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Urlaub bei den Kiwis

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Geschrieben am 4.12.2009 um 06:27

Die letzte Nacht in Neuseeland steht bevor... Wir sind nach 3.300 KM wieder in Christchurch angelangt. Auf dem Weg dorthin haben wir heute noch einmal Shopping betrieben u.a. in einer „Nachgemachte UGGS-Fabrik“, wo Edeltraud fündig wurde :-) Den Rest des Tages haben wir ganz entspannt im Botanischen Garten und in der Brauereigaststätte „Dux du Lux“ verbracht...da sassen auch die ganzen Einheimischen zum Afterwork-Bier und genossen die Sonne bei 15°.


Damit ist es ja normalerweise Zeit für ein Resümee, aber da ich noch gar nicht auf Urlaubsende eingestellt bin, spare ich mir das für zu Hause auf! Ausserdem ist mein rechter Zeigefinger verpflastert (Golf ohne Handschuhe ist keine tolle Idee), so dass mir das Tippen auf den kleinen Tasten etwas schwerfällt (und auf so einem Windowsnetbook auch keinen rechten Spaß macht) Ich freue mich schon so auf meinen Apple :-). @ Barbara: Ich hoffe, du bist mittlerweile auch vollkomen bekehrt :-)

Nur schon mal soviel: Ich komme wieder (auch wegen der so zahlreichen öffentlichen Toiletten :-)).

Paradies am Ende der Welt

Geschrieben am 3.12.2009 um 09:50

Heute morgen beim formidablen anderthalbsttündigen Frühstück haben wir herausgefunden, dass in unserer Unterkunft im März der ZDF-Liebes-Rosamunde-Pilcher-Vetrschnitt „Paradies am Ende der Welt“ gedreht wurde. Dazu hat die Filmcrew das Haus eine Woche auf den Kopf gestellt. Wir müssen nun unbedingt für die Hausherren eine Kopie davon besorgen, da sie selbst keine haben ;-)

Es ist aber wirklich auch paradiesisch hier, der Blick, das Haus, das Essen...


Dann machten wir uns auf, um das Thema Schwimmen mit Pinguinen und Golf in Angriff zu nehmen. Es reduzierte sich jedoch recht schnell auf Golf, da Karl bei 9° heute nicht im Waser frösteln wollte... Also auf zum Golfplatz. Dort erfuhren wir, dass es im Hotel Duvauchelle die Schläger zu mieten gibt. Für insgesamt 60 Euro erhielten wir 3 Sets incl. Greenfee – ein Paradies im Vergleich zu Deutschland. Wir hatten extrem viel Spaß beim Golfen, der Platz war sehr hügelig und eng, so dass wir einige Bälle verloren. Zudem hatten wir einige Lachanfälle, besonders, als ich es schaffte, den Ball gegen einen Felsen zu schlagen so dass er im hohen Bogen hinter mir landete :-) Zudem schaffte ich es, an einem Par 3 mit Bach als Hindernis insgesamt 12 Schläge zu brauchen, da der Bach irgendwie magnetisch war :-) Karl schmiss einmal seinen Schläger weiter als sein Ball flog, es war wirklich sehr lustig! Insgesamt brauchten wir 5 Stunden für die 18 Löchen und hörten hinterher, dass die meisten nach 9 Löchern aufgeben... Daher war nach der Runde auch keiner mehr im Clubhaus und wir mussten das 19. Loch in das Hotel Duvauchelle verlegen, wo wir dann auch noch 2-3 einheimische Golfer beim Bier trafen.


p.s. Beim Shoppen in Akaroa konnte ich dem Angebot des Tages nicht widerstehen und habe ein Paar „Possum Nipple Warmers“ erstanden. Wer sie gerne haben möchte, kann sich melden (die Anfrage wird natürlich streng vertraulich behandelt :-)).

Wilde Tiere

Geschrieben am 2.12.2009 um 10:02

Gestern sind wir so spät von der Wildlife Tour zurückgekommen, dass ich nichts mehr schreiben konnte.... Daher heute die Zusammenfassung:

Vormittags haben wir ganz Dunedin leergeschoppt und auch ich habe endlich ein nein zwei Icebreaker-Kleidungstücke erworben aus feinster Neuseeländischer Merinowolle :-) Unser Hotel lag zum Glück günstig direkt in der Haupteinkaufsstraße...

Nachmittags um 3 ging es dann los zur Wildlife Tour, Shaun holte uns im Kleinbus ab und wir sammelten noch 4 weitere Gäste auf, darunter Karen aus Ostfriesland und Kathrin aus München. Also wieder alles in Deutcher Hand! Die Tour war ein voller Erfolg und dauerte 6 ½ Stunden. Wir sahen u.a.: Eisvögel (Kingfisher), schwarze Schwäne, Stelzenvögel, Austernfischer, Reiher, Seelöwen, Pelzrobben, Kormorane, Gelbaugenpnguine, Zwergpinguine und Königsalbatrosse. Die Albatrosse mit einer Spannweite von 3 Metern waren wirklich beeindruckend, wir konnten sie in der Luft an der weltweit einzigen Festlandbrutstätte bewundern. Während die anderen Vögel ziemlich flattern mussten, glitten die Albatrosse nur durch die Luft. Majestätisch! Ein Seelöwe lag entspannt direkt neben der Strasse, während später an der Küste einer seiner Artgenossen Jagd auf Touristen machte :-) Die mussten ganz schön rennen, da die Seelöwen an Land 20 Km/h schnell sein können. Die Pinguine waren auch wieder herrlich zu bewunden und wir wurden auch Zeuge eine heldenhaften Rettungstat: Ein Zwergpinguin hatte sich in einem Netz verfangen. Shaun kam einer Kollegin zu Hilfe und obwohl der Pinguin sich tapfer wehrte, konnten sie in mittels MCGuyver-Multitool retten!

Heute war dann recht viel Autofahren (400 KM auf den einspurigen „Highways“) angesagt, da es jedoch regnete, war das nicht so schlimm... Wir sind jetzt im französisch geprägten Akaro auf der Banks Halbinsel und haben damit die Südinsel genau einmal umrundet, ich bin schon über 3000 KM links gefahren :-) Unsere Unterkunft, das Olive Grove B&B, ist sehr komfortabel und das Frühstück soll Luxus pur sein. Ich freue mich schon auf Waffeln mit Sahne, Apfel-Ingwersaft und so weiter... Allerdings war auch gerade das Abendessen nicht von schlechten Eltern, zum Glück habe ich meinen Monkfish erst später im Internet betrachtet, sonst hätte ich ihn wohl nicht bestellt, sieht nach einem fiesen Gesellen aus...

