10 Tage vor Abreise: Der Countdown läuft ...
Geschrieben am 6.06.2010 um 12:23 PM
Noch 10 Tage bis zur Abreise, und eigentlich kann nichts mehr schief gehen: Vulkaneruptionen sind im Umkreis nicht angekündigt (wenngleich uns das erneute Eyjafjöll Grummeln leicht nervös gemacht hat), und von Aufständen/Putschversuchen/Epidemien etc. vor Ort hört man zum Glück auch nichts. Der Blick aufs malayische ***wetter verheisst zwar Regen und Sturm, aber da der *** statistisch betrachtet nur 13 Regentage hat, können diese gerne alle auf die erste Monatshälfte fallen!
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| Alles im Vorfeld gewälzt, eigentlich müssen wir die schweren Dinger gar nicht mehr mitnehmen |
You, too (zumindest in Thailand hat's geklappt)! |
*** steht übrigens für den Wonnemonat M.., der aus unerfindlichen Gründen von der Blogsoftware zensiert wird 
3 Tage vor Abreise: Und Tschüß Party
Geschrieben am 6.06.2010 um 11:51 AM
Eine zünftige Ladung und günstige Preise sind die halbe Miete!
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Praktischerweise ist morgen ein Feiertag und so verabschieden wir und mit einer ordentlichen "Goodbye Pott" Sause aus good old Germany. Zu futtern gibt es allerlei malayisch inspirierte Kost inkl. die/der/das Laksa, bei Getränken setzen wir aber dann doch lieber auf heimisches Bier - dem Konsum nach zu schließen hat den Gästen offenbar beides wohl gemundet!
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Am Vorabend: Das Zittern hat ein Ende
Geschrieben am 6.06.2010 um 10:09 AM
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Freundliche Aussichten
Ein heißer Kandidat für das Unwort des Jahres 2010 ist bereits jetzt Asche-Ausbreitungsanimation (siehe Bild rechts), und spätestens seit die fiesen Wolken in den letzen Tagen von Spanien über Frankreich bis nach Stuttgart vorgerückt sind (um dann über die bisher verschonten Kanaren herzufallen), ist uns doch etwas mulmig geworden! Doch für Morgen scheint die Gefahr gebannt, das Packen war also nicht umsonst!
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Stunde 0: Es kann losgehen!
Geschrieben am 6.06.2010 um 09:20 AM
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Am Vorabend des Abflugs bleibt die Küche traditionell kalt, und da wir Schnitzel und Pizza ohnehin nicht großartig vermissen werden, futtern wir uns zur Einstimmung im hiesigen Mongos die Bäuche voll. Ob die Mongolen einst wirklich so gut gespeist haben, sei dahingestellt, es war auf jeden Fall außerordentlich lecker, und wir sind gespannt, was die malayische Küche in den nächsten Wochen so zu bieten hat.
Zur Linken gibts vorab schon einmal die grobe Routenplanung, alles andere muß warten, da der Wecker leider schon in ~5 Stunden klingeln wird ... |
Tag 1: Der lange Weg nach Melaka
Geschrieben am 5.06.2010 um 08:09 PM
Tag 2: Melaka by bike, Tempel und Paläste
Geschrieben am 5.06.2010 um 07:58 PM
Gegen 9 holt uns Alias (ob er wirklich so heißt werden wir nie erfahren) am Hotel ab und zusammen mit Rob aus Holland gehts raus ins ländliche Umland. Der Fahrtwind macht die 3stündige fahrt ist trotz Sonnenscheins erträglicher als befürchtet, und Alias entpuppt sich als symphatische Plaudertasche, dem offenbar niemals die Geschichten ausgehen. Mittags erkunden wir noch den Cheng Hoon Teng Tempel und lassen uns eine orginal (und äußerst kraftvolle) chinesische Massage verpassen (beides quasi vor der Haustüre), und statten dem eindrucksvollen Sultans Palast (nebst nettem Park) einen Besuch ab.
Ein üppiges Dinner gibt es heute im empfehlenswerten Taragon(ebenfalls am Flußufer), der Abend wird dann mit einem Tiger (in Malaysia trotz Islam allegenwärtige Biermarke) im Rockcafe um die Ecke beendet. Heute ist es ruhig in Melaka (gut weil morgen um 5:00 der Wecker klingelt), aber wenigstens der Barkeeper ist sehr gesprächig und legt auf Nachfrage auch gute Musik auf!
Tag 3: Kuala Lumpur in 24 Stunden
Geschrieben am 5.06.2010 um 06:40 PM
Aufstehen um Fünf ist sportlich, aber um 7 geht bereits unser Bus ins hektische Kuala Lumpur am Terminal ab, das etwas außerhalb der Stadt liegt (das Ticket sagt zwar 12 und geplant war 8, aber die frühe Abfahrt wird sich noch als glücklich erweisen). Knapp 2h später entlädt uns der moderne und kaum gefüllt Bus bereits wieder irgendwo vor den Toren der 2-Millionenstadt, die ihren Namen angeblich einer schlammigen Flussmündung zu verdanken hat. Mit etwas Glück finden wir auch einen Bus nach Chinatown, können kurz unser Gepäck im Zimmer abladen, und marschieren auch gleich wieder los. Zunächst zum riesigen Merdeka Square, dann zum alles überragenden KL Tower (der mit ~250m tatsächlich noch höher als das Petronas Gespann ist) . Für die Observation muß man pro Nase 38RM berappen, was sich bei guter Sicht aber auf jeden Fall lohnt (HiTech Audioguides sowie ein "Cultural Viallage" Besuch sind dafür gratis)!
Danach haben wir erst einmal ausreichend "urbanisiert" (und sind ziemlich am schwitzen), und so suchen wir mit dem flotten Monorail den Taman Tasik Titiwangsa See im Norden zwecks Ausspannen und lunchen auf (klappt dort beides ganz gut). Anschließend kämpfen wir uns zu Fuß durch die Rushhour nach Kampung Baru vor - ein Viertel wie aus einer anderen Welt: Direkt inmitten der endlosen Wolkenkratzerkulisse tappt man an einfachen knuffigen Holzhütten vorbei, und statt x-spuriger Autobahnen kreuzt allenfalls mal ein Huhn den Weg! An der U-Bahn Haltestelle hat sich inzwischen der Himmel schon bedrohlich verdunkelt, uns als wir schließlich in Chinatown wieder ans Licht kommen, erleben wir unseren ersten heftigen tropischen Regenguss (die Regenjacken liegen - wie sollte es anders sein - natürlich im Koffer)!
Chinatown (die Wuselei findet unten statt)
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Es grünt so grün am Merdeka Sqare |
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Über alles erhabener KL Tower ...
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... die Aussicht von oben! |
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| Chillen am Tasik Titiwangsa |
Tütensuppen-Lunch auf malayisch |
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Nachdem sich die unerschöpfliche Wolke dann doch einmal entleert hat, gibts Dinner in der Central Market Hall in einem Lokal namens Precious (sieht aus wie eine mit chinesischem Mobilar vollgestopfte Lagehalle - hat aber irgendwie Stil und es schmeckt dort auch sehr gut)! Dann kann Manfred (unser jüngst erworbenes Reisestativ) endlich zeigen, warum er mit um die halbe Welt gekommen ist: Bei Nacht sehen die illuminierten Petronas Towers nämlich am besten aus, und das Motiv, ohne daß man KL nicht verlassen darf, ist auch im Kasten (Einheimische sagen übrigens fast immer KL - mit Kuala Lumpur weiß kaum einer etwas anzufangen).
