Beijing, Donnerstag 02.09.2010
Geschrieben am 2.09.2010 um 12:30
Wir schlafen uns heute aus und frühstücken ausgiebig mit Omelette und Dumplings im Hotel.
Gegen Mittag starten die Eltern Richtung Sommerpalast. die Kids brauchen einen Austag. Wir riskieren die U-Bahn und sind begeistert. Das System ist supereinfach zu verstehen und die Bahnen sind sehr modern.
Man tippt auf dem Touchscreen einfach auf die Station, zu der man möchte, und zahlt dann 2 Yuan. (20 Ct.), egal wie weit die Strecke ist. die jeweiligen Strecken sind farblich gekennzeichnet, alles ist chinesisch und englisch beschriftet und die Umsteigestellen sind sehr gut ausgeschildert.
In der U-Bahn gibt es Flachbildschirme, selbstverständlich Handy-Empfang und eine elektronische Anzeige, wo man sich gerade befindet, in welche Richtung man fährt und die nächste Anzeige wird mit blinken angezeigt. die ansagerin spricht ein gut verständliches Englisch. Respekt, Respekt.
Der Sommerpalast ist eine riesige Parkanlage mit gut renovierten Palästen, Pagoden, Brücken, Tempeln, großem See mit Drachenbooten und Souveniershops etc.
Nach gefühlten 10 km Bergauf-Bergab lassen wir uns mit einer Fahrradrikscha zur U-Bahn-Station bringen. Das tut den Füßen gut !!!
Heute Abend wollen wir am hinteren See essen gehen und zum Abschied noch in den LAN-Club einkehren. Er ist sehr stylisch und zur Zeit sehr angesagt.
Beijing, Mittwoch 01.09.2010
Geschrieben am 2.09.2010 um 04:09
Auf der Mauer, auf der Lauer ... oder besser Auf und nieder, immer wieder ...
Wir starten ganz früh und fahren nach Jingshaling, ein Ort ca 100 km nordöstlich von Peking. Dort kann man ein großes Stück teilrestaurierte Mauer ohne Touristenmassen erklimmen. Das Wetter ist genial. In der Nacht hatte es geregnet und der Himmel ist leicht bedeckt. Es ist angenehm lau und es geht ein anfter Wind.
Mit einer kleinen, uralten Seilbahn (...ob uns die noch aushält ?... die schaut aus, wie aus den 60er Jahren !) zockeln wir auf einen Bergrücken, wo wir auf die Mauer steigen. Von Ost nach West zieht sich die Mauer hügelauf - hügelab wie ein Reißverschluß vor unseren Augen dahin. Man kann sie von Horizont bis Horizont sehen, ein Ereignis, was hier selten ist, wie uns ein Guide bestätigt. Grandios, beeindruckend, meditativ, beruhigend, wunderschön, beständig, ... sind nur ein paar Begriffe, die uns spontan einfallen. So ein Bauwerk, das viele Jahrhunderte überdauert hat, strömt eine Ruhe und Kraft aus, dass wir ganz andächtig werden.
Es ist sehr anstrengen, die teilweise hohen Stufen (bis zu 50cm) zu erklimmen. Stolz steht man auf einem Gipfel mit Wachposten-Haus um dann genaus steil hinabzusteigen, um den nächsten Gipfel zu ersteigen. Wir werden wieder von Frauen begleitet. Diese hier sind jedoch viel zurückhaltender und recht freundlich. Sie erklären einige Ausblicke, halten sich aber sonst im Hintergrund.
Am Nachmittag essen wir im angeschlossenen Restaurant. wir lernen ein paar nette Touristen kennen. Einen jungen Mann aus Spanien, der schon ein Jahr in Düsseldorf ein Praktikum gemacht hat; eine amerikanische Lehrerin, die jetzt in Korea unterrichtet und einen Koreaner, der sehr höflich ist, aber nicht viel spricht. Sehr angenehme Menschen.
Abends verbringen wir im Hotel und lassen uns was vom Chinesen bringen.
Beijing, Dienstag 31.08.2010
Geschrieben am 2.09.2010 um 03:54
Heute soll es zum Lamatemple, zur verbotenen Stadt, zum Platz des himmlischen Friedens und zum Himmelstempel gehen. Ein Programm für das man eigentlich 2 Tage bräuchte.
Unsere "Fremdenführerin" schafft das in 4 Stunden !! Wie sie das macht? Sie spricht nichts. So einfach ist das und man hat danach ja frei. Sie spult lediglich ein auswendig gelerntes rudimentäres Wissen harab und bei Nachfragen muß sie erst die Tafeln vor den Gebäuden lesen, um uns antworten zu können. Da steht ja im Dumont mehr drin!
Wir ärgern uns kurz, wenn wir andere Gruppen sehen, die ausführliche Erläuterungen von ihren Guides bekommen, aber was solls. Bei der Agentur anrufen und sich beschweren bringt nichts. So genießen wir den Ausflug als Stummfilm und machen uns unsere eigenen Gedanken dazu.
