31.Tag Rückreise
Geschrieben am 27.07.2010 um 10:37
Etwas überpünktlich wurden wir dann um 16:30 abgeholt, aber kein Problem wir waren fertig. Der Fahrer kam in Begleitung, die leider wegen Platzmangels nicht mit zum Flughafen fahren konnte, ihr waren nur 2Personen zum Abholen gemeldet worden.
Wir kamen so aber fast 3Stunden vor Abflug am Flughafen an. Obwohl der Schalter von Iberia noch nicht geöffnet war, standen dort schon Leute, die sich schnell vermehrten, als die Abfertigung wenig später richtig losging.
Den Reservierungscode brauchten wir nicht, bekamen aber nur noch 3 Plätze in der Mitte.
Die Zeit bis zum Boarding vertrieben wir uns in der Duty Free Zone, wo man gut die restlichen Dollars in Schokolade, Kaffee, Panamahüte oder T-Shirts umsetzen kann. Die Preise waren natürlich im Vergleich teilweise horrend, obwohl wir durchaus auch schon im Laden Schokoladentafeln für 8$ gesehen hatten.
Der Parkplatz unseres Flugzeugs blieb lange leer, ab Vortag hatten wir den Flieger bereits um 18Uhr vom „Christ“ aus dort stehen sehen. Heute landete es erst um 19:15. Da war es schon klar, das die Abflugzeit um 20Uhr nicht zu halten sein würde. Es war denn auch schon gegen 20:45 als wir zum Start rollten. Der Sitzabstand war wie bei Iberia befürchtet sehr eng, die uns umringenden Kleinkinder verhielten sich entgegen andersweitiger Befürchtungen jedoch den ganzen Flug über ruhig.Ohne Schlaftablette(Stilnox) wäre das aber sicher trotzdem anstrengend geworden.
Das Flugzeug setzte mit nahezu einer Stunde Verspätung in Madrid um 14:45 auf. Unseren Anschlußflug mit LAN um 15:15 würden wir nicht bekommen, trotzdem wollten wir es versuchen.
Das Problem war nur: für diesen Flug hatten wir zwar schon online eingecheckt, aber noch keine Bordkarten .Auch beim Einchecken am Iberiaschalter in Guayaquil hatten wir die Bordkarten für den LAN-Flug nicht bekommen können. Einen geöffneten LAN-Schalter oder Eincheck-Terminal gab es nicht. Und ohne gültige Bordkarten gab es jetzt keinen Weg durch die Sicherheitskontrolle.
Also hin zum Iberia-Schalter, an dem sich schon eine Schlange gebildet hatte.
Dort ging es aber so langsam voran, das unser Flug von der Anzeigetafel verschwand.
Nach einer Weile waren wir dran und erklärtem dem Iberia-Mitarbeiter, das wir unseren Flug wegen der Verspätung verpasst hätten. Zuerst wollte er uns zum LAN-Schalter in der Abflughalle schicken, als wir jedoch drauf bestanden, das Iberia ja für die Verspätung verantwortlich war, begann er uns Bordkarten auszudrucken, der Drucker streikte aber. 2 von 3 Bordkarten wurden daraufhin von Hand ausgestellt und abgestempelt.
Als wir auf die Abflugzeit dieses Iberia-Fluges nach Frankfurt blickten mussten wir kurz schlucken:
15:50 stand da. Es war jetzt bereits 15:25 und das Boarding hatte schon begonnen.
Noch dazu mussten wir zum **** J46, welches in einem anderen Terminal lag. Der Weg dahin wurde mit 19Minuten angegeben, zusätzlich mussten wir noch durch die gesamte Sicherheitskontrolle.
Das würde verdammt knapp werden. Im Laufschritt ging es also zur Mini-U-Bahn, die die Terminals verband, zur Pass- und Sicherheitskontrolle.
Als wir schließlich beim **** ankamen standen da noch eine Reihe Leute zum einchecken.
Wir hatten es also geschafft. Sogar drei zusammenhängende Sitzplätze wurden gesichert.
Wenn es jetzt losgehen würde hätten wir insgesamt nur etwas über eine halbe Stunde Verspätung und würden unseren Zug noch kriegen.
Aber wir hatten die Rechnung ohne Iberia gemacht. Wir standen so mit geschlossenen Türen ca. 40min, bis wir eine Startfreigabe bekamen, angeblich wegen viel Verkehr in Frankfurt.
Der Flug selbst war ohne weitere Vorkommnisse, aber auch ohne Essen und Trinken, das man nur kostenpflichtig erwerben konnte.
Gelandet sind wir um 18:50 in Frankfurt, da war klar, dass wir unseren Zug 19:13 ab Frankfurt HBF auch nicht kriegen.
Da unser Gepäck die Umsteigeaktion in Madrid sicher auch nicht mitgemacht hatte, ging es gleich zum „Lost and Found“.
Dort gab es auch gleich einen Ansprechpartner von Iberia. Die Koffer seien noch in Madrid und würden mit der Abendmaschine nachkommen. Da unser Wohnort aber mehr als 100Km von Frankfurt weg ist werden sie nicht per Kurier, sondern mit der Post zugestellt und sind erst Dienstag da.
Schlussendlich noch zum Reisecenter der Deutschen Bahn und gefragt ob das zum Sparpreis gekaufte Ticket für den verpassten Zug jetzt verfallen wäre.
Nein, wir müssten einen Aufpreis zahlen. Der belief sich inkl. neuer Reservierung auf 85€, wobei das ursprüngliche Ticket 81 gekostet hatte. Na schönen Dank Iberia!
Wenigstens die Koffer wurden am Dienstag ohne Probleme geliefert.
30.Tag Guayaquil
Geschrieben am 23.07.2010 um 09:52
Den halben Tag in Guayaquil bis wir um 16:45 zum Flughafen gebracht werden, hatten wir zum Geocaching eingeplant. Wir ließen usn zunächst vom Hotel zum Parque Lineal, an der Universität bringen. Dort mussten wir leider feststellen das der Cachebehälter nicht mehr vorhanden war. Also Fotolog. Da wir etwas Bargeld sparen wollten liefen wir zu Fuß zum nächsten Cache, der sich leider auf einem Hügel befand, und gut gefunden werden konnte. Beim heruntersteigen erwischten wir das nächste Taxi, das uns zu einem kleinen Einkaufszentrum mit Cache brachte. Außer einer großen Iguana-Statue konnte hier aber nichts gefunden werden.

Uns war so warm, das wir entschieden zu einem anderen Einkaufszentrum, erneut mit Cache, zu fahren.
Dort konnten wir uns zumindest ein Shave-ICE, wie in Hawaii, bestellen. Mit Limone schmeckte es auch recht gut. Dann hatten wir Probleme ein Taxi auf der stark befahrenen Straße anzuhalten, als es schließlich gelang, stellte sich raus, das wir in die andere Richtung mussten.
Es fand sich dann aber doch noch ein Fahrer der uns zum nächsten Cache brachte.
Danach fuhren wir zum Iguana-Park, in dem sich freilebende Leguane nachmittags zum Fressen von den Bäumen gegeben sollten. Die Echsen waren dann auch schön anzuschauen und erstaunlich flink.
Einer Empfehlung des Reiseführers folgend kehrten wir auf einen frischen Saft in "Las 3 canastas" ein, die wirklich sehr leckere Säfte herstellen.
Am Malécon entlang gingen wir dann zurück zum Hotel. Dann des Angebotenen "Late Check Out" konnten wir uns noch etwas frischmachen.
29.Tag Transfer Guayaquil
Geschrieben am 23.07.2010 um 04:22
Der letzte vollständige Urlaubstag in Ecuador. Der Motorradrikschafahrer mit der Nummer 4 sollte uns um 9:30 abholen und zum Busbahnhof in Puerto Lopez bringen.
Beim Auschecken hatten wir noch ein kleines Problem, weil wir unser letztes Bargeld zusammenkratzen mussten. Sie nahmen keine Karten!
Am Busbahnhof kauften wir die Karten nach Santa Elena. Wir wollten anders als bei der Hinfahrt an der Küste nach Guayaquil fahren. Die Fahrt ist etwas länger aber auch viel schöner, weil man durch viele kleine Strandstädtchen durchkommt.
Wir hätten dem Schaffner sagen sollen, das wir nach Guayaquil wollen, so verpassten wir den Umsteigepunkt nach gut 3 Stunden Fahrt und mußten ein paar Querstraßen fragenderweise durch Santa Elena laufen. Dann war das Busdepot und ein sehr moderner abfahrbereiter Reisebus richtung Guayaquil gefunden.
Das Busterminal in Guayaquil kannten wir ja schon und hier war schnell der richtige Ausgang zu den Taxen gefunden. Das Hotel City Plaza in das man uns umgebucht hatte, ist ein Neubau mitten in der Stadt und erfüllt europäischen Standard(Ecuador 4Sterne)). Unser Zimmer ist sehr großzügig und sogar mit Badewanne ausgestattet.
Den ersten Spaziergang in Guayaquil machten wir entlang des bekannten Stadtstrandes, des Malécon.

