finale
Geschrieben am 11.12.2009 um 12:00
hallo leute,
bin gerade in bangkok angekommen und will euch zum abschluss nochmal mit einem bericht quaelen-bilder sollen natuerlich nicht fehlen.
nachdem ich mich nach einem tag mehr schlecht als recht mit dem ach so entspannten hanoi arrangiert hatte,ging es letzten dienstag mit dem nachtzug (21:00 bis 05:00) von hanoi nach sapa in die berge.das liegt im nordwesten von vietnam,nahe der chinesischen grenze.der zug hatte abteile mit jeweils vier fuer normalgrosse europaer ertraeglichen betten.trotz ein paar stunden schlaf hatte ich nach ankunft in sapa morgens um 6 erhebliche orientierungsschwierigkeiten gluecklicherweise startete das trekking erst um 10 und der tourveranstalter hatte mehrere kleine zimmer zur verfuegung.die gegend um sapa ist wirklich beeindruckend-siehe bilder-aber leider extrem touristisch.man wird teilweise von den einheimischen regelrecht verfolgt und wird dann hoeflich und zurueckhaltend gebeten,jetzt doch bitte der kranken oma und den 38 hungernden kindern und schwippschwagern zuliebe doch verdammt nochmal endlich was zu kaufen
wenigstens hatte ich das glueck,allein mit einem guide unterwegs zu sein,welcher zu meinem bedauern auch noch ein bezauberndes junges maedel war sind dann ein wenig durch die berge gewandert,teilweise durch reisfelder.mal abgesehen von den nervigen einheimischen und den ganzen touristen war das ganz nett.abends haben wir dann in einem bergdorf bei einer familie uebernachtet.hier hatte ich wieder glueck,da ich an dem tag der einzige gast dort war.nach einem entspannten abend und gemeinsamen abendessen hab ich dann auch geschlafen wie eine tunnelratte.am anderen tag ging es dann wieder zurueck nach sapa und das wetter entschied sich zu einer hommage an den deutschen spaetherbst.nach angenehmen 16 grad und teilweisem sonnenschein am 1.tag war danach schluss mit lustig und ich hab mir bei 5 grad und grausigem nebel den arm abgefroren.kurzentschlossen habe ich dann in sapa eine northwave goretex-jacke mit eingebautem fleece fuer sagenhafte 25 euronen erstanden und die welt war wieder in ordnung.im hotel in sapa angekommen,musste ich mit entsetzen feststellen,dass trotz geschlossener fenster die innentemperatur fast identisch mit draussen war.kurz darauf habe ich einen aus der matratze haengenden schalter entdeckt und-oh gepriesen sei der herr der kaffeefahrten und heizdecken-das bett war beheizt am donnerstag bin ich mit meinem guide 12 km durch den nebel gestapft,um dann mehr oder weniger klar einen wasserfall zu beaeugen.die arme hatte wirklich keinen knopf auf der naht und seit drei tagen dieselben klamotten und ein paar total verwohnter turnschuhe an.ihre jacke hatte die besten zeiten auch schon lange hinter sich und so habe ich ihr vorgeschlagen,ihr ne vernuenftige northwave jacke zu schenken.anfaenglich ist sie vor verlegenheit fast ohnmaechtig geworden (und das war mit sicherheit nicht vorgetaeuscht),hat immer wieder vom thema abgelenkt und erst nach mehrmaligen ueberzeugungsversuchen meinerseits hat sie irgendwann zugestimmt.unglaublich,wie man jemanden mit 25 eu so gluecklich machen kann.