Noch vor Mitternacht geht auch schon die letzte Bahn zurück, für den Gute-Nachtrunk vor Ort drängt sich eine chinesische Eckkneipe auf der Jalan Sultan auf (Riesen-Tiger aus Eiskübeln), Last Order ist glücklicherweise um 1, da es morgen früh schon wieder gen Süden geht. Viel mehr Abwechslung an einem Tag geht irgendwie auch nicht :-)
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Tag 4: Reif für die Insel - von Kuala Lumpur nach Pulau Tioman
Geschrieben am 5.06.2010 um 05:26 PM
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Nach einem üppigen Frühstück (endlich asiatische Nudeln am frühen Morgen) holt uns ein alter Bekannter für den langen Trip nach Mersing ganz im Südosten ab (zufällig der gleiche Fahrer, der uns auch souverän nach Melaka kutschierte). Die Autobahn nebst Rasten könnte es auch locker mit der hiesigen A3 aufnehmen (nur gibt es hier deutlich weniger Baustellen und Staus) und wir kommen zügig voran. Das ändert sich jedoch auf der West-Ost Route von Ayer Hitam nach Mersing, wo die Strecke zunehmen schmaler und deutlich kurviger wird. Trotzdem kommen wir eine knappe Stunde vor Fährabfahrt im Hafen an. Nach etwas Bürokratie-Kuddelmuddels wegen des Fährvouchers, bei dem sich unser Fahrer als Vermittler seines Trinkgelds mehr als würdig erweist, geht es schließlich mit reichlich Verspätung (welche bei den Bluewater Ferries offenbar die Regel ist) endlich auf die ersehnte Königin der Inseln, deren "Drachenhörner" (2 ca 1000m hohe Bergspitzen) trotz eher mäßigem Wetters bereits von weitem auszumachen sind! Der Paya Beach besteht eigentlich nur aus einem überschaubarem Kampung mit ein paar Warungs, Dutyfree- und Diveshops, welches nach und nach ins ****** übergeht - keine Zäune, keine Mauern, kaum Leute und ringsherum nur dichter tropischer Regenwald. Ein hüsches Fleckchen zum Auspannen.
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Dinner gibts heute vor Ort (frischen Fisch bzw. Lemon Chicken), die Preise sind logischerweise etwas höher als auf dem Festland, aber immer noch angemessen. Vor allem macht sich der Duty Free Status der Insel bemerkbar, ein Tigerchen geht hier für die Hälfte bis ein Drittel des üblichen Preises über die Theke. Ganz am nördlichen Strandende finden wir noch eine coole Strandbar: außer dem Barkeeper und seiner Gitarre ist zwar kein Mensch zu sehen, aber insgesamt scheint auf Tioman ohnehin noch low season zu sein!
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Abendspaziergang nach Genting (Nachbarschaft)
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Tiger + Carlsberg - Zwei, die sich gerne gesellen |
Tag 5: Tioman Relax Day
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:47 PM
Heute ist ein besonderer Tag - der Wecker hat nach ca. einer Woche zum ersten mal Pause. Ausschlafen heißt in Malaysia aber trotzdem in der Regel vor 10 frühstücken, später gibt es nämlich meistens nichts mehr (dafür gehen abends aber auch zeitig die Lichter raus). Heute ist erstmal nur Strandlungern und Schnorcheln angesagt. Am Nordende bei "Secret B.each" (aka Pulau Tomok, eine Mini-Insel, nir nur bei Ebbe mit trockenem Oberkörper zugänglich ist) erspähen wir unter Wasser auch glatt eine der berühmten Turtles, für die Tioman angeblich so bekannt ist. Dann unterbricht erst einmal ein stattlicher Regenschauer (mit denen man hier immer rechnen muß) das Strandleben, aber so bekommen wir wenigstens nicht gleich einen Sonnenbrand.
Nachmittags wagen wir uns dann endlich mal in den Dschungel auf dem Weg zur Nachbarbucht Genting (die erste Hälfte hatte ich bereits gestern auf *duck* "Frauentauglichkeit" überprüft)! Der Weg, den man sich mit allerlei Viehzeug teilt, ist gut begehbar, nur die Flip Flops sollte man zuhause lassen und dafür reichlich Eau de Muque (=Mückenspray) auflegen. Die 2. Hälfte kann man wahlweise am Strand zurücklegen (bei Flut nur mit etwas Kletterei - dafür wunderschön), oder einfach den Strommasten folgen. Letzteres hat sich bei uns übrigens der öfteren bewährt, wenn mal die Orientierung versagt. Genting ist zwar weitläifger als Paya, aber als Wohnsitz gefällt uns unsere Bleibe doch besser. Nach einem Stop in einer Kneipe in der Nähe des Jettys (geschmackssicher und lautstark mit Scorpions beschallt) kommen wir gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang nach Paya zurück - Kitschmotive am laufenden Band, aber das gehört hier so!
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| Der grüne Weg nach Genting will verdient sein, aber Schweiß und Mühe lohnen sich ... |
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| Hier gibts lecker Essen |
Qual der Wahl: Tioman Sunsets |
Dinner gibts wieder im Restaurant, auf dem Speiseplan steht heute vegetarische Kost sowie die neue Leibspeise Tum Yum Suppe mit Meeresgetier und einem Pott Reis zum löschen dazu. Dann gehts auch zeitig ins Bett, weil morgen in aller Frühe endlich mal richtiges Tauchen angesagt ist. Einziger Nachteil der ansonsten sehr hübschen Bleibe: Die Verbindungstüren zwischen den Doppelhaushälften haben keine wirklich schallisolierende Wirkung, und unsere offenbar hochaktiven Nachbarn ... naja, der Rest bleibt der Phantasie des Lesers überlassen :-)
Tag 6: Tioman Dive Day
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:46 PM
Der heutige Tag steht primär im Zeichen der Unterwasserwelt! Zunächst tuckert der Captain nach Chebeh ****** weit nordwestlich von Tioman (nette Unterwasserlandschaft mit vielen sea fans und dicken Barracudas), dann nach Soyak, wo sich auch mal wieder eine Riesen-Turtle possierlich mit uns ablichten lässt (auf das Bild, welches die 4 mittauchenden Mädels aus Singapur mailen wollten, warte ich leider heute noch ). Die näher an Tioman gelegenene Tauchgründe Ringgis und Tomok waren dagegen nicht gar so spektakulär, aber recht relaxend. Maria hat derweil eine Schnorcheltour gebucht, die zwar gut besucht ist - kurioserweise wollen die meisten aber gar nicht ins Wasser, was der Tour einen gewissen "Butterfahrt" Charakter gibt, da die meisten beim Tekek Marine Park gleich die umliegenden Kioske und Warungs ansteuern. So hat man zumindest Guide und Unterwasserwelt für sich alleine, getreu der alten Weisheit "viele Taucher verscheuchen die Turtles"!
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Oben: Aufbruch zum 1. Tauchgang in Malaysia
Unten: Die Insel Chebeh ganz oben im Norden |
Unser Hausjetty im Morgengrauen...
... und zu später Abendstunde |
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Sunset Reloaded...
So ein Pech aber auch: Heute ist der Sonnenuntergang noch kitschiger als in den letzten beiden Tagen, als hätten wir nicht schon genug Bilder gemacht!
Der Sweet Sour Fish zum Dinner erweist sich als sehr guter Griff und wir zum bis dato "best dish" gekürt! Morgen wollen wir versuchen, die frühe Fähre nach Tekek zu bekommen, damit wir die große Dschungeltour zur anderen Seite in Angriff nehmen können, und stellen den Wecker mutig auf viertel vor Sieben - hoffentlich spielt das Wetter mit!
