Reiseblog ist vollständig und mit Bilder unterlegt
Geschrieben am 6 May 2010 um 13:30
So nun ist es fertig, das Reisetagebuch. Wir hoffen es gefällt Euch. Wir haben eine kleine Auswahl an Bildern beigefügt. Diese sind auf der Startseite, in der Leiste rechts unter "Foto Album" abgelegt. Unter "Archiv" sind die einzelnen Reiseberichte abrufbar. Wem es gefällt oder nicht, kann unter dem Button "Kommentare, klicken Sie hier um zu reagieren", welcher unter jedem Bericht verfügbar ist, draufdrücken und seinen "Senf" dazu abgeben. Es würde uns freuen, wenn wir auf dieser Seite ein paar Feedbacks bekämen.
Hier nochmal der Link zur Website:
http://reiseblog.erlebe-fernreisen.de/Pitufo
LG
Petra & Knut
La Habana und schon wieder zu Hause
Geschrieben am 5 May 2010 um 19:23
Nachtrag zu unserem letzten Tag auf Kuba mit Besichtigung von Havanna:
Am 02.05.2010 war es dann so weit. Wir müssen abreisen. Um 08:30 Uhr Transfer zum Nachbar - Cayo, dem Cayo de las Brujas (Cayo der Hexen). Hier gibt es einen kleinen Flugplatz, wo unser Inlandsflug nach Havanna abging. Wir waren eine handvoll Passagiere, die in einer zweimotorigen Propellermaschine über die Cayos an der Küstelinie Kubas in geringer Höhe nach in 45 Minuten Havanna flogen. Die Landung war etwas holprig. Aber ansonsten war auch dies wieder ein kleines Erlebnis (besonders bei meiner Flugangst).
In Havanna hatten wir wieder eine Übernachtung in dem H o t e l , wo wir bei unserer Ankunft auch untergebracht waren. Hier haben wir die nähere Umgebung unseres H o t e l s erkundet und waren am Abend noch in einer Bar, wo wie fast überall eine Band spielte. Diese war sogar recht gut, da sie nicht nur, wie sonst alle anderen die typischen Klassiker, wie Guantanamera etc., spielte, sondern auch Jazz und uns bekannte Popsongs nur eben in kubanischer Version und auf spanisch.
Am 03.05. abends um 22:00 Uhr sollte unser Rückflug nach Frankfurt gehen, so dass wir noch den ganzen Tag in Havanna hatten.
Da wir ja zu Anfang einen Tag, wegen des Flugverbots verloren hatten, wurde die gebuchte Stadtrundfahrt in einem amerikanischen "Coche Clasico" heute nachgeholt. Wir wurden von einem deutschsprachigen kubanischen Reisleiter am H o t e l abgeholt und zu einem rosaroten Chevrolet Baujahr 1954 mit einem Fahrer, der aussah wie die einer der Bösen von Miami Vice, gebracht.
Diese 3-stündige Rundfahrt, nicht nur durch Alt-Havanna mit allen touristischen Sehenswürdigkeiten, sondern auch Stadtteilen, wo die Mehrzahl der Kubaner leben, nebst Besichtigung des Platzes der Revolution mit allen Regierungseinrichtungen, Parks und einer Rumfabrik mit Verkostung, können wir nur jedem Empfehlen, der mal Havanna besuchen sollte. Es ist schon ein anderes Feeling im Fond eines 54er Chevi zu sitzen (ohne Klimaanlage !!!) bei offenen Fenstern und nicht mit 35 anderen Touris in einem Doppelstockbus.
Unser Stadtführer, Ernesto, hat sich Zeit für uns genommen und uns auch Dinge erklärt die wir wissen wollten und auch andere Fragen beantwortet, die vielleicht nicht so im offiziellen Programm vorgesehen waren.
Kurz und gut. Es war noch einmal ein Höhepunkt unserer Reise, bevor wir nach Hause flogen.
