Merida und Hitze...
Heute morgen haben wir gut gefrühstückt. Dann ging es zur Stadtführung - naja eine 1,5 stündige Führung um den Zocalo. Mit uns war noch ein mexikanisches Pärchen, so dass der Guide in dieser Zeit alles auf Englisch und Spanisch erzählen musste. Aber es war dennoch lohnenswert. Hättet Ihr gedacht, das um Merida einmal 7 Mayapyramiden standen und als die Spanier in Mexiko eingefallen sind, haben diese nach und nach alle Pyramiden zerstört und daraus alle möglich Häuser und Kirchen gebaut.

Nachdem wir morgens schon fast vor Hitze eingegangen sind, mussten wir uns erst einmal in einem kleinen Cafe mit Klima abkühlen. Dort ist dann ausnahmsweise Arndt mal direkt aufgefallen. Eine Mitarbeiterin war tatsächlich r halb so groß wie er und das Bild als beide nebeneinander stehen urkomisch. So sind wir mit der netten Frau auch ins Gespräch gekommen. Und jetzt ratet mal was wir für Informationen bekommen haben? "You can roll it together and put it in your pocket and after 60 days you fetch your hat out and it looks like the first day." Natürlich durften auch die Infos zu den Hängematten und dem warehouses nicht fehlen. Auch von Ihr bekamen wir eine Visitenkarte von so einem warehouse mit der Information, dass dieses in etwa 1 Stunde für 4 Wochen schließe auf Grund der Festlichkeiten! Ahhhhaaa! So langsam kommt uns das etwas Spanisch vor. Da wir heute Abend eh in dem Restaurant essen wollen, was uns Manuel empfohlen hatte. Na dann schauen wir doch mal, ob dessen warehouse denn heute tatsächlich geschlossen ist....
So, da wir die interessantesten Gebäude um den Zocalo schon gesehen haben, stellt sich die Frage: Was nun? Wir beschließen also uns auf dem Weg zum archäologischen Museum zu machen. Naja im Stadtplan sieht es ganz schoen weit aus und das Mittags? Naja wir fangen einfach mal an zu laufen. Als wir in einem kleinen Park eine kleine Pause machen, werden wir erneut von einem netten Mexikaner angesprochen. Von ihm erfahren wir übrigens auch, dass das nächste Warehouse nur noch heute geöffnet ist und ab morgen 1 Monat schließt.... - ohne Worte -
Nach einer Ewigkeit und mindestens 3 Liter Flüssigkeitsverlust erreichen wir das Museum und stellen uns erst einmal direkt vor die Klima. Man tut das gut!!!!!
Nachdem wir uns nun endlich an das neue Klima gewöhnt haben, schauen wir uns die Ausstellung und Geschichte der Mayas an. Ist auf alle Fälle sehr interessant und empfehlenswert. Der weg hat sich also gelohnt. Ganz besonders beeindruckt sind wir vom Schönheitsideal der Mayas...

Wie krass sind die denn drauf? Und das soll schön sein. Also ich weiß nicht. Die haben bestimmt an Geschmacksverirrung gelitten. Übrigens ein Tip für die meisten Frauen unter uns: Sprüht Euch mit Autan ein, denn selbst trotz Klima gibt es doch tatsächlich Mücken dort und die haben gleich mal ein Mahl genossen mit mir als Hauptspeise. Mittlerweile ist es Nachmittag und auf den Straßen gibt es wieder Schatten. Also beschließen wir nochmals zu laufen. An einem Supermarkt heisst es nichts wie rein und zu Getränken noch ne große Tüte Chips: Elektrolyte und so..... Sollen wir ganz normale nehmen oder was Neues probieren. Wir entscheiden uns für Limonenchips. Im Hotel angekommen nichts wie auf die Tüte - mapf, mapf - erst ein wenig gewöhnungsbedürftig und danach: Wie geil sind die denn?! Arndt findet sie okay aber mir schmecken die sau gut. Danach ab unter die Dursche. Wir haben uns glaub ich noch nie so gefreut mal kalt zu duschen. Abends gehts dann auf ins San Jose. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem besagten warehouse vorbei und siehe da: offen. Der Typ davor möchte uns gerne rein bitten und erzählt uns, dass nur noch heute offen ist und ab morgen für eine Woche geschlossen. Ja ne is klar! Weiter gehts zu San Jose.Geniales Essen, günstig und absolut kein anderer Tourist zu sehen. Die haben sogar Bier in 1 Literflaschen für 25 Pesos (umgerechnet etwa 1,40 €).

Während wir dort essen, kommen ein paar interessante Menschen rein, so richtig wie Farmer gekleidet und etwas altbacken. Arndt erinnert sich, dass es hier in der Gegend Mennoniten gibt. (Deutsche Auswanderer, die bereits seit langer Zeit dort leben und Ihre Kultur bewahrt haben.) Als wir später am Abend uns auf den Weg zur nächsten Abendveranstaltung machen (Big Band) sehen wir wie einer der Mennoniten Käse verkauft an die Zuhörer. Ja wie cool. Ansonsten die Big Band war auch recht nett aber viel mehr beeindruckt waren wir, dass die gesamten Zuschauer irgendwann aufsprangen und zu tanzen anfingen.

Auf dem Rückweg meinte Arndt das er den Weg ohne Probleme zurück findet. Wer den Männern da vertraut und glaubt, die haben einen eingebauten Kompass, der irrt. Der Herr war sich aber zu fein in den Stadtplan zu gucken und hätte ich das nicht gemacht, dann wären wir heute noch nicht zu hause. Aber was Gutes hattes es für sich. Da ist man 9000 km von Deutschland entfernt und verläuft sich in ner Millionenmetropole und man findet doch deutsche Wertarbeit. Arndt war total aus dem Häuschen als er ne Werkstatt für seine innig geliebte Stihl Kettensäge gefunden hat.