der nachtzug hat mich dann letzten samstag morgen wieder voellig zerknittert in hanoi ausgespuckt und ich habe den tag mit einem einheimischen verbracht,der mich mit dem moped durch die gegend gefahren hat.interessanterweise ist es in hanoi trotz moerderisch lautem und aggressivem verkehr nicht sonderlich gefaehrlich.zum einen sind die einheimischen den taeglichen ueberlebenskampf auf der strasse gewohnt und das ganze funktioniert wie in einem ameisenhaufen.sobald einer die richtung wechselt,machen alle neben ihm dasselbe.und wenns wirklich mal scheppert,isses meistens nicht weiter tragisch,da man wegen der verstopften strassen eh nie schneller als 30 faehrt.ausserhalb von hanoi sieht das allerdings anders aus.dort habe ich vom bus aus auf den landstrassen ein paar boese unfaelle gesehen.bei gleicher bevoelkerungszahl hat vietnam mehr als 10mal soviele verkehrstote wie deutschland...
sonntag habe ich dann sightseeing mit einer bekannten meines mopedfahrers vom vortag gemacht.sie studiert in hanoi und hatte vorgeschlagen,das sightseeing mit der aufbesserung ihrer englischkenntnisse zu verbinden.sind dann bissel mit taxi und oeffentlichem bus durch die gegend geschippert und haben uns abends noch mit einer freundin und ihrem chinesischen bekannten getroffen.
am montag bin ich dann mit einem gebuchten guide fuer drei tage in richtung der beruehmten halong-bucht aufgebrochen.da mir dort der touristenrummel aber entschieden zu gross war,sind wir mit einem lokalen boot in die benachbarte bai tu long bucht gefahren,welche genauso schoen ist,wie halong bay,jedoch fast keine touris dort unterwegs sind.die naechsten zwei naechte haben wir auf einer kleinen insel,quan lan island,verbracht.ich war der einzige auslaender auf der ganzen insel und in dem bungalow direkt am strand habe ich kurzzeitig ueberlegt,meinen vornamen in robinson umzuaendern am dienstag hat der guide mir dann per moped die insel gezeigt,was bei ca.30 quadratkilometern jetzt auch nicht sooo stressig war.
mittwoch gings dann per schnellboot zurueck aufs festland und mit dem bus wieder nach hanoi.
am donnerstag habe ich mich dann zum ausklang nochmal in den schoss einer 20-koepfigen reisegruppe begeben und einen ausflug 100 km ausserhalb von hanoi nach ninh binh gemacht.das beste an dem ausflug war ein zweistuendiger toern im ruderboot durch die reisfelder an imposanten karstfelsen vorbei.
und schon sind 6 wochen vorbei (mir kommts deutlich laenger vor).mal abgesehen vom a...kalten wetter,auf das ich so gar keinen bock habe,freue ich mich jetzt aber auch auf so einiges:kalorienreiches ungesundes essen (KEIN REIS),geordneter strassenverkehr,vernuenftiger rotwein und bier ohne eiswuerfel,zaehneputzen mit leitungswasser und nicht dauernd englisch quatschen zu muessen.und nach 6 wochen alleinereisen merkt man auch deutlich,wo man eigentlich hingehoert.
soweit,so gut.neben den bereits aufgezaehlten dingen freue ich mich natuerlich darauf,euch wiederzusehen und mit meinen reiseberichten zu nerven
ein letzter sommerlicher gruss aus bangkok und bis bald
robinson
good morning vietnam
Geschrieben am 30.11.2009 um 02:42
hallo leute,
bin heute in hanoi angekommen und es ist mal wieder an der zeit,euch mit einem bericht und ein paar neuen bildern zu begluecken.
zuerst einmal vielen dank fuer eure kommentare und mails,auch wenn ich nicht auf alle einzeln eingehen kann.
@schmidty: anscheinend verwechselst du die geschichte mit den irrawaddy-delfinen-mich hat jedenfalls keiner ins wasser einladen wollen  hier die kurzversion der originalgeschichte:familie verheiratet tochter mit schlange,familie wird sehr wohlhabend,andere familie neidisch,entfuehrt schlange fuer die eigene tochter,schlange ist not amused und verschlingt tochter der boesen familie,familie rettet tochter durch aufschneiden der schlange,tochter ist verzweifelt,stuerzt sich in den fluss und verwandelt sich in einen irrawaddy-delfin...