Diese Seite Guayaquils ist sehr schön. Es ist zwar wie in Quito auch viel Verkehr, aufgrund der Lage aber weit weniger Smog. Am Malécon konnten wir sogar einen großen Dreimastsegler der ecadorianischen Marine sehen, was Vorfreude auf die nahende Sail in Bremerhaven machte.
Ein Cache nahe einer großen Jesusstatue auf einem Hügel in der Stadt musste natürlich auch noch dran glauben, der dritte FTF in Ecuador.
Da kein Taxi kam liefen wir zu Fuß zum Hotel.
Zum Abendessen hatten wir uns das "La Parrilla del Nato" , ein Steak- und Grillrestaurant ausgesucht.
Da gibt es wohl mehrere Niederlassung in der Stadt, der Taxifahrer fuhr uns aber zu der in etwas außerhalb gelegenen.
Die athmosphäre war recht einfach gehalten. Wir bestellten eine Portion Lendensteak(800g)
dazu gab es Pommes. Das Fleisch war fast so gut wie Filet und fast überall medium gebraten.
Der Rückweg mit dem Taxi war noch etwas schwierig, weil der Taxifahrer unser Hotel nicht kannte und wir den Strassenamen vergessen hatten, aber wir kamen schließlich doch an.
28. Tag Puerto Lopez
Geschrieben am 23.07.2010 um 03:55
Wir haben es wie die letzten Tage langsam angehen lassen, das sehr gute Frühstück in der Hosteria Mandala ausgiebig genossen und dann eine Motorradrikscha bestiegen. Diesmal ein etwas stärker motorisiertes Modell mit der Nummer 4.
Auch der Aufbau war etwas stabiler konzipiert und für uns besser geeignet. Wir baten den Fahrer uns nach Agua Blanca (weißes Wasser) zu bringen, eine Indigene Kommune, die im Machalilla NP angesiedelt ist.
Dort muß man gesondert 5$ Eintritt zahlen und bekommt dafür Zugang zu einem kleinen Museum und einen Führer.
In Agua Blanca sind Fundstücke und auch Mauerreste einer Vorincakultur, der Machalilla zu sehen, die 1500-1300 v.Chr. in diesem Gebiet lebten.
Zusätzlich sind bei dem kleinen Rundgang durch den Trockenwald viele Vögel zu sehen.
Als Abschluß kann man in einem Schwefelteich baden und sich entsprechenden Schlamm ins Gesicht schmieren.

Das ganze riecht natürlich dementsprechend. Wir lehnten dankend ab und gingen zurück zu unserer Nummer 4, deren Fahrer verabredungsgemäß auf uns wartete.
Zurück in der Hosteria wolten wir uns die Chance wenigstens einmal in diesem Urlaub im Pazifik zu baden nicht entgehen lassen. Das Wasser war zwar etwas frisch, aber sicher über 20°. Allein die nicht allzu hohen Wellen schreckten Anja ab weiter als mit den Zehenspitzen ins Wasser zu kommen.
Danach ließen wir den Tag wieder bei einem leckeren Abendessen im Hotel ausklingen.
27.Tag Los Frailes
Geschrieben am 21.07.2010 um 04:02
Unser Urlaub neigt sich langsam dem Ende entgegen und wir haben es mal ruhig angehen lassen. Wir ließen uns mit der Motorradrickscha zum ca. 10Km entfernten Strand "Los Frailes" bringen, der sich ebenfalls im Machalilla NP befindet. Das Gefährt hatte zwischendurch mit unserem Gewicht doch zu schaffen, da es ein Stück bergauf ging, mehr als 20km/h waren nicht drin.
Dort sind wir etwas am langen Sandstrand spazieren gegangen und zu einem Aussichtspunkt, an dem sich ein im Moment virtueller Cache befindet, da die Dose einem Erdrutsch zum Opfer gefallen ist.

Nachdem Karin dann auch noch einen in der Nähe befindlichen richtigen Cache aus dem mit Kakteen gespicktem Unterholz befördert hatte, ging es wieder zurück nach Puerto Lopez.
Dort wollten wir den Markt anschauen, was allerdings recht ernüchternd ausfiel. Der Markt ist recht klein und sehr schmutzig. Das einzig Erwähnenswerte sind die vielen schwarzen Ananas die es hier gab.
An der Strandpromenade, an der wir noch das im Reiseführer erwähnte "***** Café" suchten, aber nicht fanden, ging es zu Fuß zurück zur Hosteria Mandala.
Wir wollten hier eigentlich noch ins Wasser gehen, waren aber zu schlapp.
Der Tag klang dann bei einer Partie Rommé und einem wieder leckeren Abendessen aus.
26.Tag Isla de la Plata
Geschrieben am 20.07.2010 um 01:56
Der Ausflug zur Insel ""Isla de la Plata" war schon vorgebucht, also mussten wir bei Nieselregen und bedecktem Himmel nac h einem üppigen Frühstück in ein Motorradtaxi einsteigen.
Da passten wir ohne Gepäck gerade so rein. Wir wurden in die Stadt gefahren zum Anbieter des Ausflugs gebracht, dort mussten wir die 20$ Nationalparkgebühr(für 5 Tage/15$ für 1 Tag) bezahlen.
Dann ging es zu Fuß durch matschige Strassen zum "Hafen", der nur ein Strandabschnitt darstellt, an dem die Boote auf Reede liegen. Einen festen Hafen gibt es nicht.
So mussten wir denn auch die Schuhe abgeben und zum Boot waten.
Dann ging die wilde Fahrt los.
Ein Glück hatten wir wieder die guten ägyptischen Emeral Pillen gegen Seekrankheit eingeworfen.
Nach gut einer halben Stunde ging ein Ausruf des erstaunens durch das Boot: die ersten Wale waren in sicht. Es war eine kleine Gruppe von vielleicht 5 Tieren, die einen Wettbewerb im Hochsprung zu betreiben schienen. Auch mit der Schwanzflosse wurde ordentlich gewinkt.