Morgen geht es dann für Karl zum Schwimmen mit Delfinen, während ich Edeltraud auf eine Partie Golf herausfordern werde. Ich habe zwar seit 10 Jahren nicht mehr gespielt, aber das verlernt man nicht (hüstel)... :-)

So dann werde ich noch ein paar Wildlife Bilder hochladen und bis dann!

Schlafen bei Schafen

Geschrieben am 30.11.2009 um 08:56
 

Gestern gab es auf der Schaffarm kein Internet, daher erst heute die Fortsetzung …..

Gestern früh um 8 Uhr ging es mit der Höllenfähre zurück auf´s Festland und so unglaublich es klingt, ich habe kein „seasickness bag“ benötigt! Das Meer war gnädig zu mir und die Crew, die mich wiedererkannt hat und schon das Schlimmste befürchten musste, konnte sich ganz auf Kaffeetrinken konzentrieren :-) In Bluff dann endlich wieder festen Boden unter den Füßen ging es weiter in Richtung der Catlins, In Fortrose holte ich dann mein Frühstück nach, das ich aus Sicherheitsgründen vor der Überfahrt ausgelassen hatte... Dann besuchten wir die Cuir Bay, wo es verteinerte Wälder zu bewundern gibt – allerdings nur bei Ebbe, wir waren natürlich zur Flut da :-) Nach einen weiteren Stopp bei Pukahanuri (oder so ähnlich) Wasserfällen trafen wir auch schon zum „Schlafen bei Schafen“ auf der Greenwood Farm ein und wurden von Helen-May herzlich gegrüßt. Sie fragte uns gleich, ob wir Lust hätten, Pinguine und Seelöwen an einem kleinen Strand am Ende des Farmgeländes zu beobachten(die ganze Farm hat 320 acres, keine Ahnung wie viel das in km² ist, aber man braucht schon eine halbe Stunde mit dem Auto vom einen ans andere Ende...). Natürlich wollten wir und nach einer 10 Minuten dauernden Wegbeschreibung (über den Feldweg rechts, dann über das Kuhgitter, durch das Tor etc. und am Ende bei den Klippen am Flachsbusch links über die Schafwege zum Strand runter) fanden wir das schöne Fleckchen tatsächlich wie beschrieben und gelangten an einen absolut einsamen Strand, der von drei Seelöwen bevölkert wurde. Vom großen Bullen sollten wir uns fernhalten, was wir auch gerne taten . . und dann standen wir plötzlich direkt vor einem Pinguinnest, in dem eine Henne brütete. Wir verhielten uns ruhig und dank Teleobjektiv gelangen mir einige nette Fotos. Um 5 Uhr kamen wie von Helen-May versprochen 4 männliche Pinguine aus dem Wasser, um die Weibchen mit Futter zu versorgen. Wir hielten uns in respektvollem Abstand auf, um diesen Vorgang nicht zu stören und erfreuten uns am Gewatschel der der Pinguine :-) So ein schönes Naturlebnis durfte ich noch nie erleben!

Zurück auf der Farm gab es Dinner und wir lernten Alan, den Farmer kennen. Das Essen war fantastisch, Lamm mit Gemüse, Lauch-Kartoffeltorte und so weiter.... Alan hörte gar nicht mehr auf zu erzählen und hatte eine gute Portion Humor während ich mit ihm einige Biere leerte. Zur Krönung entdeckte ich neben dem Klavier ein Saxophon, da Helen-May seit 5 Jahren Saxophon spielt. Das musste ich natürlich ausprobieren und Sachen wie „In the Mood“ und „Pink Panther“ spielen, was dazu führte, das Helen-May Karl zum Tanzen nötigte :-) Ein schöner Abend...

Und heute morgen ging es genauso schön weiter: Alan nahm uns im Geländewagen mit auf die Farm. Am Ende der Farm befinden sich 200 Meter hohe Klippen, bei denen vor 2 Jahren einige Szenen zu dem Film „Nairna“ gedreht wurden. Der Blcik da runter war wirklich toll und Alan erzählte uns alles über Schafe (sein Sohn verdient dein Geld mit Ultraschalluntersuchungen bei Schafen), Kühe (er hat uns einen unglaublich großen Charolaisbullen gezeigt) und vieles mehr. Dann mussten wir uns leider verabschieden – man kommt als Gast und geht als Freund traf hier wirklich zu!

Jetzt sind wir in Dunedin, der schottischsten aller neuseeländischen Städte (klingt irgendwie komisch der Satz :-). Und hier gibt es die Brauerei Speight´s die eine der größten in NZ ist und sher trinkbares Bier braut. Wir sind in der Brauergaststätte eingekehrt und haben uns gleich mal ein einer Bierprobe mit 6 verschiedenen Sorten unterzogen. Sehr nett und am besten hat uns das Pilsener geschmeckt, von dem wir auch gleich noch ein Pint orderten...


So, das war es dann erstmal wieder und ich schaue nun, ob ich noch ein paar Fotos hochladen kann...

Ein schöner Tag...