nach den letzten kritischen reaktionen werd ich mich auch bestimmt nicht mehr uebers wetter beschweren  sagen wir mal,mit 22 grad ist gerade angenehm frisch hier in hanoi...
nach der wunderbaren bootsfahrt nach battambang in kambodscha habe ich dann mit einem lokalen mopedfahrer einen tagestrip in der umgebung gemacht.er hatte mich am vorabend angesprochen und seine vita war echt beeindruckend.in den letzten 15 jahren hat er als englisch-dolmetscher fuers internationale rote kreuz,ein wasseraufbereitungsprojekt und ein minenbeseitungsunternehmen gearbeitet.und nun schaukelt er touris mit dem moped durch die gegend-so laeuft das in kambodscha...
war jedenfalls dank bester englischkenntnisse und gemuetlicher fahrweise ein netter trip,einzig die wuestenaehnliche hauptstrasse haette mir im geschlossenen pkw deutlich weniger ausgemacht...
am naechsten tag auf demselben weg mit dem boot zurueck in siem reap habe ich dann abends mit dem guide von angkor wat und ein paar freunden meinen abschied aus kambodscha begossen und wurde ein weiteres mal zeuge einheimischer trinkkultur.einer der kollegen hatte sich partout in den kopf gesetzt,eines der anwesenden maedels unter den tisch zu trinken.dummerweise hatte er sich schon vor beginn des wettkampfes ordentlich aufgewaermt und so entging es dann auch seiner werten aufmerksamkeit,dass sich die gute durch grosszuegiges verwenden von eiswuerfeln in ihrem bierglas einen klitzekleinen wettbewerbsvorteil verschafft hatte  irgendwann ist er dann zur toilette gekrochen und ward nimmer gesehen...
in saigon gelandet habe ich dann erstmal vom sicheren taxi aus den wirklich bemerkenswerten verkehr beobachtet,um mich dann nachmittags selber ins geschehen zu stuerzen.interessante entdeckung: der gesunde,am ueberleben interessierte verstand sagt einem-ueberquere diese strasse nicht,eines der 569876 mopeds erwischt dich garantiert.dummerweise wuerde sich aber auch nach mehrstuendigem warten keine luecke auftun.also verstand ausgeschaltet und den einheimischen folgend schritt fuer schritt laaaangsam ueber die strasse gehen.und siehe da,der strom aus mopeds und ein paar autos teilt sich prompt und fliesst ohne das eigene dasein auszuloeschen an einem vorbei.ich wuerde das in bangkok nicht probieren,aber hier funktioniert es bisher ohne besondere vorkommnisse,man sollte sich nur langsam und gleichmaessig in eine richtung bewegen-stehenbleiben ist nicht vorgesehen...
habe mir sodann am naechsten tag (montag letzter woche) eine fahrradrikscha mit leidlich englisch sprechendem fahrer gemietet und das saigon-sightseeing mit einer gehoerigen portion staub,laerm und adrenalin vermischt.unter anderem habe ich mir auch das vietnamkriegs-museum angetan und es war schon echt erschuetternd,was die amerikaner da teilweise fuer grausamkeiten begangen haben.
insgesamt hat mich saigon doch positiv ueberrascht.trotz der groesse (ca.10 millionen einwohner) hat die stadt ein ganz eigenes flair und ist nicht mit bangkok und co. vergleichbar.
am dienstag bin ich nach hoi an geflogen.mittlerweile habe ich wie viele der backpacker auch die freude am geldsparen entdeckt.beispielsweise vom flughafen bis nach hoi an sind es 35 km und ein taxi kostet mehr als 25 dollar.die alternative:moped vom flughafen zum busbahnhof (unter missachtung aller physikalischen gesetze klemmt sich der fahrer die reisetasche zwischen die fuesse und kann gerade noch so darueber hinweg gucken) und dann im lokalen bus (sehr laut,sehr unbequem,aber sehr billig) nach hoi an-fuer insgesamt 3 dollar...