Fazit zu Kuba:
Es ist natürlich ein etwas anderes Reiseland. Aber es ist kein typisches sozialistisches Land, so wie wir es aus Zeiten der DDR kennen. Wir fühlten uns zu keiner Zeit unsicher. Genausowenig fühlten wir uns zu keiner Zeit überwacht oder beobachtet (so wie es früher war, wenn man in die DDR reiste oder nur Transit nach West-Berlin). Alles wie wir es gebucht hatten, hat funktioniert und alles war bestens organisiert. Natürlich ist uns klar, dass es für uns Touristen anders ist, als für die kubanische Bevölkerung. Man kann aber nicht sagen, es sei ein Land der Dritten Welt. Ich habe schon mal Kenia und Namibia bereist und kann nur sagen, dass ich das als Dritte Welt bezeichnen würde und es dort das eine oder andere Mal Gelegenheiten gab, wo man sich unsicher fühlte.
Genausowenig wird man von den Menschen ständig belästig oder angebettelt (außer vielleicht an bestimmten Stellen in Trinidad und Havanna, wo viele Touristen sind), wie es ja schon in der Türkei (einem EU-Beitritskandidat) der Fall ist.
Es sind aber schon Tendenzen dahin zu erkennen. Wir können uns vortstellen, dass es in ein paar Jahren schon anders aussieht, wenn der Tourismus weiter voran schreitet (und Fidel nicht mehr aufpasst).
Wir sind nur einmal in eine Polizeikontrolle geraten, was korrekt ablief. Ich habe schon andere Erlebnisse in Österreich und Italien gehabt, wo ich bezahlen musste ohne das ich wusste wofür oder dass ich einen Beleg dafür bekam.
Für Urlauber, die nur an den Strand möchten und mit einem All-Inclusive H o t e l ohne Kontakt zu Land und Leute zufrieden sind, ist Kuba ohnehin schon die schönere und preiswertere Variante zur Dom Rep. Für Taucher ist Kuba sowieso ein HotSpot.
Wenn man sich ein wenig auf Kuba vorbereitet und einstellt, wird man nur positiv überrascht sein, so wie es uns erging. Wenn man sich auf Land und Leute einlässt, kann man ein wunderschönen und erlebnisreichen Urlaub erleben.
Man muss auch kein spanisch können. Fast überall wurde auch englisch gesprochen.
Ach ja, eine kleine Anekdote zum Thema Betteln:
Das einzige Mal wo Petra um Geld angebettelt wurde, war nach unserer Rückankunft am Flughafen Frankfurt, als ich das Auto aus dem Parkhaus holte. Willkommen in Deutschland.
Zu unserem Reiseveranstalter "erlebe-fernreisen.de" können wir sagen, dass alles super geklappt hat. Auch als der ursprüngliche Ablauf ein wenig umgestellt werden musste, aufgrund unseres späteren Abflugs. Alle betroffenen Partner vor Ort waren informiert, so dass alles wie geplant durchgeführt werden konnte.
Auch die Organisation vor Ort war ausgesprochen gut und pünktlich.
Alles super !!!
Über die Berge und durch den Nebel
Geschrieben am 5 May 2010 um 18:51
Nachtrag zum 26.04.2010:
Wie angekündigt hier noch mal eine kurze Ergänzung zu der Fahrt von Trinidad nach Santa Clara. Zur Erläuterunrung: Trinidad liegt fast an der Südküste von Kuba. Im Hinterland erstreckt sich ein Gebirge (die Topes de Collantes; ca. 1200 m). Man hätte also über die gut ausgebaute Landstrasse und später über die Autobahn nach Santa Clara fahren könne, was laut der Landkarte ein großer Umweg gewesen wäre, weil man hätte um das Gebirge herumfahren müssen. Laut Karte war der von uns gewählte Weg erheblich kürzer. Mir war schon klar, dass die Strasse etwas abenteuerlicher sein muss, da diese auf der Karte um einiges dünner und kurvenreicher (Serpentinen) eingezeichnet war. Darum hatte ich vor der Abfahrt unsere Vermieter der letzten Unterkunft über den Weg befragt. Er sagte mir, dass es kein Problem sei über die Berge zu fahren. Die Anstiege seien zwar etwas steil teilweise, aber mit unserem Wagen, sei das kein Problem. Auf meine Frage, ob die Strassen von dem Regen, der über Nacht in den Bergen war beeinträchtigt sein könnten, wurde uns gesagt, dass sei kein Problem. Die Wolken hängen zwar noch in den Bergen, aber hier regne es nicht so viel, wie wir es gewohnt seien aus Deutschland.
