24. und 25. Tag, Chaclacayo
Geschrieben am 19.09.2010 um 11:28
18.9.; im Reisefuehrer steht, Chaclacayo ein ruhiger, touristischer Ort, ein Wochenendziel fuer Lima-Einwohner. Wir nehmen ein Taxi und fahren 2 Stunden die 35 km. Hotel gefunden, sehr schoen mit Swimming Pool. Gleichzeitig mit unserer Ankunft kommt grosse Jugendgruppe und feiert mit lauter Musik und staendiger Lautsprecher- Ansage im Garten am Pool ein Event. Wir gehen in den Ort, um dem Laerm zu entfliehen. Die Gegend: staubig, sandig, nur Stein- und Geroellberge. Nur eine lange Hauptstrasse fuehrt durch den Ort, auf der die Autos ohne Geschwindigkeitslimit durchbrausen. Unsere Vorstellung war, einen ruhigen, stillen Platz zu haben, um uns auf den langen Rueckflug vorzubereiten. Nach 6 Stunden war es ruhig und wir konnten eine gute Nacht verbringen.
19.9.: nach dem Fruehstueck haben wir zu Fuss die Gegend etwas erkundet. Eine kleine Kirche mit einer Grotte (Lourdes) wurde besichtigt und eine Nonne schenkte uns Rosenkraenze. Zurueck ins Hotel, ab in den Swimmingpool, staendige Beschallung mit Musik vom Hotel. Wir freuen uns aufs Nachtessen und auf hoffentlich eine ruhige Nacht. Morgen werden wir noch eine Wanderung unternehmen und fuer die Rueckreise packen. Wir wissen nicht, ob wir uns vor dem Flug nochmal melden koennen, wuenschen Euch allen jetzt schon alles Gute. Bis dann......
23.Tag Cusco - Lima
Geschrieben am 18.09.2010 um 03:22
18.9.2010, Wir verlassen frueh morgens das Hotel Nino in Cusco mit dem Taxi. 3 Std. vor Abflug am Flughafen eingetroffen und eingecheckt. Beim Boarding haben wir Bekannte aus Holland wieder getroffen mit denen wir in der 1. Woche schon im gleichen Bus sassen. 12.10 h Abflug nach Lima. Guter Flug mit einer Airbus A 320. Wir wurden abgeholt und mit einem Privattaxi zum Hotel gebracht. Das 3. X im Hotel Los Girasoles. Kurzer Tripp durch Lima, auf der Suche nach Moeglichkeiten per Reisebuero die Umgebung in den naechsten Tagen zu erkunden. Leider erfolglos. So machten wir uns per Internet und Reisefuehrer und Landkarte selbst auf die Suche. Wir fanden einen Ort, etwa 35 Km nordoestlich Lima, namens Chaclamayo, der sehr schoen sein soll. Also geht es morgen wieder los und wir berichten bei Gelegenheit wieder davon........
21. und 22. Tag: Das heilige Tal
Geschrieben am 17.09.2010 um 12:20
21. Tag: Wir wollten nach Ollantaytambo. Aber wie am besten? Reiseunternehmen boten nur Komplettangebote fuer einen Tag mit verschiedenen Zwischenstops und Sehenswuerdigkeiten an. Wir entschieden uns fuer den "einheimischen" Weg: Mit dem Taxi vom Hotel zum Busbahnhof, dann mit dem Minibus (pro Person 10 Soles, entspricht ca. 3 Euro) die 2 stuendige Fahrt nach "Ollanta". Dort haben wir uns ein Hotel gesucht und sind dann gleich auf Exkursion gegangen. Auf zwei Talseiten gibt es dort steil am Hang gebaute Ruinen. Wir erkundeten die eine (kleinere) Staette: Verschiedene Vorratshaeuser, und andere Ruinen, die jedoch nicht zugaenglich waren. Nach der Rueckkehr zum Hotel Kaffeepause im Innenhof mit Regen (3 Tropfen). Danach gingen wir auf den Marktplatz, wo sich ein Tanzwettbewerb (Folkloretaenze von verschiedenen Gruppen vom Tal) "anbahnte" Nach ueber 2 Stunden warten (wir hatten unseren Platz gerade frustriert aufgegeben), ging es los. Mehrere wunderbar bunte Taenze, doch dann verliessen wir den Platz wegen zunehmender Kaelte.