Am Nachmittag ruhen wir uns etwas aus und starten am Abend zu unserem nächsten Abenteuer. Wir wollen im Drehrestaurant im Sheraton-Hotel mit Blick auf Beijing speisen. Der freundliche taxifahrer nickt wissend und düst durch den abendlichen Verkehr um uns prompt stolz vor dem Hilton-Hotel abzusetzen. Gottseidank ist das Sheraton nicht weit davon entfernt und er bring uns ohne Aufpreis dort hin. Inzwischen wurde das Hotel ja auch umbenannt, wer sollte das denn wissen.
Wir sitzen wie die Könige im 21. Stock (Peking hat nicht so viele superhohe Gebäude) und lassen uns das Essen schmecken. Die Küche ist hochgelobt und der Neuseeländische Wein schmeckt uns gut. Ein Gitarren und Gesangsduo spielt live im Hintergrund schöne Barmusik, die Stimmung ist wunderbar.
Gemächlich dreht sich das Restaurant und wir sehen in alle Richtungen auf die Hochhäuser und die vollen Straßen mit den vielen Lichtern der Autos. Ein wirklicher Genuß. Der Heimweg ist ohne Komplikationen und wir fallen glücklich in unsere Betten.
Xi'An - Beijing, Montag 30.08.2010
Geschrieben am 2.09.2010 um 03:43
Gemütlich frühstücken wir im Hotel. die Auswahl ist riesig und vor allem chinesisch. d.h es gibt Suppen, Fleischklößchen, Gemüse, Reis, Dumplings ... aber auch eine westliche Ecke mit Toast, eiern, Speck und Obst.
Nachmittags fliegen wir nach Beijing und werden von unserem Guide abgeholt. Sie scheint sehr schüchtern zu sein, sagt nicht einmal ihren Namen und spricht kein Wort während der Fahrt zum Hotel. Das kann ja heiter werden.
Abends gehen wir zu einem empfohlenem Restaurant um tobis Geburtstag zu feiern. Die Gößenverhältnisse auf dem Plan haben wir etwas unterschätzt und so laufen wir eine Stunde und sind haben das Essen verdient. Es scmeckt richtig gut und ist sehr hübsch und dekorativ angerichtet. (was wir bislang oft vermisst hatten)
Danach haben wir Lust auf einen Drink in einer Bar. Obwohl genügend Taxis vorbeifahren, sind sie entweder besetzt oder sie haben anscheinend keine Lust auf westliche Gäste. Nach einiger Zeit werden wir von 2 Roller-Rikscha-Fahrern angesprochen, wo sir hinwollen. Sie kennen zwar die bar nicht, aber versprechen uns dort hinzubringen. Wir handeln den Preis aus und schon brausen wir los.
Es ist sehr lustig auf einer 6-spurigen Straße gegen die Fahrtrichtung oder quer über eine große Kreuzung zu rollen. Aber das machen hier ale Rad- und Rollerfahrer und so geht alles gut.
Wir finden zwar die Bar nicht, aber eine freundliche junge Chinesin hilft und in perfektem Englisch und weist unsere Rollerhelden den Weg zu einer Bar-Alternative.
Leider müssen wir dann feststellen, dass Tobi nicht hineindarf, da er Shorts anhat. Ob die Kinder 18 sind, interessiert hingegen keinen. Wir trinken in dem angeschlossenen Kaffee noch einen Drink und lassen uns sicherheitshalber mit einem Taxi (auf einmal gibt es genügend) heimbringen.
Xi'An,Sonntag; 28.08.2010 Terrakotta Armee
Geschrieben am 29.08.2010 um 12:34
Mit einem weiteren deutschen Paar werden wir Vormittags zum Gelände der Terrakotta Armee gebracht.
Da es Sonntag ist, sind wieder sehr viele Menschen aus aller Welt unterwegs. Auch diese Sehenswürdigkeit ist UNESCO Weltkulturerbe. Gottseidank verläuft es sich etwas.
In drei überdachten sogenannten Pits können wir die Ausgrabungen besichtigen. Es ist beeindruckend, wieviele Krieger da stehen und Wache halten. Erst vor kurzem haben sie wieder neue ausgegraben, aber da sie die Farben noch nicht konservieren können, wurden sie sofort wieder verschlossen.
Ausgrabungsstätten - Museum - Film - dann gehts schon wieder zurück in die Stadt.
Wir wollen bei Pizza Hut ein Stück Pizza auf der Hand, aber dieser Laden ist auch bei Chinesen sehr beliebt und wer es sich leisten kann führt die Familie zum Essen beim Pizza Hut aus. So müssen wir mal wieder warten.
Heute Abend wollen wir zur alten Stadtmauer, die noch sehr gut erhalten ist. Sie umschließt die Innenstadt und hat eine Höhe von 15 m und eine Breite von bis zu 20 m . Man kann darauf spazieren und radeln.
Xi'An, Samstag; 28.08.2010
Geschrieben am 29.08.2010 um 12:26
Am Samstag ist Transfertag von Chengdu nach Xi'An. Alles geht ohne besonderen Vorkommnisse von statten. Allmählich werden wir Profis.
