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Tuerkei 2011

7. Mai Rückkehr

Geschrieben am 8.05.2011 um 01:11

Am Morgen des 7. Mai fliegen wir zurück. Schade, dass dieser Urlaub zu Ende ist. Immerhin: hier ist Sommer.

Die Istanbulbilder sind nun auch im Fotoalbum und der Verteilerkreis des blogs wurde noch mal erweitert.

Matthias, 8. Mai 2011, zuhause

 

2. Mai - 6. Mai, Istanbul, Byzanz, Konstantinopel, Istanbul

Geschrieben am 6.05.2011 um 06:20

Das Rückgabe unseres Hyundais am Montag morgen funktioniert problemlos. Der hat uns gute Dienste erwiesen mit einem vorteilhaften "special price".

Die ersten Tage ist das Wetter angenehm bis gut. Die Frühmorgensschlangen an den Sehenswürdigkeiten sind etwas abschreckend. Kolonnen weißer Busse schieben in der Früh in die Altstadt. Die Blaue Moschee kann auch am Montag und wie alle Moscheen ohne Eintrittsgebühren besucht werden. Wir nutzen das gute Wetter am ersten Tag zu einer Fahrt mit dem Schifferboot auf dem Goldenen Horn und entdecken ein Cafe mit Dachterasse im Galataviertel.

Ab Dienstag intensivierten wir das Programm: Grosser Basar am Vormittag, Hagia Sophia am Nachmittag. Es wird deutlich kälter.

Am Mittwoch gießt es in Strömen, zumindest am Morgen. Evi und ich gehen ins Archäologische Museum, da sind wir trocken. Der "Alexandersarg"  und die weiteren Schätze der hellenistischen Antike sind unvergleichlich schön. Am Nachmittag dann Topkapi mit dem Schwert Davids und dem des Propheten Mohammed und dem topkapi Dolch mit den grünen Smaragden. Der Harem ist eher enttäuschend zu nennen. Es gibt keine "Großraum"-Kultur vergleichbar den Sälen in den europäischen Residenzen. Aber Sultans sind im 19. Jahrhundert dann auch ausgezogen. Hans ersteht einen Kaftan.  

Am Mittwoch Abend gönnen wir uns ein Fischessen bei Hrn. ... gemäß Empfehlung der Süddeutschen Zeitung. Der Reiseführer war sein Geld wert. Blick auf die Altstadt und erstklassigen Fisch bei anspruchsvollen Preisen.

Donnerstag:  Das Ende des Urlaubs zeichnet sich ab. Wir müssen noch mal nach Beyoglu und zum Taksim Platz. Die Einkaufsstrasse Istiklal Caddesi ist enttäuschend, weitgehende "Breite Gasse Nürnberg". Evi ersteht ihr zweites Paar Schuhe. Wir essen diesmal auf dem Fischmarkt von Kasaröy an der Galata-Brücke. Dorade: 10 Lire oder 5 Euro, ebenfalls erstklassig, Ambiente: marktbescheiden. Evi und ich machen am Abend einen Abstecher zur Süleymanie Camii. Die ist sehr harmonisch, aber auch in großen Teile eine Baustelle. Wie immer, wenn man durch Istanbul schländert, stößt man auf viele desolate Bauten undn viele Baustellen. Abendessen gibt es heute im Panoramic Restaurant gegenüber von unserem Hotel. Wir sind 10 Personen. Trapps, Süß und Jochen und Uschi sind ebenfalls in Istanbul.

Heute ist der letzte Tag. Ullas Wunsch die römische Zisterne zu besichtigen lässt sich ebenso leicht bewerkstelligen, wie die Idee von Hans, etwas von der modernen Türkei mitzunehmen. Wir besuchen das Istanbul Modern (Art Museum). Und dann erledigen wir noch rasch letzte Einkäufe und fangen an zu packen.

Matthias, 6. Mai, Istanbul

PS: Bilder zu Istanbul kommen etwas später

30.4. - 1.5.2011 Canakkale, Bursa und Istanbul

Geschrieben am 6.05.2011 um 06:11

Canakkale steht nach Festigungsbesichtigung noch einmal für Relaxen und Shopping. Das Essen lässt trotz Empfehlung des in Rostock aufgewachsenen und in  Potsdam studierten Managers zu Wünschen übrig.