Als sich die Gruppe wieder entfernte,wurde die Fahrt zur Insel fortgesetzt, die nochmal etwa eine halbe Stunde dauerte.
Nach dem an Land waten konnten die Füße gesäubert und die Wanderschuhe wieder angezogen werden.
Die 16 Personen unserer Gruppe gingen jetzt einen schmalen Pfad ins Inselinnere, der zunächst flach dann über viele Treppenstufen steil anstieg. Als wir auf einem kleinen Plateau ankamen, teilten wir uns in zwei Wandergruppen auf, die eine sollte 1,5 Stunden richtung Punto Escalante, die andere 2 Stunden richtung Punta Machete unterwegs sein. Da die kürzere Tour auch die flachere sein sollte, und außerdem hier Fregatt-Vögel zu sehen waren wählten wir diese.
Es ging trotzdem erstmal etwas bergan, bis wir das östliche Inselplateau erreicht hatten, dann richtung nördliche Küste, an der wir unterhalb auch gelandet waren.
Dort saßen viele Fregattvögel beim brüten und balzen. Auch Blaufußtölpel waren zu sehen, die teilweise nah am Weg saßen.
Die Vegetation war sehr trocken mit Büschen ohne Blättern. Das einzig lebendige schien die oberste feuchte Erdschicht, die sich an den Schuhen festkrallte zu sein.
Nach der Rückkehr zur Landestelle mussten wir noch auf die andere Gruppe warten und versuchten die Schuhe wieder einigermaßen sauber zu kriegen.
Wieder an Bord gab es Melone, Ananas und Sandwiches.
Nach einem kurzen Schnorchelstop etwas östlich an einem kleinen Riff, den wir aufgrund des eher kühlen Wetters ausließen, ging es zurück.
Nach einer Stunde mußten wir wieder an Land waten und die Schuhe einsammeln.
Da es jetzt keine Möglichkeit gab die nassen, sandigen Füße zu säubern, entschieden wir uns dafür barfuß am Strand bis zur Hosteria Mandala zu laufen.
Unterwegs konnten wir dann noch unzählige Sanddollars sehen, die wir schon einsammeln wollten, aber feststellen mussten, das sie noch lebten. Sonst hatten wir immer nur die weißen Skelette am Strand gefunden aber nie die lebende, grüne Version mit stachelnden Füßen am Rand.
Nach 10 Minuten konnten wir hier unsere Füße säubern und den Abend bei einem schönen Essen ausklingen lassen.
25.Tag Transfer Puerto Lopez
Geschrieben am 19.07.2010 um 03:46
Ein ganzer Tag Busfahren stand für uns auf dem Programm, das wussten wir vorher, aber nicht wie das Ganze ablaufen würde. Als erstes versuchten wir unsere gebuchten Plätze zu besetzen, was aber bereits nicht gelang. Auf meiner Seite saß eine Frau mit Kleinkind, die ihre Tochter auf den Schoß nahm, als ich mich neben Sie setzte. Mit meinem Rucksack auf meinem, war es derartig eng, das ich nicht 4Stunden so fahren wollte. Auf dem Ersatzplatz wurde es aber auch nicht viel besser, denn der Bus wurde voll. Nachdem wir auf dem Weg durch die Stadt noch einige Fahrgäste aufgesammelt hatten, fuhren wir richtung Cajas NP. Es war blauer wolkenloser Himmel über dem Park und es war fast, als schien er uns über den gestrigen Regentag auszulachen.
Überall waren auf den Wiesen Lamas und auch Alpakas zu sehen. Unser Ärger war sehr groß.
An der Parkeinfahrt mussten wir wieder 20 Minuten warten. Nach Durchquerung des Parks wurde das Wetter schlagartig anders: tiefhängende Wolken und vollständig bedeckt.
Die Straße wurde auch wieder schlechter und der Bus quälte sich im Schneckentempo die Serpentinen runter. Unten angekommen ging es durch endlos scheinende Bananen-, Zuckerrohr-, Kakao- oder Reisfelder. Die Straße war jetzt gut ausgebaut, teilweise sechsspurig als wir auf Guayaquil zufuhren. Das riesige Busterminal liegt in der Nähe des Flughafens und ist mit 3 doppelseitigen Bussteigen übereinander ausgestattet, d.h. hier können 100 Busse gleichzeitig abgefertigt werden.
Jetzt mussten wir rausfinden wo unser Anschlussbus abfuhr. Wir sollten mit der Kooperative Jipijapa fahren. Nach etwas Suche wurden wir im Erdgeschoss fündig, aber der nächste direkte Bus sollte erst in 2 Stunden gehen. Dann sagte der Verkäufer etwas von einem anderen Bus in 10 Minuten und schon kaufte ich das Ticket.
Da stand als Ziel dann auch Jipijapa(sprich: Hipihapa) drauf, na dann yipeeyajee!!!
Kurz im Lonely Planet geschaut: das liegt in der Nähe von Puerto Lopez und es sollte auch dorthin regelmäßige Busse geben. Also alles gut!
Dachten wir!
Der Bus wurde sehr voll. Bis zum Stadtausgang in Guayaquil hatte sich auch der Mittelgang mit stehenden Mitreisenden gefüllt. Meine Knie schmerzten bereits von der letzten Etappe und wurden durch den auch hier geringen Sitzabstand erneut gefordert.
Die guten Straßen und das flache Gelände führten dazu, das wir schon um 16 Uhr in Jipijapa eintrafen, wo der Anschlussbus nach Puerto Lopez schon neben uns wartete.
Da waren deutlich mehr Touristen drin, insbesonders eine Gruppe junger Amerikaner, die durch ihre
Lautstärke negativ auffiel. Auch ein kleines Mädchen saß vor uns, mit einem Huhn in einer Plastiktüte, was ganz aufgeregt gackerte. Diesmal musste Karin sogar stehen, was sie aber als Abwechslung sogar ganz gut fand.
Nach einer weiteren Stunde erreichten wir die Küste und Puerto Lopez, welche uns mit dicken Wolken, Nebel und Nieselschauern empfing.
Nach dem Aussteigen wurde lauthals mehrmals versucht uns als Transport zum Hotel eine Motorradrickscha anzudrehen, die für uns und unser Gepäck aber eindeutig zu klein war.
Nach einigem Hin- und Her rief dann doch jemand ein richtiges Auto, wenn auch kein normales Taxi, was uns zur Hosteria Mandala brachte.
Das Hotel besteht aus einem Haupthaus mit Restaurant und vielen, in einem tropischen Garten gelegenen Cabanas. Vor dem Einchecken wurden wir erstmal von vier großen Hunden gehindert, die vor der Tür der Rezeption standen. Nachdem diese Hürde genommen war, konnten wir unsere Cabana „Tortuga“(Schildkröte) beziehen.
Die Hütte besteht aus einem Raum mit Empore und Badezimmer. Alle Fenster sind mit Fliegengitter und die Betten mit Moskitonetzen ausgestattet.
Nach dem Auspacken warfen wir uns denn auch Mückensicher in Schale und gingen ins Restaurant.
Es gab eine recht Europäisch angehauchte Karte und ich traute mich mal wieder was richtiges zu essen, da mein Bauch(bei Nahrungskarenz) den Tag über durchgehalten hatte: Spaghetti Bolognesa.
Hier gibt es auch viele Spiele auszuleihen, unter anderem Monopoly in der Ecuador-Version.
Die Holländer aus dem Cajas waren auch hier und begrüßten uns herzlich.
24.Tag El Cajas Nationalpark
Geschrieben am 19.07.2010 um 03:45
Wir wurden wieder kurz nach 8 von unserem Guide, der gleiche wie am Vortag, abgeholt. Diesmal war jedoch noch ein holländisches Ehepaar mit zwei größeren Söhnen mit dabei.
Nach 45Minuten erreichten wir die Zufahrt zum Nationalpark und mussten erstmal warten, weil die Strecke wegen Bauarbeiten zum Teil nur Einspurig befahrbar war und zudem noch ein LKW mit einem großen Container in einer Kurve umgekippt war.
Fast eine halbe Stunde später konnten wir endlich in den Nationalpark hineinfahren(Gebühr Erwachsene 10$, Kinder 5$) und stiegen beim Refugio aus.
Die Mutter der Holländer wollte nicht mit auf die Wanderung kommen und blieb beim Fahrer, der heute zusätzlich zu unserem Guide mitgekommen war.
Es war den ganzen Tag schon sehr bedeckt gewesen mit einzelnen Schauern. Just als wir losgingen fing es natürlich stärker zu regnen an, und wir entschlossen uns unsere Not- Regenponchos über unsere Jacken zu ziehen.
Trotzdem waren wir bald von oben und unten fast vollständig durchnäßt.
Die Wanderung war zwar vom Gelände her nicht wirklich anspruchsvoll, die Höhe von fast 4300m tat aber ihr übriges. Viel Tierleben war bei dem Regen natürlich nicht auszumachen, das einzige richtige Highlight war das Wandern durch einen Wald aus Polylepsis-Bäumen.
Vorbei an verschiedenen flachen Seen, die sicher bei Sonnenschein sehr schön gewesen wären und kamen dann auf ca. 3800m wieder an der Straße an, just an der Stelle an der der umgekippte LKW jetzt wieder durch einen Kran aufgerichtet worden war. Dort wartete auch bereits der Fahrer und brachte uns knapp wieder aus dem Nationalpark zum Restaurant. Hier gab es als Spezialität frische Forelle, ein bei Ecuadorianern sehr beliebter Speisefisch,der hier überall in Farmen gezüchtet wird.
Nach der Rückkehr waren wir alle sehr erschöpft und mussten uns erstmal ausruhen und die nassen Klamotten zum Trocknen aufhängen.Dann mussten wir aber nochmal los um unser Busticket für morgen zu besorgen. Also mit dem Taxi zum Busbahnhof, bei Transportes San Luis ein Ticket für 3 Personen mit Sitzplatzreservierung nach Guayaquil via Cajas gekauft und wieder mit dem Taxi zurück.
Zum Abendessen gingen wir dann nochmal in das von den Mädels so gelobte Eukalyptus. Heute war keine Live-Musik, aber trotzdem war es fast voll. Wir stellten den Koch vor ein Problem, weil Anja Pasta Primavera(Nudeln mit Gemüse) ohne Gemüse haben wollte. Auch sonst schienen heute einige Probleme vorhanden zu sein, weil viele Gerichte der Karte nicht verfügbar waren. Nur mein Caipirinha war sehr lecker: ein extra Spritzer Sprite, das muß ich mir merken.
23.Tag Ingapirca
Geschrieben am 17.07.2010 um 12:06
Unser Ziel waren heute die Incaruinen von Ingapirca, ca. 80km nördlich von Cuenca. Dies stimmt aber nur teilweise, da die Mauerreste teils noch auf die Canari zurückzuführen snd, die vor den Inca dort lebten.
Wie vereinbart wurden wir um kurz nach 8 von unserem diesmal gut englischsprachigem Guide in einem recht neuen Geländewagen abgeholt. Auf der Panamerikana ging es gut voran, aber kurz vor Ingapirca ist dort eine Baustelle mit teils wohl recht langen Wartezeiten, die unser Fahrer umgehen wollte. Also bogen wir auf eine dieser sehr schlechten Gebirgsstrassen ab. Das Vorankommen war dort sehr mühselig und es stellt sich die Frage ob es wirklich ein „Shortcut“ war.
Ca um 10Uhr kamen wir bei den Ruinen von Ingapirca an und entrichteten 6$Eintritt für Erwachsene und 3 für Kinder.
Unser Guide kannte sich sehr gut aus und beschrieb die Verschiedenen Abteilungen dieses „Tempeldorfes“ genau. Außer dem Tempel sind nur noch die Grundmauern erhalten, da Atahualpa den Komplex niederbrennen ließ, weil sich die Bewohner mit seinem Bruder verbündet hatten.
Der "Sonnentempel" ist anders als bei den Inca üblich in ovaler Form und nicht quadratisch und wurde wohl vorher durch die Canari zu ähnlichen Zwecken gebaut und dann durch die Inca umgebaut und weitergenutzt.
Nach dem Besuch des auch sehenswerten kleinen Museums hatten wir um 12:30 Mittagessen im einzigen kleinen Gasthaus direkt am Platz, was aber ganz annehmbar war(ca.3,50$ pro Mahlzeit).
Die Reste unseres Essens vermachten wir wieder einer alten Frau im Dorf.
Auf dem Rückweg versuchten wir unseren Fahrer noch zu einem Abstecher zu einem Cache zu überreden, die Strecke war aber dann nicht eindeutig zu finden.
Ca. um 15 Uhr kamen wir wieder beim Hotel an.
22.Tag Cuenca
Geschrieben am 16.07.2010 um 01:17
Morgens ging es mir zwar nicht wirklich besser, aber das Fieber war weg.
Das großzügige Frühstücksbuffet des Hotels mit Pankakes, Rührei, verschiedenen Säften, Marmeladen usw. konnte ich bis auf zwei Tassen Kamillentee nicht genießen.
Deswegen blieb ich auch den Vormittag im Hotel, während die Mädels den in der Reisebeschreibung vorgeschlagenen Rundgang durch Cuenca absolvierten. Während dieser Zeit trudelte auch die vermisste Kamera per Kurier ein, Juhu!!!
Es ist wirklich eine schöne Stadt mit vielen Kirchen und geschäftigem Treiben auf den Märkten und auf den Straßen, wie auch ich dann am Nachmittag auf dem Weg zur traditionellen Hutfabrik feststellen konnte.
Die „Panamahüte“ kommen aus Equador. Es gibt viele Verschiedene Farben und Formen, am bekanntesten dürfte jedoch der weiße Hut mit schwarzem Band sein.
In einer kleinen Führung lernten wir die verschiedenen traditionellen und modernen Fertigungsweisen kennen.