Samstag Abend besuchen wir das berühmte Dumpling-Restaurant am Glockenturm. Ein riesiger goldener Dumpling steht am Eingang und weist auf viele Auszeichnungen hin. Das Restaurant ist riesig und man merkt schon, dass alles auf hohen Durchsatz ausgerichtet ist. Man fühlt sich etwas abgefertigt, aber die Dumplings machen alles wieder wett.
Dumplings sind kleine, gefüllte Teigtäschchen die in Dampf in Bambuskörbchen gegart werden. Die Spezialität dieses Restaurants ist, dass die Form des Dumplings dem jeweiligen Inhalt angepaßt wird. So sieht der Dumpling mit Fischfüllung eben wie ein Fisch aus, die Ente beinhaltet natürlich Entenfüllung und eine Lotusfüllung erkennt man an der Form der Lotos-Frucht. Es war alles sehr sehr gut.
Wir beschließen den Abend mit einer guten Flasche Neuseeländischen Rotwein in einer schicken Bar (neuchinesischer Stil mit viel Plüsch - aber sehr schick)
Chengdu, Freitag, 27.08.2010 Sechuan-Oper
Geschrieben am 29.08.2010 um 12:11
Der heutige Tag ist richtig vollgepackt mit Attraktionen. Wir fühlen uns wie die typischen asiatischen Touristen in Europa (Europa in 8 Tagen!)
Tobias bleibt im Hotel und wir restlichen Drei fahren zum Opera-House (eine überdachte Bühne im Freien). Wir können den Protagonisten beim Schminken zuschauen und vor unseren bequemen Bambusstühlen steht ein kleines Tischchen mit Tee, der wärend der Vorstellung immer nachgefüllt wird. So läßt es sich aushalten.
Wie wir erfahren handelt es sich nicht um eine ganze Oper, sondern vielmehr um einzelne Darbietungen mit Varietée-Charakter. Eine hübsche chinesische Ansagerin beschreibt die jeweiligen Auftritte (auch in einem relativ guten Englisch) und so sehen wir die verschiedensten Arten von Unterhaltungsstücken.
* ein chinesisches Orchester historischen Instrumenten spielt alte Opernmusik.
* eine Szene aus einer Peking-Oper - ich sage nur: Miauu - Miiiiauuuuu - Miaaauuuu
* eine Szene aus einer Sechuan-Oper mit Gesang und einer Art Ballett mit Kämpfern
* ein Stabpuppen Tanz ; die Puppe ist 1 m groß und kann ihre Arme und Hände bewegen und sogar
mit ihren Augen rollen. Es ist sehr hübsch und kunstvoll.
* ein Schattenspiel; eine Künstlerin stelle mit ihren Händen hinter einem Schirm viele Tiere dar
* ein Trompeten-Solo mit der chinesischen Trompete, bzw. mit mehrern Trompeten. Es hört sich an,
als ob mehrere Personen miteinenander diskutieren würden. (sehr lustig)
* eine Solo mit der alten chinesischen Kniegeige (ich habe das richtige Wort dafür vergessen)
Erquickt fahren wir nach Hause und trinken im Vergnügungsviertel noch einen Drink. Unser Kellner ist sehr bemüht und wir haben viel Spaß mit ihm.
Chengdu, Freitag, 27.08.2010 Kochkurs
Geschrieben am 29.08.2010 um 11:58
Am Nachmittag hatten wir uns zu einem Kochkurs angemeldet.
Die Küche gehört zu einem Hostel und die Köchin ist bekannt für ihre guten Gerichte aus der Sechuan-Küche (scharf !) Sie verwendet vor allem den Sechuan-Pfeffer, der scharf und ätherisch ist.
Auf einem großen Tische sind schon Brettchen, ein großes Chop-Messer, diverse Schälchen, Gewürze und Kochsticks vorbereitet. Im Hintergrund schmurgelt Öl in großen Woks.
Unsere Gerichte der Reihe nach:
* Schweinefleisch im Teig gebacken mit süß-scharfer Soja-Soße, Ingwer und Knoblauch
* Hühnchen Gong Bao - quadratisch geschnittene Hühnchen mit scharfer Würzsoße und Erdnüssen
* chinesischer Salat - mit Gurke, Möhre und etwas ähnliches wie Gurke - alles in sehr (!) feine Streifen
geschnitten - sauer scharf angemacht
* fischförmige Aubergine mit Gemüsesoße - die Oberfläche der Aubergine wird rautenförmig
eingeschnitten und gedämpft - dazu eine süß-Scharfe Gemüsesoße
Nach jedem Gang dürfen wir unsere eigenen Kreationen auf einer hübschen Dachterrasse mit Schatten aus vielen Topfpflanzen verspeisen. Es schmeckt köstlich und am Ende sind wir pappsatt. Jetzt brauchen wir erst etwas Erholung damit wir abends die Sechuan-Oper durchstehen.
Chengdu, Freitag, 27.08.2010 Pandas
Geschrieben am 28.08.2010 um 11:50
Pandabären, Pandabären, Pandabären!