Nachdem wir uns noch mal in unserem Reiseführer schlau gemacht hatten, dort war nur beschrieben welch landschaftlich schöne Route dies sei und welche Naturschönheiten und Ausichtspunkte es auf dieser Strecke gibt, machten wir uns auf den Weg über die Topes de Collantes in Richtung Santa Clara.
Ach ja, ein kleiner Hinweis stand dann doch noch im Reiseführer. "Es gibt teilweise steile Teilstücke die man nur im ersten Gang bewältigen kann, was nur für geübte Fahrer geeignet sei". Dies hat mich nun wirklich nicht abgeschreckt.
Es lies sich auch ganz gemächlich an. Wir fuhren engen Haarnadelkurven an teilweise wirklich steilen Stellen stetig bergauf. Da hier so gut wie kein Auto uns entgegen kam waren die engen Serpentinen auch kein Problem.
Nur mit der angekündigten schönen Aussicht war leider nichts. Die Nacht hatte es geregnet und wir stießen recht früh in die Wolken, so dass neben dem Anstieg und den Kurven und der immer schlechter werdenden Strasse nun auch noch ein "Blindflug" durch den Nebel / die Wolken dazu kam.
Nachdem wir so etwa 10 km geschafft hatten und oben waren, fing es an. Wir fuhren auf einer Oberfläche, die man nicht mehr Strasse nennen konnte. Schlaglöcher waren so aneinander gereit und verstreut verteilt, dass ein umfahren der Löcher, ohne dass mindestens ein Rad durch ein Loch fahren musste, nicht möglich war. Es wurde sogar noch schlimmer. Die Löcher ereichten teilweise eine Größe und Tiefe, dass sie eher als kleine Krater bezeichnet werden sollten, durch die ich unseren SEAT bugsieren musste. Oder die Strasse war teilweise seitlich weggebrochen.
Also man kann sagen, wir waren das einzige Fahrzeug mit Touristenkennzeichen auf dieser Strecke, welches kein Jeep oder ähnliches "hochbeiniges", geländegängiges Allradfahrzeug war.
Nach einigen Schweißausbrüchen, ca. 50 km "Camel - Trophy - Feeling", freilaufenden Jungbullen, und zahllosen Kurven erreichten wir die Ebene auf der anderen Seite und das Wetter war auch wieder sonnig. Die restlichen 20 km nach Santa Clara waren ein Katzensprung durch die weite Ebene.
Die Gesamtstrecke betrug 78 km, für die wir etwa 4,5 Stunden brauchten.
Das Umfahren auf der alternativen Route um das Gebirge hätte etwa 2 Stunden gedauert.
In Santa Clara befand sich die Mietwagenstation, wo wir unser Auto abgeben mussten. Ich war froh es bis hierher ohne Reifenpanne, Achsbruch oder anderen Schäden geschafft zu haben. Nicht nur wegen der oben beschriebenen Strecke. In sämtlichen Reiseführen wird beschrieben, dass Kubaurlauber, die mit dem Mietwagen unterwegs sind, so gut wie nie ohne eine Reifenpanne durchkommen. Darauf konnten wir auch gut und gerne verzichten. Denn einen Reifenwechsel in der prallen Sonne wäre sicherlich nicht so prickelnd gewesen.
Wie gesagt waren wir von alledem verschont geblieben und die Rückgabe des Fahrzeuges verlief ebenfalls ohne Probleme. Man brachte uns von dort aus sogar noch zu unserer ca. 5 km entfernten Unterkunft.
Zu Santa Cara:
Das ist die Revolutionsstadt schlechthin. Hier hatte Che in einer entscheidenden Schlacht einen sogenannten Panzerzug mit Regierungssoldaten mit einem Bulldozer gerammt und zum entgleisen gebracht und gesiegt. Dieser Schauplatz der Ereignisse ist so erhalten geblieben.
Desweiteren steht hier auch das Che Guevara Mausoleum, auf einem riesigen Platz mit einer turmhohen Statue des Volkshelden. Wir wollten diese Stätte der Revolution besuchen. Als wir auf das Areal fuhren (es war bevor wir unseren Mietwagen abgegeben hatten), fanden wir keine Möglichkeit unser Auto in der Nähe zu parken, da alles voller Fahrzeuge und Menschen waren, die dort hingelangen wollten. Außerdem ist das alles dort ein Heiligtum. Sehr viele Organe der Inneren Sicherheit, sowohl uniformiert als auch in zivil. Es war fast überall Parkverbot und man fühlte sich ständig beobachtet.