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Tag 7: Tioman Green Day
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:43 PM
Der Tag fängt früh (6:45) aber gut an - der Himmel ist halbwegs klar und die Fähre ausnahmsweise pünktlich, auch wenn die Gauner zunächst 25RM pro Nase für die paar Minuten nach Tekek haben möchen (die 1 1/2 h zum Festland kosten gerade mal 35). Tekek selbst gilt zwar als Knotenpunkt der Insel, ist aber nicht gerade eine Perle, doch unser Ziel ist schließlich auch der Dschungel bzw. Juara auf der anderen Inselseite. Den Einstieg erfragt man sich besser, dann gehts auf einem (im doppelten Sinne des Wortes) atemberaubenden Pfad zügig nach oben, vorbei an riesigen Bäumen, wilden Affen und einem erfrischenden Wasserfall. Warum man das Ganze auch Regenwald nennt, erfahren wir auf halber Strecke: Plötzlich zieht ein Sturm auf und es regnet aus Kübeln - akustisch untermalt von grollendem Donner. Knapp 90 min verbringen wir unter einer P.a.l.m.e, die zwar zunächst tapfer standhält, aber irgendwann sind wir doch pitschnass. Man darf raten, wo sich unsere Regenjacken mal wieder befinden, und die einzige große Plastiktüte wird für die Kamera geopfert. Bevor sich der Weg endgültig in einen Bach verwandelt kehren wir schweren Herzens wieder um. Zurück nach Paya chartern wir dann ganz dekadent ein Boot, da selbst die Fährjungs nicht wissen, wann sie gedenken zurückzufahren. Man muß es an dieser Stelle mal sagen: Tioman ist eine Trauminsel, aber die Preise für die Fortbwegeung zur See (locker das 3fache wie z.B. auf den Perhentians und in keinem Verhältnis zu den generell recht günstigen Transportkosten in Malaysia) vermiesen einem mangels Alternativen doch etwas die Lust am Erkunden der Insel. Die Sache hat natürlich auch ihr Gutes: Da das Angebot entsprechend selten genutzt wird, stören zumindest nicht permanent knatternde Motorboote die Idylle
| Auf nach Juara |
Stetige Wegbegleiter |
Erfrischung tut Not |
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Mittags - die Sonne lugt inzwischen wieder hervor - gehe ich noch einmal allein auf Wanderung (Marias angeschlagener Fuß liegt auf Eis). Zunächst zu den Rock Falls, einem gut besuchtem Flussbecken (leider habe ich werder Bier noch Badehose dabei) östlich des Ressorts im Dschungel, und dann nördlich an Tomok vorbei Richtung Beryaya Beach. Am Nachbarstrand ist wirklich kein Mensch (außer einer Turtle Sanctuary, aber offenbar ist keine Brutzeit), und der Pfad verwandelt sich in langsam zu einem ausgewachsenen Weg. In der nächsten Bucht taucht plötzlich ein 9-Loch Golfplatz (was sonst?) zwischen Dschungel und Meer auf, den man aber zumindest heute unbeschadet queren kann, und dann ein endlos langer feiner Strand, der sich fast bis nach Tekek zieht). Ich hätte zwar tierisch Lust noch weiter zu Laufen, aber die Uhr nötigt nach einem kurzen Stop in einer chinesischen Kneipe (mit ein paar photogenen Affen um die Ecke) zur Umkehr.
Heute Abend bleibt der Himmel mal verhangen (Glück gehabt - nicht *noch* mehr Sunset Photos), das Abschiedsdinner ist aber wie gewohnt gut, doch leider müssen wir schon heute Abend schon wieder packen!
Tag 8: Endlich mobil - Von Tioman in den Taman Negara
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:42 PM
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Die Abreise Morgens zum Festland verläuft zunächst nach Plan (meint: die Fähre ist mal wieder ne' Stunde zu spät), allerdings verhindern die bösen Gezeiten das Einlaufen in den Mersinger Hafen bei Ebbe, so dass die gut gefüllte Fähre mit pendelten Zubringerbooten entladen werden muss. Frau Hawk (Vertreterin der Mietwagenfirma) hat aber geduldig auf uns gewartet, und wir nehmen gegen halb 11 stolz unseren Proton Wira in Empfang, dem man eine unübersehbare Tieferlegung spendiert hat (wenn man aus dem Pott kommt eilt einem offenbar auch hier ein gewisser Ruf voraus  )!
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Die 1. Regel beim Fahren in fremden Ländern (und auf fremden Seiten) ist: Erstmal raus aus der Stadt. Frau Hawk hat uns sogar mit einem mobilen Navi names Nüvi ausgestattet, das sich nach kurzer Eingewöhnungszeit als recht kooperativ erweist. Zudem legen die Malayen im Vergleich zu ihren indonesischen Nachbarn eine recht zivile Fahrweise an den Tag, so dass die erste Etappe relativ unstressig verläuft!
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Mittags machen wir Zwischenstop in Pekan, laut Führer einem der "schönsten und kulturhistorisch interessantesten Orte der Ostküste". Wir speisen im Farouk Maju (Katinenatmosphäre aber preiswert und gut). Da Sultans- und Watercraft Museum Sonntags leider geschlossen haben und uns auch nicht gerade der Sinn nach noch mehr Kulturhistorie steht, brausen wir weiter auf der sehr schönen C108 parallel zum River Pahang ins Landesinnere. Nächster Stop ist der unverschämt idyllisch gelegene Tasik Chini, auf dessen Grund angeblich eine versunkene Khmer Stadt liegt, die von einem geheimnisvollen Monster bewacht wird (wir bewundern lediglich die Seerosen, die Schnorchel bleiben im Auto). Später tanken wir unseren schwarzen Flitzer noch einmal richtig voll, und registrieren erfreut, dass der Liter Super hierzulande für umgerechnet nicht einmal 50 Cent über den Tisch geht.
| Pekan an der Ostküste |
Der sagenumwobene Tasik Chini |
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| Unser Wira on tour auf der C108 |
River Pahang mit stattlicher Breite |
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In Kuala Tahan ist die Straße dann zu Ende und vor uns erstrecken sich die Weiten des Taman Negara Nationalparks, der angeblich schon stolze 130 Millionen Jahre auf dem Buckel hat! Über den Sungai Tembeling gehts für 1RM/Person mit einem der emsig patroullierenden Fährboote, und wir beziehen wenig später unsere großzügig bemessene Hütte. Nachdem unser kurzfristig verschollenes Gepäck wieder aufgetaucht ist, können wir auch beruhigt vor Ort zu Abend Essen (lecker, wenn auch nicht zwingend "local cuisine"). Auf dem Rückmarsch läuft uns noch ein kleines Rudel scheuer Wildschweine über den Weg, so als ob sie noch einmal unterstreichen wollten, dass wir jetzt wirklich mitten im Dschungel hausen!
Tag 9: Taman Negara - Canopy Walk und Nachtleben
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:32 PM
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Nach einem ausgiebigem Frühstück (bisheriger Spitzenreiter) machen wir uns auf den Weg zum anderen Ufer, um gegen halb 10 per Boot zum Canopy Jetty aufzubrechen - zusammen mit jeweils einem Paar aus Spanien und Holland bilden wir eine bunte Eurotruppe. Über gefühlte 1000 Stufen hinauf geht es zunächst zum Canopy Walk Ausgangspunkt (wo wir Maria parken, deren Fuß sich nach Tioman leider nur noch nicht vollends erholt hat) und erklimmen ca. eine halbe Stunde später den 324 hohen Bukit Teresk, der mit einer bemerkenswerten Aussicht punktet. Derweil unterhält uns unser Guide mit Schauergeschichten, unter anderem von spurlos im Park verschwunden Wanderern.