Es ist 7:30 Uhr, wir stehen vor unserem Hotel und warten auf den Guide, der uns zur "Chengdu Panda Base" bringen soll.
Zum Frühstück gab es ***skolben und Süßkartoffel, die in einem Holzkörbchen aufs Zimmer geliefert wurden. Befremdlich. (*** solly manche Wörter nimmt das Programm nicht an: ist M a i)
Unser Guide entpuppt sich als 22-jährige, fröhliche Chinesin mit gutem Englisch, namens Stefanie.
Bevor wir zu den Pandas fahren holen wir noch drei Holländer ab, die auch mitkommen.
Apropos: Auf unserer Reise sind wir bis jetzt schon vielen Holländern begegnet.
Die sind so nett, und viele sprechen deutsch. Man schämt sich dann immer ein bisschen, weil man kein holländisch kann, obwohl das garnicht so schwer zu lernen wäre.
So, nun zu den Pandas:
In einer riesigen Grünanlage mit üppiger Vegetation, darf der Besucher Riesenpandas, rote Pandas, neugeborene Pandas, junge Pandas und Pandaverkaufsstände (für Souveniers, nicht für Pandas) bestaunen. Wir sind überwältigt von der Schönheit und der menschenähnlichen Trägheit der vorwiegend schlafenden Pandas.
Ich muss noch von den Neugeborenen Pandas schreiben, dass wir so Glück hatten sie zu sehen und , dass sie so klein waren, dass es uns keiner glauben würde. Die Panda-Babys sind so klein wie eine Hand und haben noch gar kein Fell und keine Ohrmuscheln, wenn sie geboren werden. Nach 10 Tagen bekommen sie aber dann schon ihre typischen schwarzen Flecken und das erste Fell. Die Mama-Pandas tragen sie immer in ihrem Arm. Mit 9 Monaten sind sie dann schon 1/2 m groß. Dieses Jahr war das erste Jahr in der Chengdu breeding-station, dass sie 6 babys innerhalb eines Monats geboren hatte. So konnten wir alle 3 Anfangsstadien der babys bestaunen.
Wir sehen einen Film über Pandas und besuchen noch das etwas verstaubte Pandamuseeum.
Als wir im Minibus sitzen, fällt einem der Holländer ein, dass er seine Tasche im Panda-Café
vergessen hat.
Stefanie brüllt den Fahrer an, er soll umdrehen und vor dem Eingang halten.
Sie springt aus dem haltenden Wagen und ist nach kurzer Zeit wieder mit besagter Tasche zurück.
Dem Holländer ist die ganze Sache etwas unangenehm und er bedankt sich überschwänglich bei Stefanie, die ihm positiv entgegenstrahlt und betont, dass das keine große Sache sei.
Reisetag, Donnerstag, 26.08.2010
Geschrieben am 28.08.2010 um 11:37
Es regnet! Heute reisen wir weiter nach Chengdu. Dort soll es wieder wärmer und trocken sein.
Der Flughafen von Lijiang liegt 20 km entfernt und mit dem Taxi geht es rauf und runter, bis wir ihn erreicht haben. Er liegt im Tal, dort wo es etwas weiter wird. Hoffentlich geht unsere Maschine bei dem Wetter pünktlich. Man sieht fast nichts, dichter Nebel hüllt die Berge ein und eine rotbraune Soße läuft die Hänge und die Straße herunter.
Lijiang ist noch ein älterer kleiner Flughafen und so sitzen wir dicht gedrängt zu viert auf 3 Sitzen und warten auf unseren Aufruf. Es gibt keine elektronische Anzeige, die 'Abflüge werden auf ein Whiteboard gechrieben und bei Bedarf wieder ausgewischt. Die meisten Flüge sind delayed und der kleine Warteraum wird immer enger und muffiger.
Gottseidank wird unsre Maschine fast pünktlich aufgerufen und der Pilot hat den Flieger gut im Griff.
Chengdu ist wieder eine Großstadt von der Sorte Hochhäuser ohne Ende, Smog und/oder Nebel, und dicht mit Autos bepackte Innenstadtstraßen. Sie hat 10 Mio. Einwahner und die müssen schließlich untergebracht werden. Unser Fahrer ist pünktlich und fährt auch ganz zivilisiert.
Wir wohnen in einem kleinen Hotel im Stil der Sichuan-Zeit in einem renovierten Altstadtviertel mit Boutiquen, Kneipen und kleinen Handwerkerständen. Die Zimmer sind in Ordnung und wir haben heute keine Lust auf chinesisches Essen.
Wir finden in der Nähe das "Sardinia", eine kleine Pizzeria mit chinesischem Personal und Koch. Trotzdem schmecken die Pizzen lecker und wir sind total gut drauf.
Lijiang, Mittwoch, 25.08.2010
Geschrieben am 25.08.2010 um 12:49
Heute machen wir einen Radtour mit Guide nach Baisha ein kleines Dorf ca 13 km Richtung Norden. Mit uns radeln noch ein holländisches Paar, die wir bereits in Dali kennengelernt hatten und zwei Münchner Studentinnen und unser Guide Joey. Er ist eine Art chinesisches Urg'wachs und recht lustig. Er kann ganz gut Englisch und erklärt uns viel über die Dongba-Minderheit und die Naxi-Minderheit, die u.a. in Baisha leben.
