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Bärbel und Wolfgang in Malaysia

George Town auf der Insel Penang

Geschrieben am 6.09.2010 um 05:18
Nach dem letzen Afternoon Tea im Smokehouse geht es wieder per Kleinbus weiter nach Goergetown auf der Insel Penang. Die Fahrt dauert ca 4 Stunden bis wir um ca 19:30 am Hotel Heritage ankommen. Das Hotel ist deutlich einfacher als das Smokehouse und man legt offenbar auch keinen gesteigerten Wert mehr darauf, neue Gäste anzuziehen,aber sauber ist es und unser Zimmer hat Klimaanalage. Ein Beispiel ist der Pool: an sich ganz schön, sauber und mit Wasserfontänen auch sehr einladend aber leider kein einziger Liegestuhl oder Sonnenschirm rundrum. Kein Wunder dass ihn niemand nutzte.

Zunächst gehen wir zu Fuss los, um eines der durch die Reiseveranstalter und -führer empfohlenen Restaurants fürs Abendessen zu besuchen. Leider verlaufen wir uns total und nehmen schließlich doch ein Taxi in die Chiulia Street. Das mit diesen Empfehlungen ist so eine Sache... Das eine Restaurant (Secret Garden) finden wir gar nicht und das andere "Restoran Kapitan" gleicht eher einem großen indischen Straßenimbiss als einem Restaurant. Nach einigem hin und her gehen wir doch dort rein, vor allem weil wir nichts angenehmeres mehr finden und es langsam spät wird. Wir ordern Lassi, Naan, und Hühnchen und sind angenehm überrascht. Alles schmeckt gut, wird ansehnlich präsentiert und ist ausserdem noch spottbillig.

In der Nacht haben wir zum erstenmal die Klimaanlage durchlaufen lassen, erstens weil es sehr schnell wieder warm wurde im Zimmer - war eigentlich klar, da die Balkontüren nur durch Läden aber nicht durch Fenster geschlossen wurden - und ausserdem ein paar Mücken anfingen an uns rumzuknabbern... Mit Klimaanlage geben die sehr bald Ruhe.

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem eher einfachen Frühstück (Kaffee, Eier, Toast, Orangenmarmelade) in die Stadt. Man hätte natürlich auch was asiatisches wie gebratene Nudeln oder Reis oder ähnliches ordern konnen, aber wir bleiben lieber beim westlichen Frühstück, auch wenn die Auswahl eher gering ist.

Wir wollem zum Georgetown Heritage Trust, einer staatlichen Einrichtung die Führungen durch das historische Georgetown anbietet. Der soll in der Church Street sein. Der Fahrer vom im Hotel ansässigen Limoservice gibt vor, zu wissen wo das ist, versucht aber immer wieder uns an der St. George Church abzuladen. Erst ein Rikschafahrer klärt ihn auf, dass es den englischen Namen wohl nicht (mehr) gibt , die Straße heißt Lebuh Gereja. Dort endlich angekommen erfahren wir von der netten Dame, dass es sich dabei erstens um Führungen zu Fuß handelt, dass sie ziemlich teuer sind und eigentlich erst morgen um 9:00 wieder losgehen. Man könnte für uns speziell einen Guide organisieren, aber das würde noch teurer. Wir gehen also lieber zu Fuß los.

Und so beginnt ein richtig langer Fußmarsch durch Georgetown. Im Rückblick müssen wir eigentlich vor uns selbst den Hut ziehen, denn wir laufen so ziemlich den ganzen Altstadt-Treck der Tempel und Sehenswürdigkeiten ab, die die Reiseführer  so vorschlagen: Beginnend am Fort Cornwallis, über die Townhall und weitere Gebäude aus der Kolonialzeit, dann über die Cathedral Church of the Assumption, die leider in Gerüste gehüllt war, in die Straße Kapitan Keilin. Der Marco Polo nennt sie die Straße der Harmonie, weil wir hier neben der Christlichen Kirche, die muslimische Staatsmoschee, je einen großen hinduistsichen, buddhistischen und einen chinesichen Tempel einträchtig nebeneinander finden.
Nach etlichen weiteren indischen und chinesischen Tempeln und einem großen chinesischen Clan Komplex,dem Kongsi Koon (der nimmt einen ganzen Block ein und beherbergt ca 60 Geschäfte, eine Bühne für chinesische Oper und einen Tempel) und einem ziemlichen Zickzack durch die Altstadt sind wieder am Hafen und machen Pause am Pier. Mitlerweile sind über 4 Stunden vergangen und das bei mehr als 30 Grad im Schatten von dem es aber nur wenig gibt.