Anschließend suchten wir einen Hut für meine Schwiegermutter aus und ließen ihn individuell anpassen(hoffentlich passt er) und auch ein traditionelles Modell für meinen Kumpel Thorsten musste mit. Mir stand die klassische Form auch nicht schlecht, so alla Indiana Jones, aber ich weiß, das ich es Zuhause nicht tragen würde.
Auf dem Rückweg zum Hotel genossen die Mädels noch ein Eis bei Tutto Freddo, gleich bei der Cathedrale.
21.Tag Alausi Transfer Cuenca
Geschrieben am 16.07.2010 um 01:12
Wir wurden vereinbarungsgemäß um 9:00 mit einem Kleinbus abgeholt.Obwohl wir uns im Vorfeld gefragt hatten, wie ein „Trainride by Car“ wie angekündigt wohl ablaufen würde, hatten wir keine Vorstellung davon bekommen können. Wie der Ausflug dann ablief hatte jedoch mit „drive most of the Traintrack by car“ nichts zu tun. Wir wurden zu zwei Aussichtspunkten gefahren: von dem ersten konte man grob die Bahnstrecke von weitem sehen; vom zweiten Punkt zunächst garnicht, sondern erst nach einem Abstieg von etwa hundert Metern über einen steilen Berghang, dort waren zwei Gleispaare des „Nariz el Diablo“ zu sehen. Da sieht man fast auf der normalen Busstrecke mehr.