22. Tag: Besichtigung der grossen Ruinenstaette an der anderen Talseite. Prae- Inka-historische Ruinen. Ausserdem phantastisch angelegte Inkabauten: Pflanzterrassen, Vorratshaeuser, ein Wassertempel und ein ausgekluegeltes System von Kanaelen und Brunnen, ganz oben am Hang als Hoehepunkt der Sonnentempel mit riesigen Steinquadern. Der Rueckweg nach Cusco war schwieriger; Es wurde uns gemeldet, dass die Minibusse heute nicht fahren (Streik). Wir fanden in Selbstaktion ein Taxi, das schon auf der Hinterbank von 3 dickeren Damen komplett besetzt war. Nur der Beifahrersitz war noch frei. Nach einigen Verhandlungen wurde der Kofferraum fuer Kurt zum Sitzplatz. Der Fahrpreis wurde ausgehandelt (15 Soles pro Person; von 30 Soles heruntergehandelt). Der Fahrer schaffte die Strecke von Ollantaytambo bis Cusco in 1,5 h und brachte uns direkt zum Hotel. Morgen geht es mit dem Flugzeug zurueck nach Lima. Wir werden uns melden......
16.- 20. Tag ( Inka-Trail )
Geschrieben am 14.09.2010 um 10:14
Es ist geschafft................... am 10. Sept wurden wir vom Hotel mit dem Bus abgeholt und zum Startpunkt unseres Trails gebracht. 2'600m Ausgangspunkt-Hoehe. Wir waren eine Gruppe von 11 Treckern mit 2 Guides. Die Strecke fuehrte teils eben, teils auf und ab, an div. archeologischen Punkten vorbei. An gewissen Stellen hatte man den Ausblick ins Tal, wo der Urubamba immer tiefer unter uns zu sehen war. Der Urubamba fliesst endlich in den Amazonas, was als Ursprung des Amazonas gelten soll. Willkarakay kleiner Tempel. Dann ueber Hatunchaca, 2'950m nach Wayllabamba, 3'100m mit 2 Zwischenstopps. Hier war die letzte Besiedlung, danach war nur noch National-Park. Es wurde empfohlen, - und war noetig, Wasser zu kaufen. Die Wasserflaschen ( 625ml ) kosteten entsprechend der Hoehe und Distanz von 1 Soles bis zu 5 Soles. Unsere Traeger fuer Nahrung, Zelte und Gepaeck versch. Teilnehmer haben uns schon erwartet und wir konnten die Zelte beziehen. Die Wanderzeit betrug ca. 6 Stunden und wir waren froh ein Nachtessen um 19.00 Uhr zu bekommen. Seit 18.00 Uhr war es schon dunkel.
11. Sept.: Um 5:30 h wurden wir mit einem heissen Mate-Coca Tee von den Traegern geweckt. Es wurde der haerteste Tag. Nach den Erfahrungen vom 1. Tag (wir waren die einzigsten, die ihr volles Gepaeck selber getragen hatten), haben auch wir einen Teil (Matte und Schlafsack) den Traegern uebergeben. Wir wussten, dass es nur noch aufwaerts geht (im Sinne der Hoehe...), ueber Llulluchapaimpa (3850 m), Opfertempel besichtigt. Kleiner Zwischenstop nach 2 h; mit regelmaessigen Atempausen den ersten Pass ("Dead woman") 4215 m, erreicht. Gruppe gesammelt, dann 700 m bergab zu unserem Camp bei Paqaymayu. Haben das Nachtessen genossen, auch wenn es nicht mehr warm war. Toiletten fast nicht nutzbar!!! Klopapier musste man sowieso immer selber mitbringen. Die Nacht war sehr kalt, aber durch die Anstrengung haben wir doch relativ gut geschlafen.