Am Sonntag geht es über holprige Strasse nach Bursa, einem Industriezentrum, das uns sowohl durch seine schieren Ausmaße wie auch durch das Treiben in  seiner Innenstadt und den Flair seines Basars "betört". Aber wir haben keine Zeit uns diesem Flair hinzugeben und weiteren charmanten Führern und Verkäufern Tribut zu zahlen. Ein Schal muss schon sein im Seidenbasar, hier fast am westlichen Ende der Seidenstraße.

  Zum ersten Mal können wir Moscheen von innen besichtigen. Es handelt sich um die ältesten des Osmanenreichs. Ganz in der Nähe von Bursa nehmen wir die Schnellfährer übers Maramameer nach Istanbul, desssen Skyline und schließlich auch die Silouette der Moscheen aus der Abenddämmerung langsam auftauchen. Wir sind sofort in Bann geschlagen.  Unser Hotel im Sultan Ahmet Viertel ist diesmal richtig komfortabel, mit Blick auf Hagia Sophia von der Dachterasse, ein Katzensprung zur Tram und 10 min zum archäologischen Museum und zum Topkapi Palast.

Matthias, 6.5.2011, Istanbul. 

28. - 29. April, Assos und Troia

Geschrieben am 30.04.2011 um 09:12

Die Anreise nach Canakkale führt über Assos. Die schönstgelegene antike Stadt macht ihrem Ruf alle Ehre. Etwas abseits von den Haupttouristenströmen präsentiert sie sich in wunderbarer Abendstimmung mit reicher Flora und Fauna - eben fotogen.

Am nächsten Tag steht Troia auf dem Programm. Wir wissen schon, dass es da nicht viel "zu sehen'" geben wird. Wir leisten uns stattdessen einen Führer, der uns mit Bildern versorgen wird. Er heißt: Ayvut von  "Schöner Reisen" , ist aufgewachsen bei Hannover, remigriert wie viele andere. Vor uns liegen 4 Stunden spannungsreicher Erzählung unter dem Motto "Traum und Wirklichkeit". Das ist der Titel eines Buches des letzten Troialogen - Hrn. Korffmann, alias Osman ....  Nie war der Besuch einer antiken Stätte feselnder als mit Ayvut, der archälogisches Wissen mit Rabulistik nach Art von Dan Brown wirkungsvoll zu kombinieren weiß und seine Geschichte ganz im Stile eines arabischen oder osmanischen Erzähler darstellt. Nie verliert er den Faden und immer hält er seinen Erzählbogen. Sein Vorbild ist die Ilias, an der schon mal 4 Tage am Stück erzählt worden sein soll.  Wir memorieren ...

Die vier Stärken von Troia: geopolitische Lage am Südeingang der Dardanellen (nur Kreta und ein Ort an der syrischen Küsten waren vergleichbar wichtig, Nordwinde, Südströmung), Reichtum des landwirtschafltichen Hinterlandes (Griechenland ist ein Dreck gegen Anatolien in dieser Beziehung), Innovation würde man heute sagen (mindestens mal die Töpferscheibe, vielleicht auch die Einführung des Pferdes nach Europa, das Megaron-Haus, die höchsten und dicksten Mauern) und Gold aus Minen, die nicht sehr weit weg lagen.

Die Troianer, die weder Griechen, noch Römer, sondern Teukre (also so was wie Frühtürken) waren. Achilles und Co., waren auch keine Griechen, sondern Akmäer. Naja, die Griechen, auf deren erfolgreiche Selbstdarstellung in der Geschichtsschreibung bis heute ist Ayvut nicht so gut zu sprechen. Man kann es irgendwie verstehen.

Am Tag nach Troia "nehmen wir uns (fast) frei". Am  30. April sehen wir uns die Engstelle der Dardanellen bei Canakkale (der Topfburg bezugnehmend auf die historische Töpferkunst) etwas näher an. Dort liegen die Stätten jener Schlacht um Gallipoli, die in der türkischen Selbstdarstellung "einen Stern geboren hat, den von Mustafa Kemal (oder Atatürk). Wir begegnen zahllosen Schüler-, Soldaten oder Bauerngruppen, die hier ihr Nationalbewusstsein einüben.