Wir besuchen ein interessantes Dongba-Museum, eine Stickerei-Schule und den berühmten Dr. Hoo.
Das Museum ist sehr informativ und informiert uns über die Dongba, die noch eine Piktogramm-Schrift benützen.
In der Stickerei-Schule können wir mit dünnsten Seidenfäden gestickte Bilder von Anfängern und Meistern bewundern. Es ist faszinierend, die chinesischen Motive und die raffinierte alte Stick-Technik zu sehen. Die Schule versucht, diese alte Kunst zu erhalten, muß sich aber selbst finanzieren.
Der berühmte Dr. Hoo ist 86 Jahre alt und hat noch ganz flinke jugendliche Augen. In fast perfektem Englisch erzählt er uns von seinen früheren Erfolgen als chinesischer Kräuterarzt und zeigt uns stolz die vielen ausländischen Zeitungsausschnitte und Artikel. Sogar die ARD war mal bei ihm.
Hier gibt es gebratene Naxi-Kartoffel, was uns eine willkommene Abwechslung ist.
Nachmittags lustwandeln wir den Jade-Drachen-Berg Park mit Seen, Pagoden und formvollendeten Brücken, wo man bei klarem Wettern den Jade-Drachen-Berg sich im Wasser spiegeln sieht. Heute verhüllt er jedoch sein Gesich, aber Drachen müssen ja auch mal frei haben.
Heute Abend wollen wir nochmals auf die Pauke hauen, oder hauen lassen! ... und morgen geht's schon wieder weiter nach Chengdu.
PS: das Internet ist zu langsam zum Fotohochladen - bitte etwas Geduld.
Lijiang, Dienstag, 24.08.2010
Geschrieben am 25.08.2010 um 12:33
Nach einer 3-stündigen Fahrt erreichen wir Lijiang am Fuß des Jade-Drachen-Berg (5596 m). Lijiang ist UNESCO Weltkultur-Erbe und wurde Ende der 90er Jahre aufwändig renoviert. Wir wohnen in einem Hutong-Hotel mitten im Gassengewirr der Altstadt. Hutong heißt Hof und das ist hier die typische Bauweise. Die Gebäude sind um einen Innenhof angeordnet , den man durch ein schönes Tor betritt.
Leider hüllen sich die Berge noch in Wolken, aber es regnet wenigstens nicht. Christine und ich machen einen ersten Erkundungsgang und sind begeistert von den vielen Gäßchen und kleinen Wasserläufen, die die altstadt duchziehen. Sehr schnell läuft man im Kreis und kommt schon wieder an den selben Gschäfterln vorbei, von denen es in jedem Haus mehrere gibt.
Nachts verwandelt sich Lijiang in ein romantisches Rote-Laternen Meer. Alles ist beleuchtet, sogar die Hügel rings herum. Nicht umsonst ist Lijiang das beliebteste Reiseziel der jungen chinesischen Touristen, von denen es massenhaft hier gibt. Eine Freßschuppen neben dem anderen und zum Schluß die Krönung: die Kneipen-Meile, wo sich eine Karaoke-Bar bzw. Disco an die andere reiht.
Es ist laut, es ist eng und es ist sehr amüsant. Insgeheim haben wir sie als der "Ballermann von Lijiang" getauft.
Dali, Montag, 23.08.2010
Geschrieben am 25.08.2010 um 12:21
Nach dem Frühstück wollen die Herren etwas ruhen und wir Damen nutzen die Gunst der Stunde, die Altstadt zu erkunden (incl. shopping). Wir üben handeln und es gelingt uns immer besser. Ich finde ein reizendes Schildkröten-Armband aus verschiedenfarbiger Jade und handle den Preis auf 20% runter. Fürs Erste ganz gut. Jade und Schildkröte stehen für Gesundheit und langes Leben.
Nachmittags besuchen wir das Chongsheng Kloster, eine riesige buddhistische Klosteranlage mit ca. 30 Tempeln, Pavillons und 3 formvollendeten Pagoden aus dem 12. Jahrhundert. Bis auf die Pagoden wurde alles in den 60er Jahren zerstört und erst 1997 wieder aufgebaut. Über ca. 1 qm an den Hang gebaut, erschließen sich Tempel und Pavillions über viele Treppen. Wie sagte schon Buddha: "alles ist leidvoll"! Dafür werden wir mit immer prächtigeren Tempeln und Ausblicken über den Er Hai (Er-See) belohnt. Im großen Tempel findet gerade ein Gebet der Mönche statt und die Gesänge erinnern oft an Gregorianische Choräle. Es ist sehr andächtig und ergreifend.
Abends flanieren wir durch die wunderschöne, illuminierte (wie könnte es anders sein) Altstadt. Sie ist noch von einer alten quadratisch angelegten Stadtmauer umgeben und hat wunderschöne Stadttore.