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Danach geht es endlich auf den berühmten Canopy Walk, angeblich der längste seiner Art (wenngleich er zur Zeit wegen offensichtlich dringender Renovierungsarbeiten - siehe Photo rechts - etwas kürzer ausfällt). Superlative hin oder her, der Marsch in ~30m Höhe inmitten von Urwaldriesen ist auf jeden Fall ein echtes Hilight, das man nicht verpassen sollte!
Nachmittags unternehme ich noch eine Exkursion zum Lubok Simpon, eine bequem erreichbare Bucht am Fluss nördlich des Ressorts, die förmlich zum Baden nötigt. Abends "dinieren" wir in einem der zahlreichen Floating Restaurants am anderen Flussufer, die zwar eher einfach gehalten sind, aber dafür irgendwie Flair haben (und zudem unschlagbar günstig sind - jedoch alles streng alkoholfrei).
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| Die kultigen Floating Restaurants nebst "Hausfluss" und dem Fortbewegungsmittel #1 bei Tageslicht |
Danach geht's noch einmal in den Dschungel zu einer Nachtwanderung. Wer auf Großwild aus ist sollte sich allerdings nicht allzuviel Hoffnungen machen, da die hiesige Fauna bei über 4000 km² nutzbarer Fläche nicht unbedingt am Wegesrand auf eine Horde mit Taschenlampen bewaffneter (und nicht gerade leiser) Touristen wartet. Es ist trotzdem beeindruckend, den Dschungel bei Nacht zu durchwandern, und erfreulicherweise endet der gut ausgebaute Pfad nach einem Abstecher zum Bumbun Tahan (einer Art Ausguck) auch nicht weit von unserer Behausung entfernt!
Tag 10: Taman Negara - Lata Berkoh & Co.
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:31 PM
Nach dem Frühstück gegen 9 (was schon fast an Ausschlafen grenzt) geht es erst einmal über den Fluss ins Dorf zum Vorräte aufstocken, was deutlich preiswerter ist als im ressorteigenen Minimarkt. Essentiell sind vor allem literweise Trinkwasser (überlegen was man brauchen könnte und dann verdoppeln), 100 Plus (eine Art lokales Gatorade) zum Mischen und Bio Eau de Muc. Um in etwas entlegene Teile des Parks zu kommen, ist eine Bootcharter offenbar die einzige Alternative zum Fußmarsch. Die bucht man wiederum besser im Parkheadquarter, wenn man auch abgeholt werden will. Um diese Erfahrung reicher schippern wir gegen 11 mit kompletter Mannschaft (immerhin ein Steuermann nebst Navigator) hoch nach Lata Berkoh, eine schöne ca 45 minütige Fahrt durch den dichten Dschungel, zumal der Fluss heute recht viel Wasser führt. Das letzte Stück zu den eifrig rauschenden Cascading Rapids ist dann nur zu Fuß zu bewältigen, aber der Navigator kennt sich zum Glück auch zu Lande gut aus - sonst ist hier nämlich weit und breit keine Menschenseele zu sehen.
Auf dem Rückweg lassen wir uns ca. 4km (gefühlte 8) vorher in der Höhe von Bumbun Tabing an einer der sporadischen Lichtungen im Dickicht aussetzen, und marschieren tapfer den Rest zurück. Das macht mächtig Spaß, strengt aber angesichts der Temperaturen auch ebenso mächtig an, so das ein Planschstop am gestern bereits ausgekundschafteten Lubok Simplon obligat ist. Unterwegs müssen wohl irgendwelche heimtückischen mit Antiblutgerinner bewaffnenten Leeches über meinen Fuß hergefallen sein, der sich aber zum Glück nach einem eilig vorgezogenen Mittagsschlaf wieder einkriegt. Offene Sandalen waren wohl doch nicht die beste Wahl für derlei Trips !
Quasi zum "Auslaufen" gibt es abends noch einen Pre-Dinner Walk Richtung Canopy Station. Rund um das Park Headquarter sind die Wege wirklich sehr gut beschildert und laden zum Draufloslaufen ein, und bei Dämmerung kreuzt dann auch glatt noch ein stattlicher Waran (?) den Weg.
Abends wird wieder in einem der Floating Restaurants gespeist (gestern leckerer, dafür sitzt man heute hübscher), und dann heißt es aber auch schon wieder Kofferpacken, denn morgen naht bereits der 2. Brückentag - so haben wir Reisetage getauft, die primär dem Transfer von A nach B dienen. Eigentlich schade, wo wir uns gerade erst "warmgelaufen" haben, aber auch die Cameron Highlands sollen ja den ein oder anderen netten Pfad parat haben!
Tag 11: Vom Taman Negara in die Cameron Highlands
Geschrieben am 5.06.2010 um 04:29 PM
Da wir bei der Routenplanung in die Cameron Highlands den ein oder anderen potentiellen Leckerbissen ausgemacht haben, stehen wir zeitig (= gegen 7) auf. Man mag sich bei der Verfolgung des Blogs die berechtigte Frage stellen, welche Verrückten denn fortwährend freiwillig im Urlaub zu solch unchristlichen Zeiten aufstehen. Im Zivilleben sind wir auch alles andere als Frühaufsteher, das klappt irgendwie immer nur vorzüglich im Urlaub, und auch nur da.
Der Wira steht nach 2 Tagen Pause noch wie hinterlassen an Ort und Stelle, und ab geht es erst einmal zurück gen Süden.
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Erste Station ist Kuala Gandah, einer Art Elefanten-Asyl nicht weit von der Autobahn Richtung KL entfernt. Das Besucherprogramm geht wohl erst ab 2 richtig los, aber der eine oder andere Dickhäuter läuft einem auch so über den den Weg, und man merkt überall, dass hier wirklich passionierte Tierliebhaber am Werk sind (links sieht man gerade einen Elefanten beim Belohnungsschrubben nach Absolvierung der Bewegungstherapie im hauseigenen Fluss). Der Eintritt ist übrigens kostenlos, aber eine Spende ist hier sicherlich in guten Händen.
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Anschließend steuern wir die Batu Caves an, einem mit Hindu-Schreinen durchsetztem Kalkstein-massiv vor den Toren Kuala Lumpurs. Der Aufgang mit stolzen 272 Stufen (gem. Lonely Planet, wir haben nicht nachgezählt) wird von der riesigen Lord Muruga Statue überwacht, und auch die Höhle ist durchaus beeindruckend. Die anderen Mitbesucher sind (wenig überraschend) meist indischer Abstammung, und so nehmen wir unseren Lunch auch stilgerecht in einem "strictly vegetarian indian food restaurant" schräg gegenüber ein. Scharf und gut!
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Das Nüvi operiert ab jetzt im "Autobahn meiden" Modus. Nicht das diese hierzulande schlecht wären, ganz im Gegenteil. Aber spannender und abwechslungsreicher gehts auf jedem Fall auf den Landstraßen zu, zumal man beim Höchstlimit von 110 ohnehin nicht sonderlich viel Zeit gutmachen kann. Den einschlägig bekannten Fraser's Hill lassen wir ob der fortgeschrittenen Stunde links liegen (zumal man hier nur stundenweise entweder auf oder ab fahren kann), und nach einem kurzen Zwischenstop im Ex-Goldgräberstädtchenh Raub führt uns Nüvi auf die C136 (?) und hinaus in die Einsamkeit. Es hat hier wohl gerade kurz zuvor heftig geregnet, überall sind Nebelschwaden über dem Dschungel, die Straße selbst scheint offenbar brandneu zu sein, und außer uns ist kaum ein Mensch unterwegs. Kurzum: Die Fahrt ist unter diesen Bedingungen (und mit entsprechender musikalischer Beschallung) eine echte Wonne!