die kroenung war allerdings heute der transport vom airport in hanoi,taxi um die 15 dollar-public bus in fast derselben zeit fuer 20 cent,inclusive von den einheimischen bestauntwerden
hoi an war jedenfalls sehr sehr schoen.die innenstadt (immer noch weltkulturerbe...) ist bezaubernd.ganz viele kleine gassen,unglaublich schoene alte haeuser,teilweise aus holz und in kolonialem,chinesischem oder vietnamesischen baustil.das ganze liess sich wunderbar mit dem (viel zu kleinen) fahrrad erkunden.ausserdem ist hoi an fuer diverse feine handwerksarbeiten (wunderschoene lackwaren,holzschnitzereien etc.) und schaetzungsweise 25 millionen schneider beruehmt.ihr kennt die unglaublich schicken und leider auch verdammt teuren hemden unseres fussballbundestrainers?nach vorzeigen einiger fotos aus dem internet hatte ich innerhalb eines tages 4 stueck davon in verschiedenen farben fuer ca.13 eus das stueck (das original kommt auf 160 taler)
nach drei beschaulichen tagen in hoi an gings dann am samstag mit einem schlafbus nach hue.in zwei etagen waren im gesamten bus liegen verteilt,auf denen sogar ein durschnittlicher europaer ganz bequem platz findet.an schlaf war leider nicht zu denken,da der busfahrer seine helle freude an der bedienung seiner hoellisch lauten hupe hatte.war aber nicht weiter schlimm,da die fahrt nur 4 stunden dauerte,aber die insassen,die in weiteren 13 stunden bis nach hanoi weiterfuhren,taten mir schon ein wenig leid...
in hue bin ich dann noch am samstag mittag aufs radl gestiegen und habe mir die alte kaiserstadt auf diese weise angeschaut.
gestern habe ich eine richtig geile motorradtour gemacht.hatte in hoi an einen typen getroffen,der in hue lebt und touren mit einem richtigen motorrad,nicht mit so einem klapprigen moped,anbietet.sein bike hatte zwar auch schon 20 jahre auf dem buckel,dafuer hatte es aber einen richtig bequemen sitz.sind dann aus hue heraus- und ins landesinnere gefahren.es ging auf kleinen strassen durch die berge und an der grenze nach laos sind wir ein paar kilometer auf dem beruehmten ho-chi-minh-pfad gefahren.auf diesem haben die vietcong waehrend des vietnamkrieges ihre truppen im sueden versorgt.aus dem unzugaenglichen dschungelpfad ist zwar mittlerweile eine breite strasse geworden,aber man konnte ein wenig erahnen,wie es damals gewesen sein muss.
nun bin ich heute in hanoi gelandet und erstmal ziemlich schockiert.ich habe eine beschauliche,gemuetliche stadt im kolonialstil erwartet.stattdessen empfaengt einen ein unablaessig bruellender,aggressiver verkehr und auch die leute,die ich bisher getroffen habe,waren nicht gerade entspannt (ein postkartenverkaeufer fing nach meinem 5.no-i dont need postcards ploetzlich an,meine kamera aus der tasche zu ziehen,was ich ihm dann mit einem festen griff an seinen kragen wieder ausgeredet habe) moeglicherweise liegt es ja daran,dass mein hotel in downtown liegt und es hier besonders schlimm ist.es ist jedenfalls unbeschreiblich,unablaessig hupt irgendjemand (was bei 100 gleichzeitigen hupen auch sehr zweckmaessig ist) und der verkehr tobt regelrecht an meinem fenster vorbei.hoffentlich entdecke ich noch ein paar ruhige ecken,derzeit geht mir diese stadt jedenfalls gehoerig auf die nerven...
so,ich bekomme gerade einen heisshunger auf reis,dem ich unbedingt nachkommen muss,wer weiss,wanns wieder mal welchen gibt
viele gruesse aus der hauptstadt des hupvorgangs
Irrawaddy-Delfine/Angkor Wat
Geschrieben am 19.11.2009 um 12:00
hallo leute,
hier mal wieder ein paar zeilen (und bilder) von mir aus dem fernen kambodscha.