Matthias, Canakkale, 30.4.2011

25.-27 April Cesme und Bergama

Geschrieben am 30.04.2011 um 08:50

Cesme ist ein Bade- und Fischerort in der Nähe von Alacati. Hier tätigen wir unsere ersten größeren Einkäufe: eine Lederjacke, ein Ledermantel. Das Kastell ist geschlossen - wegen Museumsmontag. Auf der Rückfahrt finden wir gegenüber vom Hafen von Cesme eine Villa, die 20 m Außenaquarien als Einfriedung des Grundstücks erhalten hat. Die Fische sehen wie Speisefische aus, es sind aber auch Moränen und Okotopusse dabei. Ich fühle mich an Weebee in "The Wire" erinnert, dessen ganzer Gangsterstolz seine Aquarien sind. Aber das versteht natürlich niemand. Unser Abendessen nehmen wir wieder am Avrasia ein, dem sicherlich nettesten Lokal unserer bisherigen Reise.

Von Cesme/Alacati geht es weiter nach Bergama. Bergama liegt etwa 30km von der Küste entfernt am Fuße eines Gebirges, in dem noch heute Nomaden leben. In der Stadt fahren viele Menschen mit Traktor rum, die Altstadt befindet sich in vollständigem Zerfall, Verslumung, wohin das Auge blickt. Das Lokal, das unsere Reiseführer noch in der Altstadt empfohlen hat, ist mittlerweile an den Rand der Altstadt gezogen. Unser Hotel - das Anli, gesprochen wie das Annle - ist rosoarot und hat als Highlight ein modernen Duschbadeinbau.

Wir haben hier die härtesten Betten der Reise. Aber wir finden auch die freundlichsten Menschen. Im Basar werden wir zum Tee eingeladen, wir sitzen auf der Straße und kommen uns vor wie im Orient. Die Basarhandwerker lassen sich gerne fotografieren - aber  hier kaufen wohl nur Bauern vom Land und die Ärmsten in der Stadt. Das hat kein Zukunft. Die Zukunft findet außerhalb der Alstadt statt. Fortschritt in Bergama bedeutet auch die Eröffnung einr hypermodernen Bergbahn österreichischen Fabrikats, die die Bustouristen auf den Pergamon-Berg hinauf befördert.

Beim Besuch der Akropolis haben wir etwas Regen. Der Pergamonaltar fehlt als der eigentliche Höhepunkt der Akropolis. Die Nachkriegsdeutschen haben dann mit viel Aufwand zur Rekonstruktion von Teilen des Hadriantempels beigetragen. Aber hier sind wir  dann schon ganz der Römerzeit. Besonders beeindruckt uns, dass die Pergamesen über 45km das Wasser herbeigeholt und in Bleirohren auf den Burgberg hinaus gepumpt haben. Evi und ich verbringen den Nachmittag im fast 500 Jahre alten türkischen Bad, dem Hamam vom Bergama. Mit Massage und Abruppeln -wie sich das gehört.

Die Hotellobby eignet sich hervorragend für Schafkopfabende. Das Essen ist preiswert, aber gut.

Am Eingang der Akropolis waren wir von Hrn. Selim, dem  Manager einer Teppichknüpfer-Kooperative, angesprochen worden. Wir besuchen die bei der Abfahrt von Bergama, was nicht ohne Folgen bleibt.

Matthias, Canakkale, 30.4.2011 

24.4.2011, Alcati

Geschrieben am 25.04.2011 um 08:44

Alcati ist nicht der von uns erwartete Küstenort an der Südküste der Cesme Halbinsel. Es liegt an einer Landenge von wenigen Kilometern  und hat keinen Hafen. Der Wind pfeift durch die Gassen. Aber der Ort hält auf sich, hier gibt es per Dekret keine Plastikstühle und keine Dönerbuden. Das ehemals griechische Dorf wird im griechischen Stil blauweiß "restauriert". Es dürfen nur Steinhäuser gebaut werden. Mich erinnert manches  an St.Paul de Vence. Auch hier ist ein Platz für die Schickeria -wir nehmen an - von Istanbul oder von Izmir,
 das gerade 1 Autostunde entfernt ist.