Nach dieser anstrengung haben wir Spießchen und Dali-Bier verdient und fallen in unsere weichen (!) Betten. Morgen geht es weiter mit dem Bus nach Lijiang.
Kunming - Dali, 23.08.2010
Geschrieben am 23.08.2010 um 05:45
Wir sind glücklich in Dali (1980 m über n.N.)angekommen. Leider läßt uns das Wetter heute das erste Mal im Stich. Die Himmalaya-Ausläufer mit bis zu 5000m hohen Bergen mit wohlklingenden Namen wie der Hühnerfuß-Berg oder goldener Gipfel sind in dicke Wolken gehüllt. Auch eine Schiffahrt auf dem Er See können wir uns wegen des Dunstes sparen.
Aber zuerst von Vorne: Durch die Zeitverschiebung unseres Fluges hatten wir in Ping'An Zeit zum Ausruhen und so nutzen wir diese zum Dösen und Erholen. Bei 32° C im Schatten hatten wir auch gar keine Lust mehr im Dorf herumzusteigen. Uns stand ja noch der Abstieg zum Parkplatz bevor, den wir diesemal ohne Trägerinnen machen wollten. Mit Sicherheit hatten wir ihnen beim Herauftragen zu viel bezahlt. Es fällt uns immer noch schwer, die Preise gnadenlos runterzuhandeln vor allem wenn es um Dienstleistung geht. (hier kommt der Mitleidsfaktor zum Tragen)
Die Trägerinnen standen schon bereit, und als sie bemerkten, dass wir es Ernst mit dem selbst Runtertragen meinten, wurden sie immer preiswerter. Das hätten wir vorgestern schon machen sollen. Aber wir sind halt doch noch "China-Anfänger".
Unser Fahrer war pünktlich vor Ort und brachte uns sicher zum Flughafen von Guilin. Das Einchecken klappte ganz schnell und so hatten wir noch genug Zeit, ein chinesisches Nudelsüppchen zu uns zu nehmen. Es handelte sich hiebei um eine Riesenschale mit Nudeln Gemüse, Fleisch, einem hartgekochten Ei, Tomaten und Bambus-Pickles und hätte mindestens für 2 gereicht . Ich weiß gar nicht, wo die kleinen, dünnen Chinesen das alles hinessen?
So gestärkt stiegen wir in den Flieger und ließen alle 5 gerade sein. In Kunming (2 Std. Flugzeit westlich von Guilin) wartete schon der nächste Fahrer, um uns ins Hotel Camellia zu bringen. Von der Stadt sahen wir nur wenig, da es schon spät war und wir fielen dann auch gleich in unsere Betten.
Um 5.30 Uhr heute Morgen hieß es Aufstehen und um 6.00 Uhr Aufbrechen in Richtung Flughafen. Tatsächlich kam sofort ein Taxi des Wegs 8man kann keine Tasisvorbestellen!) und die Taxifahrerin verstand uns dann endlich, als ihr Michael einen Flieger pantomimisch vormachte. ("Airport" kannte sie nicht und die Zeichen im Sprachführer waren wegen der Dunkelheit noch nicht zu lesen).
Da die Straßen noch leer sind, dachten wir, am Flughafen ist sicher noch nichts los, aber da hatten wir uns getäuscht. Tausende wollen mit uns irgendwohin und als wir endlich vorne am Einchecktresen waren, mußten wir feststellen,dass es der falsche war und wir hasteten durch den halben Flughafen, bis wir den richtigen Desk fanden (quick, quick riefuns die freundliche Info-Dame noch nach). In letzter Minute schafften wir's, obwohl sich immer wieder Chinesen vorzudrängeln versuchten. (hier üblich)
Doch das haben wir inzwischen gelernt, wie man sich erfolgreich Breit macht!
Um kurz nach 8.00 Uhr landeten wir auf einen winzigen Flughafen oberhalb Dalis auf einem künstlich angelegten Plateau (immerhin mit einer Boing 737); die Fahrer und 2 (!) Autos standen bereit und fuhren uns zu Jim's Tibetian Hotel, wo wir diese Nacht bleiben. Es ist sehr bunt und fröhlich mit internationalem Trecking-Puplikum.
... und es hat ein super Frühstück: Orangensaft, leckerer grüner Tee selbstgemachte Hefe-Brötchen, Butter, Marmelade, Honig, Rührei,Omelette oder Pfannkuchen und das Beste: ein herrlich schmeckendes Müsli mit frischem Obst. Hmmm - hat das geschmeckt!
Wegen des schlechten Wetters 16° - 20° C und Nieselregen beschließen wir, die Altstadt mit der historischen Stadtmauer und dem schönen Tempel mit seinen 3 Pagoden zu besichtigen.
Wichtige Mitteilung
Geschrieben am 21.08.2010 um 11:39
Leider wurde unser morgiger Mittagsflug von Guilin nach Kunming gecancelt!
Wir müssen den Abendflug nehmen und verpassen so den Bus nach Dali.
Aber das Reisebüro hat für uns ein Hotel in Kunming gebucht und wir bekommen einen Morgenflug nach Dali. So verlieren wir keine Zeit und brauchen nicht 6,5 Std. im Bus zu fahren.
