, aber leider ist unser Zimmer zur Strasse raus, also sehr laut und stickig. Mit schlafen ist hier nicht viel. Haben zum Glueck nur leichte Kopfschmerzen, scheint gut zu klappen mit der Hoehenanpassung. Waren nur kurz Wasser holen und die Strasse ein Stueck lang laufen. Ach und unsere erste Rikschafahrt haben wir auch gemacht. Und das war es auch schon.
Da sind wir nun. Haben erst hier in Lhasa ein Internetcafe gefunden.
Nach einem etwas stressigen Flug (haben immer nur aesserst knapp die Flieger bekommen) sind wir am 11. Juli in Chengdu angekommen. Die Stadt liegt im suedlichen China in der Provinz Sichuan. Durch die Taxifahrt vom Flughafen bis zum Hotel konnten wir die ersten Eindruecke von der Stadt gewinnen. Sie ist ziemlich gross, aber nicht besonders sehenswert. Unser Hotel liegt in der Jinli Street, einer Fussgaengerzone. Die Strasse ist eine alte chinesische Strasse und bei den Touristen sehr beliebt. Was uns nachts schon etwas gestoert hat. Mit schlafen war nicht so viel. Wir mussten feststellen, dass Chinesen sehr laute Menschen sind. Selbst im Teehaus herrscht ein Geraeuschpegel den man nicht lange aushaelt.
Nach unserer ersten Nacht ging es gleich frueh ins Riesenpanda-Reservat, das groesste in China. Haben dort viele schlafende und fressende Pandas gesehen. Nur die Jungtiere sind mobil. Den Rest des Tages haben wir uns in Chengdu umgetan. Na ja die Stadt lag unter einer Dunstglocke und eigentlich waren wir nur in der Jimlin Street und im Tempel am Anfang der Strasse. Aber so hatten wir wenigstens genug Gelegenheit chinesische Spezialitaeten zu probieren. Hat alles geschmeckt, wissen aber zum Teil immer noch nicht was wir gegessen haben. Eis haben wir auch probiert, natuerlich ganz chinesisch (Greuener Tee Eis und Rote Kartoffel Eis). Zu unserer grossen Freude gab es einen Sturbucks ganz in der Naehe und so konnte ich auch mal Gruener Tee Creme kennen lernen, ist sehr gut. Jonathan kennt es aus Japan. Ja und dann war unser letzter Tag in China auch schon beendet.
Herzlich willkommen zum "Sieben Tage in Tibet"-Blog. Sieben Tage, nur ein kleiner Teil des Abenteurs, welches meine Mutter und ich in den nächsten 3 1/2 Wochen vor uns haben werden: China - Tibet - Nepal.
Nepal und Tibet gehören doch eher ein wenig zu den exotischen Ländern unter den Urlaubszielen, aber natürlich sind wir bereits gut über einige Sitten und Bräuche informiert (auch wenn das Hautnah-Erlebnis wieder etwas ganz anderes ist) und hoffen, uns möglichst schnell an den Höhenunterschied zu gewöhnen, damit dem Backpack-Reiseerlebnis nichts mehr im Wege steht!
Wir halten euch auf dem Laufenden,