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Die Bedingungen ändern sich leider auf den letzten Kilometern vorm Ziel, unsere Traumstraße ist nämlich leider noch nicht vollends durchasphaltiert. Da unser Wira, den wir ansonsten inzwischen durchaus liebgewonnen haben, mit Bodenfreiheit leider nicht gerade gesegnet ist, legen wir die letzten Kilometer mit Schleichfahrt auf der Schotterpiste zurück, aber schließlich erreichen wir trotzdem noch vor Einbruch der Dunkelheit Ringlit und befinden uns wieder auf geteertem Terrain! Der folgende heftige Schauer auf der letzten Meile durch Tanah Rata kann uns jetzt auch nicht mehr beeindrucken, und unsere überaus originelle Bleibe (very british) entschädigt ohnehin für alles - Bilder gibts dann bei Tageslicht. Da die Hausküche heute kalt bleibt, und sich der fiese Schauer schnell wieder verzogen hat, wandern wir noch runter nach Tanah Rata (knappe 15min). Aber auch hier gibt es nach 10 offenbar nur noch überwiegend Flüssignahrung, und so steht heute lediglich Fastfood auf dem Speiseplan, gefolgt von einem Absacker im 1. Stock von Haus Windsor!
Tag 12: Cameron Highlands - das volle Programm
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:22 PM
Zwischen Highlandern, Teefeldern, Wasserfällen und Steamboats
Die Vormittagstour haben wir bereits vorab gebucht, und laut Veranstalterinfo wird uns wahrscheinlich "der fröhliche Inder 'Subramaniam'" nach dem Frühstück aupicken. Und er ist es wirklich! Und gute Laune scheint er auch zu haben, was aber auch kein Wunder ist - sein kleiner Bus scheint ausgebucht, und das Wetter strahlt, was hier im kühlen Hochland offenbar keinesfalls die Regel ist. Erster Stop ist gleich mitten in einem Teefeld, und während "Mani" eifrig über die Historie des begehrten Gewächses plaudert, sichern sich die meisten bereits die ersten Phototrophäen von den umliegenden Hängen. Danach geht es über die angeblich höchste Straße Malaysias auf den 2031m messenden Gunung Brinchang. Gut das wir hier nicht selbst am Steuer sitzen, der Weg scheint vor allem bei Gegenverkehr recht abenteuerlich. Oben erwartet uns eine beeindruckende Fernsicht, die fast in Taman Negara Gefilde reicht! Später wird der geisterhafte Mossy Forest durchwandert, bevor wir bei der einschlägig bekannten Boh Teat Easte Station machen. Nach einer kurzen Führung kann man die edlen Premium Sorten auch gleich gegen Bares auf dem Balkon verkosten. Für unseren Geschmack halten sich die Unterschiede zum heimischen "Volkstee" zwar in Grenzen, die Aussicht auf der Terrasse in die umliegenden Felder ist aber phantastisch! Quasi zum Nachtisch wird noch eine Butterfly Farm in der Nähe angesteuert, die neben den Faltern auch eine respektable Reptiliensammlung am Start haben, Mutige nutzen die Option zum Skorpionstreicheln (kein Witz!).
Nach diesem mehr als ausgefüllten Vormittag (die Konzentration war fast schon z u hoch) machen wir erst einmal vor unserer schönen Hütte Siesta, um dann auf eigene Faust noch ein wenig wandern zu gehen. Trail #9 (Start zwischen Tanah Rata und Mardi) führt zunächst zum stattlichen Robinson Wasserfall und dann auf der 9a Variante merklich talwärts gen Süden. Da es sich nicht um einen Rundweg handelt und talwärts auch leider zwangsläufig einen Aufstieg nach sich zieht, kehren wir nach kurzem Murren meinerseits auf halber Strecke um und folgen lieber Trail #4 in Richtung Parit Falls. Ein idyllischer Ort, wären da nicht diverse Müllberge, die in Malaysia außerhalb der Nationalparks leider des öfteren die Aussicht stören. In diesen Gefilden treffen wir auf den ortsansässigen Exil-Engländer John beim Nachmittags Tae Bo (?) mitten im Wald, der sich mit seinen 73 Jahren als überaus gesprächiger wie kundiger Spontanführer erweist, und uns zudem konditionell deutlich überlegen ist. Nach einem netten knapp 1stündigen Schlenker abseits der markierten Pisten fährt er uns sogar in unser Chalet zurück, und bewahrt uns somit vor drohendem Regen und Fußmüdigkeit. Danke, John!
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| Rauschender Robinsol Waterfall, Parit Falls um die Ecke, Mary + John vor einem sich gerade "in Reparatur" befindlichen Watchtower (oben rechts), und rechts unten der gruselige Mossy Forest |
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In einem sind sich die meisten Quellen einig: Zu den "must dos" in Tanah Rata gehört der Verzehr eines Steamboats, in heimischen Fachkreisen auch Feuertopf oder chinesisches Fondue genannt. Das Mayflower in Tanah Rata hat sich denn auch gleich ausschließlich auf besagte Köstlichkeit spezialisiert. Anfangs schauen wir noch ziemlich hilflos aus der Wäsche, während der Hot Pot bereits fleißig dampft und ein riesiger Berg Zutaten seiner Verwertung harrt, aber die Frau vom Nachbartisch weiht uns dann freundlicherweise in die hohe Kunst des Steamboatens ein. Must Do? Ein deutliches Jawoll!
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Tag 13: Von den Highlands an die Nordostküste nach Kota Bahru
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:20 PM
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Tee ade!
Heute ist der dritte und letzte richtige Brückentag, da Nüvi allerdings "nur" schlappe 5h Fahrzeit für den Weg nach Kota Bharu veranschlagt, stoppen & shoppen wir zunächst noch einmal in Tanah Rata (2. Frühstück, Geldwechseln, Getränke). Auf dem Weg zum Highway drängt sich ein Photostop beim Ye old smokehouse auf, Speisekarte und Ambiente zielen aber eher auf englische Lords ab (hier ist auch das Telefonzellenbild entstanden). Ein paar km weiter erhebt sich der der Sam Poh Tempel (Tempel der 10000 Buddhas) über Brinchang. Sehr farbenfroh, da jedoch heute Feiertag ist, sind ziemlich viele Leute auf den Beinen. Danach gibt es bis Kota Bahru via Gua Musang erst einmal nicht mehr viel zu erleben, einzig die gestiegene Lochdichte auf den Straßen im Staate Kelantan fordern Fahrer wie Fahrwerk. Nüvi kennt zumindest die Moschee unseres Zieldorfs Kampung Banggol, vorher müssen wir allerdings noch durch Kota Bahru durch, wo aufgrund des Feiertags ganz schön der Bär los ist. Unnützes Wissen am Rande: In Malaysia gibt es die längsten Rotphasen, die uns je unter gekommen sind! Nachdem wir in Kampung Banggol auf die letzte Meile ins Feld abgebogen sind, wird es dann aber schon wieder deutlich ruhiger und ländlicher! Hausherr Harry aus Holland ist leider ausgeflogen, aber das Personal hat den Laden gut im Griff, und an den netten kreisförmig angeordneten Hüttchen gibts innen wie außen mal gar nix zu meckern!
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Unser Dinner nehmen wir bereits gegen 7 bei Nachbarin Makcik (was soviel heißt wie Tante) um die Ecke ein, da der Wira für heute Feierabend hat. Makcik hat in ihrem Garten allerlei Schälchen mit diversen Leckereien aufgetischt, und es schmeckt wirklich sehr gut. Abends lungern wir noch etwas auf Harrys königlicher Veranda direkt am Fluß herum, dann geht es zeitig ins Bett!
