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Ist Neuseeland eine Reise wert?

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Geschrieben am 7.11.2008 um 07:58

Ich lande am Abel Tasman Nationalpark, der Blick aufs Meer ist fantastisch, türkises Wasser, grüner Wald und graue Steine, und ich passe auch noch in dieses Bild, türkis es T-Shirt,  kakifarbene Hose, graue Wanderschuhe... mit soviel Stilsicherheit wandere ich los, Es ist ein schmaler Weg,aber leicht zu gehen,unterwegs begegnen mir alte, junge, angezogene und halbnackige, Multikulti.Ich wandere 3 Stunden, dann bin ich fertig, zu wenig Schlaf , die Hitze, ich brauch mal `ne Pause. Ich schmöckere in meinem Reiseführer, schlürfe mein Mineralwasser mit Kirschgeschmack, freue mich über meine neuen Batterien für meine Kamera und den vollgetankten KIA (man der Tank muss 500liter fassen, so sparsam ist der!) und während ich so schlürfe und mich freue entdecke ich "Krabbeln wie Gollum"! Da muss ich hin! Ich fahre also Richtung Takaka (ca.800m hoch), eine kurvige Anhöhe, tolle Ausblicke, den Chetwood Forrest aus Herr der Ringe am Hawkes Lookout. Ich will in die Ngarna Caves! Ausgerüstet mit einem blauen Bauhelm einer lustigen Truppe aus Kanada und Mike unserem noch lustigerem Führer geht es ab in die Tiefe. In diesem Cave wurde auch schon geheiratet, eine Hobbit Hochzeit mit einem Gummi Gollum den man abgebildet auf einer Postkarte kaufen kann. Nach sehr vielen Stalaktiten und Stalakmiten, und Oberschenkelknochen eines Dinosauiers wandern wir alle Richtung Ausgang, der ist zwar ziemlich steil, aber zu schaffen. So jetzt geht`s ab in mein Tipi! Ich verfahre mich völlig, so ein Tipi kann auch mal abgelegen sein..;o) Finde es aber doch, aber der Zahn der Zeit hat doch schon merklich an der Anlage genagt. Mein Tipi hat einen Nachtisch, ein Bett mit tausend Decken, einen Holzbröckchenboden, ich kann mein eigenes Feuer machen. Im Frühstückshaus befindet sich eine Sammlung von indianschen CDs, ein Kühlschrank und ein Riesentisch! Ich kann also in Ruhe essen. Die Dusche ist ein Graus, zum Glück hab` ich Schuhe dabei ;o) Zwei friedliche Gänse laufen die ganze Zeit zwischen den Tipis herum. Ich bin nicht alleine, eine Reisende ist noch da, aber sie scheint auch nicht ganz so glücklich über die Unterkunft zu sein.

9. Februar

Ich hab` echt gut geschlafen, trotz meiner Zimmergenossen (3 Spinnen)! Lag es an der harten Matratze, der frischen Luft oder an meiner totalen Erschöpfung ich hab`keine Ahnung, ist mir auch egal, ich bin putzmunter! Heute geht es mit dem Boot etwas weiter in den Abel Tasman Nationalpark. Erstmal ins Auto und los, nach 769 Serpentinen, (die haben wirklich 100km/h in der Serpentinen erlaubt tststs, wie soll ich das schaffen??? ) und vielen Höhenmetern hoch und runter bin ich in Kateriki angekommen. Das Boot ist schon startklar und ich habe einen Sitzplatz neben einem netten älteren Herrn und lerne was Doubledutch ist (Mischmasch). Zum Glück habe ich eine lange Hose an und meine Jacke, denn es ist sehr frisch. Ich sehe ein riesiges Steinei im Meer, Foto!, Wunderschöne Blicke auf den Strand, die Wälder, das Meer, der Himmel, Foto, alles einfach phantastisch!! Am Othengui Strand werde ich ausgesetzt  und darf nun wieder zurückwandern zu der Stelle, an der ich um 17 Uhr abgeholt werde. So langsam wird es warm, nein sehr warm, man bin ich froh, dass es zipp Wanderhosen gibt! Ich wandere den herrlichen Wanderweg entlang habe herrliche Ausblicke auf das Meer, das mehrere Meter tief unter mir liegt, Es verschlägt einem einfach die Sprache, welch herrliche Farben die Natur hat. Nach 3 Stunden Wanderung, sogar über eine Hängebrücke, über Wasserfälle, über Brücken, bin ich an der Abholstelle, ich bin völlig fertig aber ich bereue nichts. Das war so herrlich! Habe soagr ein Ehepaar aus Deutschland gertoffen, die auch bei erlebe fernreisen gebucht haben! Die Welt ist klein! Am Toront Bay, ein schöner ockerfarbener Strand, angekommen, ruhe ich mich aus, das Meer ist herrlich, die Ebbe hat bereits eingesetzt, das Meer zieht sich zurück, die Boote, die in der Ebbe steckengeblieben sind kippen leicht um, man sieht Muscheln an den freiliegenden Felsen.  Mein Boot kommt um 17Uhr, da die Ebbe bereits sehr fortgeschritten ist, kann das Boot nicht an den Strand fahren, sondern wir müssen durch`s seichte Meer ans Boot wandern. Nach einer holprigen Fahrt kommen wir am Kateriki Bay wieder an.Schade,dass der Ausflug schon zu Ende ist! Bei KFC hole ich mir was zu essen, und dann geht`s wieder zurück in mein Tipi. Es gibt sogar Trabis hier!