Am Samstag Abend sind die Straßen und Lokal gefüllt. Am Sonntag Abend ist der Ort schon wieder leer.
Unser Hotel zu finden, war nicht einfach. Die Straßen sind ganz eng, häufig gerade im Bau. Das Butik-Hotel (7 Zimmer) ist neu und daher nicht ausgeschildert. Schließlich finden wir das Hotel umgeben von zahlreichen echten Ruinen, hier ist noch Platz für viele weitere Butik Hotels und Antik-Läden.

 Den Ostersonntag verbringen wir mit Zeitunglesen in Cafes und Schmuckbesichtigung.
Am Nachmittag machen wir ohne Evi, die Symptome eines kleinen Sonnenstichs zeigt, bei einer Küstenwanderung. Es ist hier schon EXTREM windig, die Küstenpfade sind beschwerlich und zum Teil auch vermüllt. Das Abendessen nehmen wir in einer Galerie ein, die sich in der Nebensaison mit Gastronomie über Wasser hält. Danach setzen wir unsere Schafkopfübungen bei georgischen Wein bis Mitternach fort.

Matthias, 25.4.2011

23.4.2011, Ephesus

Geschrieben am 25.04.2011 um 08:40

Auf dem Weg von Kusadasi nach Alcati bei Cesme besuchen wir Ephesus. Die ehemalige 200.000 Einwohnerstadt war vom Schlamm des Kücük Menderes (Mäander) Flusses bedeckt und konnte so zu großen Teilen wieder ausgegraben werden. Die österreichischen Archäologen haben hervorragende Arbeit geleistet.
Die Bibliothek des Celsus ist ein beeindruckendes Bauwerk mit einer großartigen Ästhetik. Im Amphitheater von Ephesus hat einst der Apostel Paulus gepredigt.Die gesamte Anlage ist für mich gewaltiger als Pompeii.
Unter einem speziellen Dach sind die in jüngerer Zeit ausgegrabenen Hanghäuser von Ephesus.
Sie zeigen die Wohnkultur der Reichen etwa 200 AD.

Es reicht nach Ephesus gerade noch zu einem kleinen Abstecher nach Secuk, für weitere Besichtigungen sind wir nicht mehr aufnahmefähig. Unser Weg führt zügig weiter nach Alcati.


Matthias, 25.4.2011, Alcati

22.4.2011, Bodrum

Geschrieben am 25.04.2011 um 08:36

Am Karfreitag nehmen sich Hans und Ulla eine Auszeit, Evi und ich fahren mit dem Auto noch Bodrum, das 150 Meter weiter südlich gelegen ist. Die fünfstündige Autofahrt lohnt sich sehr.

 In Bodrum ist es erstmals warm. Die Kreuzritterburg der Johanniter ist unser "Ersatz" für den
Croc de Chevalier. Das Museum für Unterwasserarchäologie im Kastelle beeindruckt mit Schiffsfunden, die bis 1400 BC zurückführen: Kupferbarren und Rohglase von vermutlich Syrien unterwegs nach Nordosten, vielleicht Mykene. Amphoren und viele verschiedene Waren wurden von Tauchern vom Meeresboden hochgeholt. Das ehemalige Weltwunder Mausoleum von Halikarnassos ist inzwischen weitgehend in die Kreuzritteburg verbaut. Hier haben sich nach der Zerstörung durch ein Erdbeben - das ist hier "normal" - alle Kutluren vergriffen. Nur der Grundriss des Mausoleums ist noch zu erkennen.
Am Karsamstag ist türkischer Nationalfeiertag. Viele Fahnen und Bildnisse von Atatürk an öffentlichen und privaten Gebäuden werden schon seit Tagen aufgehängt. An festlichen Veranstaltungen ist wenig  zu beobachten.