Danach geht es dann mit dem Taxi zum Komtar, dem Shopping-Tempel von Georgetown. Ein Traum für Frauen - jedes 3. Geschäft verkauft Schuhe und dabei gefühlte 10 verschiedene Paar Herrenschuhe und mindestens 1000 Paar Damenschuhe. Bärbel ist hin und weg. Wir müssen in jedes rein (auch weil wir für Wolfgang was suchen).

Abends dann wollen wir zu einer weiteren Restaurantempfehlung, dem Dragon King, dass angeblich besonders gute Nonya Küche bietet, ein malayischer Mix aus chinesischer und Thailändischer Küche mit lokalen Gewürzen. Der erste Taxifahrer bringt uns zur falschen Straße, insgesamt hat man den Eindruck, dass die Fahrer allzuleicht versuchen ihre eigenen Wunschvorstellungen (sprich Straßen, die sie kennen) in die Zielfindung einzubauen. Der zweite Taxifahrer, ein Chinese,  findet zwar die Straße , aber das Lokal gibt es dort nicht mehr. Ihn fragen wir dann nach einem Lokal mit Nonya Küche. Er sagt er kennt eines und bringt uns dann ganz in die Nähre unseres Hotels - ca 500m - und zu einem Lokal das Nonya Baba heißt, früher bekannt als  "Dragon King"! Eine Stunde rumgefahren und wir sind in dem Lokal,in das wir ohnehin wollten und das ganz in der Nähe des Hotels - na super!. Das Essen ist wirklich gut, ganz anders gewürzt als man es von Chinesen, Indern oder Thailändern gewohnt ist. Sehr zu empfehlen, Nonya Baba in der Nagore Street!

Für den nächsten Morgen haben wir uns 3 Tempel im "Umland" von Georgetown und den Botanischen Garten vorgenommen und vorsorglich über das Hotel ein Taxi auf Zeit gebucht. Für ca 6€ die Stunde, bekommen wir eine geräümige chinesiche Familienlimousine der oberen Mittelklasse mit Fahrer....

Das mit dem Umland ist allerdings brutal übertrieben. Nach ca. 3km Weg vom Hotel haben wir die ersten beiden Tempel schon erreicht. Und die beiden liegen auch nicht wirklich auseinander, sondern direkt gegenüber an ein und derselben Straße!
Der erste ist ein indischer, budhhistischer Tempel, ziemlich neu und sehr schön mit riesiger liegender Buddha Statue und der zweite ist ein Burmesischer, auch buddhistischer Tempel mit eigener Klosteranlage und Garten und wir sehen zum erstenmal auch buddhistische Mönche. Nach ca. einer Stunde geht es weiter zum 3. Tempel, dem Kek Lok Si.
Dem Namen nach erwarteten wir nun einen chinesichen Tempel, aber es war wieder ein budhhistischer Tempel, diesmal eine riesige Anlage mit eigenem Kloster, mehreren Tempeln einer 7-stöckigen Pagode und einer 30m hohen Bronzestatue einer Göttin. Hier wird nicht gerade gespart mit Glanz! Ausserdem liegt er auf halber Höhe des Penang Hill mit guter Aussicht auf Georgetown. Fast 2 Stunden vergehen bis wir durch sind. Danach geht es dafür im botanischen Garten sehr schnell. Nicht viel lohnenswertes zum ansehen, wenn man, wie wir, schon mehrmals im Dschungel war (Angeber!).

Dann geht es zurück in die Stadt. Da wir früh dran sind, entscheiden wir uns, die Blue Mansion anzuschauen, die Villa eines der reichsten Chinesen um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Wir schaffen es gerade noch zum Beginn der Führung und bekommen eine Einführung in das Feng Shui. Feng bedeutet Wind und symbolisiert die Energie, die von aussen in das Haus gelangen soll, Shui bedeutet Wasser und symbolisiert den Wohlstand (die höchste der Segnungen eines Chinesen!). Dementsprenchend muss ein gutes chinesisches Haus auf einen Hang (= Rücken des Drachen = immer im Wind) gebaut werden. Am flachen Stadtrand tun es dann auch mal 6 inches Gefälle, um einen Hang darzustellen (ganz schön spitzfindig die Chinesen), jedenfalls ist der innere Bereich des Hause um genau diese 6 inches Höher als der Eingang. Der Innenhof enthält eine Vertiefung in der alles Regenwasser, sowohl was direkt hineinfällt, als auch was von den Dächern kommt eingefangen wird. Der Wohlstand kommt rauschend und vielfältig von aussen in das Haus, bewegt (und vermehrt) sich im Innenhof und wird dann zielgerichtet und langsam wider abegleitet in dem er das Haus kühlt. Sehr schön sind die chinesischen Wandskulpturen, die wie Mosaike aus farbigen Scherben von Porzellanschüsseln hergestellt werden. Heute wird in der Mansion auch ein Hotel betrieben. Wir schauen uns an und denken, das hätten wir buchen sollen.