Man kann zwar das Innere des Mausoleums besuchen, aber es herrscht absolutes Fotografierverbot. Sehr starke Personenkontrollen und ständige Beobachtung. Es ist sogar verboten sich dort Notizen zu machen. So fuhren wir nur daran vorbei und sahen die vielen Besucher (fast alles Kubaner, wie es schien). Es werden für Touristen geführte Besuchstouren mit Reisebussen angeboten, was wahrscheinlich die bessere Wahl ist. Laut unserem Reisführer befinden sich im Inneren des Mausoleums seit 17. Oktober 1997 die sterblichen Überreste des Volkshelden und 38 seiner Kampfgefährten.
Die langsame Vorbeifahrt auf diesem Gelände und die Athmospäre drum herum war auch schon beeindruckend.
Ihr könnt euch den Platz mit der Statue im Internet bestimmt irgendwo ansehen. Ein Foto aus dem Auto zu schießen, haben wir uns dann doch nicht getraut.
Außer den ganzen Che Gueavara Erinnerungsstätten, hat Santa Clara nicht viel zu bieten.
Cayo Santa Maria und betrunkene Kanadier
Geschrieben am 5 May 2010 um 18:49
Nachtrag zu unserem Aufenthalt auf Cayo Santa Maria vom 27.04. bis 02.05.10:
Wie bereits berichtet war dies der Ort, wo wir 5 Tage am Meer verbrachten. Neben der luxuriösen Unterkunft, war der Strand einfach beeindruckend. Es war so, wie man sich die Karibik vorstellt und dazu noch recht leer.
Hier ist in der Zeit nicht viel passiert, ausser dass wir uns einen Sonnenbrand geholt haben, an den Buffetes dick und rund gefressen haben und die Vorzüge der kubanischen Cocktailmixkunst in diesem AllInclusive Paradies ausgiebig genossen haben. Die Moskitos haben Petra den Aufenthalt etwas vermiest, da es kein Mittel gab, die Plagegeister von ihr fernzuhalten.
Wie gesagt, lag unsere Anlage auf einem der sogenannten Cayos (vorgelagerten Inseln, vergleichbar den Keys in Florida). Die Fahrt hier hin führte über einen 48 km langen Damm, der durch 48 Brücken durchbrochen ist, damit eine Wasseraustausch weiterhin stattfinden kann. Dadurch hat sich der artenreiche Fisch- und Vogelbestand zwischen den Cayos und dem Festland erhalten. Für diese Bauweise des Damms bekamen die Kubaner sogar einen Umweltpreis der UNO.
Auf dem Cayo Santa Maria befinden sich derzeit 5 solcher Hotelanlagen, ein weiteres wird derzeit noch gebaut. Ansonsten gibt es hier nichts. Braucht es auch nicht, denn diese H o t e l s bieten alles. Wenn man allerdings mal raus möchte um einen Ort zu besuchen oder den Kontakt zu Einheimischen sucht, wird es schwierig, man muss dann die 48 km zum Festland.
Aber die anwesenden Touristen wollen dies ja auch nicht. Es sind zu 95% Kanadier die mit dem Flugzeug hier landen in klimatisierten Bussen hierher gefahren werden und in der Ferienanlage durch die Animation bespaßt werden und dank AllInclusive den Alkohol in sich reinschütten.
Wobei man einen Unterschied zwischen Frankokanadier und Anglokanadier feststellen konnte (außer ihrer Sprache - französisch und englisch). Die französischen Kanadier benahmen sich bei weitem zivilisierter. Bei den anderen hatte ich den Eindruck in die 80er Jahre zurückversetzt zu sein, wo sich in unseren deutschen Schwimmbädern und Baggerseen die Amis so benahmen.
Nichts destotrotz buchten wir einen 6-stündigen Katamaranausflug, auch auf die Gefahr hin, dass wir mit solchen zusammen reisen werden.