12. Sept.: 5:30 h aufstehen (Mate-Tee). Der laengste, aber sehr interessante Tag stand bevor. Aufstieg ueber Runkurakay 3800m, wo wir die archaeologische Ausgrabung eines Inka - Observatoriums besichtigten, weiter auf den 2. Pass, Qochapata (3950m) und runter auf 3600m, Sayaqmarka, wo eine noch gut erhaltene komplette Inka-Stadt gefunden wurde. Danach Concha Marca, 3550m, ebenfalls Inka Ruinen. 1 km weiter kamen wir durch einen Inka Tunnel. Es ging wieder weiter aufwaerts zum 3. Pass (3670m). Ab ca. 3000 Hoehenmetern fing der Regenwald an, Auslaeufer des Amazonas Dschungels, wo Bromelien und Orchideen auf den alten Baeumen siedeln. 1000 m Abstieg, Steintreppen in Hoehe von bis zu 40 cm, schwierig zu begehen, nach Winay Wayna (2700 m), wo wir wieder ein Zelt beziehen konnten. Es war dort ein "Restaurant" mit Bar und es wurden uns warme Duschen verheissen (fuer 5 Soles). Die Duschen fuer Frauen waren eine Enttaeuschung: 1 min sehr heisses Wasser, nicht regulierbar, danach (gerade eingeseift), war die eingestellte Zeit vorbei und es kam eiskalt. Nach dem Abendessen wurden die Porter zeremoniell mit einem Trinkgeld verabschiedet.
13. Sept.: 03.40 h Weckzeit ( ohne Tee ). Fruehstueck um 04.10 h und Abmarsch ( wieder mit vollem Gepaeck ) Richtung Kontrollpunkt fuer Machu Picchu. Abstieg, auf und ab, nach Intipata ( 2'850m ) . Nach weiterem Abstieg, nochmals durch einen Inka-Tunnel kamen wir nach Inti Punku , Sungate ( 2'700m ) und sahen von dort auf Machu Picchu, wo gerade langsam die Sonne aufging. Die Ruinen der Inka-Stadt lagen noch ein wenig im Morgennebel ( und im Dunst des Rauches der Farmer, die die Graeser abbrannten ). Es gab eine grosse Fotoschau mit zunehmender Sonnenbelichtung. Grossartig lag die Stadt vor uns und wir machten uns auf den Abstieg, diese Stadt naeher zu besichtigen. Pro Tag sind ca. 500 Personen auf dem Trail ( davon 200 Touristen ) und in Machu Picchu selber etwa 3'000 Besucher, wovon die meisten mit dem Bus ankommen. Es war ein besonderes Glueck einen guten Guide zu haben, der die Geschichte der Inkas kannte und uns alle interessanten Punkte erklaeren konnte. Da gab es viele Opferstaetten. Kondoraltar, ( der Kondor ist als heilig verehrt, weil er die Seelen in den Himmel traegt ), Sonnentempel, Observatorien, Energiepunkte und die Lagerhaeuser fuer Nahrungsmittel, sowie Handwerkerhaeuser. Ganz besonderes Interesse hatte man am Koenigspalais mit seperatem WC-Teil. Besonders imposant waren natuerlich die vielen grossen Terrassen , die fuer den Anbau von allerlei Nutzpflanzen gebaut wurden. Nach der Besichtigung fuhren wir mit einem Bus nach Agua Caliente (einer absoluten Touristenstadt) und nach mehreren Stunden Aufenthalt mit dem Zug bis Poroy (die Zugstrecke bis nach Cusco war nach den Ueberschwemmungen Anfang des Jahres noch nicht wieder komplett aufgebaut). Wir wurden in Poroy abgeholt (auf dem Schild des Fahreres: "Herr Degerter Kurt Arnold") und kamen um 22 Uhr abends im Hotel in Cusco an.
Zusammenfassend muss vermerkt werden, dass der Inka-Trail nicht fuer Jedermann gedacht ist. Es wird eine bestimmte Fitness vorausgesetzt. Untrainierte sind eine Zumutung fuer die Gruppe und fuer die Guides. Ausserdem darf keine Empfindlichkeit der Hygiene aufkommen ( 3 Tage notduerftig Gesichtwaschen sollte genuegen ). Man muss sich auch darauf einstellen, dass, je nach Monat der Regen hinderlich werden kann. Wir hatten riesengrosses Glueck , nur am 3. Abend ein paar Tropfen abzubekommen. Fuer Diejenigen, die es geschafft haben ist es eine persoenliche Genugtuung zu spueren, dass man koerperlich noch aktiv sein kann. das Gluecksgefuehl Machu Picchu danach zu erreichen ist umso groesser und lohnt sich auf jeden Fall.