Geschrieben am 28.11.2009 um 08:02
Unser Tag auf Stewart I-S-L-A-N-D (warum das immer zensiert wird?) verlief heute sehr abwechslungsreich, vor allem, was das Wetter betraf. Im Abstand von ca. 15 Minuten wechselten dich Sonnenschein und Regenschauer ab. Ich habe etwa 20 mal die Regenjacke an- und ausgezogen heute... Aber da es auf Stewart ****** sonst immer nur regnet, war das schon ein bevorzugter Tag! Wir haben zunächst eine 4-stündige Wanderung auf dem Ryan´s Crek Walk unternommen und dabei ausgiebig Bekanntschaft mit dem typischen Schlamm dieser Insel gemacht, wir sahen aus:-) Bis über die Knöchel im Morast ging es zunächst durch Regenwald und dann an der Küste entlang begleitet vom lauten Gebrüll der Vögel. Apropos Vogelgesang, der ist hier in Neuseeland wirklich besonders abwechslungsreich. Da sind z.b. der Bellbird und der Tui, die teilweise klingen wie R2D2 oder ein Klingelton – wirklich spannend und schön! Auf der ganzen Wanderung haben wir genau 4 Leute getroffen. Danach kurz zurück zur ***** um am frühen Nachmittag am herrlichen Sandstrand bei einem Bierchen zu entspannen. Danah stand für mich noch das Cachetechnische Highlight dieses Urlaubes bevor, „A Rakiura Nugget“. Der Cache ist auf einem küstennahen Felsen versteckt, den man nur bei Ebbe (das war heute um 18 Uhr) trockenen Fußes erreichen kann. Also bin ich mit Edeltraud nochmal 50 Minuten bergauf und bergab dorthin gewandert und zum Glück gab es dort für sie auch etwas zu suchen, nämlich die wunderschönen Pauamuscheln. Ich also rauf auf den Felsen (so ca, 30 Meter hoch das Ding) und den Cache gesucht. Da ich gelesen hatte, dasy vor einer Woche ein anderer Deutscher den Cache nicht finden konnte trotz langer Suche (er war etwas gefrustet wegen der 18.000 Kilometer Anreise – wobei da die letzten 50 per Schiff sicher auch die schlimmsten waren ..) war ich mir meiner Sache nicht so richtige sicher. Aber nach 15 Minuten abenteuerliche Suche auf dem Felsen hatte ich die Dose in der Hand :-) Das Belohnungsweizen gönne ich mir gerade! Da wird sich der andere Kollege aber ärgen, wenn er meinen Log liest :-) Zu Abend gab es für mich wieder Fish&Chips verbunden mit einen netten Schwätzchen.... ich habe nur die Befürchtung, dass ich diese Fish&Chips morgen früh auf der Überfahrt wieder sehen werde :-( So jetzt heißt es, den ***nzer die Daumen zu drücken gegen den HSV, ich bin heute extra den ganzen Tag mit der 05er Kappe herumgelaufen! Bilder gibt es erst wieder auf dem Festland, ich war gestern schon froh, überhaupt den Text per Speicherkarte auf´s Handy und von dort ins Internet verfrachtet zu haben....

Fahrt durch die Hölle

Geschrieben am 27.11.2009 um 10:23
So, da mir gerade nicht mehr übel ist, kann ich versuchen, den Text zu verfassen, aber der Reihe nach. Zuerst mal habe ich im DOC-Office in Te Anau ,wie von Rike gewünscht, einen gelben Plastiksack für ihren Rucksack erworben :-) Danach ging es auf einer einsamen Nebenstrasse von Te Anau nach Invercargill, der hässlichsten Stadt Neu Seelands. Es gab Unmengen von lieblos aneinandergereihten Geschäften ohne Fenster (wohl wegen des immer herrschenden Sturmes) und man kam sich vor, wie in einem riesigen Gewerbegebiet wie etwa Mühlheim-Kärlich. Doch es gab einen Grund, dorthin zu fahren (ok 2, da die Strasse nur dort entlang führte): der südlichste Mc Donalds der Welt (laut Axel, ich konnte keine anderen Belege dafür finden :-)). Dort verspeiste ich einen „Mighty Angus“ aus Neuseländischen Rindern, wirklich lecker, aber wie ihr gleich lesen werdet dennoch ein Fehler! Bei strömendem Regen und Sturm ging es weiter nach Bluff, der südlichsten „Stadt“ auf Neuseelands Festland, falls es so etwas bei einem Inselstaat überhaupt geben kann? Der Grund, nach Bluff zu fahren war, das von dort die Fähre nach Stewart ****** abfuhr. Fähre ist jedoch übertrieben, da es sich um einen Katamaran nur für Fussgänger handelte. Damit wollten bzw. mussten wir die einstündige Überfahrt in die Halfmoon Bay antreten. Mir schwahnte Schreckliches und ich sollte Recht behalten.... Der Kapitän sagte etwas von schwerer See und dass wir bitte nicht aufstehen sollten. Hinten seien die besten Plätze. Die ersten 2 Minuten waren noch o.k. Aber dann wurde es eine Schifffahrt, wie ich sie noch nie erlebt habe und nie wieder erleben möchte. Unsere Nussschale flog mit 50 Km/H durch die Wellen, tauchte teilweise ganz ein und war oft komplett in der Luft! Auf jedem Platz gab es ca. 5 Kotztüten und wie ihr euch sicher schon denken könnt, habe ich als bekennender NichtAchterbahnfahrer die Tüten in Anspruch nehmen müssen. Allerdings habe ich nicht alle 5 sondern nur 3 gebraucht, ich wollte echt nicht mehr leben und als wir endlich ankamen wartete ich nur darauf, den Pokal für das schlechteste Aussehen auf dieser Überfahrt überreicht zu bekommen, knapp vor meinem Sitznachbarn... Wir wurden von Isaac von der Kaka ***** abgeholt, ein wirklich netter und lustiger Typ, der mit uns erst mal eine „Stadtrundfahrt“ machte (Oban hat 400 Einwohner :-)). Er sagte Dinge wie „Here is the one pub – Here is the one supermarket“ :-). Man kann auch Golf spielen auf Stewart ******, Greenfee sind 5$! Die ***** ist ein Traum und trägt ihren Namen zurecht, denn schon bald gesellten sich einige Kakas zu uns (undankbarer Name :-)). Zu Abend hatte ich dann wieder etwas Appetit und so konnte ich Fish und Chips bei einer Deutschen Imbissbude, die ich im ZDF bei „Nächster Stopp Antarktis“ gesehen hatte, zu mir nehmen... Die ***** hier hat zwar W-Lan, aber irgendwie kann ich nur Spiegel.de aufrufen??? Mit dem Handy im W-Lan gehen alle Seiten, daher werde ich wohl versuchen, den Text und die Bilder auf´s Handy zu schaffen und von da hochzuladen...