So war es dann auch. Auf unserem Katamaran befanden sich bis auf ein zurückhaltenden Pärchens aus Ostdeutschland, ausschließlich Kanadier aus einem Nachbarhotel. Die Fahrt mit dem Katamaran mit Kabinen und Sonnendeck zu einem Korallenriff, wo geschnorchelt werden konnte und dem Besuch eines kleinen Delfinariums und anschließendem vor Anker gehen an einer "einsamen" Sandbank (sie war nicht mehr so einsam, nachdem dort weitere 3 Katamarane mit noch mehr Kanadiern vor Anker ging), wo wir sehr gut an Bord verköstigt wurden mit Languste (Lobster). Hier ankerten wir den Rest des Tages, bei Musik aus der Konserve und Freibier, Freiwein und Freirum. Was sich auf das Sozialverhalten der Kanadier (jung wie alt) auswirkte.
Um nicht gänzlich genervt zu sein, nahmen wir dann auch das eine oder andere Mixgetränk an diesem herrlichen Platz und waren zum Schluß die Freunde aus Old Germany und jeder hatte auf einmal einen entfernen Bekannten oder Verwandeten in Deutschland. Die Busfahrt von der Anlegestelle zu unserer Ferienanlage war dann ähnlich feucht fröhlich.
Das war das Kontrastprogramm zu unserem bisherigen Kubaurlaub.
Gestrandet im Luxus
Geschrieben am 28 April 2010 um 09:45
So, wir haben nun einen Grossteil unserer Reise schon hinter uns.
Als wir nach unserem Aufenthalt in Las Terrazas auf den Weg machte, um nach Trinidad zu fahren, wussten wir nicht, wie weit es sein wird. Die Fahrt gestaltete sich eigentlich problemlos, was den Zustand der Strassen betrifft, allerdings hatten wir Havanna zu umfahren, was mangelnder Verkehrswegweiser, dann doch nicht so einfach ist.
Am fruehen Abend erreichten wir Trinidad. Eine alte auch leider immer mehr verfallende Stadt. Dort angekommen mussten wir unsere Unterkunft suchen. Eine sog. Casa Particular. Eine Art Fremdenzimmer bei einer kubanischen Familie. Wir hatten zwar die Adresse und Tel.-Nummer und eine Kopie des Innenstadtplanes, aber die Strassenbeschilderung in Kuba ist nicht mit der in Deutschland zu vergleichen. Ausserdem sind die Strassen in Trinidad eher Gassen mit Kopfsteinpflaster. So kam es, dass wir nach dem Weg fragten und uns eine junge Frau nach einigen Hin und Her zu dem haus unserer gebuchten Unterkunft fuehrte (nachdem sie uns eigentlich in ihrem Haus einquartieren wollte). Vor der Tuer wurden wir so gleich von einem weiteren jungen Mann angesprochen, der sich als der Sohn des Vermieters ausgab und uns mitteilte, dass die Zimmer unter der Adresse schon alle belegt seien, er uns aber ein Ersatzzimmer in einem anderen Haus, was ebenfalls ihnen gehoere geben koenne. Er fuehrte uns zu diesem Haus und zeigte uns auch die Zimmer, welche durchaus in Ordnung waren. Aber auf die Frage, ob er unseren Namen wisse, kam er dann doch in Erklaerungsnot und wir waren uns nun sicher, dass er uns in eine andere Unterkunft locken wollte. So gingen wir wieder an die Adresse unserer gebuchten Unterkunft und konnten schliesslich dort auch unsere Vermieter antreffen, die schon auf uns warteten. Es gibt also ueberall¨"Banditos", die einen uebers Ohr hauen wollen.
Hier hatten wir 2 Uebernachtungen in einem alten Kolonialhaus aus dem 16. Jahrhundert mit toller Dachterasse und einem grossartigen Blick ueber die Stadt. Wir kamen uns vor als wuerden wir in einem Museum wohnen. Die Stadt sehr alt und schoen mit jede Menge Menschen auf den Strassen und auch jeder Menge Touristen. Durch Zufall kamen wir auf unserer Erkundungstour an einem alten Haus vorbei, dass von aussen auch wie ein Museum aussah, aber so eine Art Musikhaus mit Bar und schoenen innenhof war. Dort machten wir Rast, tranken eine Kleinigkeit und auf einmal fingen alte, betagte Maenner an, auf ihren Instrumenten Musik zu machen und zu singen. Wir waren also in so einer Art "Buena Vista Social Club", nur das alles original war. Dies gefiel uns so gut, so dass wir dort den Nachmittag verbrachten und einige Cocktails genossen.