nachdem ich letzten donnerstag mit dem bus von stung tren nach kratie gefahren bin,habe ich mir am freitag einen mopedfahrer gemietet,um die seltenenen irrawaddy-delfine zu sehen.auf dem weg zu der stelle,wo die delfine leben,gings durch ein paar nette abgelegene doerfer.interessant war auch die fahrt mit der faehre ueber den mekong.mal abgesehen von der abgefahrenen technik (ein riesiger lkw-motor,ueber dem auf einer plattform der faehrmann hockte) wurde bis hin zum wasserbueffel wirklich alles transportiert.allzu oft scheint die faehre jedenfalls nicht von auslaendern benutzt zu werden,da ein kleiner junge bei meinem anblick in dramatische weinkraempfe ausgebrochen ist (nein-ich hatte meine sonnebrille nicht auf und hab ihm auch nicht auf die fuesse getreten ) in der naehe von kratie hab ich mir dann mit einem franzoesischen paerchen ein boot gemietet.nach kurzer fahrt kamen wir zu ein paar kleinen inseln im mekong,zwischen denen noch ungefaehr 50 der fast ausgestorbenen irrawaddy-suesswasser-delfine leben.wie ihr sehen koennt,haben sich die burschen sogar zu ein paar anstaendigen posen hinreissen lassen
samstag gings dann im tiefgekuehlten ueberlandbus nach phnom phen und sonntag in einem martialisch aussehenden schnellboot nach siem reap.
montag habe ich mir mit einem deutschen paar zusammen einen guide und einen tuktuk-fahrer fuer angkor wat besorgt.mal abgesehen von den massen an touristen,die wir durch "antizyklisches" abklappern der tempel ganz gut umgehen konnten,habe ich mir das ganze aber viel eindrucksvoller vorgestellt.nachmittags hat mich der guide noch mit auf den fussballplatz genommen und ich hab mich sogar dazu hinreissen lassen,etwas mitzuspielen.mal abgesehen von meinen weithin geruehmten fussballerischen faehigkeiten hatte ich einerseits ziemliche muehe,freund und feind zu unterscheiden (die jungs haben kein geld fuer einheitliche trikots),musste ich mich auch noch verdammt vorsehen,niemanden von den kleinen kerlchen ernsthaft zu verletzen
abends war ich dann noch mit dem guide auf ein paar bier unterwegs.der gute schien schon ziemlich lange single zu sein.in den biergaerten hier sind immer ein paar schmucke damen angestellt,die sich zu potenziell zahlungskraeftigen kunden an den tisch setzen,um den getraenkeumsatz anzukurbeln.mein kollege hat dann gleich ganz wild die riesengrosse baggerschaufel ausgepackt und ist jedesmal boese abgeblitzt
dienstag hat mich der guide dann mit seinem moped zu einer privattour eingeladen.wir sind zu einem 60 km ausserhalb von siem reap gelegenen tempel (beng mealea) gefahren und haben auf dem weg dorthin sein heimatdorf besucht.der tempel war zwar total verfallen und viel urspruenglicher als angkor wat,aber gerade das hat mir besonders gefallen (und nicht nur mir,wie man im fotoalbum unschwer erkennen kann).
heute bin ich mit dem boot nach battambang gefahren.wie erhofft,war die fahrt ein einmaliges erlebnis.von siem reap aus fahert man zuerst auf dem tonle sap-see richtung norden und dann weiter auf dem sangker-fluss.unterwegs kamen wir an mehreren schwimmenden doerfern vorbei und es kamen immer wieder leute angerudert,um neue passiere anzuliefern.irgendwann war dann auch das dach des bootes voll besetzt...der sangker-fluss bildet je nach wasserstand ein mehr oder weniger grosses ueberschwemmungsgebiet und da es gerade der begfinn der trockenzeit ist,waren einige abschnitte voll abenteuerlich.manchmal waren die befahrbaren stellen fast vollstaendig zugewachsen und mehrfach musste man sich in die mitte des bootes retten,um nicht von zurueckgeschleuderten aesten eine gesichtsmassage zu bekommen.jedenfalls war es neben den einmaligen landschaftlichen eindruecken auch total interessant,die einheimischen bei ihren taetigkeiten zu beobachten.