14. Sept ( 20. Tag ): Aufstehen aus weichen Betten, warme Dusche, ausgiebiges Fruehstueck im Innenhof des Hotels...- wir geniessen das zivilisierte Leben wieder in vollen Zuegen.
14. und 15. Tag, Cuzco
Geschrieben am 9.09.2010 um 10:01
Es gibt noch einen Nachtrag zum 13. Tag: wir wollten unsere schmutzige Waesche waschen lassen. Der Hotelier versprach, dass die Waesche am Abend fertig sei. Am Abend mussten wir packen fuer die Reise nach Cusco. Die Waesche war selbstverstaendlich nicht da. Neuer Termin 06.00h am andern Morgen. Eine ganze Nacht geaergert, aber am Morgen war die Waesche endlich da. Also 14. Tag. Wir wurden mit einem Taxi zum Busbahnhof gebracht und in einem mehr od. weniger konfortablem Bus mit versch. Aufenthalten und Sehenswuerdigkeiten besichtigen, nach Cusco gefahren. Wieder einmal: - wir hatten die Fahrt gebucht und bezahlt ( war kein Modul ) mit Allem DRUM und DRAN, aber im Bus mussten wir doch noch fuer 2 Fuehrungen speziell den Eintritt bezahlen. Ankunft um 17.30h, mit Taxi Richtung Hotel, aber unterwegs Aussteigen wegen einem riesenlangen Umzug mit Kostuemen und Musik. Die Leute tanzten auf der Strasse und verstopften alles. So mussten wir mit dem gesamten Gepaeck, bergauf, zu Fuss den Rest erledigen. Endlich Hotel erreicht und als wunderpraechtig, zwar alt, aber im span. Haziendastil gebaut, empfunden. Ein "briefing" mit der Reisefuehrerin vom Office und dem Guide Bruno fuer den Trail. Besprechung ueber die Strecke ( am 2. Tag geht es ueber 4200m zur 2. Etappe ) und ueber das zu mitbringende Rucksackmaterial. Nach einer ruhigen Nacht haben wir am 15. Tag ( d.h. heute ) Cusco angeschaut und wieder Einiges eingekauft. Im Besonderen: 2 Stoecke , nach harten Verhandlungen mit einem Strassenverkaeufer und einem ledernen Hut fuer Kurt. Bereiten uns jetzt auf den Inka-Trail vor und gehen Packen. Werden die naechsten 4 Tage nicht berichten koennen, was aber heisst : no news is goog ***s. Also bis dann......
12. und 13. Tag, Puno
Geschrieben am 8.09.2010 um 12:10
Arequipa ab mit Bus um 8.30 Uhr. Ein Stueck zurueck zum Colca Canyon bis zur Abzweigung Puno. Staendig bergauf. Die Landschaft war nicht sehr abwechslungsreich, grosse Hochebenen, durchsetzt mit Geroellhalden. Je naeher an Puno desto schoener. Grossflaechige Weiden mit grossen Herden Lamas und Alpacas. Ab und zu Antilopen. Wir fuhren ueber 4000 m Hoehe und fuehlten die Ruhe der Landschaft. Dann kam der Titicacasee ins Blickfeld, wunderbar klar und blau, mit Puno, einer Stadt, weit gestreut am Ufer, den Berg entlang, mit 220.000 Einwohnern, Hoehe: 3830m. Ankunft um 14 Uhr. Hotel schoen und ruhig gelegen. Die erste Nacht der ganzen Reise ohne Geraeuschkulisse. - Heute, Dienstag, kurze Erkundung der Stadt, Markthalle, etc. Dann liessen wir uns mit einer Fahrrad-Rikscha zum Bootshafen fahren. Das naechste Boot zur Isla del Uros sollte um 12 Uhr fahren, so hatten wir noch Zeit die vielen Kunsthandwerksstaende anzuschauen und etwas einzukaufen. Nachdem wir die Tickets fuer die Fahrt gekauft hatten mussten wir aber noch zusaetzlich bezahlen fuer den Eintritt auf die Insel. 