Matthias, 25.4.2011,  Alcati

20.4.2011, Kusadasi

Geschrieben am 20.04.2011 um 08:57

Kuladasi ist der beliebteste Urlaubsort an der Ägäis für die Türken. Es handelt sich mit 60.000 Einwohnern um alles andere als ein Fischerdorf. Wir quartieren uns im idyllisch gelegenen Hotel Villa Konak ein. Die Zimmer sind liebevoll ausgestattet. Endlich wieder ein Schrank und mehr als ein Kleiderbügel. An der Rezeption erhalten wir 2 Speiselokale als heiße Tipps. Ein Lokal, in dem es Sonnenuntergang an Dorade geben solle (Ferrah) und ein türkisches Lokal namens bülbül. Ich habe ein Wörterbuch deutsch türkisch erstanden und weiß nun zu berichten, dass bülbül die Nachtigal ist und ferah  nicht Fähre heißt sondern fern, vielleicht auch Ferne.

Auf der Taubeninsel im Wndschatten ist es angenehm sonnig und warm, ansonsten greift uns der Wind wieder ziemlich an. Mit soviel kaltem Wind haben wir irgendwie nicht gerechnet. Die zahllosen Touristen sind heute nicht in Kusadasi, für den Donnerstag werden wieder viele Kreuzfahrtschiffe erwartet - sagt man uns. Wir vier sind also - heute - so etwas wie eine Attraktion. In der alten Karawanserei bekommen wir schöne Teppiche gezeigt und könnten zu sagenhaft günstigen - nur hier und heute und bei Cash Zahlung gültigen - 1500€ zuschlagen. Wir tun es nicht. Stattdessen schlage ich bei einer CD tangolarimiz zu. Da weiß ich auch nicht, was ich kauf, aber es kostet lange nicht so viel.I

Im bülbül machten wir Bekanntschaft mit Sace Kebap  (Kebap mit Pilzen und  Fladenbrot), Iskender Döner (mit Jogurt und Aiwa), kiymeli pide (Pizza mit geminzem Hackfleisch) und Köfte (Hackfleischbällchen mit Tomaten). Alles gut. Außerdem haben wir heute in einer Fernfahrerkneipe gelernt, dass ein türkischer Mokka auch schon mal für 0,5 Lire rausgeht oder 25 Cent (häufig aber 4 Lire kostet). Bezüglich Preis-Leistung war bülbül aber besser.

In Kusadasi gibt es Schmuckläden ohnen Ende, das Geschäft ist auf die großen Kreuzfahrtschiffe ausgerichtet,
die die Gäste für Ephesus anliefern. In Kusadasi selbst gibt es zudem eine alte Karawanserei und ein kleines Hafenkastell. Es ist weiterhin empfindlich kalt. Am Donnerstag fahren wir mit dem Auto in den Nationalpark "Milli". Wir finden einen Canon Wanderweg, der uns einige hundert Meter in die Höhe führt.  Wir sehen Samos, können aber nicht weiterfahren bis an die Spitze der Halbinsel. Ein Teil des Nationalparks ist militärisches Sperrgebiet.

Matthias, 20.4.2011,  Kusadasi und 25.4.2011 , Alcati

19.4.2011 Aphrodisias

Geschrieben am 19.04.2011 um 09:03

Heute haben wir einen Ausflug von Pamukkale nach Aphrodisias gemacht. Gute 2 Stunden Fahrt über Denizli. Plötzlich ist man aus einem Tieftal in einem Hochtal. Die Baumblüte beginnt gerade erst. Erstaunlich breite, gute Straßen. Aphrodisias, schwer zu finden, ist ein Ausgrabungstraum an Bildhauerarbeiten. Reliefstraßen, die es nach dem Volumen, ohne weiteres mit dem Pergamon-Altar aufnehmen können. Evi glänzt beim Sebastianum mit der sofortigen Identifizierung der Reliefs als Aeneas Geschichte. Trotz des griechischen Namens sind die Hinterlassenschaften in Aphrodisias durchgängig römisch. Zum Beispiel ist eine der schönsten Statuen eines des jugendlichen Geliebten von Kaiser Hadrian - Antinous (nimmt man an). Die Stadt, die 15.000 Einwohner hatte, leistete sich ein Stadion für 30.000. Die Bildhauerarbeiten aus Aphrodisias waren im ganzen römischen Reich begehrt. Hier wurde offenbar in großen Serien gearbeitet.  Die wichtigsten Köpfe konnten auf Standardstatuen-Sockel montiert werden. Aber es gibt auch einzelne sehr ausdrucksstarke Skulpturen.