Nach der 2ten Uebernachtung machten wir uns auf den Weg nach Santa Clara. Ueber die Strecke, die wir waehlten und die Fahrt dort hin werden wir gesondert berichten, wenn wir die Moeglichkeit haben Bilder einzustellen. Ich will dazu nur sagen, wir brauchten fuer etwa 80 km mehr als 4 Stunden.
In Santa Clara, die Revolutionsstadt und Che Guevara-Stadt schlechthin, gaben wir unser Auto ab und hatten dort in einer Ferienanlage 5 km ausserhalb, noch eine Uebernachtung, bevor wir zu unserer letzten Station ans Meer gelangen.
Am naechsten Tag wurden wir dort abgeholt und nach Cayo Santa Maria gefahren. Das ist ein Ferienresort auf einem der vielen Cayos (engl. keys), welche vor der Kueste liegen. Die Fahrt dorthin war atemberaubend, denn es ging ueber einen 48 km langen Damm auf diese Koralleninsel. Hier angekommen wurden wir von dem Luxus, den die Ferienanlage ausstroemt schier ueberwaeltigt. Man fuehlt sich wie im Paradies. Der Strand ist unbeschreiblich. Wir kommen uns vor wie Robinson Crusoe. Ansonsten ist dies mit eine All Inclusive Anlage mit all dem dazugehoerenden Komfort. was man im Lande von Fidel so nicht erwartet haette, da es ja ein wenig dekadent anmuten koennte. Also nun werden wir hier die letzten Tage unseres Urlaubs geniessen, bevor wir ueber Havanna naechsten Montag wieder nach Hause reisen werden.
Da hier wieder keine USB-Schnittstelle am PC vorhanden ist, werden die Bilder von zu hause aus nachgereicht.
Liebe Gruesse nach Hause
Petra & Knut
Endlich angekommen
Geschrieben am 24 April 2010 um 13:12
Nachdem wir, wie geplant am 19.04. nicht abfliegen konnten, wegen der gigantischen Aschewolke ueber Europa, bekam die CONDOR eine Ausnahmegenehmigung fuer Fluege am 20.04.
So konnten wir uns auf einen Flug am 20.04. umbuchen. Allerdings ging dieser nicht nach Havanna, sondern Varadero. Unser Reiseveranstalter sicherte uns den Transfer von Varadero nach Havanna zu, so dass wir diese Moeglichkeit annahmen.
Es gab allerdings noch ein kleines Hindernis, dass ich (Knut) noch bewaeltigen musste. Da ich mich zum Zeitpunkt des Anrufes in der Innenstadt von Ffm befand, musste ich schnellstmoeglich nach Hause. Das geht normalerweise mit der U-Bahn. Hier kam ich allerdings nur eine Station weit, da es einen U-Bahnbrand gab. So musste ich raus und mit dem Taxi nach Hause.
Am Flughafen in ffm hat dann auch alles geklappt, wenn auch zoegerlich, da die Arbeitsablaeufe noch nicht so rund liefen.
Mit einer Std Verspaetung sind wir dann abgeflogen. Der Flug, anfangs niedrig auf Sichtflug, spaeter dann normal und auf Reiseflughoehe, verlief reibungslos, so dass wir gegen 21:00h Ortszeit in Varadero landeten.
Nachdem wir problemlos die Einreisekontrollen hinter uns brachten, wurden wir von einem Taxi nach La Habana zu unserer Unterkunft gebracht, ohne etwas dafuer zu zahlen.
Am naechsten Morgen nach einer kurzen Nacht, war dann Geld wechseln und Mietwagenaufnahme angesagt. Hierbei wurden wir von unserem Ansprechpartner unseres Reiseunternehmens begleitet, der mit uns noch einige Formalitaeten durchging.
Das Prozedere bei der Mietwagenfirma war etwas nervig, bis wir das Auto hatten. Mal sehen wie es ist, wenn wir es wieder abgeben.
Nun ging es endlich los. Ab in den Verkehr von Havanna ueber den Malecon, mit toller Ausicht zur Autobahn nach Pinar Del Rio.
