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Unterwegs in China

Beijing

Geschrieben am 27.07.2010 um 12:24

Seit gestern sind wir nun in Beijing. Wir wohnen in einem schoenen Hutonghotel und wieder kann ich den Luxus eines Computers im eigenen Zimmer geniessen. Der klimatische Wechsel von Changdu nach Beijing ist enorm. Jetzt brauchen wir den Schirm nicht mehr wegen des Regens, jedoch wegen der Sonne und der Hitze. Es ist sehr heiss hier und mein Wasserkonsum ist wieder stark angestiegen. Der Klimawechsel hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Christian ist erkaeltet und seine Nase laeuft und bei mir machts sich wieder mal ein Kratzen im Hals bemerkbar und ein leichtes Huesteln. Hoffen wir, dass es nicht noch schlimmer wird.

Gestern Abend machten wir noch einem kleinen Spaziergang durch einen Teil der Hutongs. Schmale Gaesschen, eingeschossige alte Haeuser und auch ein Wechselbad von Dueften. Das ganze mutet einen eher doerflich an. Da machten wir eine lustige Begegnung mit einem Strassenverkaeufer. In kuerzester Zeit hatten alle von uns einen Faecher in der Hand. Dann zeigte er uns Taschen. Kaum zeigte Magdalena Interesse dafuer, fand aber nicht die passende Farbe, da telefonierte er schon mit dem Handy und kurze Zeit spaeter kam eine Frau mit einer Auswahl dieser Taschen. Mir wollte er dann noch kleine Taeschchen verkaufen, fuenf in einem, aehnlich wie eine Babuschka. Er wollte dafuer 50 Yuan. Wir gingen dann aber weiter ohne diese zu kaufen. Schon war ein anderer Strassenhaendler da und wollte uns etwas Anderes verkaufen. Ploetzlich kam der Erste wieder mit einem Fahrrad daher. In der Zwischenzeit, hatte er sich weitere dieser Taeschchen besorgt und rief mir, dass er sie jetzt billiger gebe. 20 Yuan statt 50. Als ich dann stehen blieb wollte er wieder 30 Yuan. Ich sagte ihm aber er habe 20 gesagt, dann lachte er und schlussendlich kaufte ich ihm diese zu diesem Preis ab. Dann holte er schon wieder etwas Anderes aus der Tasche, bis wir ihm dann sagten, dass er jetzt an uns genug verdient habe. Das Ganze war sehr amuesant, weil er selber sehr lustig war und dabei immer lachte.

Heute hatten wir eine Tagestour in Beijing mit einer Fuehrerin, die relativ gut Deutsch sprach. Zuerst besuchten wir den Lama-Tempel, dann den Himmels-Tempel. Die Fuehrerin sagte uns, dass es frueher etwa 60% Buddhisten gab, heute sind es noch 40%, dafuer gibt es mehr Christen. Dann gab es noch einen kurzen Besuch in einer Verkaufsstaette fuer Zuchtperlen. Natuerlich wollten sie uns dort Perlenketten verkaufen, jedoch ohne Erfolg! Dann kam die Mittagspause. Unsere Fuehrerin hatte fuer uns Pekingente in einem noblen Restaurant bestellt. Ein weiteres Mal war das Essen sehr gut, hier in Beijing aber bedeutend teurer als an den anderen Orten die wir frueher besucht haben. Trotzdem ist es fuer uns immer noch sehr erschwinglich.

Am Nachmittag ging es dann zu Fuss ueber den Tian'anmen-Platz zum Tor des Himmelsfrieden. Diesen grossen Platz ueberschritten wir mit gemischten Gefuehlen und Gedanken! Dann besichtigten wir die Verbotene Stadt, den Kaiserpalast. Die Menschenmenge dort war unglaublich und auch die Ausdehnung dieses Palastes, fast ein Kilometer lang! Diese Groesse kann man kaum erfassen. Der Palast ist sehr schoen und farbenpraechtig, die Besichtigung jedoch war bei dieser Hitze sehr anstrengend. Nach einem kurzen Besuch in einem Teehaus, wo wir noch verschiedene Tees degustieren konnten, waren wir froh, mit dem Taxi zurueck zum Hotel gehen zu koennen und sich unter der Dusche zu erfrischen!

Morgen ist eine Wanderung auf der Grossen Mauer geplant. Wir hoffen, dass wir die   Route noch etwas abaendern koennen, da wir unmoeglich 4 Stunden bei dieser Hitze auf der Mauer hoch- und runterklettern koennen. Heute Abend sollte uns unser Reisebuero noch anrufen.


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