Die Aufnahme ist mit einem 300er Tele entstanden. Also das war definitiv nicht das was wir erwartet hatten und im Vergleich zu unseren bisherigen Touren etwas enttäuschend, zumindest wiedersprüchlich formuliert.
Als wir gegen 10:30 wieder in Alausi waren, fuhr unser Guide freundlicherweise am Busterminal vorbei um zu fragen wann der nächste Bus nach Cuenca fahren würde.
Am Abend zuvor hatten wir hier schon mal geschaut und an einer Tafel 2:45 gelesen.
Vor dem Haus der Cooperative Alausi stand ein Bus nach Cuenca abfahrbereit da und unser Fahrer fand heraus, das es der letzte für Heute sein sollte!
2:45 war wohl Nachts! Hier lief heute alles schief.
Also schnell zurück zum Hotel um die Sachen zu holen, die wir schon morgens fertig gepackt hatten. Als wir wieder am Busbahnhof ankamen war der Bus weg!
Unser Guide bekam schließlich Kontakt zum „Disponenten“, der den Busfahrer anrief auf uns zu warten. Wir holten den Bus auf der Fernstrasse wenige Meter hinter Alausi dann auch ein und konnten noch zusteigen.
Im Bus roch es sehr muffig und war ziemlich voll. Wir konnten zuerst zur Plätze hinten bekommen, was bei den vielen Kurven echt nicht schön ist.
Nachdem ein paar Leute ausgesiegen waren, konnten wir uns weiter vorn platzieren.Trotzdem wurde mir immer schlechter und ich musste auch etwas Zwieback, der sich gegen Übelkeit beim Fahren bewährt hatte, zu mir nehmen.
Obwohl Cuenca nur 80Km von Alausi weg ist, dauerte die Fahrt 4 Stunden weil mehrere bis zu 3500m hohe Pässe zu überwinden sind.
Das Hotel in Alausi „Inca Real“, das wir am späten Nachmittag dann vom Busbahnhof aus mit dem Taxi erreichten ist wirklich schön. Ein Kolonialstilgebäude mit mehreren überdachten Innenhöfen und vom Dauerstau auf der Strasse(General Torres) bekommt man gar nichts mit.
Mir ging es jetzt immer schlechter und ich bekam leicht Fieber(38,2°C) und Bauchkrämpfe.
War es nur wieder eine GI-Infektion oder fing so die Malaria an? Unser Besuch im Cuyabeno lag 14Tage zurück, das würde genau zur Inkubationszeit passen,aber ich hatte nahezu keine Mückenstiche gehabt.
Die Mädels hatten beschlossen zur Ladys Night ins Restaurant Eukalyptus zu gehen, wo es Livemusik gab. Die Gerichte sind breit gestreut vom Burger bis Thai-Curry und sehr lecker.
Ich widmete mich dem Fiebermessen welches aber nicht weiter stieg.
20.Tag Transfer Banos Alausi
Geschrieben am 15.07.2010 um 06:15
Wir haben den ganzen Tag Zeit um von Banos nach Alausi mit dem Bus zu fahren. Die direkte Strecke über Riobamba ist nach dem Vulkanausbruch im Januar immer noch nicht passierbar, alle Busse fahren über Ambato. Im Hotel wussten Sie die Abfahrtszeiten: nahezu Stündlich.
Wir beeilen uns also den Bus um 9:45 zu bekommen. Transfer mit dem Taxi zum Busbahnhof.
Dort ist kein Bus mit dem Ziel Riobamba zu finden, soll wohl aber bald kommen. Wir kaufen ein Ticket bei der Cooperative Sangay, und nicht wie in unserem Anleitungsbuch empfohlen von der Cooperative Banos, weil einfach kein Bus dieser Gesellschaft in der nächsten Zeit fährt.
Der Bus und auch die Fahrt ist ganz O.K..Wir erreichen wie geplant nach 2Stunden Fahrt Riobamba. Um weiterzufahren müssen wir wie schon fast befürchtet zu einem anderen Busbahnhof im Süden Riobambas.
Beim Taxitransfer stellen wir fest, das der Bus von Banos unweit dieses Terminals das erste mal in Riobamba gehalten hatte. Na was solls, 1$ Taxigeld rausgeworfen, dafür werden wir direkt bis fast vor den Bus gebracht.
Der ist wie empfohlen von der Cooperative Alausi. Wir kaufen, zusätzlich zu dem schon fast obligatorisch gewordenen Zwieback zur Unterdrückung von Übelkeit , noch ein paar Mandarinen und Äpfel von zusteigenden Händlern. Alausi erreichen wir nach weiteren 2Stunden über kurvige Bergstrassen.
Alausi ist wirklich ein kleines Städtchen und seit der Zug nicht mehr fährt ist hier echt nix mehr los.
Der Bahnhof ist aber auch ohne Zug sehenswert.

Unser Hotel La Quinta soll in 5 Minuten zu Fuss erreichbar sein. Schön das keine Adresse dasteht!
Also nehmen wir wieder ein Taxi. Das war denn auch gut so, es geht doch etwas bergauf.
Die Unterkunft ist wieder echt toll. Ein wirklich schöner Blick über Alausi, vor allem abends.
Beim Durchsehen unserer Sachen stellen wir fest das wir unsere kleine Panasonic Kamera nicht mehr finden! Am ehesten haben wir sie wohl im Hotel in Banos liegengelassen.
Der Hotelinhaber ist sehr hilfbereit und bietet sich an in Banos anzurufen. Nach einigem Hin und Her ist klar: die Kamera wurde dort gefunden und wird per Express an unser nächstes Hotel Inca Real in Cuenca geschickt.
Wo wir schon mal dabei sind fragen wir gleich nach wie das mit unserer Tour "Trainride by Car" am nächsten Tag aussieht. Auch dem Hotelier kommt die Abholzeit 11:30 komisch vor und er ruft bei der lokalen Reiseagentur an die die Tour normalerweise durchführt(es gibt wohl nur die eine in Alausi)
und vereinbart eine frühere Zeit um 9:00.
Am Abend gehen wir essen und haben uns die Pizzeria d`Angelo ausgesucht.
Was uns erwartet ist sehr lustig: Ein Neonschild auf der Gasse weist auf die Pizzeria hin, die sich im Hinterhof befindet. Der Gastraum ist sowohl Küche für die Familie und für die Pizzeria. Die Qulität der Pizza kann leider nicht mit der gewohnten mithalten und wir schaffen die Hälfte nicht, die wir ein paar Jungs auf der Strasse vermachen.
19.Tag Banos
Geschrieben am 13.07.2010 um 04:12
Nachdem meine beiden Mädels wieder etwas Verdauungsprobleme hatten, haben wir es heute ewas ruhiger angehen lassen. Am Morgen habe ich versucht den Vulkan etwas näher zu kommen, da es etwas wolkenfreier aussah. Der Ausflug zu "Las antennas" auf der anderen Talseite auf 2200m mit dem Taxi war nicht wirklich ergiebig, der Berg war in eine aufgetürmte Wolkenschicht gepackt und der Krater nicht sichtbar. Nur einmal war ein etwas lauteres Grollen zu hören und es stieg aus der Wolkenschicht eine senkrechte Dampfwolke auf.

Am Nachmittag gingen wir kurz in die Stadt und ließen und dann zum "Parque Eco Zoologico" dem Zoo von Banos bringen, der etwas ausserhalb liegt. Es war ganz nett alle Tiere die wir nicht in freier Wildbahn sehen konnten hier anzuschauen. Der Zoo ist klein und liegt auf einem Hügel in der Pastaza Schlucht, die Gehege sind zwar ganz o.k.,entspechen aber wohl nicht europäischen Standards.
Am Abend aßen wir in unserem Hotel, was auch ganz lecker war. Die Mädels konnten auch schon wieder etwas Suppe runterkriegen.
18.Tag Banos
Geschrieben am 12.07.2010 um 12:07
Heute wollten wir eigentlich früh morgens in der heißen Therme den Sonnenaufgang erleben, dort ist bereits ab 4:30 geöffnet. Wir haben aber verschlafen.
Dann lieber ausgiebig Gefrühstückt. Es gab verschiedene Menüs zur Auswahl: Thunguruha- Pankake in Vulkanform mit Passionsfruchthonig(rote Soße hätte irgendwie besser gepasst) , Fruchtsalat; Altar (ebenfalls ein erloschener Vukan) Fruchtsalat, Müsli, Brot und Marmelade und noch einige andere Varianten. Dann sind wir losgezogen um die Pastaza-Schlucht zu erkunden. Eigentlich wollten wir mit dem normalen Bus fahren, sind aber nicht zum Busbahnhof gegangen sondern in der Stadt richtung Puyo. Es kam kein Bus. Ob das nun am Sonntag lag oder ob wir an der falschen Stelle standen wissen wir nicht.
Jedenfalls hielt dann einer der Chiwa-Busse(LKW mit Sitzreihen und Dach auf der Ladefläche) die wir eigentlich nicht nehmen wollten. Da der Fahrpreis für die gesamte Wasserfall-Tour aber nur 3$ p.P. kosten sollte, war es dann keine Frage mitzufahren. Während der Fahrt durch die ersten Tunnel kam dann das Entertainment-System des Gefährts voll zur Geltung: In allen Farben blitzende LED´s und dazu Modern Talking rauf und runter.

