Dschungelfeeling an der Grenze zu Guatemala
Die Nacht war etwas unruhig, da es noch ein heftiges Gewitter gab, aber morgens um halb 6 bereitswieder wolkenlos. Um 6 Uhr wurden wir dann abgeholt um nach Yaxchilan und Bonampak zu fahren. Yaxchilan sind ebenfalls Mayaruinen, aber tief im Dschungel gelegen direkt an der Grenze zu Guatemala. Dort in der Nähe leben ebenfalls noch die Lacandonen. Dies ist ein Mayafolk, welches auch noch relatiiv ursprünglich lebt - Naja die wissen auch wie man Kohle macht ;-)
Geplant war, dass wir die knapp 150 km in 3 Stunden inkl. Frühstückspause zurück legen sollten. Mhhh warum brauchen die so lange? Aber schon bald war uns klar warum: "Schweizer Käse"!!!! Die Straßen hatte so viele Schlaglöcher und die Mexikaner kennen nur eins: Vollgas. Nach 1,5 Stunden hatten wir einen kurzen Stopp fürs Frühstück und dann gings auch schon weiter über die Holperpiste, denn nur bis zu einer bestimmten Zeit legen die Boote nach Yaxchilan ab.
Der Rio Usumacinta ist der größte Fluss in Mittelamerika und dient gleichzeitig als Grenze zwischen Mexiko und Guatemala.

In etwa 40 Minuten ging es Stomabwärts in den Urwald. Dort angekommen merkte man gleich, dass das Klima ganz anders war - recht schwül. Aber wir waren froh, dass wir viel Schatten hatten.
Die Ruinen sind absolut beeindruckend. Kein Wunder das Helmut immer von "Wiederentdeckt" spricht. Die sind einfach im Nichts. Laut Helmut haben hier noch recht lange die Mayas gelebt. Denn nachdem die größeren und bekannteren Orte wie Chichen Itza schon längst von den Spaniern eingenommen waren, haben sich die Mayas bis hier hin zurück gezogen.

Absolut beeindruckend waren auch die ganzen Urwaldriesen. Wir können uns nicht daran erinnern, jemals schon so hohe Bäume gesehen zu haben. Da kann selbst der Buchenbaum in Diersford nicht mithalten. Zusätzlich unterstützt wurde das ganze noch durch die Pflanzen die sich auf diesen Bäumen angesiedelt haben.

Bereits bis hier waren wir schon unheimlich beeindruckt. Und dann kams: Brüllaffen. Direkt bei uns in der Nähe mussten sich einige befinden, denn die waren so laut. Wir haben eine ganze Weile Ausschau gehalten, aber es gab einfach zu viele und zu hohe Bäume. Wir haben das ganze in einem kurzen Video festgehalten. Man hat wirklich ein aboslutes Gefühl von Dschungel und Regenwald, wenn man sich bei der Kulisse uralte Mayabauten anschauen kann.

Später ging es dann wieder in einer einstündigen Bootsfahrt zurück. Es war wirklich interessant zu sehen, wie die Bevölkerung in Guatemala am Fluss lebt. Wir haben einige menschen sehen können, die im Fluß gebadet haben oder ihre Wäsche gewaschen haben. Nachdem wir wieder angelegt haben, hatten wir doch noch das Glück ein paar Affen zu sehen. Die lagen da einfach so rum und ließen im wahrsten Sinne des Wortes ihre Seele baumeln.

Nach einem leckeren Mal ging es bereits 30 km zurück in Richtung Heimat zur Grenze der Lacandonen. Dort mussten wir aus unserem Minivan aussteigen. Wir wurden von einem Lacandonen in einem klapprigen Minivan abgeholt. Unser Fahrer erklärte uns, dass die Lacandonen hier Hoheitsgebiet hätten und daher über Ihr Gebiet bestimmen könnten. Sie hätten entschieden, dass man nicht bis nach Bonampak mit dem Auto fahren dürfe. Bonampak ist eine eher kleine Mayastätte. Bekannt ist sie geworden, weil es dort die ältesten Mayawandmalereien gibt. Diese sind mit der Zeit und durch Witterungseinflüsse unter einer Kalkschicht recht verblasst. Vor vielen Jahren haben wohl einige Besucher Petrolium darüber geschüttet, da das wohl den Kalk kurzfristig "durchsichtig mach" (oder so ähnlich). Leider haben sie dadurch die Malereien sehr stark beschädigt. Mittlerweile ist das natürlich verboten.

Dann ging es irgendwann zurück auf die "Schweizer-Käse-Straße" und zurück nach Hause. Obwohl wir einen langen anstrengenden und aufregenden tag hatten, haben wir uns erneut entschieden durch Palenque zu laufen um wieder in diese geniale Restaurant zu kommen. Kaputt und müde sind wir ins Bett gefallen. Denn schließlich steht morgen schon der nächste Tagesausflug an.