Milford Sound Nature Cruise

Geschrieben am 26.11.2009 um 08:33

Heute ging es zum sagenumwobenen Milford Sound, einem der regenreichsten Orte der Erde. Wir hatten natürlich Sonnenschein als Ausgleich für die total verregnete Gletschertour:-) Die 120 Kilometer lange Sackgasse zum Fjord war alleine schon eine Reise wert. Durch abgelegenste Gegenden und über serpentinenreiche Bergstraßen vorbei an schneebedeckten Gipfeln in eine herrliche Fjordlandschaft.... Von der dort bevorstehenden Schifffahrt hatten wir eigentlich nicht allzu viel erwartet, es wurde jedoch ein Highlight! Ein relativ kleines Schiff in Kombination mit einem Kapitän, der sein Handwerk versteht bedeutete, dass wir bis auf 1-2 Meter an die Küste heranfuhren, in Wasserfälle eintauchten und Pelzrobben und sogar 3 Pinguine aus nächster Nähe beobachten konnten. Der Guide Dave würzte das Ganze mit unterhaltsamen und gar nicht langweiligen Erzählungen, so dass die 2,5 Stunden wie im Fluge vergingen. Apropos im Fluge: Die extrem lästigen Sandflys hatten es heute extrem auf uns abgesehen, am Ufer des Sounds warteten Millionen von ihnen nur darauf, dass sich eine Auto- oder Bustür öffnete und neue Opfer ausstiegen. Es war wie in Ginsheim zur Schnakenzeit :-)

Da wir auf einem der ersten Schiffe unterwegs waren, ging es bei uns recht gemütlich zu, als wir jedoch in den Hafen zurückkehrten, war mittlerweile halb Japan per Bus angekommen (ca. 20 Busse) und drängte sich auf die Schiffe. Wahrscheinlich haben sie auch ein paar von diesen U-Bahn-Drückern aus Tokio mitgebracht, damit noch mehr Japaner auf die Schiffe passen...

Auch die Fahrt zurück verlief entspannt mit einem Stopp am Lake Te Anau. Ich dachte zunächst, wir befänden uns direkt in Mittelerde, aber bei näherem Hinsehen stand auf dem Schild etwas von „Middle Fjord“.... Natürlich habe ich mittlerweile das „Lord of the Rings Location Guidebook“ erworben. Die Locations sind leider nur meistens am Ende von Nirgendwo und nur mit dem Jep zu erreichen bzw. auf der Nordinsel. Egal, denn es sieht hier überall so aus, als wohnten hier Hobbits, Elben und Orcs.

Morgen geht es über Invercargill, wo ich auf Axels Hinweis hin den südlichsten Mc Donalds der Welt besuchen werde, per Schiff nach Stewart ******. Da es dort wohl nix mit Handynetz ist (ich bin meistens per UMTS-Prepaid online), kann es sein, dass ihr 2-3 Tage nichts von uns lesen werdet :-( Denn danach sind wir zum „Schlafen bei Schafen“ auf einer Farm und auch die liegt etwas „Abseits“. Wie sagt der Franz:“Schau mer mal!“

Extremsport in Qweenstown

Geschrieben am 25.11.2009 um 08:27

So, nachdem ich ja gestern nicht Bungeejumping oder ähnlich langweiliges betrieben habe, haben wir uns heute Vormittag einem wirklich extrem Sport zugewandt, dem Frisbee Golf! Ja, da staunt ihr und denkt euch sicher:“ Respekt, hätten wir denen gar nicht zugetraut – soviel Wagemut und Körperbeherrschung.“ :-)

Also erstmal kurz für diejenigen, die sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben:

Frisbee Golf ist eigentlich wie normales Golf, man muss 18 Bahnen absolvieren und mit möglichst wenigen Würfen das Loch respektive den Korb (siehe Fotos) treffen. Dazu nimmt man möglichst viele verschiedene spezielle Wurfscheiben. Wir haben uns hier in *****stown erstmal mit 3 begnügt – einem long distance Driver, einem Driver und einem Approach und Putter-Frisbee :-) Und man merkt wirklich einen Unterschied! Gewicht, Form und Flugverhalten sind jeweils auf die Funktion abgestimmt. Heute war es auf dem wunderschönen „Golfplatz“ (angeblich der schönste der Welt) stürmisch, aber es hat doch ganz gut geklappt. Ich habe immerhin zweimal Paar geworfen... Das Ganze ist eine Riesengaudi und wie ich herausgefunden habe, gibt es bei uns in ***nz (M-A-I-N-Z)und in Rüsselsheim zwei Parcours (@ Nils: Da bist du dabei, oder? :-)). @ Dominik: Ja , es hatte etwas von Teich-in-One ;-)

Zu Allem Überfluss konnte ich während des „Golfens“ auch noch einen Cache in dem *****stown Garden finden. Falls hier wieder nur Sternchen angezeigt werden: Irgendwie scheinen einige „schlimme“ Worte zensiert zu werden. Sternchen-Town ist Q-u-e-e-n-s-town.....

Das 19. Loch war dann der wunderschön am Lake Wakatipu gelegene ehemalige Badepavillion. Es gab zum Lunch sehr leckere Tapas und als ich auf der Karte Erdinger Weißbier vom Faß sah, konnte ich nicht widerstehen ;-) 18.000 Kilometer bis München und auch hier ein Genuss. Wobei die einheimischen Biere auch sehr lecker sind, ich trinke gerade ein Monteith´s Pilshier in Te Anau.

Morgen geht es dann zum Milford Sound, wo es ja 300 Tage im Jahr regnet....mal schauen, was uns erwartet.


Ein Paket - oder etwa doch nicht?

Geschrieben am 24.11.2009 um 09:12

Puh, nach 400 Kilometern Fahrt auf Neuseelands Landstraßen bin ich reichlich geschafft, aber der Reihe nach...und das Rätsel des Päckchen wird heute gelöst!

Es begann heute morgen mit einem Besuch am Lake Mattheseon, wo man bei schönem Wetter den „Million Dollar View“ hat (der Mt. Cook spiegelt sich im See). Wer das sehen will, muss einfach googeln, den wir hatten den „50 Cent View“. Der Mt. Cook hinter Wolken, der See unruhig aber der Cafe´ war lecker :-)

Dann ging es bei zunehmend schönerem Wetter weiter nach Süden über den Haast Pass ins zentrale Hochland, eine eher trockene und wüstenartige Gegend. Bekannt sind die hier ansässigen Weingüter und wir haben ein wirklich schönes aufgetan http://www.mtdifficulty.co.nz/ . Der Blick war toll, der Wein war lecker (wurde mir erzählt, da ich als Fahrer das sehr lecker gechlorte Leistungswasser bevorzugte habe). Das Essen (siehe Bild) war köstlich!