An den ersten kleineren Wasserfällen wurde nur kurz gehalten und etwas auf spanisch dazu erklärt, was wir auch so leidlich verstanden. Beim ersten größeren Wasserfall mit Tarabita(Seilbahn) über die Schlucht wurde länger gehalten, damit man mitfahren konnte. Wir trauten der Technik(Alter LKW-Motor mit Getriebe, bei dem das Zugseil der Gondel über ein Hinterrad lief. Je nach Fahrtrichtung schaltete der "Fahrer" in einen Vorwärts oder Rückwärtsgang) nicht so ganz über den Weg.
Das Ganze wiederholte sich beim zweiten größeren Wasserfall. Wir trauten uns immer noch nicht.
Beim dritten Wasserfall wo wir so weit waren doch mal mitzufahren, hielt der Chiwa-Bus dann nicht mehr, sondern fuhr durch bis zum letzten Halt, dem größten Wasserfall, dem Pailon del Diablo(Teufelsfall).
Dort konnte man sich jetzt im angrenzenden Ort vergnügen oder zum Wasserfall hinunterlaufen.
Wir sind natürlich zum Wasserfall gelaufen und wagten uns zuerst über eine altersschwache Hängebrücke, über die nur 5 Personen gleichzeitig gehen sollten, woran sich natürlich keiner hielt.
Danach konnte man optional für 2$ noch dichter ran und sogar hinter den Wasserfall. Um dorthin zu gelangen war aber das Überwinden einer kleinen Kriech und Kletterstrecke nötig. Das (nasse) Gefühl entschädigte aber für die Strapaze.
Der Rückweg ging Bergauf, konnte aber mit Hilfe von Kauen der zwischendurch erstandenen Zuckerrohrstücke gut bewältigt werden.
Da es noch nicht allzu spät war, entschlossen wir uns noch etwas weiter richtung Puyo in den Djungel zu fahren. In Rio Negro unserer Endstation kam swar noch nicht das wahre Urwaldfeeling auf, aber immerhin. Der Bus zurück war auch schnell gestoppt und eine halbe Stunde später waren wir wieder in Banos. Hier suchten wir nach dem Café Aroma, welches wir aber nicht fanden und gingen dann zurück ins Hotel.
17.Tag Transfer Banos
Geschrieben am 11.07.2010 um 12:07
Wir wurden wieder um 8:30 abgeholt und die Fahrt ging diesmal über geteerte Straßen nach Latacunga und von dort die Panamerikana nach Süden. In San Miguel de kauften wir uns eins der hier bekannten Eis am Stiel. Es gab viele verschiedene Geschmacksrichtungen, unter anderem Taxo und Guanabana.
Durch Ambato ging es weiter nach Banos. Der Thungurua war in Wolken, nur eine kleine Aschesäule war zu erahnen. In Banos wurden wir an unserem Hotel Pasada del Arte abgesetzt, um 12 war aber unser Zimmer noch nicht fertig. Wir konnten unser Gepäck abstellen und machten uns mit unserer dreckigen Wäsche auf die Suche nach einem Waschsalon. Um die Mittagszeit hatten die aber alle geschlossen und meistens war es sowieso ein Laundry-Service, der mindestens 1Tag dauert.
Also gingen wir zurück in unser Hotel und gaben die Wäsche da ab, sollte morgen zwischen 9 und 12 fertig sein. Da es jetzt doch Mittagszeit war gingen wir die kurze Strecke in die Stadt.
Geldholen am Automaten funktionierte hier mit der EC-Karte wieder problemlos(Banco de Pichinicha).
In einer Hühnerbraterei aßen wir ein Menü(Suppe mit Hühnerfuß, 1/3 Hähnchen mit Reis,Linsen und Salat und frischen Ananassaft) für 2,50$ und schauten dem Spiel Deutschland-Paraguay am Anfang zu.
Danach nahmen wir ein Taxi und ließen uns zum Cruz Runtun hoch über Banos bringen.

Dort hat man eine sehr gute Aussicht und 100m entfernt liegt der einzige Cache in der Umgebung. Dort schaften wir unseren 2. FTF in Ecuador, noch keiner hatte diese Dose gefunden. Dann ging es auf dem Wanderweg zurück in die Stadt.
16.Tag Quilotoa
Geschrieben am 11.07.2010 um 12:03
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Früchten, selbstgemachtem Yoghurt und Rührei ging es um 8:30 wieder los. Unser Fahrer hatte irgendwo nebenan genächtigt und legte
wieder ein beachtliches Tempo in den Serpentinen der Schotterpiste vor. Zunächst fuhren wir wieder zurück nach Sigchos und bogen dort nach Chugchilan ab. Die Strasse wurde immer schlechter und so hatten wir kurz vor dem Ort einen Platten hinten rechts. Der Fahrer fuhr ganz langsam in den Ort und begann auf dem Dorfplatz den Reifen zu wechseln. Nach 15 Minuten war das ganze erledigt, er wollte den Reifen aber noch flicken lassen und erkundigte sich bei mehreren Personen nach einer Werkstatt. Die Ecuadorianer sind nämlich so höflich auch in eine Richtung zu zeigen wenn sie den Weg nicht wissen.
Die „Werkstatt“ war äußerlich nur daran zu erkennen, das mehrere Motorrad und Fahrradreifen herumlagen. Nach aufpumpen des Reifens war das Leck jedoch schnell gefunden und professionell mit einer Plombe verschlossen.
Trotzdem war es jetzt schon sehr spät und die Uhr zeigte 11:30 als wir eine Stunde später den Quilotoa-Kratersee erreichten und schon sehr bewölkt.

Wir nahmen die Lunchpakete, die wir uns im Llullu Llama hatten machen lassen und begaben uns auf eine kleine Wanderung auf dem Kraterrand. Nach einer Viertelumrundung machten wir Picknick, was nicht lange unentdeckt blieb. Ein kleiner Hund wollte etwas von unseren Vorräten abhaben und hatte auch Erfolg. Die am Kraterrand angebotenen Waren fanden nicht unser Interesse.
Wir fuhren wieder 2 Stunden auf diesmal etwas besseren Strassen über Zumbahua nach Tigua. Dort konnten wir eine Ausstellung der Tiguamaler anschauen, auch hier wurden wir nicht fündig.
Im gleichen Dorf liegt unsere Unterkunft: Posada de Tigua, ein Bauernhof mit 68 Kühen und kleinem Gästehaus.
Vor dem Haus grasen Lamas und Alpakas. Auf dem Lama „Pako“ darf man kostenlos reiten, was wir gleich ausprobieren konnten.
Die Kühe kamen erst um 16Uhr zum Melken von der Weide, dann durften wir zusammen mit einer belgischen Familie hier Hand anlegen. Die warme Kuhmilch schmeckte gar nicht so schlecht, und aufgeschäumt war sie auch schon. Ein weiteres Highlight war der Kuhstall mit Wasserspülung, bei dem ein ständiger Wasserfluß hinter den Kühen entlanggeleitet wird und anschließend auf die Felder und Weiden gelangt.
Vor dem Abendessen gab es noch einen selbstgemachten Canelazo( Schnaps mit Passionsfrucht).
15.Tag Cotopaxi
Geschrieben am 11.07.2010 um 12:01
Nach einer Nacht mit nur wenig Schlaf, wohl wegen der Höhe(3400m), sahen wir einen strahlend blauen Himmel und einen wolkenlosen Cotopaxi durch unser Dachfenster.
Das Frühstück war auch wieder sehr lecker und vereinbahrungsgemäß wurden wir um 8:30 abgeholt. Die Fahrt ging auf der Kopfsteinpflasterpiste weiter und nach einer halben Stunde waren wir beim Nordeingang zum Nationalpark.
Unser Fahrer konnte es besser englisch als der vom Vortag und so wagten wir es ihn zu fragen, ob er einen kleinen Umweg machen könnte. Nach dem Eingngstor bogen wir also sofort links in eine schmale Fahrspur ab, die uns nordöstlich am Cotopaxi entlangführte, der immer noch nahezu wolkenfrei war. Nach 4km bogen wir erneut in eine noch schlechtere Fahrspur ab, die an den Anfang der Wanderstrecke zum benachbarten Vulkan........führte. Dort versperrte ein Tor die Weiterfahrt, das unser Fahrer dann zum Wenden öffnete. Wir gingen zu Fuß noch 200m weiter zu einer Brücke, die ebenfalls mit einem Tor versperrt war. Daneben wurde jedoch eine Furt zur Durchfahrt benutzt und Fußgänger konnten auch seitlich am Tor vorbei. 10M weiter meldete unser GPS, das wir am Cache angekommen waren. Dieser sollte sich unter einem großen Stein befinden und war vor ca. 2Jahren dort abgelegt, aber noch von niemandem gefunden worden.
Und dort war er, trocken und unversehrt und immer noch ohne Eintrag. Das haben wir dann schnell geändert und nach einem Erinnerungsbild ging es zurück zum Auto.