wie ihr seht,ueber langeweile kann ich mich nicht beklagen.gestern war es tagsueber mit 23 grad uebrigens a...kalt,nachts waren sogar nur 19 grad
ich hoffe,im novembertrueben dd ist alles im gruenen bereich und gruesse euch ganz herzlich
in kambodscha angekommen
Geschrieben am 11.11.2009 um 08:46
hallo allerseits,
hier mal wieder ein kleiner bericht von mir.vielen dank fuer eure kommentare,so schoen wie es hier auch ist,freue ich mich dennoch immer ueber signale aus der heimat.
es gibt auch ein paar neue bilder,ich hoffe,ich kann euch damit wenigstens fuer kurze zeit das olle deutschlandwetter vergessen machen (freue mich grad bei 32 grad ueber jeden luftzug ).
mir gehts jedenfalls prima,auch untenrum ist immer noch alles dicht nach einem entspannten freitag in luang prabang gings am samstag dann per flugzeug nach pakse und mit dem pickup auf das boloven-plateau.das tad fane-resort lag unbeschreiblich schoen mitten im dschungel auf dem 1200 m hohen boloven-plateau.direkt gegenueber dem resort donnert 150 m tief ein wasserfall runter,was dann auch schon fast das einzig spannende dort war.bis auf eine kleine wanderung am vormittag habe ich dann am sonntag auch die zeit erfolgreich mit buchlesen und zeitiginsbettgehen totgeschlagen.
am montag gings per pickup zurueck nach pakse und dann 3 recht unbequeme aber dafuer umso spannendere stunden mit dem lokalen bus (ich wuerde es eher ueberdachter pritschenwagen nennen...) auf die hauptinsel der sipandone (4000) inseln don khong.ausser mir und zwei jungen franzosen haben sich dann noch geschaetzte 25.000 einheimische in das gefaehrt gequaelt.ich war jedenfalls froh,dass die nicht noch irgendwelche tiere transportieren wollten.wie ihr auf dem foto seht,war der kleine mann neben mir der einzige,der es wirklich bequem hatte am dach des busses befindet sich ein putziger kleiner schalter und wenn man mal pipi muss oder anderweitige erledigungen taetigen will wird geklingelt und der fahrer haelt (meistens) an.zwischendrin wurde auch hin und wieder mal gestoppt und ein haufen strassenverkaeufer hielten einem die merkwuerdigstens gegrillten sachen unter die nase (das eine sah aus wie eine ratte )irgendwann war dann auch das ziel erreicht und kaum im hotel angekommen haben mich gleich ein paar angestellte in eine kleine huette gezerrt,um einen ordentlichen bottich beerlao (mit eiswuerfeln) zu leeren (es war ca.13:00...).nach einem ausgiebigen abendessen und dem ein oder anderen beerlao mit den beiden franzosen war dann auch recht zeitig feierabend.
am dienstag habe ich zusammen mit zwei durchgeknallten australiern und einem australisch/thailaendischen paerchen eine richtig schoene bootstour durch das gebiet der 4000 inseln gemacht.zuerst gings 1,5 stunden ueber den mekong zu den beiden inseln don det und don khon.das sind die absoluten backpackerpareadiese,ueberall stehen kleine einfache bungalows am ufer und wenn man will,kann man eine happy-fruchtshake bestellen.damit ist aber nicht die gute stimmung beim trinken desselben gemeint...nach einem kurzen spaziergang zu einem kleineren wasserfall ging es mit dem minibus zum phapheng-wasserfall.ist zwar nicht sehr hoch,aber wie ihr sehen koennt,geht trotzdem ordentlich die luzie ab.direkt daneben war ein kleiner abgetrennter bereich,in dem man schwimmen konnte.danach gings wieder mit dem bot zurueck auf die hauptinsel.der ganze spass hat gerade mal 6 euro gekostet...