Danach geht es weiter mit noch aktuellen chinesischen Strukturen, den Clan-Piers. Es sind insgesamt 7 solcher Piers am Hafen von Georgetown, die sich auf Stelzen in den Hafen hineinstrecken und jeweils eine enge Gasse von Holzstegen bilden an deren Ende ein kleiner Tempel steht und die Boote des Clans anlegen. Wir sehen zum Teil armselige Hütten, aber auch größere, gut eingerichtete Wohnungen auf diesen Piers. Am Ende eines jeden Piers steht ein Tempel.

Am Abend geht dann unsere Restaurant Odysee auf Penang weiter. Wieder suchen wir ein bestimmtes Restaurant. Obwohl es Edelweis heisst, bietet es neben bayrisch anmutenden Gerichten mit Wurst und ähnlichem auch gute lokale Kost. Wir hatten es schon auf unserem Fußmarsch gesehen, finden es auf Anhieb, setzen uns, bestellen und hören, dass es an diesem Abend leider kein einziges der lokalen Gerichte mehr gibt, weil die Küche um 9:00 uhr Abends keinen neuen Reis mehr kocht(!). Also gehen wir wieder und suchen unsere 2. Wahl, das Hong Kong in der Cintra Straße. Natürlich gibt es das nicht mehr.... Zu guter letzt landen wir also wieder im Restoran Kapitan, wie am ersten Abend in Georgetown. Irgendwie schließt sich so der Kreis aber auch.

Am nächsten Morgen heißt es dann wieder um 6:30 aufstehen zur Weiterreise hin zur letzten Station Langkawi.

Fotos

Cameron Highlands

Geschrieben am 3.09.2010 um 12:58
Ist das Urlaub? Um 6:30 klingelt der Wecker wieder mal in aller Herrgotts Frühe! Um 7 Uhr sind wir 'checked out' und beim Frühstück, um 7:40 am Landesteg zum Übersetzen über den Fluß, um dann den Hügel hinaufzugehen zur einzigen Bushaltestelle des Village. Das war natürlich alles vorher genauestens geplant und am Vortag auch abgelaufen, damit auch ja nix schiefgeht. Tatsächlich, wir sind wie geplant, genau um 8:00 oben an der Haltestelle. Ungeplant war aber, dass wir schon wieder nass geschwitzt sind.

Der Bus kommt und es geht eine gute Stunde an verschiedenen ****enplantagen vorbei nach Ternagut dem ersten Umschlagplatz. Die nördlichen Ziele (Cameron Highlands, Perhentian ******s) werden von den südlichen (KL, Pankor) getrennt, Dann geht es nach ca 1 Std Aufenthalt weiter.                                                             

Nach ca. 3 weiteren Stunden im bequemen Reisebus kommen wir zur Lunchpause und hier werden wir weiter aufgeteilt. Wir sind mit 10 Passagieren nebst Gepäck in einen Kleinbus gezwängt. Es geht ziemlich eng zu und der Fahrer hat vor den Rekord zu brechen. Regelmäßig schlagen die Stoßfänger durch und wir sind ziemlich gerädert als wir nach weiteren ca 2 Stunden gegen 4 Uhr Nachmittags, pünktlich zur Tea-Time in Ye Old Smokehouse ankommen, unserem Hotel.

YE Old Smokehouse, der Reiseführer stellt es als eine Attraktion der Highlands vor und tatsächlich sehen wir am zweiten Morgen 2 Reisebusse voll mit Japanern, die mit Kameras bewaffnet in die kleine Straße einfallen und das Hotel von allen Seiten fotografieren wollen. Aber der Reihe nach. Wir werden erst mal gebeten, uns zu setzen und einen Tee oder Kaffee zu trinken auf Kosten des Hauses. Very British, obwohl das Hotel von Asiaten betrieben wird. Das Haus ist mehr als 150 Jahre alt, ein weiß getünchter Ziegelbau mit Fachwerk und Butzenfenstern, jeder Menge Ritzen, altem Glanz und alles sehr ruhig und gediegen. Das Zimmer ist eigentlich eine Suite mit Wohnzimmer, Fernseher, Internet und
Himmelbett. Ein Traum. Ein weiterer Traum ist der Garten. Blumen über Blumen und sogar mehr Topfpflanzen als Erika zu Hause hat (ein Insider für die Knobloch Familie). Wolfgang fühlt sich gleich pudelwohl. Hier ist es richtig schön!