Die ganze Aktion hatte uns über eine halbe Stunde gekostet und bis zum Parkplatz auf 4500m Höhe brauchten wir auch nochmal eine dreiviertel Stunde, da sich das Auto fast nur im ersten Gang bergauf quälte.
Oben angekommen zogen wir dicke Sachen, Mütze und Handschuhe an, um unseren Aufstieg zum Refugio auf 4850m zu beginnen.
Unser Fahrer kam wiedererwarten mit und empfahl uns die linke, zigzagartige Route, die weniger Steil,dafür aber länger war.
Die ersten Schritte in der dünnen Luft klappten erstaunlich gut und wir kamen langsam aber stetig voran. Auf halber Stecke drohte Anja schlapp zu machen, konnte jedoch zum Weitergehen ermutigt werden. Kurz danach wurde es deutlich kälter, da hier der Gletscherwind des Cotopaxi für einen eisige Brise sorgte.
Nach endlosen Serpentinen kamen wir endlich an der gelben Schutzhütte an. Es waren jetzt schon deutlich mehr Wolken aufgezogen und der Gipfel nur noch selten frei.

In der Hütte gab es einen heißen leckeren Kakao für 1$ und wir verweilten eine ganze Zeit.
Während ich noch überlegte, ob ich für ein schöneres Foto noch etwas weiter Richtung Gletscher aufsteigen wollte, hatte mir die Natur die Entscheidung abgenommen. Die Gipfelregion einschließlich der Hütte war komplett in Wolken gehüllt und auch keine Lücke absehbar.
Also wurde der Abstieg auf der kurzen steilen Route beschlossen.
Diese bestand nahezu vollständig aus losem Geröll, das die Gelenke beim Abstieg schonte, Aufsteigen hätte ich hier allerdings nicht mögen.
Viele der jetzt Aufsteigenden schienen aufgrund der Wolken auch etwas entmutigt.
Bereits nach 20 Minuten waren wir wieder am Parkplatz und gingen noch ein paar Schritte zum Rand eines Seitenkraters um ein Bild für einen virtuellen Cache zu machen.
Beim Runterfahren machten wir noch Halt bei der Laguna Limpiopungo und bei einem kleinem Museum in dem ein ausgestopfter Andenkondor zu sehen war.
Nach etwas Schotterpiste und einer Flußdurchquerung waren wir wieder auf der Panamerikana.
Nach ein paar Kilometern bogen wir aber bereits wieder rechts nach Toacazo ab, wo der Asphaltbelag wieder endete. Die Schotterpiste wurde immer schlechter und gewundener, je tiefer wir in die Täler der Wetstkordilläre eintauchten. Über Sigchos ging es nach Insinlivi, einem größeren Dorf mit kleinem Laden, Kirche, Holzwerkstatt und dem kleinem Hostal Llullu Llama (sprich: „schuhschuhschama“) was auf Quichua kleines Lama heißt.

Dort waren wir in einem Doppel und einem Einzelzimmer untergebracht. Das Hostal wurde gerade von einer holländischen Volontärin für 1Monat geführt, hat eine Gemeinschaftsdusche und ein Kompostklo mit toller Aussicht auf das Tal.
Nach Ankuft machten wir uns gleich mit dem Hostalhund Nina auf Dorferkundung. Nach einer kleinen Runde kamen wir schon wieder zurück, weil es nicht mehr zu sehen gab und weil es anfing zu regnen. Immerhin hatte es vor allem Karin mit resoluter Stimme geschafft, den Hund von einem Imbiß unter den einheimischen Hühnern und Meerschweinchen abzuhalten.
Nach einem tollen Abendessen mit grüner Suppe, Lasagne und Kuchen fielen wir geschafft ins Bett.
14.Tag Transfer Cotopaxi
Geschrieben am 10.07.2010 um 11:58
Heute konnten wir es etwas gemütlicher angehen lassen, wir mussten erst um 12Uhr wieder in Quito sein. Das Frühstück im Hotel Otawalo war ganz gut, Karin und Anja suchten jedoch trotzdem die Bäckerei über der Strasse auf um etwas für die Fahrt dabeizuhaben.
Die Taxifahrt zum Busbahnhof dauerte nur wenige Minuten und ein Bus nach Quito stand auch schon bereit. Wir verstauten unser Gepäck und Anja und ich nahmen hinter dem Fahrer platz. Das das, zumindest in der Anfangsphase der Fahrt der schlechteste Platz ist bekamen wir schnell heraus. Der „Schaffner“ versucht soviel Fahrgäste wie möglich zu finden und die Tür bleibt dabei auf und es zieht ziemlich. Außerdem hat man nichts zum Festhalten.
Die Fahrt nach Quito ging recht schnell, ohne viele Zwischenstopps. Am Busbahnhof stiegen wir sofort in ein Taxi um, das neben dem Bussteig schon wartete.
So waren wir pünktlich 11:45 bei Ecole ******. Unser Fahrer für den Transfer zum Cotopaxi wartete schon in einem weinroten Geländewagen. Zunächst ging die Fahrt quer durch Südquito, bis wir schließlich auf der Panamerikana waren, die hier sechsspurig Ausgebaut ist.
Bei Machachi bogen wir nach links auf eine Kopfsteinplasterstrasse ab, die noch aus Inkazeiten
zu stammen schien, jedoch die Hauptform der Nebenstrassen Ecuadors darstellt.
Nachdem wir vielen Schlaglöchern und Kühen auf dem stetig ansteigenden Weg ausgewichen waren, die angekündigten 4Km bis zur ***** waren auch schon lange vorbei, bogen wir endlich nach rechts zu einer Ansammlung rot verputzter Gebäude ein.
Die Hacienda El Porvenir besteht aus eingeschossigen Nebengebäuden, die sich um einen großen Innenhof gruppieren und von dem anschließenden Herrenhaus dominiert werden.
Wir waren im Haupthaus unter dem Strohdach untergebracht mit Aussicht auf den Cotopaxi. Wenn denn überhaupt etwas zu sehen gewesen wäre. Wie im Andenhochland durchaus üblich ziehen Nachmittags ziemlich dicke Wolken auf, sodaß auf der Fahrt auch keiner der Vulkane sichtbar war.
Die Hacienda war im alten Stil eingerichtet und man konnte sich schon als Haciendero fühlen, wenn man im Wohnzimmer vor dem Kamin saß. Dort hatten wir bei einer Tasse Tee platzgenommen, nachdem unser kleiner Akklimatisationsspaziergang ins Wasser gefallen war.
Etwas Auszuruhen war auch mal ganz schön. Das Mittagessen, das wir erst etwas spät geniessen konnten, und auch das Abendessen waren echte Highlights, da war es auch zu verschmerzen, das sie nicht inklusive waren.