heute frueh bin ich dann mit dem minivan zur kambodschanschen grenze gebracht worden und dann mit dem boot nach stung tren gefahren.die fahrt war unglaublich beeindruckend.zum einen macht die kaum ein backpacker,weil das recht teuer ist und fuer ein paar rubel ein bus nach stung tren faehrt.ich hatte also das boot ganz fuer mich allein.ausserdem ist dieser abschnitt des mekongs wohl einer der schoensten in der gegend (siehe foto).manchmal kamen ein paar fischerboote vorbei und die leute haben sich die koepfe verrenkt nach dem komischen vogel mit der hellen haut.nun bin ich in stung tren,das ist gelinde gesagt ein ziemliches kaff.so hab ich wenigstens genug zeit zum bericht schreiben...nach einem kuehlen bier am mekong-ufer wird der tag wahrscheinlich auch nicht allzu spaet enden.
gerade ist mir ein voellig zugewachsener ami ueber den weg gelaufen,der 5 jahre lang mit rad durch die praerie faehrt.
morgen gehts dann mit dem bus nach kratie,vielleicht habe ich glueck und kann dort die seltenen irrawaddy-suesswasser-delfine sehen.
@basti wenn du wegen der polen-invasion nicht voellig ueberlastet bist,kannst du bitte mal meinen leuten im referat viele gruesse ausrichten?ansonsten habe ich mal wegen heine und schiller nachgefragt,die sind hier nicht ganz so bekannt,dafuer aber ballack und kahn keine ahnung wessen ohren groesser sind,aber der kollege,auf dem ich gesessen habe hatte schon ordentliche schlappohren.
also dann herzliche gruesse an alle,ich freue mich von euch zu lesen
Fotos
Geschrieben am 7.11.2009 um 03:11
Aus gegebenem Anlass,um alle klarheiten zu beseitigen,erlaube ich mir folgenden hinweis:
die bilder findet ihr unter ALLGEMEIN im foto-album.
schüssi
Zurueck in der Zivilisation
Geschrieben am 6.11.2009 um 11:09
Hallo Leute,
vielen dank fuer eure kommentare,insbesondere nach vier tagen im off war es mir eine wahre freude
@basti: dass dein kommenar mit abstand der produktivste sein wird,wundert mich nicht wirklich.ich werde sehen,was sich tun laesst die ladieboys sind uebrigens in der demokratischen volksrepublik laos ueberaus unbeliebt und treiben ihren schabernack daher lieber in thailand...
@nachtbar: an der anzahl der fotos soll es nicht scheitern-ueber den rest muessen wir wohl nochmal verhandeln
fotos einstellen ist leider ziemlich beschwerlich,da ich keine moeglichkeit habe,die bilder zu komprimieren und highspeed-dsl hier irgendwie was anderes heisst,als zu hause...aber wenigstens ein paar habe ich mit viel geduld durch die leitung gequetscht.
Jedenfalls bin ich gestern nachmittag nach vier spannenden,anstrengenden und eindrucksreichen tagen wieder in luang prabang angekommen. der erste tag des trekkings war ein ordentlicher wadenbeisser.es waren zwar nur 16 km,dafuer ging es aber auf zum teil extrem schmalen,fechten und steilen wegen ordentlich hoch und runter.teilweise kam ich mir vor wie indiana jones,an einigen stellen konnte man den weg kaum erkennen.auf der tour waren noch zwei maedels aus australien mit-die eine hatte ca.75, die andere bestimmt 100 kilo lebendgewicht.sehr zu meiner ueberraschung haben die beiden waehrend der siebenstuendigen tour nicht einmal geschwaechelt.naja,wenigstens haben sie mit ihren zarten schritten alle schlangen vertrieben die uebernachtung in dem bergdorf war wie zu erwarten recht urspruenglich,aber dank einer nicht unbedeutenden menge selbstgebrannter einheimischer spirituosen doch ganz ertraeglich.