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, gehen wir in die Stadt, Tanah Rata. Das sah auf dem Plan kürzer aus als in der Realität. Aber in ca 1600 m Höhe, und bei ca 18 Grad nach einem Schauer und nach mehr als 6 Stunden Fahrt tut uns der kleine Spaziergang von ca 30 Minuten richtig gut. Nur der Weg lohnt sich eigentlich nicht. Tana Ratah ist definitiv keine Reise wert und bietet dem Auge eigentlich nichts Erbauliches. 2 Kleine Straßen mit Geschäften und Restaurants die auf uns nicht einladend wirken und ein kleiner Markt mit Gemüse und Fischständen.                                     

Da wir eigentlich nicht vorhatten Englisch zu essen, wollten wir uns hier ein Restaurant suchen. Unsere Reisegesellschaft empfiehlt Steamboat bei einem bestimmten Chinesen. Steamboat ist eine Art chinesisches Fondue mit einer Brühe und eigentlich sehr zu empfehlen, aber nach einem Blick in den Laden haben wir keine Lust mehr dort zu Essen.

Wolfgang hatte ein anderes Restaurant gesehen, das einladender wirkt und auch Steamboat anbietet. Es ist aber noch zu früh zum Abendessen. Aus Langeweile und weil es wirklich nichts schönes zu sehen gibt gehen wir in einen Starbucks und trinken einen Kaffee. Danach geht es zurück in dieses Lokal, Wir bekommen einen Tisch im Obergeschoß außen auf der Veranda. Gnädigerweise ist es schon dunkel and vieles von Tanah Rata ist jetzt nicht mehr zu sehen. Einige bunte Lichter machen es sogar ganz nett jetzt. Das Steamboat ist sehr gut und wir beschließen den gleichen Tisch für morgen wieder zu bestellen.

Zurück nach Hause geht es mit dem Taxi. Auch hier ein absoluter Volltreffer. Der Fahrer des Wagens vorne in der Reihe ist nicht aufzufinden also nimmt uns ein alter Mann mit zu seinem Wagen. Ein alter Benz, E-Klasse. Wolfang sagt noch " der sieht aus wie aus den 60ern" und schon sitzen wir drin. Der Alte fragt wohin, wir sagen es ihm und er ist froh das es nah ist, weil er nicht mehr weit fahren will in seinem Alter. Er hustet und lacht so heißer wie wir noch keinen haben lachen hören. Wolfgang fragt nach dem Alter des Wagens. Der Alte meint 45 Jahre, also Baujahr 1965. Keine Kopfstützen, keine Sicherheitsgurte aber gepflegt und sehr sauber. Einfach Klasse. Der Wagen sei seine rechte Hand sagt er, er fahre ihn seit mehr als 20 Jahren, nur die Ersazteile seien schwer zu bekommen. Viel leiser und besser sei er als die japanischen Klaspperkisten der anderen. Als er hört dass wir aus Deutschland sind, lacht er noch heißerer als vorher. Klar dass wir zum Abschied ein Bild haben müssen.

Am nächsten Tag steht ein Dschungeltrip auf dem Programm. Ziel ist die größte Blume der Welt, die Rafflesia. Was wir nicht wissen, ist dass wir runter müssen auf 800m Höhe und dann rein in den feuchten Dschungel. Die Fahrt erfolgt in einem Geländewagen auf der Pritsche. Zunächst geht es auf Straßen ca 30 Minuten runter von der Höhe dann ca weiter 20 Minuten über eine Urwald- und Schlammpiste mit zum Teil 50cm tiefen Fahrspuren. Einmal muss der eingeborene Führer den wir unterwegs aufgabeln, absteigen und einen umgekippten Bambusbaum mit der Machete beiseieträumen damit wir durchkommen. Immerhin mussten wir nicht absteigen und schieben...
Schließlich geht es zu Fuss über einen Trampelpfad weiter. das macht richtig Spass. Der Weg ist wirklich nur ein Pfad und man fühlt sich viel mehr im Dschungel als auf den breiten Pfaden durch den Taman Negara. Natürlich sehen wir auch die Blume, die eigentlich ein Pilz ist und fotografieren sie. Aber der Weg dahin ist das eigentlich Schöne daran. Auf dem Rückweg geht es noch an einen kleine Wasserfall vorbei.

Auf der Rückfahrt wird bei einem Orang Asli Dorf halt gemacht und es gibt die obligatorische Vorführung von Blasrohrschießen. Diesmal drängt sich Bärbel sogar vor und triftt exakt die Mitte. Wieder besser als Wolfgang! Im Unterschied zu dem Dorf in Taman Negara sind die Bewohner deutlich näher an der Zivilisation. Sie bekommen wasser und Elektrizität vom Staat gestellt und ihre Kinder gehen in einer nahe gelegenen Schule zum Unterricht, meistens bis sie 12 sind, wird uns erzählt. Einige besitzen Mopeds und die Häuser sind zum Teil mit Bretter gebaut, nicht mehr nur aus Bambus.