Das Wetter lässt zu wünschen übrig, zwischendrin regnet es heftig und zum Abend hin wird es immer kälter. Zum Abendessen planen wir einen Abstecher nach Denizli. Wir ahnen nicht, dass es sich um eine Halbmillionen-Stadt handelt, der Stadtzentrum gerade mit Stromkabeln und Abwasser unteriridisch versorgt. Eine Abenteuer-Baustellenfahrt ergibt sich, die Hans ganz in Ruhe meistert. Wir finden schließlich nicht das Lokal, das wir gesucht haben, dafür aber ein anderes in dem wir in maßvoller Qualität etwas dilettantisch versorgt werden. Zurück nach Palmukkale und dann gleich ab ins Körbchen. Die Heizung im Auto war heute sehr hilfreich. Sie  funktioniert gut.

 

Matthias, 20.4.2011, Kusandasi

18.4.2011 Pammukale und Hierapolis

Geschrieben am 18.04.2011 um 09:41

Es gelingt uns tatsächlich das Gepäck für 4 Personen, 3 Koffer, 1 Reisematratze und etliche weitere teile in dem Hyundai unterzubringen. Die Reise kann beginnen.

Wir fahren zunächst nach Pammukale, auf Autobahnen, manchmal auf Feldwegen, die unser Navi findet. . In Pammukale haben wir ein einfaches Hotel vom Typ Hostel mit einer geschäftstüchtigen Wirtin, die uns gleich ihr First-Class Restaurant für den Abend empfiehlt. Die Frau spricht deutsch und im Fernsehen läuft das ZDF. Wir sind als deutsche Touristen angenommen.

Den Nachmittag des Sonntag und den ganzen Montag verbringen wir in den Sinterterassen von Pammukale, in den Ruinen von Hierapolis und in den warmen Becken des "Antik-Swimmingpool". Ganz oben über den griechisch-römischen Ruinen trohnt des Heiligtum des Apostes Philipps, der am gleichen Ort 80 A.D. gestorben sein soll. Gräber ohne Ende in 2 Nekropolen, die sich über Ebene und Hänge erstrecken.

Ich finde das ganz beachtlich, was die türkische Administration hinsichtlich der Rettung von Pammukale und der Erweiterung der Sintergebiete unternommen hat. Die menschlichen Eingriffe in diesen einmaligen Naturraum zählen sowieso schon in die Jahrtausende. Wir haben viel Sonne, aber auch heftigen Wind, der uns ganz schön anstrengt. Die Besucher kommen aus aller Herren Länder, viele Russen, Japaner, Franzosen, Spanier, Holländer und natürlich Deutsche.

Dank des netbooks von Hans und Ulla können wir von hier sogar in die Heimat skypen.

16.4.2011 Izmir

Geschrieben am 18.04.2011 um 05:51

Am Freitag, 15.4.2011 fliegen wir -  Evi und Matthias -  über Istanbul nach Izmir. Wir haben schöne Sicht beim Überflug von Istanbul auf die riesenhafte Stadt und die Hauptmoscheen. Bei Turkish Airlines - der wir eigentlich sehr gram sind, weil sie uns die Syrien Tickets nicht erstattet haben - fällt uns das gute Essen auf, auch die attraktiven Stewardessen ...

Unser Mietauto von der Firma Sax ist erst für den 16.4. gebucht und die Firma ist am Flughafen auch nicht präsent. Also nehmen wir ein Taxi in die Stadt in unser Hotel, das Hotel Kacara im Schatten des übergroßen Hilton Izmir , nur wenige Meter entfernt vom zentralen Platz an der Uferpromenade, den ein Atatürk Reiterdenkmal "ziert".

Am Samstag  nach hervorragendem Frühstück, geht es wieder mit dem Taxi zum Flughafen (havalimani) . Wir übernehmen an einer windigen Tankstelle einen Hyndai Accent mit vielen Schrammen und erschreckend kleinem Kofferraum zu sagenhaft günstigen Konditionen. Es wird sich noch rausstellen, ob das ein guter Handel war.