Dann ging es Richtung *****stown, der „Welthauptstadt des Abenteuers“. Wir kamen direkt an der Geburtsstätte des modernen Bungeejumping vorbei, wo 1982 Herr Hackett den ersten Sprung wagte (abgesehen davon, das diverse Südseevölker sich schon seit Jahrhunderten an Lianen gebunden als Männlichkeitsritual in die Tiefe stürzen und es teilweise auch überleben..). Ich stelle mir das im Jahre 1982 in etwa so vor: „Hey schau mal, ich ich habe hier ein paar alte Haargummis und mir ist langweilig und zufällig ist da auch noch diese alte Eisenbahnbrücke in der Nähe, was könnte ich den damit machen?“ Oder so ähnlich halt, wobei ich mich schon frage, was man sich vor dem ersten Sprung so denkt, z.B. „ Hey, was für Einmachgläser gut ist, wird auch mich aushalten!“ oder was?... War auf jeden Fall ein schönes Spektakel heute an der Brücke und ich bitte von Nachfragen, warum ich denn nicht gesprungen bin, abzusehen :-)

Dann ging es in *****stown direkt zu Juicy, um unser Auto auszutauschen und oh Wunder es hat geklappt. Obwohl die nette Vermietassistentin erst fälschlicherweise verlauten lies, kein passendes Vehikel vor Ort zu haben, konnte sie nach einiger Recherche im Computer erneut einen Nissan Primera Kombi für uns „klarmachen“, diesmal mit Spoiler, Lederlenkrad und Sportsitzen, cool :-) Man darf hier mit Mietwagen sowieso nicht so anspruchsvoll sein, wie bei uns, denn da Neuwagen hier generell sehr teuer sind, sind auch die Mietwagen sehr geschunden und haben einige Kilometer runter... unserer schon 100.000. Aber bei den teilweise holprigen Straßen wäre es um fabrikneue Autos auch zu schade.

So und als wir dann hier im Hotel ankamen, hat sich auch noch die Päckchengeschichte geklärt: Ruta von Juicy hat uns als Entschuldigung eine Flasche Wein geschickt, bzw. es versucht, denn statt des Weines erreichte uns nur eine Nachricht der Post, dass der Wein unterwegs zerstört wurde und es auch keinen Sinn machen würde, die Post dafür haftbar machen zu wollen, da der Wein nur in Bubble Wrap und Packpapier verpackt gewesen sein.... Soviel dazu :-)

Pfannkuchenfelsen und Gletscher

Geschrieben am 23.11.2009 um 09:22

So heute nur kurz als Beleg, dass es uns noch gibt...

Gestern sind wir 390 KM nach Hokitika gefahren, was bei den hiesigen Hauptstraßen 6 Stunden reine Fahrzeit waren. Das liegt daran, dass zwar so gut wie keine anderen Autos unterwegs sind, die Straßen jedoch meist so kurvenreich und schmal sind, dass teilweise Tempo 25 vorgeschrieben ist. Die Brücken sind oft nur einspurig und außerdem ist mir gestern aufgefallen, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer auf der falschen Seite fahren! Ich musste ganz schön oft ausweichen :-)


Nee, das Fahren ist hier schon sehr entspannt und wenn man einen Sonntagsfahrer vor sich hat, macht der immer sehr nett Platz und lässt einen vorbei.

Unterwegs habe wir gestern einen sehr schönen Strand bei Westport entdeckt und danach die extrem populären Pancake Rocks begutachtet. Sieht schon interessant aus, allerdings dachten das auch die 300 anderen Besucher an dieser Stelle...

In Hokitika habe ich dann versucht, 2 Caches zu finden, bin aber gescheitert, weil die 1. Dose in einem Vorgarten lag, den ich nicht betreten wollte und die 2. Dose eine Filmdose mitten im Wald bei einer Glühwürmchengrotte war. Es war schon etwas dunkel und ich konnte auch nach 10 minütiger Suche nichts finden... auch keine Glühwürmchen, denn dafür war es noch nicht dunkel genug :-)


Heute ging es dann auf den Fox Glacier (4 Stunden im strömenden Regen), mehr möchte ich zu diesem Thema nicht schreiben...


Jetzt geht es zum Abendessen in das Mountain Goat Café...


und jetzt sind wir zurück :-) Es gab lecker Wildschweinwurst mit Kartoffeln und Zwiebelringen an Blue Cheese Sauce mit Meeretich. Sehr lecker wie das dazu gereichte dunkle Ale......


Noch mehr Deutsche...

Geschrieben am 21.11.2009 um 08:46
Hilfe, ist den ganz Deutschland gerade in Neuseeland unterwegs? Wahrscheinlich liegt das an RTL II und den ganzen Auswanderersendungen :-) Im Abel Tasman Park waren wir von Landsleuten umzingelt, und zwar auch aus Karls Sicht, denn auch 4 Wiener (nicht die Würstchen) waren unterwegs....
Es war ingesamt ein sehr schöner und abwechslungsreicher Tag. Von Kaiteriteri ging es mit dem Katamaran zur Barks Bay von wo aus wir 4 Stunden auf und ab durch Urwald und entlang von Sandstränden zur Anchorage Bay wanderten, wo wir wieder aufgesammelt wurden. Das Wetter war mittelprächtig, was ich nicht weiter schlimm fand, da so die Sonne nicht so erbarmungslos auf mich niederbrennen konnte. Die neuseeländische Sonne und das Ozonloch sorgen nämlich dafür, dass ich nur mit Hut und Lichtschutzfaktor 30 herumrenne.... Äh, zurück zum Text: War also sehr schön heute und wir sind reichlich geschafft (kann auch am Wein und am Bier liegen). Ich muss ja heute Nacht um halb vier aufstehen, um das M-a-i-n-zspiel im Liveticker bzw Ligaradio zu verfolgen. Zum Glück hat unser Chalet W-Lan :-) Konnte gestern auch schon das Fansehen auf Youtube schauen. @ Tina und Nils: Mir ist heute in den Sinn gekommen, dass wir einen Fanclub zusammen mit Esther, Helge, Anke, Axel etc. gründen sollten. Einen Namen hätte ich auch schon: "Sektion Auswärtsverbot" :-)
Abendessen heute war irgendwie kultig, direkt an der Strasse neben unserer Unterkunft steht ein alter Wohnwagen, in dem ein Hippie Burger und so zubereitet. Der Name ist "The Fat Tui". Wir haben uns u.a. für einen Muschelburger entschieden und ihn dann auf der Veranda unserers Chalets genossen :-)
So, jetzt muss ich aber zum Matratzenhorchdienst, um später die 05er unterstützen zu können!