13.Tag Otavalo
Geschrieben am 10.07.2010 um 11:57
Um 8Uhr wurden wir zum Frühstück gebeten, welches aus Rührei mit viel Tomaten,Paprika und Zwiebeln, im Dorfgemeinschaftsofen gebackene Brötchen, selbstgemachte Marmelade aus einer unbekannten Frucht und Orangensaft bestand. Der in Ecuador allgegenwärtige Nescafé durfte natürlich auch nicht fehlen, wurde von mir aber durch einen Löffel Salz noch ungenießbarer gemacht. Sonst war aber alles ganz lecker.
Auf die Ehre die Kühe wieder auf die Weide zu bringen verzichteten wir und packten unsere Sachen zusammen.
Um 9Uhr wurden wir von einem PickUp mit verlängerter Kabine abgeholt.
Der junge Fahrer sollte unser Guide für den ganzen Tag sein und fuhr mit uns zu Beginn zum Cuicocha Vulkansee. Laut Flyer war der Besuch dort zwar erst am Ende der Tour vorgesehen, das Wetter ist vormittags aber deutlich besser. Wir machten ein paar Bilder, auf einen Spaziergang um den See(4 std.) hatten wir aber keine Lust.
Dann fuhren wir nach Carabuela und besuchten eine Familie, die Wolle verarbeitete. Wir konnten beim haspeln, spinnen und weben zuschauen und teilweise mitmachen.
Die fertigen Produkte waren zwar sehr schön, gekauft haben wir aber nichts.
Die nächste Station war eine kleine Manufaktur für traditionelle Musikinstrumente in Quinchuqui. Wir sahen wie eine Panflöte hergestellt wird und erstanden das Instrument für 3$. Es wurden noch eine Reihe anderer Instrumente vorgestellt und gespielt.
Insgesamt waren wir sehr schnell unterwegs und an Mittagszeit war noch nicht zu denken.
Als zusätzlichen Programmpunkt wurden wir von unserem Fahrer deshalb zur Cascada de Peguche gebracht. Dort konnte nach einem kleinen Fußweg ein Wasserfall angeschaut werden. Der Versuch zu dem zweiten Fall oberhalb des ersten vorzudringen scheiterte jedoch.
Nach der anstrengenden Wanderung ging es zum Mittagessen, das jedoch anders als Ausgeschrieben nicht in Cotacachi, sondern in Otawalo an der Plaza des Ponchos stattfand.
Als letztes besuchten wir eine Famile in Huaycupungu, die aus dem Schilfrohr des benachbarten Sees „Lago San Pablo“ Matten, Körbe und andere Sachen herstellte.
Gegen 15Uhr brachte der Fahrer uns zu unserem Hotel Otawalo (Roca y Montalvo), wieder ein sehr schönes Hotel im Kolonialstil mit überdachtem Innenhof. Nach kleiner Erfrischung machten wir noch einen Stadtrundgang mit Besuch des „Mercado 24 de Mayo“ bis zum Plaza de Ponchos. In der Nähe des Platzes aßen wir jeder 2 Empanadas mit Zucker(25ct.p.Stk).
12.Tag Otavalo
Geschrieben am 10.07.2010 um 11:54
Heute stand die Fahrt nach Otavalo auf dem Programm. Pünktlich um 7Uhr stand der Transport vor dem Hotel Casa del Sol. Vorher hatten wir uns bei der Panederia um die Ecke mit Frühstück eingedeckt und unseren Bargeldvorrat bei einer Bank quer über der Strasse aufgefüllt, EC funktionierte problemlos.
Der Fahrer brachte uns zum Terminal Terrestre Carcélen, dem Busbahnhof im Norden Quitos.
Dort konnte er uns nicht mehr weiterhelfen, da er selbst noch nicht dagewesen war.
Eine bzw, drei Fahrkarten zu kaufen war aber nicht sonderlich schwierig. Von allen Seiten wurden uns verschiedene Reiseziele zugerufen, man musste nur irgendwann si sagen.
Die in unserer Reisemappe zu benutzende Gesaellschaft Transportes Otavalo hieß Cooperativa Otavalo Transs., aber viel Auswahl gab es bei diesem Reiseziel eh nicht.
Wir suchten uns nach dem Rat des Transferfahrers einen Platz auf der rechten Seite.
Das große Gepäck verschwand im Bauch des Busses, das Handgepäck wurde von uns kramphaft auf dem Schoß festgehalten. Diese Sicherheitsmaßnahmen waren uns geraten worden, da es wohl nicht unüblich ist Gepäckstücke aus den oberen Ablagen einfach mitzunehmen, unter dem Sitz des Vordermannes wegzunehmen oder unbemerkt aufzuschlitzen.
Alles erwies sich als unbegründet, der Bus blieb recht leer.
Das mit der guten Aussicht rechts stimmte: wir hatten eine gute Sicht auf den Cotopaxi und den Cayambe.
Wir kamen bereits um 10Uhr in Otawalo an und begaben uns sogleich zur Reiseagentur Runa Topari, die unseren Aufenthalt bei der Gastfamilie organisiert und sich zentral am Plaza des Ponchos befand.
Auf dem Weg konnte noch ein Geschenk für die Gastfamilie(Stifte und Block sowie Süßigkeiten)erstanden werden.
Der Transport zur Familie sollte erst um 14Uhr gehen, also hatten wir noch Zeit die Stadt anzuschauen und den Markt zu besuchen, der für seine Textilien bekannt ist.
Der Plan drei Ponchos für die Tour zum Cotopaxi zu erstehen wurde schnell aus Praktikabilitätsgründen aufgegeben. Das zieht man zuhause ja doch nicht mehr an.
Wir erstanden stattdessen 3 schöne Wolljacken, eine Mütze mit Fleecefutter, eine Hängematte, bunte Armbänder für Anjas Freundinnen und eine bunte Tasche damit wir alles tragen konnten.
Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant in der Av. Sucre (der Typ ist in Ecuador ziemlich beliebt) gingen wir wieder zu Runa Topari.
Für den nächsten Tag, der sonst zur freien Verfügung in Otawalo war, buchten wir dort eine „Community Tour“.
Die Fahrt zur Gastfamilie dauerte 25 Minuten und führte uns in ein kleines Dorf mit Namen Santa Barbara, in der Nähe von Cotacachi.
Die Szenerie kann man schon als sehr ländlich bezeichnen: rechts und links von der Stasse waren Kühe und Schweine auf Wiesen angeleint, die Dorfstrasse war mit Pflastersteinen so schlecht und recht gepflastert und an einem kleinen Bach wuschen Frauen Wäsche.
Wir wurden von der Mutter der Famile (5Kinder, von denen nur 2 noch klein und anwesend waren) freundlich begrüßt.
Die Kommunikation war erstaunlich unkompliziert, wobei eine längere Unterhaltung wegen unserer mangelhaften Spanischkenntnisse nicht stattfand.
Der Hof der Familie war um einen zentralen, teils überdachten Platz angeordnet. Dort fand das eigentliche Leben im Freien statt.

Angrenzend fand sich die Küche, die fast westlichen Standards mit Herd, Kühlschrank, Spüle und Esstisch entsprach, ein Schlafzimmer mit 2 Betten und eine Abstell-/Arbeitskammer.
Das „Bad“ der Familie befand sich über dem Hof im gleichen Gebäude wie der Stall für die 3 Kühe, Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen. Es bestand aus Dusche und Toilette, jedoch in erbärmlichen Zustand.
Wir waren in einem separatem Gebäude, welches sich im Garten, in dem auch ein Avocado und Tamarillobaum stand, untergebracht.
Im Vergleich zum Haus der Familie sah es aus wie ein Palast: Alles peinlich sauber, der Boden mit glasierten Tonfliesen und sauber gefliestes Bad mit Dusche. Auf den 3 Betten lagen die bunten indianischen Überwurfdecken und sogar ein Kamin war vorhanden.
Dieses Haus war offensichtlich von Runa Topari dort extra gebaut worden.
Wir wurden sogleich im Dorf herumgeführt und besuchten den Standort der 3 Kühe auf Wiesen etwas entfernt vom Haus und den Gemeinschaftswaschplatz an einem extra abgeleiteten und aufgestauten Bacharm. Die ausgeprägte Veralgung durch die Phosphate im Waschmittel war nicht zu übersehen.
Danach gingen wir zusammen Futter schneiden und fütterten die Kaninchen und Meerschweinchen, die auch eindeutig als Nutztiere gehalten wurden und recht fett waren.
Auf dem Hof waren unter dem Dach viele ***skolben zum trocknen aufgehängt.
Die Mutter der Hausherrin, sehr klein und schon 82, war dabei die Körner von den ***skolben zu entfernen. Wir halfen eine ganze Weile dabei.
Die Körner hatten die verschiedensten Farben: von fast Weiß bis Orange und Dunkelrot. Einzelne waren auch Schwarz ohne dabei schlecht zu sein.
Eine besondere Herausforderung bestand darin diejenigen mit einem kleinen Loch auszusortieren, aus dem bei Berührung ein kleiner Käfer herauskam.
Wir halfen auch dabei die Kühe über die Dorfstraße nach Hause zu treiben.
Zum Abendessen kam auch der Hausherr, der in Otawalo in „“Constuktion“ und als Fahrer arbeitet nach Hause.
Es gab eine sehr leckere ***ssuppe, die fast orientalisch abgeschmeckt war, Reis, Linsen, Blumenkohl und Möhrenstreifen und als Beilage geröstete ***skörner. Dazu Guavensaft.
Da auch der Hausherr kein Englisch sprach und die Kommunikation zu einem Schweigen zu verkommen drohte, verabschiedeten wir uns in Bett. Wir waren auch sehr müde.
In der Nacht wurde ich des Schnarchens verdächtigt, vor unserem Fenster konnte jedoch ein träumendes Wollschweinchen als Ursache ausgemacht werden.
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