10 Min vor 12 stiegen wir in ein, - man muss sagen " Seelenverkaefer" . Ein "Boot" mit kaputten Baenken, kaputtem Deck und offenen elektrischen Kabeln die, via Zuendschluessel irgenwie zum Motor gelangen sollten. 2 Boys muehten sich ab den Motor in Gang zu bringen. Auf jeden Fall hatten wir Schwimmwesten an. Nach mehrmaligem Ansaugen per Mund am Kuehlsystem des Motors ( der Boy hat sich den Mund verbrannt ) fuhr das Boot dann an. Geschwindigkeit wurde mit der Hand am Kabel, direkt am Motor reguliert. Ankunft an der Insel war super. Empfang durch urige Inseldamen und einem Praesidenten. Die insel hat Platz fuer max. 10 Familien. Wenn sie sich streiten werden die Strohhuetten voneinander weggedreht, wenn das nichts nuetzt wird die Insel auseinandergesaegt. Sie schwimmt nur auf Schilff, ca. 2 m dick. Sie ist nie am selben Platz, weil die Stroemung auf sie wirkt. Die Insulaner haben uns einiges ueber ihr Leben erzaehlt und uns zum Kauf von Souveniers animiert, da sie sonst keine Einnahmequelle haben, (das Eintrittsgeld fuer die Insel kassiert naemlich die Stadt Puno). Das Geld aus den Verkaeufen wird dann, zusammen mit Fischen die sie fangen, eingetauscht gegen andere Lebensmittel. Man beherrscht hier noch die Kunst der Binsenbootbauweise ( Kontiki, Ra ). Nach einer 2. Inselbesichtigung, natuerlich mit obligatem Restaurantbesuch konnten wir dann mit dem maroden Boot ( mit Ach und Krach und staendigem Benzingeruch ) zurueck nach Puno. Alle waren froh und gluecklich wieder an Land zu sein. Morgen frueh fahren wir mit dem Bus nach Cusco. Eigentlich wollten wir mit dem Zug fahren, was unser Budget aber ueberschritten haette ( min. 180 Dollar/ Pers. ). Der Bus kostet umgerechnet ca. 30 Dollar / Pers. Bis spaeter........
9.-11.Tag
Geschrieben am 6.09.2010 um 03:34
Am Freitag morgen frueh um 6 Uhr fuhren wir mit dem Bus Richtung Colca Canyon. Diese Fahrt ist nur zu empfehlen mit einem Touristbus oder Privatauto. Wir mussten den oeffentlichen Bus nehmen und ratterten 6,5 h mit einer einzigen "Pinkel"-pause nach 3 h an allen Viewpoints vorbei, bis zum Ziel Cabanaconde. Landschaftlich abwechslungsreich von Geroellwueste bis zu Pampa. Der hoechste Punkt der Fahrt war ca. 4000 m, wo auch noch teilweise Schnee lag. Das Hotel war gut und wir unternahmen am spaeteren Nachmittag noch eine kleinere Wanderung zum Puente Mirador, von dem rundum in den Canyon blicken kann. Gleich anderntags, Samstag, wollten wir von Cabanacombe (3.300 m) den Abstieg in den Canyon wagen. Gluecklicherweise hat uns eine Schaeferin aufgehalten und uns den richtigen Weg noch im richtigen Moment gezeigt, was uns vielleicht vor einem Absturz bewahrt hat. Der Abstieg war etwa 1.200 m und fuehrte uns zu einer Oase mit Swimming Pool. Beim Abstieg ueberholte uns ein Muli-Treiber mit 4 Mulis, der uns angeboten hat, um 2 Uhr den Aufstieg mit den Mulis zu machen. In der Oase fanden wir diesen Muli-Treiber jedoch nicht. Nach einer kurzen Mittagspause ging es deswegen wieder zu Fuss, beim total beschienenen Sonnenhang an den Aufstieg. Zum Glueck hatten wir genuegend Wasser dabei. Mit etwas wackligen Beinen kamen wir im Hotel an. Am Abend buchten wir die Rueckfahrt nach Arequipa bei der Busfirma Andalucia.