Moment, ich merke gerade, dass das Spiel ja erst um 6:30 Uhr beginnt - Perfekt :-)

Tag der Deutschen

Geschrieben am 20.11.2009 um 07:56

Heute war irgendwie der Tag der Deutschen. Es begann beim Frühstück damit, dass wir feststellten, dass 2 der anderen 4 Gäste ebenfalls aus Deutschland kamen (Christian und Monika vom Chiemsee). Sie sind mit Rucksäcken 4 Wochen auf der Südinsel unterwegs. Das Beste an dieser Begegnung war jedoch, dass die beiden vorgestern genau die Walbeobachtungstour gemacht haben, die wir uns entgehen ließen. Und es muss wirklich schlimm gewesen sein :-) Zwar haben sie 3 Wale gesehen, allerdings nur in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Brechanfällen, da der Seegang wirklich heftig war und der Kapitän großen Spaß daran fand, jeden einzelne Wellental mitzunehmen... Das wäre für ich die Hölle gewesen! Glück gehabt...

Zu unserer Unterkunft (http://www.thegables.co.nz/): Es war ein schönes altes Haus und besonders schön war die Herzlichkeit der Gastgeber Paula und Ian. Sie kümmerten sich rührend, erzählten lustige Geschichten und zur Krönung des ganzen wurden wir in Gables Mufin Club aufgenommen. Jetzt fragt ihr euch sicher, was das ist? Eine Netter Spinnerei der Beiden :-) Die Gäste bekommen zur Abreise ofenwarme Muffins überreicht, mit der Aufgabe sich selbst beim Genuss der Selben an einem möglichst ungewöhnlichen Ort abzulichten. Man konnte die besten Beispiele in einen Fotoalbum bewundern (auf einem B ein stehend, auf dem Fox Glacier, etc...). Mal schauen, was uns einfällt.

Mittags in Nelson trafen wir dann Karls Kollegen Kolja, der momentan dort seine Wahlstation in einer Kanzlei verbringt. Sein Chef Niclas kam gleich mit zum Essen, da er in Freiburg studiert hat und gerne wieder etwas Deutsch sprechen wollte (was er auch sehr gut konnte, vor Allem, weil Kolja im beigebracht hatte „des Wetters wegen“ zu sagen, um uns zu beeindrucken :-)). Wir hatten viel Spaß und leckeres Essen und bekamen danach von Kolja noch eine Führung durch die örtlichen Outdoorläden, in denen er jeweils bereits namentlich bekannt ist. Dies stellte sich als Vorteil heraus, da Edeltraud bei Macpac eine Tüte vergaß, was wir erst dadurch merkten, dass die Verkäuferin bei Kolja anrief und wir die Tüte wieder abholen konnten.

Dann ging es weiter Richtung Abel Tasman Park. Unterwegs noch schnell im Supermarkt Wein, Bier (leckeres Weißbier) und frisches Obst eingekauft. Als wir unsere Unterkunft in Marahau sahen (http://www.accommodationabeltasman.co.nz/), waren wir relativ beeindruckt, aber als wir den Blick aus dem Chalet wahrnahmen, noch viel mehr (schaut euch die Bilder an!). Ich schreibe diese Zeilen also bei 23° mit einem Weißbier in der Hand und dem Blick auf die Tasman Bay..... Nur kein Neid! Vögel wie z.B. der Bell Bird zwitschen und vor mir wächst baumhoher Farn.

Der Rezeptionist hier kommt aus Berchtesgarden und rundet damit den Deutschen Tag ab :-)


p.s.: Es gibt mal wieder Neues von Juicy: Eine gewisse Ruta hat hier in der Unterkunft angerufen bevor wir ankamen und uns ausrichten lassen, dass sie uns hierher ein Paket mit welchem Inhalt auch immer zukommen lässt (wahrscheinlich neue Hydraulikzylinder zum Selbsteinbau). Ich bin gespannt. Wir sollten sie auch zurückrufen, was ab er daran scheiterte, dass sie a) bereits im Wochenende war und b) ihr Kollege sagte, dass nach 17 Uhr 80% der Mitarbeiter Feierabend hätten (es sei ihnen gegönnt) und sein Computer so langsam sein, dass es besser sei, ich riefe morgen nochmal an.... Nun denn...

Zu Besuch in der Werkstatt

Geschrieben am 19.11.2009 um 08:15

Puh, was ein Tag.... Es begann ganz gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück, zubereitet von Suzy in der Driftwood Villa. Als Hilfe hate sie „Kate“, eine Deutsche – nein äh Bayerin, die 6 Monate zum Work&****** in Neuseeland ist. „Kate“ heißt wahrscheinlich in Wahrheit Kathrin oder Katinka oder was weiß ich :-) Nach dem Frühstück ging es an den direkt hinter dem Haus gelegenen Strand, wo bei herrlichem Licht und starkem Wind herrliche Ausblicke auch auf die umliegenden Berge möglich waren.

Dann ging es weiter vorbei am wohl weltberühmten Nin´s Bin (müsst ihr selber googlen, wenn ihr wissen wollt, was das ist :-)) zu einem kurzen Kaffeestopp in Kekerengu (The Store). Unglaublich schöne Lage, die wohl idyllischste Raststätte der Welt! Dann kam schon bald Blenheim, bekannt für seinen Wein. So weit, so gut...

Leider war unser erstes Ziel in Blenheim der Nissanhändler, den seit Vorgestern funktioniert die Heckklappe des Mietwagens nicht mehr, genauer gesagt sind die Hydraulikzylinder defekt, so dass die Heckklappe nicht alleine offen bleibt. Einer muss also immer halten und das Ding ist schwer! Will man besser nicht auf den Kopf bekommen, es sei denn, die Schmerzensgeldsummen sind hier ähnlich hoch wie in den USA (@Nils: Habt ihr hier in NZ auch ein Büro? ;-)) Dann würde ich es darauf ankommen lassen :-) Dagegen ist der nur japanisch sprechende Bordcomputer Kindergeburtstag. Also erstmal nervig den Nissanhändler gesucht, statt in einer der herrlichen Winerys Chardonnay, Pinto Grigio (ist hier gerade der Modewein) oder Riesling zu probieren... Vorher noch bei der Autovermietung angerufen und nachgefragt, ob es ok ist, den Händler zwecks Reparatur zu besuchen (war es natürlich). Der Nissanmitarbeiter war ebenso freundlich wie hilflos.... Die kaputten Hydraulikzylinder müssten bestellt werden, der japanische Bordcomputer ließe sich nicht umstellen, da es sich um ein Importmodell handele und eine gute Winery könne er als Biertrinker auch nicht empfehlen. Nach einigen internen Differenzen fuhren wir dann erstmal zum größten Weingut vor Ort, mit dem Ziel, alle dort anwesenden japanischen Touristen (immer gut erkennbar am Mundschutz) in Geiselhaft zu nehmen und mit Heinobeschallung zu foltern!