10. Februar

Irgendetwas hat sich letzte Nacht an meinem Gesicht zu schaffen gemacht, mein ganzes Gesicht ist eingeschwollen und es regnet, leider auch in mein Tipi. Wenn`s  am schönsten wird soll man aufhören, also nix wie ab ins Auto . Ich fahre Richtung Richmond, es ist neblig, jetzt kann ich noch keine schönen Fotos machen. In einer schnuckeligen kleinen Hafenstadt Havenport gönne ich mir eine leckeren Latte, und fahre dann weiter zum Queen Charlotte Track. Man kann hier wunderbar wandern, in den Marlboro Sound. Es ist phantastisch! Die Natur, die Luft, man ist alleine, aber völlig sicher! Weiter geht es nach Picton, viele Höhenmeter hoch und wieder runter ( zum Glück hat der KIA Automatic, ich würde mich sonst deppart schalten! ) Und endlich: Picton! Awsome! Ein schöner Park, viele Boote, eine schnucklige kleine Stadt, ich wandere zum Habow View. Was gibt es dort? Natürlich: eine atemberaubenden Ausblick, den man nicht vergessen wird! Meine Unterkunft ist das Sequoia, man spricht deutsch, ich habe ein Doppelbett und zwei Handtücher!!!!! Ein eigenes Bad!!!! (nach dem Tipi bin ich leicht glücklich zu machen. Den freien 20Uhr Schockopudding lasse ich saussen, obwohl es sehr verlockend klingt.Welch eine tolle Unterkunft!

11. Februar

Mein Gesicht ist immer noch eingeschwollen, man wenn ich das Vieh erwische!! Ich fahre weiter nach Blenheim, durch das Weinanbaugebiet  Montana und dann weiter am Pazifik entlang, Ich muss mehrmals anhalten, um diese unglaubliche Szenerie zu fotographieren. Mein Ziel: Kaikura. Dort angekommen brauch`ich erstmal einen Kaffee, im Beach Cafe (sehr zu empfehlen) und wie der Zufall es will, liegt das Cafe genau neben meiner Unterkunft dem Lazy Shag. Nach dem Einchecken beschließe ich einen Strandtag einzulegen, also ab in den Bikini und zum Strand auf die dunklen Kieselsteine (Massage für die Füsse und Hot Stone Massage für den Rücken) Hach ist Urlaub schön! Leider hält das Wetter nicht bis abends, es gibt Gewitter. Zum Abendessen mache ich mich auf den Weg ins Town Center ins *****, bestelle am Tresen Ente, Kartoffelstückchen Knoblauchbrot und dunkles Bier, wenig auf dem Teller,aber sehr lecker! Im Hintergrund läuft Musik aus den 80er. Das Bier macht schläfrig und ich mache mich auf den Heimweg ähm *****weg

 