Am Sonntag nahm uns der Hotelbesitzer mit seinem Pick-up mit zum "Cruz del Condor", weil die Busfirma erst um neun Uhr losgefahren waere. Bei der Hinfahrt sahen wir den Andaluciabus, den wir spaeter vom Cruz del Condor aus nehmen wollten, auf der Strassenseite stehen mit einer Panne. Wir waren uns darueber im Klaren, dass es Verspaetung geben wuerden. Die Fluege der Condore waren ein Erlebnis. Die fliegen frueh morgens mit den ersten warmen Aufwinden ueber den Canyon, manchmal zu viert oder auch einzeln. Fotoshooting--. Dann, nach 3 Stunden kam ein Bus von einer anderen Firma, der alle Leute, von diesem Punkt aufsammelte. Also: keine reservierten Plaetze, mitten zwischen den Campesinos mit Ihren Warensaecken, zu dritt auf einer Zweiersitzbank im total ueberfuellten Bus bis Chivay. In Chivay mussten wir den naechsten Bus von Andalucia abwarten, und konnten nur mit Muehe und Ueberredungskuensten noch Plaetze bekommen. Dann ging es bis Yura; wo alle aus dem Bus umsteigen mussten, wegen irgendeines Defektes (Bremsen??) - und wieder Andalucia Bus. Abends um halb sechs in Arequipa angekommen. Morgen geht es weiter nach Puno, aber mit dem Bus der Firma Cruz del Sur. Bis dann...
8. Tag Arequipa
Geschrieben am 3.09.2010 um 12:01
Gestern mussten wir noch den restlichen Tag in Nazca verbringen, weil unser Bus erst um 22 Uhr fahren sollte. Wir gingen noch auf einen Jahrmarkt in der Stadt und verbrachten die Zeit ansonsten im und am Hotelpool. Unser Gepaeck konnten wir ebenfalls noch im Hotel aufbewahren. Abends dann zum Buszentrum zur Nachtfahrt nach Arequipa. Wir verbrachten die Nacht teils mit Schlafen, teils mit Zittern, weil sich der Busfahrer auf einer Bergralley waehnte und wir im 2. Stock des Busses die Kurven extrem spuerten. Um 7:30 Uhr dann Ankunft in Arequipa. Das Hotel hatten wir vorher im Internet gebucht und konnten direkt mit dem Taxi hinfahren. Die Taxis sind sehr guenstig hier. Fuer die etwa 10 minuetige Fahrt vom Busbahnhof bezahlten wir umgerechnet 1,50 Euro. Der Preis wird jeweils vor der Fahrt ausgehandelt. - Das Hotel "Meridian" ist ein gutes Mittelklassehotel in der Naehe des Hauptplatzes "Plaza de Arma" mit sehr freundlichem Service und schoenen Zimmern. Die Stadt selber hat uns bisher am besten gefallen, da sie viel Altes noch hat und auch erhaelt. Sie hat etwa 800.000 Einwohner und moechte in Konkurrenz zu Lima (ueber 8 Mio Einwohner) gehen. - Morgen muessen wir um 4:30 aufstehen, da wir schon um 5:30 am Buszentrum fuer die Fahrt in den Colca Canyon sein muessen. Wir sind gespannt und werden berichten.....
7.Tag Nazca Linien
Geschrieben am 1.09.2010 um 06:45
Heute haben wir den Rundflug ueber die beruehmten Nazca Linien gemacht. Doch eins nach dem anderen: gestern abend sollte um 18 h unser Bus nach Nazca losgehen. Wir haben rechtzeitig um viertel vor drei das Hotel verlassen, um genug Zeit fuer die Taxifahrt (mehrere km von Hotel nach Ica) zu haben und rechtzeitig unser Gepaeck fuer die Busfahrt einzuchecken. Das mit dem Taxi klappte gut, die Gepaeckabgabe ebenfalls und so hatten wir noch Zeit in Ica. Dort wimmelt das Zentrum von gelben, roten, gruenen und blauen dreiraedrigen Tuk-Tuks (dreiraedrige Vespas, die als Taxis fungieren) und alle hupen. Jedes dritte Geschaeft ist ein Elektronikladen (jedes andre drittel eine Drogerie-Apotheke) und so beschlossen wir, unsere verbrauchte Knopfzellbatterie (von einem kleinen Taschen-Translator) zu ersetzen. Die Elektroniklaeden verkaufen Handies