Der Verkehr ist uebersichtlich, man muss nur auf die Beschaffenheit der Strassen achten und die Anhalter, die einem fast vors Auto springen um mitgenommen zu werden.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann in Viñales an unserer Unterkunft angekommen. Die Anlage auf einem Berg gelegen mit herrlichen Blick ueber das Viñales-Tal und super ausgestattetn Zimmern.
Hier haben wir uns etwas erholt und unseren ersten Cocktail getrunken.
Am naechsten Tag hatten wir unseren Ausritt in das Tal. Bei dieser gefuehrten Tour wurden wir von 2 Hollaenderinnen begleitet, die ein wenig nervig waren.
Im Valle De Silencio (Tal der Ruhe) befand sich das Haus (Huette) der Eltern unseres Fuehrers. Die Leute zeigten uns all ihre Sachen, die sie selbst anbauen und ernten, mit denen sie sich selbst versorgen und die sie auf dem Bauernmarkt verkaufen. Weiterhin bekamen wir vom herrn des Hauses von seinem selbstgeernteten Taback eine Zigarre gedreht. Das Highlight, allerdings, war das Fohlen, welches in der Nacht zuvor zur Welt kam.
Zurueck an unserer Unterkunft mit etwas krummen Beinen vom reiten konnten wir uns erst mal wieder mit einem Mojito oder Cuba Libre erfrischen.
Am naechsten Tag (23.04) ging es dann weiter mit dem Auto nach Las Terrazas, ebenfalls ein Biosphaerenreservat. Wir nahmen diesmal nicht die Autobahn, sondern fuhren ueber Landstrassen durch das abwechslungsreiche und schoene Land mit interessanten Aussichtspunkten.
Die Beschilderung, sofern vorhanden war sehr spaerlich, so dass ein Verfahren vorprogrammiert war. Die Strassen waren sehr abenteuerlich und ich bin froh, dass wir ohne Reifenpanne bis jetzt durchgekommen sind.
Angekommen in Las Terrazas wurden wir fuer alles entlohnt. Man glaubt im Urwald zu sein. Umgeben von Huegeln einem See und die wundervolle Anlage unserer Unterkunft La Moka. Wir sind also nun in der Naehe der ehemaligen Kaffeeplantagen. Mit Worten kann man es nicht beschreiben, ich hoffe die Bilder bringen es ein wenig rueber.
So, nun kommt von der Fahrtstrecke der laengste und anstrengenste Teil der Reise nach Trinidad, wo wir 2 Uebernachtungen in einem sog. Casa Particular haben, also ein Fremdenzimmer bei einer kubanischen Familie.
Wenn wir die naechste Moeglichkeit haben, wieder ins Internet zu kommen geht es weiter.
Mal sehen, ob wir an diesem Rechner schon ein paar Bilder hochladen koennen, ansonsten kommen diese spaeter.
Liebe Gruesse von Petra & Knut
Warten auf den Abflug
Geschrieben am 17 April 2010 um 13:04
Nun haben wir uns so darauf gefreut und auch vorbereitet (natürlich auch mental). Die Nachrichten über den blöden isländischen Vulkan, der genau dann, wenn wir in den Urlaub wollen, meint seine verflixte Asche in unsere Richtung zu schleudern, macht uns 2 Tage, vor unserem geplanten Abflug am Montag (19.04.), ganz schön depressiv. Weder auf der Homepage von Fraport, noch von CONDOR, wissen wir heute Abend (Samstag 17.04.; 20:15), wie es für uns am Montag Nachmittag weiter gehen wird. Sollen wir nun Koffer packen oder nicht?
Müssen wir unseren Urlaub bei unseren Arbeitgebern stornieren oder nicht?
Ihr glaubt gar nicht, wie mies drauf wir sind. Obwohl wir heute ein so wunderschönen Tag hatten.
Auch wenn es dem Weltklima gut tut, wenn mal so viele Kondenzstreifen nicht den Himmel zieren und kein CO2 in die Stratosphäre geblasen wird. Aber muss es gerade dann passieren, wenn wir in den Urlaub wollen? Einmal im Jahr?
OK. Wir wollen Euch damit nicht langweilen.
Der nächste Eintrag kommt aus Kuba !!!!!
Bis denne,
Knut & Petra
Test
Geschrieben am 7 April 2010 um 13:51
So, nun habe ich den Blog eingerichtet. Mal sehen, ob ihr es auch lesen könnt!
mfG
Knut
|
|
|