12. Februar

Der Wecker geht um 5.30Uhr ich muss noch packen und dann zum Kaikura ***** Watch Center fahren. Es regnet und auf See herrscht Windstärke 20. Die Seekranken können Medikamente gegen Seekrankeit nehmen oder die Fahrkarte zurückgeben. Medikamente ts, ich nehm Mentos mit grünem Tee, ich will Wale sehen! Wir fahren nach einer kurzen Sicherheitbelehrung zu den Booten, die hochmodern eingerichtet sind, bequeme Sessel, einen Flachbildschirm, Brechtüten...Mir ist sehr schlecht um nicht zu sagen speiübel, aber ich halte durch, denn ich will Wale, Define und Seehunde sehen, ich hoffe die wissen das. Ich konzentriere  mich auf den Horizont und darauf, dass ich was schwimmen sehe, und werde ich belohnt! Da! Da! Rufen alle! Ein Wal und Delfine, die unser Boot begleiten! Ich bin schlagartig nicht mehr seekrank! Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und wir müssen wieder umdrehen. Zur Belohnung kaufe ich mir ein T Shirt mit einer Walflosse und dem Spruch: "The world has music for those who listen" (nebenbei eine sehr gute Qualität!) und fahre wieder ins urige Beach Cafe um einen Cappucchino (mit einem Muster im Milchschaum) und ein Sandwich zu essen. Hierher würde ich öfters kommen, es ist urig, gemütlich, das Essen ist lecker...aber ich muss weiter: nach Hanmer Springs, erst entlang der Pazific Küste, dann ins Landesinnere, Bergauf und bergab. An den Bergen steigt Nebel auf, die kurvigen Straßen sind umsäumt von tollen Bergen. Ich erreiche das Alpine Garden und habe ein wundervolles Zimmer!! Küche, Riesenbad, Riesenbett und Handtücher ohne Ende, sogar für einen Besuch in den gegenüberliegenden Thermal Pools: 12 NZ$ Eintritt und 2NZ$ pro 2h für den Spint. Was für eine herrliche Anlage! Es gibt sehr viele (ungechlorte) Natur Pools, die Temperaturen von 31°C bis 40°C haben, man darf aufgrund des fehlenden Chlors nicht mit dem Kopf unter Wasser gehen, aber das macht nichts, es ist herrlich im Wasser zu relaxen und von einem in den nächsten Pool zu wechseln. Die Pools sind alle duch große Natur-Steine umsäumt, man läuft über Brücken um in den andern Pool zu wechslen. Alles in allem  ein herrlicher Ort um zu Reaxen und um sich zu entspannen. Hanmer Springs ist das Weekend Real SPA Mekka!  Im Supermarkt ist alles etwas teurer, aber dafür ist man auch etwas abseits.

13. Februar

Ich habe fantastisch geschlafen! Leider muss ich Hanmer Springs schon wieder verlassen, doch zuerst suche ich mir noch einen Wanderweg.Durch einen herrlich duftenden Wald, entlang an einem idyllischen Bach, ich bin ganz alleine, in Deutschland hätte ich Angst, aber nicht in Neuseeland. Das Wetter hat sich wieder gebessert,der Himmel ist strahlend blau und ich kann wieder tolle Fotos machen. Die Strecke nach Waipara ist ungewohnt langweilig, aber so komme ich schneller voran, denn ich halte nicht alle 5 min. an um Fotos zu machen . Im rocking frog halte ich auf einen Kaffee an, die Dame dort ist sehr nett, im Laden gibt es Antiquitäten, Kunstgegenstände, Taschen, ein Trupp Radfahrer hält hier ein Meeting ab. Ich fahre weiter durch Woodend (man die ziehen das Themen echt durch:Woodend School,Woodend Road, Woodend Cafe etc.) ins englisch angehauchte Christchurch. Ich muss in die Glouchester Road, da ich kein Stadtmensch bin, hab` ich echt Panik! Aber völlig unbegründet, denn es ist leicht zu finden, meine Unterkunft heißt Stonehurst. 20NZ$ hinterlege ich als Pfand für den Zimmerschlüssel. Mein Zimmer ist klasse! Miniküche, tolles Bad, Riesenbett! Perfekt! Aber erstmal mache ich Christchurch unsicher und wandere Richtung Cathedrale, auf dem Platz davor kann man Essen aus allen Kontinenten kaufen und ein Alleinunterhalter bringt die Menschen zum lachen. Die Cathedrale ist wirklich sehr schön und ist mit aufwendigen Blumenarragements im Inneren geschmückt. Für 5NZ$ kann ich den Turm hinauflaufen. Nach 134 Stufen in einer engen Wendeltreppe (lieber langsam hoch und runterlaufen) bin ich oben (man wird auch oben begrüßt, denn auf einem Schild steht, dass man 134 Stufen geschafft hat!)  Man hat doch nichts gegen ein bisschen Lob . Der Ausblick ist nicht so atmenberaubend wie die Ausblicke in der Natur Neuseelands, aber auch nicht von schlechten Eltern. wieder unten angekommen wandere ich nun ein bisschen im englischen Viertel umher, die Häuser erinnern an England und Irland, ein Fluß der Avon fließt durch Christchurch ein japanisches Päärchen fährt mit einer Gondel auf dem Fluß (naja kleiner Fluß), fehlt nur noch, dass der Gondolier italienisch trällert . Ich hab` Hunger! Und suche ein indisches Restaurant auf, leider weiß ich den Namen nicht mehr, nur dass das Essen sehr lecker war!


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