Dank an das Reisebüro in Hainan!
Ping'An, Samstag 21.08.2010
Geschrieben am 21.08.2010 um 11:22
Es ist unglaublich, hier gibt es super WLAN!
... und drei Gockel, die unablässig den ganzen Tag krähen. bestimmt sind die vom Touristenbüro angestellt.
Nach einer (un)ruhigen Nacht auf steinharten Matratzen mit Härtegrad 10 genießen wir ein feines Obstfrühstück und frisch gepressten Orangensaft.
Heute machen wir eine geführte Wanderung durch die Reisterrassen.
Unser Guide heißt Amy (Guides, Fahrer und Hausangestellte geben sich selbst gerne englische Namen) und ist sehr nett. Sie gehört zu der hier lebenden Minderheit der Zhuang. Sie spricht gut Englisch (was sehr selten ist in China, besonders auf dem Land) und erklärt uns viel.
Wir wandern über zwei Aussichtspunkte zum Nachbardorf, wo wir das alte Haus eines Landlords besichtigen. Es ist 160 Jahre alt und dient als eine Art Museum. Den Eintrittspreis kann man selbst bestimmen und wir erhalten obendrein heimischen Tee und süßen Reiswein. Emmy erklärt uns die alten Haushaltsgegenstände und wir dürfen eine historische Reis-Entspelzramme bedienen.
Ganz schön anstrengend!
Reisetag, Freitag 20.08.2010
Geschrieben am 20.08.2010 um 02:23
Oh jeh, verschlafen, schnell alles packen und frühstücken!
Unser Fahrer für die Strecke von Yangshou nach Ping'An zu den Reisterrassen wartet schon. Gott sei Dank sind die Chinesen sehr geduldig und nehmen alles gelassen hin. Die meisten machen in so einem Fall einfach ein kleines Nickerchen, um dann wieder fit zu sein. (Sieht man auch in Hotels, Bars, Kneipen, Geschäften, auf der Straße ... )
Wir fahren nochmals durch das Karstgebirge, vorbei an wirklich vielen (gefühlten tausenden) "Zipfelmützen".
Die Straßen sind voll mit Lastern, Mopeds, zu Transportern umgebauten Mopeds, Bussen und Autos. Fahrräder sieht man nur noch selten, und die, die man sieht, haben meistens einen elektrischen Hilfsmotor. Jeder, der etwas auf sich hält, hat mindestens einen Roller, auch wenn er noch so alt ist.
Der Weg ist gesäumt mit Reparaturwerkstätten, kleinen Garküchen, Geschäften - wo man alles kaufen kann - und Handwerksbetrieben. Natürlich gibt es auch Bauern und Felder.
Alle paar Kilometer kommt eine riesige Fabrik- oder Industrieanlage mit modernen Büro- und Wohngebäuden, viel Glas und einem riesigen Eingangstor (gehört zum Status) aus Marmor oder Stahl. Mit einer riesigen Auffahrt, Security-Man inbegriffen.
Aber wir sehen auch ganz einfache Hütten.Davor auf dem Boden liegt ***s und Chili zum Trocknen .
Am erstaunlichsten ist, dass die Autobahnen ganz leer sind. Sie wurden über das ganze Land innerhalb von wenigen Jahren gebaut, damit die vielen Autos, die noch gekauft werden einmal Platz haben. Jedoch sind die Mautgebühren teuer und die meisten fahren auf den Nebenstraßen oder haben gar keine Autos.
Am frühen Nachmittag kommen wir bei den Reisterrassen an und müssen ca. 300 m zu unserem Guesthouse auf engen Pfaden und Treppen hinaufsteigen. Unser Gepäck wird von älteren Frauen in großen Bambuskiepen getragen, was uns etwas peinlich ist. Aber wir sind trotzdem froh, denn es ist ca. 30° C heiß und hat ungefähr 70% Luftfeuchtigkeit.
Von unserem Guesthouse haben wir eine traumhafte Aussicht über den 600 Jahre alten Ort und auf die malerischen Berge, die ringsherum die berühmten Reisterrassen bilden.
Yangshuo, Donnerstag 19.08.2010
Geschrieben am 20.08.2010 um 02:22
Heute ist unser erster freier Tag.
Den genießen wir ausgiebig und intensiv auf der Terrasse unseres Hotels. Wir essen Club-Sandwiches, Eis und trinken köstlichen Eistee und Cappucino.
Am Abend fahren wir in den nahegelegenen Ort Yangshuo.
Nachdem wir die bunten Marktstände mit ziemlich viel Kitsch und Krempel hinter uns lassen, streifen wir durch die anderen Straßen und finden eine kleine Garküche, voll mit Einheimischen. Das ist ein gutes Zeichen! Das Lokal hat die Größe einer Garage, der Herd steht im Gastraum und allen scheint es zu schmecken.
Ein Tisch ist frei und wir werden freundlich hereingebeten. Also Tisch ist eigentlich übertrieben, es sind eher Couch-Tischchen mit ca. 50 cm Höhe und die Stühlchen dazu haben Kindergartenformat.