und Zubehoer und teilweise digitale Fotoapparate und bieten Kopierservice an. Jedoch haben die Verkaeufer anscheinend noch nie eine Knopfzellbatterie gesehen. Sie haben uns mit grossen Augen angeschaut, den jeweiligen Kollegen gerufen, gelacht. Schliesslich schickte uns eine Verkaeuferin in eine Passage, in der ausschliesslich Elektronikstaende waren. Und dort, an einem Stand, wurden wir fuendig: die Verkaeuferin ueberreichte uns exakt die richtige Knopfzelle und der Translater funktioniert wieder. Zurueck zur Busstation - und dann warten, und warten. Schliesslich um viertel vor sieben kam unser Bus (mit der falschen Aufschrift "Lima") an und wir konnten einsteigen. Das Hotel Oro Viejo (altes Gold) war sehr schoen, angenehm warmes Duschwasser und bequeme Betten. Unser Taxifahrer hatte uns eine Pauschalpreis fuer das Zubringen zum Flughafen und Zurueckbringen und das Ticket buchen angeboten (sie sind hier sehr geschaeftstuechtig) und so ging es heute zum Airport. Vor dem Flug noch diverse Sicherheitschecks ( Kurt musste sein Messer abgeben ) und dann weg mit einer Cessna ( nur 4 Passagiere und 2 Piloten ). Die verschiedenen Figuren waren sehr eindruecklich aber nur teilweise gut zu erkennen, weil sie mit Sand bedeckt waren. Jedoch: ein echter Hoehepunkt der Reise. Wir hoffen, dass man sie auch auf den Fotos gut sieht. Heute abend geht es mit dem Bus ueber Nacht weiter nach Arequippa. Ankunft am Morgen um 07.30 h ...........
Ica to Nasca
Geschrieben am 31.08.2010 um 06:30
Heute um 07.00 aufgestanden, gepackt fuer die Weiterfahrt nach Nasca. Sind gespannt wie es weitergeht. Haben den Morgen noch am Hotelpool verbracht und den 2 Papgeien zugeschaut wie sie die Gaeste um ihr Essen bringen. Haben vergessen zu erwaehnen, dass wir in Lima noch eine Zeitung gekauft haben, die Sueddeutsche. Das war am Samstag, die Zeitung kostete ca. 2.50 Euro und war vom Donnerstag. Beim Lesen stellte sich heraus, dass sie mehrmals gelesen wurde und das Kreutzwortraetsel sowie das Sudoku schon geloest waren. Pech fuer Deutschland und die Schweiz. Inzwischen kennen wir die andern Artikel aber alle schon auswendig. Wir werden sie unterwegs auch noch an den Mann / Frau bringen...........
4. und 5. Tag
Geschrieben am 30.08.2010 um 08:44
Mittags ging es mit dem Bus in Richtung Sueden. Edelbus, Gepaeck eingecheckt, Sicherheitskontrollen beim Einsteigen, Handtaschenkontrollen, Passkontrollen. Wir durften im oberen Stock weit vorne sitzen und hatten gute Aussicht. Fahrt mit Zwischenstop in Paracas nach Ica. Ankunft abends. Die Gegend ist eine einzige Sandwueste, hohe Duenen. Unser Hotel liegt in einer Oase namens Huacachina am Fuss einer hohen Sandduene. Leider liegen dort noch ein paar weitere Hotels, d.h. laute Technomusik bis morgens um halb 5. Um viertel nach 5 mussten wir aufstehen fuer unseren Ausflug. Zuerst 75 km zurueck nach Paracas. Von dort ging es mit einem offenen Schnellboot (ca. 30 Touristen in Schwimmwesten) zu den vorgelagerten Inseln Isolas Bellestas. Nach ca. 3/4 Stunden erreichten wir diese Felsinseln im offenen Meer: bespickt, dicht bei dicht, mit Moeven, Alcs, Pelikanen, Kormoranen, Toelpeln und sogar Humboldpinguine waren da (sonst nur am Suedpol vorhanden. es gibt eine spezielle kalte Stroemung die diese Fauna bewirkt). Ausserdem gab es Robben, in Gruppen und einzeln verstreut, die die Felsen hochgekraxelt waren. Zurueck nach Ica, dort freier Nachmittag. Morgen abend geht es weiter nach Nasca. Bis dann...