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| Wo gehts hier nach Kota Bharu bitte? |
Im Ye old somkehouse wird nicht geraucht! |
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| Eingang zum Sam Poh Tempelhof |
Harrys hübsche Hütten (Alliteration des Tages) |
Tag 14: Kota Bharu by Bike & Boat
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:19 PM
Nach dem aussichtsreichen Frühstück (was nicht zuletzt der hübschen Terrasse geschuldet ist) leihen wir uns Mountainbikes und gehen mit Harrys hausgemachter Karte auf Tour. Diese verzeichnet neben der eigentlichen Route (essentiell - beschilderte Radwege gibt es offenbar nur in Mitteleuropa) auch einige Zwischenstops bei lokalen Handwerkern. Zunächst schneien wir beim lokalen Kitemacher herein und begutachten die bunten Drachen, dann geht es auf Feldwegen an kleinen Dörfern und einer Lagune vorbei an die Küste, wo der Sungai Kelantan ins südchinesische Meer mündet. Zwei europäische Langnasen auf Rädern gehören in diesen Gefilden offenbar nicht zum gewohnten Landschaftsbild, und sorgen vor allen bei den malayischen Kids für große Erheiterung - überall schallen "Heeellloo" Rufe aus den Hütten, und man kommt kaum mit dem Winken hinterher. Um den breiten Fluß zu queren mieten wir trotz mulmigen Gefühls am Ufer mangels Alternativen eine Nußschale für schlappe 10RM, und machen drüben in Kok Majid erst einmal Pause. Dann schauen wir bei Herrn Yussof, seines Zeichen Wayang Kulit (Schattenpuppenmacher) vorbei, der über unseren Besuch sichtlich erfreut ist, und uns in seine Künste einweiht. Zurück in die Outskirts von Kota Bahru geht es dann mit der Fähre, und nach einem Zwischenstop am Kg Kaftangon (Craft Museum) und anschließender Lunchpause treffen wir nachmittags wieder in unserer Hütte ein. Eine wirklich nette Tour, einzig die Hitze hat uns doch ziemlich zu schaffen gemacht!
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| Nicht zu verachtende Frühstücksaussicht |
Mit dem Radl kurz hinter Pasir Belanda |
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| Hausgemachte Kites (in Kelantan sehr populär) |
Der Schattenpuppenmacher bei der Arbeit |
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| Vertrauen ist alles: Übersetzen nach Kok Majid |
Auch nicht schlecht: Melody Beach Sunset |
Da wir nach einer knappen Woche on the road endlich mal wieder im Meer planschen wollen, fahren wir gegen Abend noch zum ca. 25km entfernten Pantai Irama (aka Melody Beach), der sich auch bei der lokalen Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut. In Kelantan herrschen übrigens strenge Sitten, und der Dresscode für Musliminnen ist auch im Wasser verbindlich, nicht zuletzt deswegen suchen wir erst einmal eine abgeschiedenere Ecke weiter nördlich auf. Noch kurz den umliegenden Müll entsorgt, und dann ist das hier wirklich ein echter Traumstrand. Erfrischungen gibts allerdings nur aus der Dose, da das südchinesische Meer in dieser Ecke fast schon Badewannen-temperatur hat. Abends steht vorzügliches Thai Food im Payang Serai mitten in Kota Bahru auf dem Speiseplan. Hätte der Wirt noch das Licht etwas gedämpft und ein kühles Singha hervorgezaubert, hätten wir ohne Zögern 5 Sterne gezückt (letzteres sei ihm verziehen, da es in Kota Bahru ohnehin fast nirgendwo Alkohol gibt). Den Abend dieses ziemlich erlebnisreichen Tages beschließen wir mit einem Tiger (Marke "Tanah Ratah Reserva") auf der eigenen Terrasse, während es in der Ferne heftig blitzt!
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Beach Art am Pantai Irama
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Tag 15: Kota Bharu - Tour de Thai
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:17 PM
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Da wir morgen schon unseren Wira wieder in "fremde" Hände geben müssen, wollen wir ihm heute noch etwas Auslauf gönnen. Zur thailändischen Grenze ist es nicht weit, und wir nutzen die damit einhergehende Wat-Dichte im Tumpat District und statten zunächst Wat Photivihan einen Besuch ab, welcher mit einer stattlichen 40m langen reclining Buddha Statue aufwartet (für Fans von Superlativen: Angeblich unübertroffen in Südostasien).
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Wat Matchinmaram (50m, allerdings sitzend) finden wir hingegen trotz akribischer Suche nicht, dafür sind wir durchaus beeindruckt von Wat ***suwankri und seinem floating Temple. Da von Grenzen in andere Länder immer eine mystische Faszination ausgeht, fahren wir auch noch die paar Meilen nordwärts nach Penkalan Kubor, wo der Grenzfluß Golok Malaysia und Thailand trennt. Wie bei den meisten anderen Grenzstädten auch handelt es sich aber leider auch hier um einen eher unschönen Ort mit brüsk umzäuntem Immigrationsbereich, dessen Faszination allenfalls von der Duty Freezone ausgeht, die wir allerdings links liegen lassen. Dann schon lieber zum Pantai Seri Tujuh (Beach of Seven Lagoons), ein schier endloser Strand ca. 5km von der Grenze entfernt (und augenscheinlich ebenso lang).
Tag 16: Von Kota Bharu auf die Perhentians
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:16 PM
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Noch vor 8 sagen wir der wahrscheinlich adrettesten Terrasse Kelantans adieu und gehen auf die letzte Wira Etappa nach Kuala Besut, einem kleinem Küstenort im Nachbarstaat Terengganu, wo wir unser Gefährt mit fast 1600 frisch gefahrenen km auf der Uhr in der ansässigen Hawk Filiale in treue Hände zurückgeben. Nach einem ausgedehnten wie leckerem Frühstück am Hafenkai im Café "Geruhsam" (zumindest geht es hier so zu, hier darf der Gast auch noch persönlich die Rechnung aufaddieren), gehts mit einem kleinen Flitzeboot und 4 englischen Mitreisenden an die Westküste von Perhentian Besar, der größeren und weiter südlich gelegenen Insel, wo wir wenig später Quartier beziehen!
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Die Hütten in erster Reihe sind äußerst nett (einzig das Bad könnte mal renoviert werden), und das im Reiseanbieterjargon gerne mal großzügig ausgelegte Prädikat Seaview ist hier wirklich verdient - hätte man dem Strand nicht eine kleine Kaimauer spendiert, könnte man bei Flut wahrscheinlich direkt vom Balkon ins Meer hüpfen. Weitere Floskeln gefällig? Türkisblaues Wasser? Schneeweiße Strände? Alles offenbar kein Problem hier, wie ein anschließender Erkundungstrip gen Süden offenbart. Aber hören wir auf zu quatschen und hauen lieber ein paar Bilder raus:
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| Schonmal nicht zu verachten: Der Housebeach |
Bei Abdul gibts Kitschpalme + Hausriff gratis dazu |
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| Einsame "Halbinsel" (nebenan hausen Nemos) |
Blick zum Südkap (ab hier nur noch per Boot) |
Beim allabendlichen Dinner Hunting fällt die Wahl auf das Tuna Beach Restaurant in der Nachbarbucht. Wie in den meisten anderen Lokalen auf der Insel preist man hier stolz sein schwerpunktmäßig auf Fisch ausgerichtetes Holzkohlengrill BBQ an, welches man auch wirklich weiterempfehlen kann. Ein Geheimtip sieht allerdings anders aus, trotz relativ (!) später Stunde ist die Hütte fast proppenvoll. Ein Geheimtip ist da schon eher die nur einen Buckel entfernte Minibucht nördlich des Ressorts, die sich vorzüglich für einen Schlummertrunk bei passender Musik eignet (beides mitbringen, Geheimtipbuchten sind selbstredend weder beschallt noch bewirtet). Als Bonus hier noch die inoffiziellen Lonely Place Top 6 (nur anwendbar auf diesen oder vergleichbare Orte):
- Ville Valo & Natalia Avelon - Summer Wine (vom "Uschi" Soundtrack)
- Fifth Dimension - The Age Of Aquarius (gerne gefolgt von "Let the Sunshine in")
- The Mamas & The Papas - Dream a little Dream (sternklaren Himmel vorausgesetzt)
- Slade - Far Far Away (der U30 Genteration wohl nur aus der C&A Werbung bekannt)
- The Last Shadow Puppets - The Age of the Understatement (eigentlich alles)
- Green Day - Holiday (am besten kurz vorm Gehen)
Und jetzt nix wie ins Bett, morgen steht nämlich endlich mal wieder Untertauchen auf dem Programm!!!