Auf dem Heimweg in die Highlands fallen uns dann die Gewächshäuser auf, die mehr und mehr Landschaft einnehmen und in denen bevrozugt Europäisches angebaut wird: Tomaten, Salate, Gemüse, Schnittblumen und Erdbeeren, eine richtige Agrarindustrie, die hier entstanden ist. Diese hier exotischen Gemüse und Pflanzen sind aber eine Attraktion für die Einheimischen aus den tieferen Gebieten Malaysias, wie man an einigen kitschigen Touristenständen mit jeder Menge Erdbeerluftballons erkennen kann.

Am 3. Tag machen wir dann eine Tour in den Feuchtwald auf ca 2000m Höhe und dann in eine Teeplantage. Aber auch hier zunächst der Weg in eine Orang Asli Siedlung und wieder ist sie näher an der Zivilisation als die vorige. Diesmal ist es ein ziemlich großes Dorf am Rand von Tanah Rata mit vom Staat bezahlten Häusern. Der Staat unterstützt die Bewohner auch bei der Jobsuche, teilweise zumindest mit Erfolg, wie man an einigen Autos festellen kann. Trotzdem berichtet der Führer, dass die erste Generaton von Bewohnern oft wieder in den Dschungel zurückgeht, wenn Ihre Kinder erwachsen sind. Sie wollen den Kindern ein besseres Leben ermöglichen, möchten selber aber wieder zurück. Auf die Unterschiede der Nähe zur Zivilisation angesprochen, meint unser Guide, dass in den Highlands das Überleben im Dschungel nicht mehr möglich sei,da wegen der Geräusche der umliegenden Agrarbetriebe die Tierwelt immer weiter zurückgedrängt wird im Dschungel und die Jagd damit nicht erfolgreich genug für die Orang Asli ist. 
 
Danach geht es weiter den Berg hinauf und kurz vor der Kuppe halten wir an, um uns ca 100m weit in den Dschungel hineinzubewegen. Dieser Weg verläuft allerdings nicht auf dem Boden sondern auf dem 'lower canopy', der unteren Krone, die von Ästen und Kompost gebildet wird und zum Teil mehrere Meter über der Erde verläuft. Wir steigen also ein in diesen matschigen Pfad und haben wieder ein sehr beeindruckendes Naturlerlebnis, so irgendwie zwischen Erde und Baumwipfel und mit einigen launigen Kommentaren unseres Guides über den Nutzen von Pflanzen und Blättern des Waldes und ziemlich schmutzigen Schuhen.

Der abschließende Besuch der Teeplantage erinnert uns dann an die Weinberge in Deustchland, wie sie sich den Formen der Hügel anpassen und sie verkleiden. Wir lernen, den Unterschied zwischen Flavoury Pekoe und Orange Pekoe kennen und dass wir Europäer in unseren Teebeuteln ja nur die aufgekehrten Reste der Tees, den Tea-Dust, trinken. Gottseidank sind wir keine Teetrinker! Dafür haben wir uns aber dann im Center mit richtigem Tee eingedeckt und der Guide nickt zustimmend,
dass wir richtig gewählt haben...

Das war es dann auch fast mit den Highlands. Bevor wir um 15:30 abgeholt werden um nach Penang zu fahren, genehmigen wir uns aber noch einen letzten British Afternoon Tea im Garten des Old Smokehouse.

Farewell, Highlands, das war beindruckender als wir gedacht hatten!

Fotos

Taman Negara - Dschungel National Park

Geschrieben am 29.08.2010 um 05:18
Schon wieder nicht ausschlafen! Um 7:30 zum Frühstück, ab 8 Uhr am Treffprunkt Hotelrezeption. Der Wagen kommt  zeitig und los geht es im Minibus nach Taman Negara!

Nix da, erst mal umsteigen in KL in einen großen, komfortablen Reisebus und dann geht es viel bequemer weiter. Ca 2,5 Stunden dauert die Fahrt Terangut, dort gibt es an einem NKS Cafe ca 1,5 Std Aufenthalt und Lunch bis zur Weiterfahrt an die Bootsanlegestelle.

Das Boot! Ein langes Dschungelboot mit Außenborder. ca 10 m lang,  1,5 m breit, 30 cm Tiefgang und maximal 20 cm Bordwand über Wasser. Wir sitzen auf Kissen, das Gepäck wird vorn im Boot aufgestapelt und los geht´s. Die Art und Weise wie gefahren wird sagt uns dass der Fluss nicht allzuviel Tiefe hat. Immer wieder wird die Seite gewechselt oder langsam über einige Welen gefahren. Nach einigen Minuten wächst das Vertrauen und wir schauen uns die Landschaft an.