Seltsamerweise war ausnahmsweise kein Japaner vor Ort, so dass Edeltraud und Karl Frustsaufen betreiben konnten, währen ich erneut Kontakt mit Juicy aufnahm. Ich rief also wieder die Hotline an und hört zum wiederholten male den vorgeschalteten Sprachcomputer :„Hi, this is Lucy from Juicy. If you are already a customer of Juicy, press 2“. Das Drücken der 2 führte zu einer Art Kreislauf, denn man kam auf den nächsten Sprachcomputer, der einen wieder zu „Lucy“ verband. Nach ca. 5-6 etwas einseitigen Unterhaltungen mit ihr hatte ich dann wieder jemanden aus Fleisch und Blut an der Strippe, der mich bereitwillig zu Leam, dem mit bereits bekannten operating officer verband. Um es etwas abzukürzen: Wir müssen uns noch 6 Tage mit diesem Vehikel arrangieren, dann kommen wir in *****stown zum Glück an der einzigen Juicystation vorbei. Dort bekommen wir dann ein neues Auto. Kann ja nur besser werden, aber hoffentlich nicht kleiner, da unser Gepäck jetzt gerade so in den Kombi passt und jeden Tag durchschnittlich 2 Flaschen Wein, 10 Steine vom Strand und eine Supermarkttüte hinzukommen :-)


Den Rest des Tages verbrachten wir in Picton, das schon sehr touristisch ist. Wir fanden aber einen schönen Wanderweg an die einsame Bob´s Bay, wo wir entspannen und einen Kormoran aus nächster Nähe beobachten konnten. Die heutige Unterkunft ist ein sehr englisches B&B. Die Chefin Paula kümmert sich rührend um uns und hat uns als Abendbeschäftigung Puzzlen empfohlen :-)

Ein Wal, ein Wal!

Geschrieben am 18.11.2009 um 08:39

Während ich dies schreibe, schaut mir die Katze des Hauses (ich nenne sie mal Tigger) unentwegt auf Teller, in der Hoffnung, dass etwas herunterfallen möge... doch diesen Gefallen werde ich ihr nicht tun! Wir sind in der Driftwood Villa in Kaikoura, einem sehr schönen B&B, wo wir nach unserer Ankunft erstmal ausgiebig den Whirlpool getestet haben. Sehr kommod das Ganze!

Doch diesen Luxus mussten wir uns heute erst durch 5 Stunden zu Fuss über den Kaikoura Peninsula Walkway verdienen, den wir ja dem *****watching vorgezogen hatten. Edeltraud rief noch im Auto sitzend: „Ein Wal, ein Wal!“......Es war natürlich möchte ich sagen Fels ;-) Da hätte ich von einer internationalen Wa(h)lbeobachterin mehr erwartet! Es ging zunächst bei Sturm und Regen direkt am Strand los. Überall lagen so pelzige Felsen herum, die sich bei genauerem Hinsehen als Robben entpuppten (siehe Bild vom Heuler). Langsam wurde das Wetter besser und als wir den *****rs Point erreichten, machte ich die nächste (vermeintliche) Walsichtung. Schnell die Kamera mit vollem Zoom auf den Schwarzen Punkt am Horizont und das Ergebnis auf dem Display kontrolliert – Ein Fischerboot (aber wirklich fast walfömig :-). Dann ging es den Hang hinauf und auf dem Höhenweg weiter. Tolle Blicke! Um es schonmal vorweg zu nehmen: Einen echten Wal haben wir heute nicht gesehen, lag wohl daran, dass die alle auf ein Bier im Wa(h)llokal saßen... oder es handelte sich um Wa(h)lmanipulation.....oder aber das ganze Getue in Kaikoura ist einfach nur Wa(h)lbetrug....wie ihr euch denken könnt, könnte ich noch Stunden so weiter machen :-)

Kurzer Exkurs zum Thema Wetter: Es scheint tatsächlich so zu sein, dass man in Neuseeland jeden Tag sämtliche Jahreszeiten durchlebt – Funktionsbekleidung zahlt sich definitiv aus. Alleine heute schwankte es zwischen 9° und Regen und 18° und Sonne. Zum neidisch machen: Es wird immer wärmer und zum Wochenende soll es 25° und Sonne geben :-)

Unsere Wanderung geriet dann etwas länger als geplant, da wir den Abzweig verpassten, aber dadurch konnten wir die lokale Trabrennbahn und den Friedhof besichtigen (steht in keinem Reiseführer ;-)). Zurück in Kaikoura gab es im Encounter Café lecker Organic Food in Form von geräucherter Makrele, Pizza mit Mangosauce und Ähnlichem... Auf dem Weg zum Auto noch schnell einen Cache gefunden (Pile of Bones) und dann den „süüüüüüüüüüüüüsssen“ Heuler zusammen mit 10 anderen Touris fotografiert. Apropos Fotos: Die heutigen habe ich in besserer Auflösung hochgeladen, damit ihr sie gleich als Hintergrundbild verwenden könnt, bin ich nicht nett? :-)

So, gerade hat Edeltraud den armen Chris (der holländische B&B-Besitzer) eine halbe Stunde zugetextet – immerhin hat sie die Geschichte, dass ich als Kind so gerne im Matsch gespielt habe und daher immer Gummistiefel trug, nicht erwähnt, ein Fortschritt!


Morgen geht es dann weiter nach Picton und unterwegs werden die Weingüter von Blenheim heimgesucht...

Linksverkehr

Geschrieben am 17.11.2009 um 08:25

So, kurze Zusammenfassung der letzten 2 Tage:


Am Montag in Christchurch ging es zum Sightseeing und Shoppen kreuz und quer durch die Stadt. Highlights waren der wunderschöne botanische Garten, wo ich auch gleich meine ersten 2 Caches in Neuseeland fand (na gut, den 2.hat Karl gefunden :-)), der Aufstieg auf den Turm der Kathedrale und das Mittagessen bei Annie´s. Dort gab es zum Lunch in herrlicher Atmosphäre (siehe Bild) Polish Saussage. Sehr lecker! Danach ging es in ca. 10 Outdoorläden, die fast alle Icebraker führten, allerdings nicht wesentlich günstiger als bei uns.... Edeltraud wurde trotzdem fündig :-) Zum Abendessen ging es in www.thetwistedhop.co.nz wo zwei Engländer „versuchen“ Bier zu brauen. Den Neuseeländern scheint es zu schmecken, aber ich habe selten so ein bitteres Gesöff getrunken, nannte sich Golden Bitter (ok, hätte man sich denken können...). Aber auch das „Sauvin Pilsener“ war so, dass ich jederzeit ein Hansa Pils als Alternative akzeptiert hätte :-) Das Essen und die Lokalität jedoch waren Klasse!