Tag 17: Perhentian Dive Day und Ausflug zur Nachbarinsel
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:14 PM
Untertauchen rund um die Perhentians
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Egal ob man keine Lust auf weite Lauferei hat, dem Feedback einschlägiger Internettaucherforen Vertrauen schenkt, oder einfach nur die Lungerterrasse gemütlich findet, man landet unweigerlich bei den Universal Divers in der benachbarten Tuna Bay! Zunächst schippern wir früh morgens zum Tokong Laut (Temple of the Sea), einem nicht zu Unrecht populären Spot ca. 20 Bootsminuten von unserem Strand entfernt, der 2. Tauchgang führt dann zum Batu Layar Riff im Norden von Besar. Maria macht derweil eine Schnorchelrundfahrt, die sie zum Sharkpoint (Ostküste von Besar), Fish- und Coral Garden führt, und macht dabei u.a. (Sicht-)Bekanntschaft mit diversen Black-Tip-Sharks und Riesenturtles.
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Die Perhentians sind wirklich ein echtes Tauchmekka, egal ob mit Schnorchel oder Flasche. Und weil man bei den Universal Divers auch eine UW-Kamera borgen kann, nachdem man sich das Vertrauen des Guides ertaucht hat, gibt es jetzt auch endlich mal Photos aus der Tiefe!
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| Kunstvolle Dive-Map von Tokong Laut (1. Stop) |
Die lokale Universal Dive-Crew beim Posing
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| Prächtiger - Achtung - Bluespotted ribbontail ray |
Wie zu Lande: Dicke Fische haben Vorfahrt |
Nachmittags wollen wir der kleinen Schwesterinsel Kecil einen Besuch abstatten, und lassen uns per Taxi-Boot für schlappe 25RM zum Long Beach chauffieren. Von dort führt ein eigentlich nicht zu verfehlender Pfad quer über den Berg auf die Ostseite zur Coral Bay (wir sind trotzdem in die falsche Richtung marschiert, mea culpa ). Im Süden des Strandes kann man ganz gut schnorcheln, wenn man sich beherzt vom Ufer entfernt, im Norden sollte man ebenso beherzt durch das ausladende Shangri-La Ressort marschieren, denn von oben bzw. in einer der kleinen Nachbarbuchten hat man einen erstklassigen Blick auf die untergehende Sonne, die auf Besar leider immer eine ganze Ecke früher hinterm Berg entschwindet. Wer dazu Lust auf ein kühles Bier hat, besorgt sich das am besten vorher in Gem's Internetshop am Ende des Ost-West Pfades - dieser besitzt offenbar das Monopol im Umkreis von mehreren km und gewinnt mit seinem Schild "Booze, MP3s, Fishing Equipment" den 1. Preis in der Kategorie "Originellstes Produktportfolio".
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| Urig: Buffaloes am Long Beach (Kecil) |
Gibt Hässlicheres: Sunset am Coral Bay |
Abends - wir befinden uns inzwischen wieder auf unserer Heimatinsel - marschieren wir über den eher schmalen Dschungelpfad zur nördlichen Nachbarbucht ins Watercolours Restaurant. Ähnlich wie beim gestrigen Tuna Bay Besuch ist die Bude ziemlich voll, es gibt King Fish vom BBQ bzw. Sweet & Sour Fish, und es schmeckt lecker. Was es allerdings nicht gibt sind Taxiboats für den Trip retour, und so schleichen wir quasi mit unserer nicht gerade wattstarken Minifunzel durch den Dschungel zurück.
Tag 18: Perhentian Dive Day II und Flora Beach
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:12 PM
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Tauchmuffel müssen jetzt tapfer sein oder runterscrollen, denn zumindest der heutige Vormittag spielt sich zumeist unter Wasser ab. Zunächst fahren wir zum Sugar Wreck, einem '99 gesunkenem und entsprechend gut erhaltenem Frachter in 18m Tiefe (über die Ursache scheiden sich wie immer die Geister). Der Tauchgang hat es schon in sich, zumal wir uns auch ins Innere hervor wagen, wo es sogar eine muffige Luftglocke zum Auftauchen gibt. Danach gehts zum Shark Point zwecks Pause - die wenigsten hält es aber lange an Bord. So schnorcheln wir eine Weile über das flache Riff hinweg, und die Blacktip Reef Sharks lassen zum Glück nicht lange auf sich warten (dem beunruhigten Leser sei versichert, dass Menschen bei diesen scheuen wie schönen Tieren normalerweise nicht auf der Speisekarte stehen). Abschließend machen wir noch einen "richtigen" Tauchgang nebenan, bei dem sich zwar keine Haie mehr sehen lassen, dafür sorgt aber ein echtes Klavier (!) für Erheiterung, welches hier zielsicher versenkt und verankert wurde. Ich gebe es zu, Taucher mögen zuweilen ziemlich bekloppt sein, aber dieser Tag wird im Logbuch auf jeden Fall mit einem fetten Ausrufezeichen vermerkt!
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Nach soviel Action wird nachmittags erst einmal ein Kanu klar gemacht und wir paddeln gen Norden, wo sich das noble (wenn auch nicht sonderlich originell benamste) Perhentian I.s.land Ressort in einer schicken Bucht breit macht. Mehr als eine Stunde ist aber für ungeübte Schultern nicht drin! Später wollen wir noch zum Flora Bay auf die andere Seite wandern. Der Einstieg in den Dschungel hinter dem 2. Jetty im Süden ist leicht zu verfehlen, danach ist der Weg aber gut sichtbar, wenn auch aufgrund der Steigung zuweilen etwas schweißtreibend. "Drüben" in der schier endlosen Bucht geht es noch eine Spur relaxter als zu Hause zu, und wir ruhen uns erst einmal im B First Café aus. Für den Rückweg macht uns ein Taxibootman ein Angebot, das wir nicht ausschlagen können, und so sind wir zeitig zurück zum Dinner, das wir heute einfach mal direkt vor Ort einnehmen. Und was soll man sagen, auch die ressorteigene Kost ist nicht zu verachten!