Mit der Zeit werden die Bäume am Ufer höher und der Wald wird dichter, wir scheinen im Dschunge angekommen zu sein. Es ist warm, aber durch den Fahrtwind angenehm. Der Wald wird dichter und dunkler scheint über das Ufer hinaus in den Fluss zu drängen. Allerdings sehen wir ausser ein paar kleinen Vögeln keinerlei Tiere. Da! ist das etwa ein Krokodil? Nein leider nur ein Stück Treibholz das uns narrt.  Endlich sehen wir tatsächlich kurz einen Kopf aus dem Wasser ragen, ist es ein Otter oder einen kleines Krokodil? Es geht zu schnell, wir können uns nicht einigen. Das war es aber schon mit der Tierwelt. Trotzdem ist die Fahrt schon eine Erlebnis an sich und keineswegs langweilig.

Nach ziemlich genau 3 Stunden kommen wir an und machen am einem schwimmenden Restaurnt fest, das gleichzeitig auch die Zentrale von NKS in Taman Negara ist. Wir wollen gleich noch die Aktivitäten buchen, die wir uns vorgenommen haben. Leider werden sowohl der Besuch der Fledermaushöhlen noch die nächtliche Bootsfahrt angeboten. Die Höhle ist gerade wegen Steinschlag gesperrt und der Fluß hat nicht genug wasser um nahe genug am Ufer zu fahren und Tiere bei der Tränke zu beobachten, wäre also unsinnig. Wir buchen also nur den Canopy Walk im Dschungel und den Besuch der Orang Asli Siedlung.

Die schwimmenden Restaurants am Ufer machen allesamt keinen sehr stimmungsvollen Eindruck, deshalb sind wird uns gleich einig in der Anlage zu essen, sobald wir dort ankommen. Gleich neben der Rezeption stehen zwei Internet Terminals auf denen wir mitten aus dem Dschungel heraus den ersten Blog schicken wollen, den Wolfgang während der Fahrt geschrieben hat. Wir ziehen in unser Chalet ein und geniessen den späten Nachmittag auf der Terrrasse mit Lesen.

Beim Abendessen erlebt Wolfgang, dass nicht jedes lange schmale und grünes Gemüse auch eine Bohne sein muss, nur weil es in einer Suppe schwimmt. Der Nachbartisch sieht belustigt zu wie sich Wolgang die Tränen aus dem dem  Gesicht wischt... Mann war das scharf!

Am nächsten Morgen wird es wieder hart für Wolfgang. Die Canopy Walk Tour ist eignetlich nur ca. 3,5km lang und hat auch nicht viele Höhenmeter, aber Wolfgang zeigt allen wie man richtig schwitzt, allerdings ist es wirklich heiß und schwül,so dass sogar Bärbel mal ein paar Schweißtropfen produziert. Die Pflanzenwelt ist schon beindruckend im Urwald, die Hohen Bäume die Lianen etc, allerdings sind keine Tiere zu sehen ausser ein paar Insekten, Der Wald scheint so gut wie ausgestorben.

Der Canopy Walk durch die Baumkronen ist tatsächlich ziemlich hoch, aber nicht wirklich schwer oder lang und wirkt insgesamt vertrauenswürdig. Sowohl Bärbel als auch Wolfgang haben beide keine Probleme damit.

Am Nachmittag haben wir uns dann Ausspannen gegönnt, ein sogenanntes Rafting durch Stromschnellen (Rapid Shooting). Allerdings fahren wir mit den normalen Holzbretter-Dschungelbooten, da sind echte, felsige Stromschnellen natürlich tabu. aber der junge Mann am Ruder zeigt wie gut man die Dinger in die Wellen kippen kann und damit sicherstellt, das wirklich alle bis auf die Haut durchnässt sind. Insgesamt kein großes Abenteur aber dafür ein ziemlicher Spass mit viel Gelächter und abschließendem Baden im Fluss.

Der nächste Tag bietet endlich mal Ausschlafen in diesem Urlaub. Wir gehen erst um 9:30 zum Frühstück und gehen den Tag ganz gemütlich an. Ein kurzer eigenständiger Ausflug in den Wald, wir sehen sogar ein paar Schmetterlinge und eine Echse. Am Nachmittag dann der Besuch im Orang Asli Dorf, einem Stamm der immer noch ziemlich nah an der ursprünglichen Lebensweise leben soll. Nun ja, so ganz kann man das nicht glauben, wenn der junge Mann zwar mit Rattan und Bambus Feuer macht, aber dabei irgendein Fake-Label T-Shirt trägt. Auffallend ist allerdings, dass sie gar nicht mit uns Touristen reden und eigentlich nur mit unseren Reiseführern kommunizieren und selbst das meistens stumm. Bärbel und ich kommen uns irgendwie umpassend vor und vermeiden es die Menschen zu fotografieren. So richtig wohl fühlen wir uns nicht. Aber beim Blasrohrschießen sind wir dabei, treffen beide die Scheibe, Baerbel hat dabei den besseren Schuß gesetzt. 