Aber wir schaffen es, uns daraufzuquetschen und sind guter Dinge.
Die Köchin winkt uns heran und wir können aus den vielen Zutaten unser Essen selbst heraussuchen. Wir nehmen viel Gemüse und etwas Schwein, bzw. Hühnchen. Danach erhält jeder von uns eine Schale mit leckerer Gemüsebrühe und einen großen Topf gedämpften Basmatireis. Unsere Essen wird vor unseren Augen im Wok gebraten. Es schmeckt köstlich!
Wir trinken 2 Flaschen LiQ (lokales Bier) aus lustigen Pappbechern mit Snoopy- und Schäfchenmotiven.
Wie in jedem anderen chinesischen Ort wird auch hier nicht mit Lichteffekten gespart.
Die Karstberge, die Pagoden, die Brücken, die Hotels und die Geschäfte, alles ist erleuchtet und blinkt neonfarben.
Yangshuo, Mittwoch 18.08.2010
Geschrieben am 20.08.2010 um 02:18
Nach einem guten Frühstück radeln wir mit unserem Guide Ming zum Flossfahren.
Unsere Räder sind ziemlich ramponiert und wir müssen erst mal die Luft aufpumpen und die Kette reparieren, aber sie fahren und bremsen noch, das allerdings nur in einem Gang (trozt Gangschaltung).
Nach einer kurzen Tour, vorbei an Gemüse- und Reisfeldern, an Wasserbüffeln, kleinen, spielenden Kindern und an einer super Landschaft, erreichten wir die Einstiegstelle für unsere Floßfahrt. Gleich stürzen sich etliche ältere Damen auf uns und wollen uns bunte Straüßchen, Postkarten, Wasser und seltsame fahrradpumpenähnliche Stangen verkaufen. Wir winken ab: bù yao, bù yao (ich will nicht; wichtigster chinesischer Satz in Touristengegenden!)
Wie sich später herausstellt, sind die Pumpen eigentlich Wasserspritzen, mit denen die einheimischen Touristen sich gegenseitig naßspritzen und dabei eine Menge Spaß haben, was man auch laut hört!
Auf dem sanft dahinfließenden Youlong fahren viele Flöße, mit bunten Sonnenschirmen und je einem Floß-Fahrer bestückt. Manchmal müssen wir eine kleine Staustufe überwinden, was mit viel Spritzen und lautem Geschrei von Statten geht. Etliche "Zipfelmützen-Berge", wie wir die Karstberge nennen, ziehen an uns vorbei und wir werden irgendwann ganz ruhig und entspannt. Traumhaft !!
Nicht so traumhaft ist allerdings der Aufstieg auf den Monsichelberg, der sich als beschwerlich und langwierig herausstellt. Dieser Aufstieg hat zwar eine wunderbare Aussicht über die schöne Landschaft zur Folge, jedoch wird man den ganzen Weg lang (mindestens 600 Stufen) von älteren Damen verfolgt, die einen befächeln und auf Chinesisch immerzu Gola, Gola, Water, Water rufen und teuer verkaufen wollen! Spätestens nach einer halben Stunde geben wir auf und kaufen.
Der Rest des Tages gilt der Erholung, was uns am Ufer des Youlong direkt vor dem Yangshuo Mountain Retreat (unser Hotel) auch gut gelingt.
Reisetag, Dienstag 17.08.2010
Geschrieben am 20.08.2010 um 01:43
Wir packen alles zusammen und werden mittags zum Hongqiao-Airport gebracht.
Dort schlendern wir durch denn fast leeren Dutyfree-Bereich und warten auf unser Boarding.
Als wir dann in der Maschiene sitzen fängt es an zu regnen, wir rollen zum Rollfeld .Es blitzt. Es donnert.
Wir rollen zurück. Uns wird mitgeteilt, dass wir aufgrund des Wetters nicht starten können.
Es bilden sich kleine Seen auf dem Rollfeld. Während wir warten flimmert ein süßer chinesischer Liebesfilm ("Go Lala Go") über die Bildschirme der Kabine.
Der Film wird für eine Durchsage unterbrochen, man versuche nun trotz Regen und leichtem Auquaplaning zu starten. Wir sollen erneut auf das Rollfeld rollen, aber die Maschiene bewegt sich kein Stück.
Nach einer gefühlten halben Ewigkeit beschließt man uns nun "Männer die auf Ziegen starren" zu zeigen,
was uns sehr verwundert da es ja ein amerikanischer Film ist. Währenddessen werden fleissig Geränke und eine kleine Mahlzeit verteilt. Eine Durchsage teilt uns mit, dass wir nun endlich starten dürfen.
Nach drei Stunden Wartezeit rollen wir nun endlich auf das Rollfeld und starten tatsächlich.
Der Flug verläuft angenehm ruhig und wir Landen gutgelaunt wenn auch etwas zerknittert in Guilin.
Der Fahrer bringt uns zu unserem Hotel und wir fallen nach einem köstlichen Abendessen in unsere Betten.
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