Den Tag verbringen Evi und ich an der Uferpromenade, im Basar, mitten im Leben von Izmir. Am Abend lesen wir Ulla und Hans am Flughafen auf. Wir fahren direkt zur Kadefikalae der Zitadelle oberhalb der Stadt, vorbei am Mount Rushmore von Izmir mit dem Atatürk Felsenbild. Die Festung soll von Alexander dem Großen begründet sein. Heute ist sie der Stadtpark für einen Teil der Slums von Izmir, dieser 3-Millionen Agglomeration. Oben weiden die Ziegen, spielen die Jungs aus den Slums Fußball oder betteln. Wir versuchen die Sonntenuntergangsgefühlt von Flaubert nachzufühlen. Da spielt aber das Wetter nicht ganz mit, der westliche Horizont ist stimmungsvoll wolkenverhangen. Fischessen zum Abschluss bei Deniz, einer Empfehlung aus Ullas Reiseführer. Alles gut - bis auf die Lüftung in den Hotelzimmern.

Matthias,am 18.4. in Pammukale

 

 

Tuerkei 2011

Geschrieben am 13.04.2011 um 08:55

nochmal

13.April 2001 - Türkei 2011

Geschrieben am 13.04.2011 um 08:53

Statt Syrien nun doch Türkei. Ab nach Izmir.  Übermorgen ist es soweit. Und wenn alles gut läuft, gibt es von unterwegs ein paar Bilder und Nachrichten.

Samstag, 12. Oktober, wieder zu Hause

Geschrieben am 11.10.2008 um 11:34
Matthias: nach angenehmen Rückflug sind inzwischen die Gepäckstücke ausgeräumt und die Post ist gesichtet.

Freitag, 10. Oktober, bis zur Rückreise

Geschrieben am 11.10.2008 um 11:29
Matthias: Am Morgen schauen wir den Palacio del Gobierno an. Bei unserem ersten Aufenthalt war der Palast Nationalfeiertags-halber gesperrt fürs Publikum. Dies Mal sind viele Touristen unterwegs und betrachten mit uns die berühmteen Murales von Diego Rivera zur Geschichte Mexikos. Die Kompositionen sind gut gelungen, die Aussagen in unseren Augen für einen Regierungspalast "ungewöhnlich", beendet in den 50ger Jahren. Im Ex-Collegio de San Ildefonso finden wir die Anfänge der Murales in Mexico aus den 20ger Jahren, überwiegend von Oroxco. Daneben auch ein frühes Rivera-Opus, in dem er sich als Jugendstil-Anhänger zeigt. Mittagessen im Cafe Opera und Mexiko ist - VORBEI.

Donnerstag, 9. Oktober, Mueso de la Anthropologia

Geschrieben am 11.10.2008 um 11:24

Matthias: Frühstück im Straßencafe. Dann erfolgreich mit der Metro zum Parque Chapultepec (2 Pesos pro Person). Der Park ist wirklich groß, angeblich die größte grüne Lunge in Lateinamerikas Städten. Die Wege sind wie Fußgänger-Autobahnen ausgelegt, jetzt um 10 Uhr an einem Werktag ist gar nichts los, ein paar Schulschwänzer sind unterwegs. Das MdA beeindruckt durch seine großzügige Bauweise und seinen denkbar einfachen Plan: ein eigenes Museum pro Großkultur, z.B. Teotihuacan, Azteken oder Maya. Die Vergangenheit im Erdgeschoss, die Gegenwart im ersten Stock. Wir verbringen tatsächlich 8 Stunden in dem Museum, immer wieder im Restaurant unterbrechend.

Es macht keinen Sinn Einzelheiten hervorzuheben. Viele Objekte und Präsentationen lassen sich aufgrund der Reise gut einordnen. Wandmalereien sind an an Originalstätten so git wie keine zu sehen gewesen, hier hingegen reichlich, allerdings häufig als Reproduktionen.  Um 18 Uhr schleichen wir uns in unser ***** und beschließen uns im weiteren zu erholen.

Mittwoch, 8. Oktober, zurück nach Mexico City

Geschrieben am 11.10.2008 um 11:19

Matthias: Sehnsuchtsvoller Strandbesuch am Morgen. Wir werden um 9:30 wie immer pünktlich abgeholt und sind um 11 Uhr im Flugharen Cancun. Dort erstehe ich einen 10 Tage alten SPIEGEL, das ist das neueste an deutscher "Literatur", was zu haben ist. Um 17 Uhr sind wir nach ruhigem Flug und ruhiger Fahrt durch Mexico City wieder im *****, das uns schon vor fast 4 Wochen beherbergte. Diesmal erhalten wir ein schönes großes Zimmer im 5. Stock mit tiptop Bad. Evi findet dann, das Bett sei schlecht.