Heute ging es dann von Christchurch nach Hanmer Springs. Der Tag begann mit einem kleinem Missarangement (der Shuttleservice zur Mietwagenfirma kam nicht und wir mussten ein Taxi nehmen) wurde dann jedoch immer besser.... Der Mietwagen ist ein Nissan Primera Kombi. Kleines Problem (ausser dem Linksverkehr ;-)): Alle Knöpfe und der Bordcomputer sind mit japanischen Schriftzeichen versehen. Der Computer meldet sich piepsend so ca. alle 10 Minuten und will uns sicherlich nur ein nett gemeinstes „konichiwa“ mitteilen, allerdings habe ich keine Ahnung, wie ich das Ding zum Englischsprechen bringen kann (Handbuch ist keines an Board). @ Nils: Deine Cousins sind ja bekanntermaßen Nissan-Händler und du fährst ja auch einen Rechtslenker, was muss ich deiner Meinung nach tun :-)

Ansonsten konnte ich hier in Hanmer Springs den Cache „Feed the Ducks“ nicht finden, was hauptsächlich daran lag, dass die besagten Ducks sehr interessiert an meiner Suchtätigkeit waren und mir ständig zwischen den Füssen herumgelaufen sind... (siehe Bild).

Zu Essen gab es gerade Fisch und Chips stilecht in Zeitungspapier verpackt zum zum Preis von 2,5 Euro... da bekommt man bei uns gerade mal die Pommes für.

Unsere Appartementnachbarn sind Australier, die letztes Jahr in Europa waren und behaupten, sie seien auch in Wiesbaden gewesen („Yes, we went to the Black Forest!“). Liegt wohl daran, dass in Wiesbaden die größte Kuckucksuhr der Welt ist :-)

Der Neuseeländer an sich spricht ein sehr nettes Englisch, das ich an sich gut verstehe..... bis auf heute Mittag an der Tanke. Der Tankstellenverkaufsbeauftragte sagte mir, dass mein Einkauf „siiiewenten“ kosten würde und erwartete freudig die Übergabe möglichst passend abgezählten neuseeländischen Barzahlungsmittels. Ich denke: “äh watt, wieviel? 17 für zwei Wasser, nee kann nicht sein.. also muss es 7 $ 10 cent sein... vielleicht hat er gemerkt das ich aus Deutschland bin und versucht, SIEBEN zu sagen...nee.. also also SEVEN spricht sich SIEVEN mit ganz langem I :-)


Morgen geht es nach Kaikoura, weltbekannt für das *****watching. Wir allerdings werden die ersten Touristen sein, die daran nicht teilnehmen werden, da wir entweder an schnell seekrank werden oder einfach viel mehr Lust auf eine Wanderung um die Kaikoura-Halbinsel haben. Zudem werden Karl und ich noch in Akaro mit Delfinen schwimmen...


Bis zum nächsten mal!


p.s.: Ich muss meinen Schreibstil dringend ändern, Karl ist beim Vorlesen des Textes gerade eingeschlafen...

Flug ins Ungewisse...

Geschrieben am 15.11.2009 um 07:40
Geschafft.....kaum fliegt man mal 36 Stunden durch die Weltgeschicht ist man schon in Neuseeland. Zwischendurch haben wir 5 Sicherheitschecks, 4 Starts und 4 Landungen, 4 Flugzeugmenüs und ca 280 der 300 Filme des Bordunterhaltungssystems erlebt....
In Frankfurt begann es damit, dass ich beim Sicherheitscheck nicht weiter kam, da ohne mein Wissen in den Tiefen meines Rucksacks Messer und Gabel meines heimatlichen Bestecks von letzten Picknick zu finden waren. Super Aktion, Jens! Also ab in die Tonne und weiter ging´s.
Ansonsten verlief Alles nach Plan, in Dubai gibt es den wohl größten Duty-Free-Shop der Welt (so ca. 3x die Wiesbadener Fussgängerzone), da werde ich auf dem Heimweg in der Elektronikabteilung wohl was finden, so ein Macbook mit arabischer Tastatur hat nicht jeder :-)
Bangkok waren nur 40 Minuten Aussteigen-Sicherheitscheck-Einsteigen. Der Anflug auf Sydney war beeindrucken (Claudi, du hattest Recht! Foto für im Fotoalbum). Auch hier nur 45 Minuten, bis es weiter ging. Bis hierhin waren bereits 33 Stunden vergangen, so dass die restlichen 2:30 bis Chrstchurch nur noch Peanuts waren. Der erste Blick auf Neuseeland war wie erwartet von schnebedeckten Bergen geprägt. Allerdings konnten wir ihn kaum genießen, da letzten 20 Minuten von starken Turbulenzen geprägt waren (@Maren: Damit kam ich aber wesentlich besser zurecht als mit dem Donnerflus im Holidypark :-)). Die in schönem mittelbraun gehaltenen Air-Sickness-Bags der Emirates kamen nicht zum Einsatz... Emirates ist übrigens sehr zu empfehlen, leckeres Essen, guter Service, moderne Flugzeuge, ausreichen Platz....
Nachdem wir auch noch die sehr strengen Kontrollen der Neuseeländischen Quarantäne-Offiziere überstanden hatten (zum Schutz der Natur wurden z.B. unsere Bergschuh auf Sauberkeit überprüft etc.) standen wir tatsächlich unter Neuseelandischen Himmel auf dem Parklpatz des Flugahfens von Christchurch, wuns Murray schon erwartete. Nach 15 Minuten Fahrt war unsere Unterkunft erreicht, es war 17 Uhr und um nicht sofort in einen komatösen Schlaf zu fallen, spazierten wir noch etwas durch Christchurch - um 19:30 Uhr war dann Feierabend.

Jetzt ist es Montag morgen und gleich geht es los zum gestern gesichteten Starbucks!

Bitte beachtet auch die Bilder im Fotoalbum, Knopf ist irgendwo rechts...

Bald geht es los...

Geschrieben am 2.11.2009 um 08:11
Noch 11 Tage bis zum Abflug :-) Ich werde euch an dieser Stelle mehr oder weniger regelmäßig über unsere Erlebnisse in Neuseeland auf dem Laufenden halten...

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