3. Tag ( immer noch Lima)
Geschrieben am 29.08.2010 um 01:13
Heute wollten wir, wie angekuendigt, Barranco unsicher machen. Barranco liegt oestlich von Miraflores und soll ein Kuenstlerquartier von Lima sein. Also, fruehmorgens mit dem Taxi dahin; im Zentrum ausgestiegen und ausser dem ViewPoint mit Meeresblick und einem Umzug der Polizei mit einer Madonna Del Rosa und Musik - nichts Besonderes entdecken koennen. Immer noch viel Verkehr, viel Gehupe und schlecht erhaltene Gebaeude. Fussmarsch entlang der Kueste zurueck nach Miraflores. Anschliessend Besuch eines Museo Amano vorgesehen. 1 Std Hinmarsch, nach etlichem Suchen in Strassen die nicht auf der Karte verzeichnet waren, Museum gefunden, - Museum geschlossen. Immerhin wurde das Museum von Aussen fotografiert. Morgen, Sonntag, beginnt die Bustour entlang der Kueste. 1. Etappe: ICA. Es wird in naechster Zeit sehr wahrscheinlich weniger Berichte geben, aus Mangel an Internetcafes. Bis dann .....
2. Tag Downtown Lima
Geschrieben am 28.08.2010 um 12:14
Mit einer abenteuerlichen Taxifahrt begann heute unser Tag in Richtung historische Altstadt: Es gibt keine Einhaltung von Spuren, die Autos fahren milimeterknapp nebeneinander her, das Einordnen funktioniert wie ein Reissverschlusssystem, aber nicht mit zwei Parteien, sondern mindestens vier. Es wird permanent gehupt aber der Verkehr laeuft trotzdem relativ reibungslos und es gibt kaum Unfaelle. Angekommen in der Altstadt (Zentrum von Lima) besuchten wir die Kathedrale (viele Seitenaltaere in den verschiedensten Stilrichtungen). Anscheinend war ein Staatsbesuch, da viel Polizei und Regierungsbeamte in den Strassen und auf den Plaetzen war. Um 12 Uhr Wachabloesung vor dem Regierungspalast. Ein aufwendiges Ereignis, eine Parade mit Militaermusik bei der ganze Schulklassen zugeschaut haben. Morgen wollen wir in den Stadtteil Barranco, das Kuenstlerviertel von Lima.
1.Tag in Lima
Geschrieben am 27.08.2010 um 02:17
Nach unserem Flug, von Muenchen ueber *** York nach Lima, (total - mit Aufstehen um 05:00h, 22h , ) - endlich muede aber gut angekommen und ins Bett gefallen. Das Hotel befindet sich im Stadtteil Miraflores ( Hotel Los Girasoles ). Gute Unterkunft, gutes Fruehstuecksbuffet. Dieser Stadtteil wurde heute unter die Fuesse genommen und erforscht. Verwirrende Strassennamen, wahnsinnig viel Autoverkehr, natuerlich entsprechende Abgaskonzentration. Wuerde man die Taxis und Minibusse entfernen, waere das zu Fuss gehen wunderbar. Sehenswertes: Die Kuestenstreifen ( Steilkueste mit vielen Restaurantes und Laeden ) im Sueden, die Inkapyramide aus der Limakultur ca. 200 - 500 Jahre n.Chr. Ausserdem gibt es in Miraflores viele Boutiquen und kleine Laeden mit speziellen Angeboten ( Antiques ) , wovon viele erst am Abend oeffnen. Es empfiehlt sich abends bei entsprechender Beleuchtung zum Shoppen zu gehen, - gute Atmosphaere ( nicht luftmaessig , aber beleuchtungstechnisch, was viele renovationsbeduerftige Gebaeude ueberdeckt ). Morgen ist eine Tour ins Down Town von Lima vorgesehen. Werden baldmoeglichst wieder berichten. Bis dann........
Perureisevorbereitungen
Geschrieben am 21.08.2010 um 09:41
Die letzten Utensilien werden noch zusammengesucht und gekauft. Unsere Reise nach Peru startet am 25.8.2010 ab Muenchen Richtung Lima mit Zwischenstop in *** York (Continental Airlines). Wir werden um 21:10 Ortszeit in Lima ankommen. Wir freuen uns auf die Reise und melden uns baldmoeglichst wieder.
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