Wir machen einen Abendspaziergang am Nationaldenkmal und über den Paseo de Reforma. Irgendwie ist uns beiden schlecht. Evi von der Reise, mir macht gleich wieder die Höhenluft zu schaffen. Und überhaupt ist meine Verdauung permanent "irritiert". Die Sonnenbrände jucken. Es reicht gerade noch zu eine Consome de Polo bei Sanborns.

Dienstag, 7. Oktober, letzter Tag in der Karibik

Geschrieben am 11.10.2008 um 11:18
Matthias: Schönes Wetter, viel Wind, für die uns bisher bekannten Verhältnisse hier ein ordentlicher Wellengang. Ein Kite-Surfer ist auf den Wellen unterwegs. Abschiedsstimmung. Schlechte Mariachis als Dreingabe zum Abendessen, klarer Preis: 10 USD.

Montag, 6 Oktober, Cobá

Geschrieben am 11.10.2008 um 11:06

Evi: Heute noch mal einen Ausflug ins Inland zu einer Ausgrabungsstätte - alles wird jetzt "zum letzten Mal". Wir lassen uns von einem Taxi für 900 Pesos (gleich 60 €) hinbringen, der Taxifahrer wartet dort auf uns und bringt uns wieder zurück. Für einen 4-5 stündigen Ausflug und ca. 80 km Fahrt ein akzeptabler Preis.

Cobá ist eine der ältesten und größten Maya-Stätten in Yucatan. Die Stadt, die einmal 50.000 Menschen zählte, erstreckte sich über 80 km². Sie lag an 3 großen Seen, in denen sich heute Krokodile tummeln, ordentliche Kaliber! Nur wenige Gebäude der Anlage sind ausgegraben, manche nur teilweise und so sieht man hier sehr gut die unterschiedlichen Stadien archäologischer Arbeit: überwachsene, nicht-natürliche Hügle verdecken Gebäude im Dornröschenschlaf. Dort wor der Bewuchs entfernt ist, erkennt man ihre Struktur innerhalb der heruntergefallenen Steine und Ornamente. Und dann wieder restaurierte und rekonstruierte Anlagen.

In Monte Alban hat uns Christina erklärt:

- glatte geometrisch behauene und geschichtete Steine = Original

- Mauern mit kleinen Steinen in den Fugen = Restauration

- Maueren mit nicht sauber geschichteten Steinen = Rekonstruktion

Das sind wohl die Auflagen, die die INAH (Instituto Nacional de Archelogico y Historia) den Archäologen macht. In Cobá ist das nicht soo deutlich unerscheidbar.

Wir teilen uns einen Führer mit einer 7-köpfigen amerikanischen Familie(Großeltern: Larry und Irma - deutschstämmig, Tochter Shilane und Schiwegersohn Bob, 3 Enkelinnen: Keira - 5 Jahre, Melissa - 4 Jarje und Laura 3-4 Monate). Wie immer sind die amerikanischen Kinder ungemein friedlich! Da die Ausgrabungen ein paar km. weiter auseinander liegen, lassen wir uns vom "Maya-Taxi" (Rikscha) herumfahren. Unser Glück, denn es ist fast unerträglich heiß und der tropische Regenwald ist anstrengend feucht.

Am Ende besteigen wir die höchste Pyramide Yucatans, viele, viele Stufen. Belohnt werden wir mit einem Rundumblick über das grüne Meer des Regenwaldes - soweit unser Auge reicht.

PS1: Maya Pyramiden haben im Unterschied zu denen anderer Kulturen nur auf einer Seite Stufen.

PS2: Cobá war zur Zeit der Conquista noch bewohnt und ist nie entdeckt worden.

Matthias: PS3: Besonderheit der Pyramiden und des "Wachturms" sind rundgeformte "Ecken", so müssen die Pyramiden in Guatemala aussehen, nur noch viel größer.


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