Flora Bay im Osten - genug Platz für alle
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Just 3 zocken die Tuna Bar in Grund & Boden |
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Eigentlich wäre der Abend schon mehr oder weniger gelaufen gewesen, aber beim Nightswimming gegen 11 vernehme ich lautes Gejohle in der Tuna Bay Bar - im konservativen Ostmalaysia Grund genug, sich noch einmal in Schale zu werfen und der Sache nach zu gehen. In der Tat rocken heuer die berühmten "Just 3" (wer kennt sie nicht) auf ausnahmslos nichtelektrischen Instrumenten einem bunten Mix aus Rock, Reggae und was auch immer dem heiteren Publikum so einfällt. Der Barkeeper macht derweil ob der Saunatemperaturen ein super Geschäft, und die übliche Closing Hour um Mitternacht wird dementsprechend großzügig verlängert! Da morgen tauchfrei ist und die Koffer für Lang Tengah schon gepackt sind, plagt mich zumindest kein schlechtes Gewissen :-)
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Tag 19: Von den Perhentians nach Lang Tengah
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:10 PM
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Nachdem wir unsere Hütte geräumt haben (Bild links) nehmen wir bereits um 9 Kurs auf Pulau Lang Tengah, eine kleine und kaum besiedelte Insel zwischen den Perhentians und Pulau Redang, wo wir den Urlaub in aller Ruhe ausklingen lassen wollen. Nach ca. 1h beziehen wir unser Quartier im West-Wing, den knapp 1km Dschungelpfad vom East Wing mit Rezeption und Anleger trennen. Es gibt einen lässigen Infinity-Pool, den man mit dem südchinesischen Meer vor der Haustüre natürlich nicht wirklich braucht, und mal wieder feine Sandstrände und P.almen en masse. Dass in Malaysia inzwischen Hochsaison ist, hat sich bis hierhin wohl noch nicht herumgesprochen, viel los ist definitiv nicht. Nachmittags buchen wir eine Schnorcheltour, die uns zunächst auf die andere Seite nach Batu Balan (?) und anschließend an die Nordwestküste führt. Die Sicht ist super und die Korallen sind gut in Schuss, der Ruf als Schnorchelparadies eilt Lang Tengah also nicht zu Unrecht voraus. Das nicht viele Gäste da sind merken wir auch abends: Um halb neun klopft es besorgt an die Tür, ob wir nicht zum Essen kommen wollen, da die Küche um 9 dicht macht. Wir lassen uns natürlich nicht 2x bitten, es gibt Spicy Fish Malay Style und Vegetable Curry und der Koch scheint sein Handwerk zu verstehen!
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Beim Essen kommt ein Mitarbeiter des hoteleigenen Dive Centers (nennen wir ihn mal Hiob) mit schlechten Nachrichten vorbei: Aufgrund personeller Engpässe kann morgen nicht getaucht werden. Welch Pech am letzten Tag im Tauchparadies! Aber unser nepalesischer Kellner weiß Rat: Im Norden im Redang Lang I.sland Ressort gibt es auch eine Tauchschule, und zudem den einzigen Minimarket der Insel, dem er heute ohnehin noch einen Besuch abstatten wollte. Also nimmt er uns mit auf einen Nachtmarsch über den Ressort-Highway, einem inoffiziellen Trampelpfad, der die Tenganischen Ressorts miteinander verbindet und auch mitten durch diese führt (NRWler erkennen daher auch eine gewisse Analogie zur heimischen A40). Dort angekommen schreibe ich mich schnell für morgen ein, dann gehts noch in den Shop, der von der ganzen Insel frequentiert zu werden scheint, um den Abend dann am Hausstrand bei einem Gin Tonic Eigenbau ausklingen zu lassen (dazu empfehlen wir heute die Frühwerke von Federico Aubele).
Tag 20: Lang Tengah Dschungel und unter Wasser
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:08 PM
Nach einem ordentlichen Frühstück gehts über den Ressort Highway in die De Lang Dive Hut. Der erste Tauchgang findet quasi vor der Haustüre am Blue Coral Riff statt, das seinen Namen nicht zu Unrecht trägt - die blauen Felder sehen in der Tat aus, als hätte sie jemand kurz vorher blau angepinselt. Später beim schnorcheln schwimmt uns auch glatt noch ein Blacktip Reef Shark über den Weg, der aber schleunigst wieder das Weite sucht. Danach lungern wir erst einmal am riesigen Strand herum, aber da gibt es ja noch diesen Dschungeltrail rüber auf die andere unbebaute Seite nach Batu Bulan. Die Versuchung ist trotz Affenhitze einfach zu groß, und der Eingang ist gleich hinterm Redang Lang ****** rechts neben den pittoresken Dieselgeneratoren. Der Marsch lohnt aber, drüben erwartet einen eine interessante Vegetation nebst eindrucksvoller Felslandschaft. Mit etwas Kraxelei schafft man es sogar ins erfrischende Meer (Schuhe erst im letzten Moment ausziehen - auf den heißen Steinen herrscht akute Verbrutzelungsgefahr)! Nach einem Mittagsschlaf gibt es gegen 17:00 noch einen letzten Tauchgang, diesmal in Karang Nibong im Norden, wo uns eine abwechslungsreiche Unterwasserfelslandschaft sowie allerlei Meeresgetier erwartet.
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| Weißer Strand (wo sind bloß alle?) und grüner Dschungel in Höhe des Redang Lang I sland Ressorts |
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| Auch die nur durch den Dschungel oder per Boot erreichbare einsame Ostküste ist einen Besuch wert |
Nach dem Tauchgang folgt dann noch ein ordentlicher Sonnenuntergang, wie sich das für den letzten Tag gehört. Leider ziehen nach dem gewohnt schmackhaften Dinner Wolken auf, so dass wir unsere geplante Privatstrandparty leider auf den Balkon verlegen müssen. Die lästige Packerei haben wir kurzerhand auf Morgen verschoben, das dämpft nur die Stimmung am letzten Abend.
Tag 21: Kuala Terengganu und der lange Weg zurück
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:06 PM
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Gerade erst angekommen und schon müssen wir wieder weg. Das kennen wir zwar zu Genüge von den letzten Wochen, aber da hat immer die Vorfreude auf ein neues Ziel die Stimmung hochgehalten. Heute frohlockt lediglich eine 5-etappige Heimreise, zunächst mit dem Boot nach Merang, dann mit Fahrer nach Terengganu, von dort per Inlandsflug nach KL, dann mit dem großen Vogel nach Frankfurt, und von dort nochmal 250km mit dem Auto ins schöne Ruhrgebiet. Aber immer der Reihe nach, zuerst ist noch Zeit für etwas Relaxen am Pool. Das vollbesetzte Boot pickt uns gegen Mittag auf und pflügt zügig durch die südchinesische See. Merang scheint in erster Linie ein Sprungbrett nach Redang zu sein, viel "Ort" konnten wir zumindest nicht ausmachen. Dafür erwarten uns 2 nette Mädels und chauffieren uns in ihrem klimatisierten Mobil zum Sultan Mahmud Airport ca. 15km nördlich von Kuala Terengganu.
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Der Namenspatron scheint Wert auf Prestige zu legen, denn der nach ihm benannte Edel-Airport ist vorbildlich in Schluss, aber leider sind wir viel zu früh, da unser Flug erst um 20:40 geht. Den letzten Nachmittag in Freiheit auf dem Flughafen verbringen? Niemals, also schnell das Gepäck geparkt und ab mit dem Taxi in die Innenstadt (knappe halbe Stunde). In der Landeshauptstadt geht es ganz schön wuselig zu, also lunchen wir zunächst im verhältnismäßig ruhigen Chinatown bei Madam Bee's gemütlicher Kitchen (unbedingt eine doppelte Portion Laksa Terengganu antesten). Danach gehts zum Central Market, einem riesigen Basar für Gewürze, Fisch, Batik, Uhren und überhaupt alles, was man irgendwie käuflich erwerben kann (somit sind wir nun auch stolze Besitzer eines original Steamboat Topfes). Dann noch einen Abstecher zur Moschee, die letzten Ringgit im kühlen shopping center unters Volk gebracht, und schon müssen wir auch langsam wieder gen Airport aufbrechen.
Ab jetzt gibt es eigentlich nicht mehr viel zu erzählen, der Flieger hebt pünktlich ab, der Transit in KL klappt reibungslos, und von der Heimat trennen uns nur noch 10.000km. Ade Malaysia und danke für 3 super Wochen!
Tag 22: Wieder in heimischen Gefilden
Geschrieben am 5.06.2010 um 01:04 AM
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