Danach geht es wieder in Richtung Anlage, packen, Abendessen und Wecker stellen für die nächste Frühschicht, 6:15 Uhr Aufstehen und fertig machen zur Abreise. Es stehen uns 6 Stunden Fahrt zu den Cameron Highlands bevor. Doch dann kommt endlich Leben in die Bude. Eine Horde Affen fällt an diesem Nachmittag dann noch in die Annlage ein und sorgt für Stimmung. Es ist klar dass sie bereits sehr an Menschen gewöhnt sind, sie bewegen sich ohne jede Scheu und schmeissen munter Früchte von den Bäumen um die harten Schalen zu knacken. Als wir 2 Stunden später im Dunkeln zur Abendessen gehen, begegnen wir dann noch 3 Wildschweinen, die von diesen Früchten angelockt bis in das Anlage kamen, um die Reste zu fressen.  Damit wurde die Tiersichtungsquote gerade so noch erfüllt!

Fotos

Kuala Lumpur

Geschrieben am 26.08.2010 um 03:46
Kuala Lumpur

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Dienstag morgen 6 Uhr, Ankunft in Malaysia: Beide sind wir wir ziemlich groggy. Abholen am Flughafen funtioniert gut und kanpp eine Stunde später sind wir im Hotel. Das Zimmer ist wirklich schön und sauber. Erst mal hinlegen und die Beine ausstrecken nach den 11 Stunden sitzen im Flieger. Aufpassen: nur nicht einschlafen!

Um ca. 10 Uhr morgens geht es dann zu einem ersten Spaziergang in die Stadt. Wir laufen in Richtung der Petronas Towers und kommen nach einigen Zickzack-Bewegungen dort auch an. Leider gibt es schon keine Karten mehr für heute. Also morgen früh aufstehen und Karten besorgen. Direkt neben den Twin Towers und ihrer riesigen Shopping Mall ist ein schöner Park mit künstlichem See und Wasserspielen. Leider wird der See gerade gereinigt - also keine Fontänen.

Zurück zum Hotel, weil direkt davor eine hop-on hop-off Busshaltestelle ist. Dazwischen eine erste asiatische Mahlzeit in einer Shopping Mall auf dem Weg. Wir laufen wieder damit wir uns besser an die Zeit anpassen und weil wir noch nicht wissen wie billig die Taxis sind.

Nachmittags dann in den Bus. Eigentlich hop-on und hop-off aber wir wollen nur noch einfach ausruhen und nutzen die Fahrt als Stadtrundfahrt. KL ist jung - ca 150 Jahre sind sehr wenig für eine Millionenstadt. Entsprechend jung sind demnach auch die Sehenswürdigkeiten. Aus dem Bus heraus ist vieles nicht so gut zu sehen, weil die meisten Tempel versteckt in den Gassen liegen und die paar über 100 Jahre alten Gebäude der Stadt gegenüber den neuen meist mehrstöckigen Gebäude einfach nicht auffallen. Insgesamt ist die Stadt nicht besonders aufregend oder schön. Entsprechend nicken wir beide mehrmals ein und laufen Gefahr richtig fest einzuschlafen. Zu guter Letzt steigen wir doch mal aus und zwar am KL Tower, dem Fernsehturm, um uns die Stadt von oben anzusehen. Der Ausblick lohnt sich obwohl die Sicht heute etwas trübe ist.

Mit dem letzten Bus des Tages geht es zurück zum Hotel. Es ist Ramamdan und daher ist um 6 Uhr abends Schluß mit Bus. Im Hotel geht es - richtig - erst mal wieder ins Bett ein halbes Stündchen dösen.

Abends dann nach Chinatown, Taxi kostet nur 2€ dahin! Central Market und die Stände darin und rundherum sind eigentlich langweilig - scheint alles irgendwie nur Ramschware zu sein. Also Suche nach einer Essgelegenheit. Nicht so einfach, für Europäer wirken die meisten Lokale nicht gerade einladend, sowohl optisch als auch vom Geruch her....
Endlich drückt uns eine resolute stämmige Chinesin freundlich aber bestimmt ihre Speiskarte in die Hand und weil sie Tischdecken hat und der Laden gut besucht ist setzen wir uns auch hin. Gute Wahl! Bier gibt es Soderangebot und die Speisen sind auch lecker. Wir bestellen ein paar kleinere Sachen mit Seafood, essen gemütlich und schauen uns das Treiben an. Ein sehr schöner Abend.

