Wenn Einer eine Reise tut....
Nun der Samstag begann ganz angenehm. Im Hotel genossen wir ein reichhaltiges Fruehstueck und dann gins los auf die Taxijagd! Diese gestaltete sich aber als sehr einfach, im Gegensatz aum Vortag, und in kuerzester Zeit sassen wir im Taxi. Nach einer langen Fahrt kamen wir beim Busbahnhof an. Dies ist ein grosses Terminal mit vielen Bussen. Wieder kam der Sicherheitscheck und dann der Wartesaal. Wenn man die Tickets schon hat, ist es kein grosses Problem zum richtigen Bus zu gelangen. Man muss bloss das Ticket zeigen und schon sind die Leute behilflich und begleiten einen an den richtigen Ort. Unsere Busreise nach Dali sollte 5 Stunden dauern. Vier davon waren wir auf einer Autobahn unterwegs. Der Fahrer machte auf uns einen guten Eindruck. Vor dem Mittagshalt fuhr er mit dem Bus noch auf den Pruefstand und liess den Bus von unten pruefen. Das machte uns Eindruck. Waehrend 4 Stunden also genossen wir die Fahrt und den Ausblick in die wechselnde Landschaft. Wir fuhren durchs Dinosaurier Valley, ueberall an den Hauswaenden waren Dinosaurier aufgemalt. Spaeter kamen Doerfer, welche ihre Hauswaende mit grossen schoenen Mandalas schmueckten und noch spaeter waren dann ueberall an den Haeusern Pilze aufgemalt. Dann kamen wir in einen Stau vor der Mautstelle. Wir waren fast eine Stunde drin und dies bekam unserem Fahrer nicht gut! Nach der Mautstelle ging es auf gewoehnlichen Strassen durch Doerfer und ueber einen Pass. Der Verkehr war enorm. Es hatte viele Lastwagen und Reisecars unterwegs nebst dem Lokalverkehr. Unser Fahrer hatte wohl den Eindruck er muesse die Zeit wieder einholen. Was sich in der naechsten Stunde abspielte ist kaum in Worte zu fassen. Es musste einfach ueberholt werden, egal ob innerorts oder ausserorts. Niemand war so wichtig wie er und alle mussten ihm weichen. Fussgaenger, Radfahrer, Motorfahrer...wehe sie kamen ihm in die Quere und er musste wegen ihnen ein Ueberholmanoever abbrechen, dann schimpfte er zum Fenster raus. Fuer ihn gab es drei wichtige Dinge: die Hupe, das Gaspedal undmanchmal die Bremse! Wir hatten das Glueck, die vordersten 4 Sitzplaetze erhalten zu haben. Ich hatte gar die bessere Sicht als er. Vor lauter Schrecken vergass ich Angst zu haben! Wir hielten uns einfach fest und waren immer wieder erleichtert wenn es noch mal gut ging! Man darf sich nicht ausdenken was alles haette passieren koennen. Die Leute sitzen oft am Strassenrand, es sind Kinder dort und mal sahen wir einen Mann der gar neben der Strasse schlief! Nach einer Stunde kam gluecklicherweise nochmals ein kurzes Stueck Autobahn und der Spuk war vorbei. Der Fahrer wieder der Ruhige wie am Morgen. Er versuchte gar uns zu beruhigen, dass man dann telefonieren koenne weil wir ja verspaetet ankamen. Bald hatten wir noch den Eindruck, dass er sich wegen uns so ins Zeug gelegt hatte! Allerdings was man ihm lassen muss, er beherrschte sein Fahrzeug und koennte wohl dem Schumi zur Konkurrenz werden!
Am Busbahnhof wurden wir schon erwartet und zu unserem Hotel chauffiert. jetz logieren wir in einem schoenen tibetischen Hotel im alten Dali. Es ist ruhig hier. Dali hat eine befestigte Altstadt mit wunderschoenen Steinhaeusern die alle mit Muster und Ornamenten bemalt sind und mit schoenen geschwungenen schwarzen Ziegeldaechern. Es erinnert mich ein wenig an die schoenen Engadinerhaeuser. Abends genossen wir ein herrliches tibetisches Essen und Christian versuchte den Yakbuttertee.
Morgen muessen wir uns die Altstadt noch genauer ansehen und wir machen noch einen Ausflug zu zwei Bai-Doerfern am Erhaisee.