der zweite tag der trekking tour war recht entspannt,was auch gut so war...
die folgenden beiden uebernachtungen in der elefant-lodge waren einfach einmalig. eine handvoll bungalows,mitten im dschungel und direkt am flussufer gelegen,guckst du hier:
http://www.laos-adventures.com/page.asp?id=%7B06B830D1-0297-4C34-A164-CC9D3212B17B%7D
dort habe ich erstmal den begriff ruhe neu definiert.selbst das eigentliche camp war noch einen kilometer weiter,daher ging es mit dem boot zum fruehstueck.das gleiche spiel natuerlich abends,nur musste ich da noch unbedingt das licht im zimmer anmachen,damit das boot im dunkeln auch den rueckweg findet...
wie ihr sehen koennt,habe ich mich grosszuegigerweise nicht nur um die reinigung des elefanten gekuemmert,der mahout roch naemlich auch etwas streng es war total beeindruckend,nicht eben nur mal kurz auf den elefanten zu sitzen,sondern sie auch fruehmorgens von ihrem schlafplatz im dschungel abzuholen und dann im fluss zu waschen.
gestern abend habe ich dann meine rueckkehr aus dem dschungel erstmal ausgiebig mit ein paar von den guides aus dem elefanten-camp gefeiert.waren zuerst in einem angesagten einheimischen-restaurant direkt am mekong-ufer,die musik war zwar etwas schraeg,aber das essen dafuer umso besser und in einem touri-restaurant in der form sicher nicht erhaeltlich.das ganze dann auch noch zu einem ziemlich guten preis: 6 grosse (640 ml) flaschen bier,mehrere teller voll gebratenem gemuese,einige nicht identifizierbare aber superleckere geschichten und ein ganzer gegrillter fisch fuer ca.7 euro danach waren wir noch in einer disko-und da war nicht nur die musik schraeg.die lokalitaet schien recht schwulenfreundlich zu sein,da mehrfach einige einheimische maenner bei meinem anblick in hysterisches kreischen verfielen.aber ich bin heil wieder herausgekommen...
bezueglich des wetters-mein ehrlich empfundenes mitgefuehl fuer euch obwohl,sobald es hier dunkel wird,ist es ohne jacke auch nicht auszuhalten,das wird sich dann hoffentlich ab morgen aendern,nachdem ich nach suedlaos geflogen bin.
dann huetet euch mal schoen vor der schweinchengrippe und fuehlt euch frei,den ein oder anderen kommentar zu hinterlassen.
viele gruesse aus nordlaos
endlich angekommen
Geschrieben am 1.11.2009 um 12:09
hallo an alle zurückgebliebenen;-)
sitze gerade in luang prabang im cafe bei einem kühlen "beerlao" und schreibe dank kostenlosem wlan meinen 1.bericht.
bin einigermaßen entspannt und ohne jetlag in bangkok angekommen und konnte sogar paar stunden im flieger schlafen.das war auch gut so,denn neben mir saß ein iranischer schmuckhändler-der hätte mir sonst bestimmt versucht,ein paar gute angebote zu machen...
habe mir dann noch eine superleckere thai-suppe gegönnt.
der flug heute nach laos war recht lustig mit einer kleinen propellermaschine.die fahrt ins hotel war aucht interessant-der fahrer des tuktuks hat die ganze zeit wie wild gelenkt,ist aber trotzdem geradeaus gefahren:-)
in laos wird übrigens im gegensatz zu thailand und sehr zur freude des noch vom linksverkehr verwirrten touristen rechts gefahren.
hab mir dann heute noch ein paar von schier endlosen tempeln angeschaut-wirklich beeindruckend.
morgen gehts dann für 4 tage zum trekking und ins elefantencamp,das wird bestimmt spannend.
werde mich jetzt mal wieder meinem bier zuwenden-ihr entschuldigt mich;-)
viele grüße vom mekong
robert
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