Mittwoch morgen: Geschlafen wie zwei Steine aber der Wecker klingelt gnadenlos um 7:30. So ganz will man das nicht glauben, aber es ist tatsächlich schon hell draussen. Der Frühstücksram ist enttäuschend, weil in einem Konferenzraum, ohne fenster. Der eigentliche Raum scheint renoviert zu werden. Das Frühstück ist in Ordnung, nicht asiatisch sondern eher international mit Flakes, Eierspeisen, gebackenen Kartoffeln, Toast, Wurst, Käse, Croissonts und Muffins.

Mit dem Taxi geht es dann zu den Twin Towers und wir bekommen tatsächlich Karten für 16:15 Uhr. Der Taxifahrer, bei dem wir einsteigen, schlägt uns vor statt dem Chinesischen Tempel den wir uns ansehen wollten zunächst den "schönsten indidschen Tempel von Malaysia" anzufahren. Ist natürlich weiter weg und teuer aber wir lassen uns überreden. Er bringt uns tatsächlich zu den Höhlen von Cuta Baru wo der Tempel in eine der großen Tropfsteinhöhle hineingebaut ist, eines der größten Heiligtümer der Hindus in Malaysia.Davor steht eine riesige Statue, sind 260 Stufen nach oben zu steigen und eine tollt eine Horde Affen, die beim Aufstieg keine Langeweile aufkommen lassen. Oben angekommen bietet uns einer der ansässigen Händler an, Fotos mit seinen Tieren zu machen.

Hallo Bernd: Die Kobra ist damit geliefert! Am Tiger arbeiten wir noch. Der Plan ist, dass Bärbel diesen reiten wird....

Die Tempelanlage ist weniger spektakulär und in der Höhle ziemlich verteilt. Insgesamt wirkt alles weniger religiös und besinnlich als wir christlich geprägten Europäer uns das so vorstellen. Beobachtet man jedoch einige Inder bei religiösen Ritualen, dann sieht es zumindest für uns so aus, dass sie trotz des doch ziemlich weltlichen Treibens ausserhalb der eigentlichen kleinen Tempel mit mehr Ernst bei der Sache sind, als man dies in deutschen Kirchen gemeinhin beobachtet.

Danach geht es zurück nach KL, zum Chinesischen Tempel - richtig Antik Baujahr 1988 -  aber schön und mit chinesischen Weisheiten für uns beide.... Dann zum Merdeka Square wo die Malaysische Unabhängigkeit am 31. August 1957 ausgerufen wurde. Der Unabhängigkeitstag wird jedes Jahr groß gefeiert und so sind überall in KL schon viele, zum Teil riesige Landesfahnen geflaggt. Nach einem Rundgang um den Platz geht es dann wieder nach Chinatown zum Mittagessen. Wieder ziemlich lecker, offenbar in einer Malayischen Resataurantkette, in der es auch eine Riesenauswahl an Kuchen gibt, u.a. auch Schwarzwälder Kirschtorte!

Nachmittags dann ein bisschen Shopping im Shopping Center unter den Tiwn Towers, allerdings ziemlich erfolglos, auch deshalb weil die Preise für Elektronik nicht so weit unter den deutschen sind, dass es sich lohnen würde hier etwas zu kaufen und bzgl Kleidung sind europäische Größen leider nur spärlich zu haben. Die Aussicht von der Brücke zwischen den Twin Towers ist aber toll, vor allen weil sie einen sehr weites Blickfeld ermöglichen aber auch weil Sicht heute besser ist. Die Towers sind eindeutig das Beeindruckenste, was KL zu bieten hat, und eines ist ganz klar: wir müssen sie heute bei Nacht fotografieren!

Das gelingt dann auch von einer Brücke in Little India - leider sind wir diesmal dort nicht erfolgreich mit dem Finden eines Restaurants. Deshalb besuchen wir ein Restaurant in der Nähe unseres Hotels, an dem wir schon ein paar mal vorbei kamen, sogar mit Blick auf die Towers. Wieder sehr leckeres Essen.

Größtes Manko in KL: kein Internet. Im Hotel gibt es zwar ein loakles Netz, aber der Zugang ins Internet ist so langsam dass nichts geht. Im Restaurant gibt es auch Wifi. Aber hier haben wir wieder Pech: Der Zugangt ist zwar da, aber die PIN die per SMS kommen soll, kommt nicht an, weil wir keinen MObilfunkemofang haben. So ein Mist!

Naja vielliecht haben wir ja im Dschungel mehr Glück mit dem Netzwerk.

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