Zur Halbzeit der Tour endlich ein funktionierender Internetzugang
Internetcafes sind rar in Namibia. Das ist nicht weiter verwunderlich schliesslich leben auf hier 1.8 Millionen Menschen auf einem Gebiet wie Frankreich, BeNeLux und Deutschland zusammen.
Leider hatte ich in den wenigen Internetcafes die ich bisher fand mich nicht einloggen koennen -
was weiss ich welche nicht druckbaren Zeichen hier hinter der Tastatur lauern.
Nach 2 Tagen in Windhuek erhielten wir unseren Gelaendewagen mit Dachzelt. Es entpuppte
sich allerdings als ein Fahrzeug deutlich aelterer Bauart, als im Prospekt beschrieben.
Fuer den Allradbetrieb muss an beiden Vorderraedern, an der Radnabe von Hand mechanisch das
jeweilige Getriebe freigeschaltet werden. Der junge Mann der uns das Fahrzeug uebergab, war auch nicht der Konzentrierteste. nach 200m Fahrt fiel mir siedend heiss ein, dass er uns keinen Wasserkanister ausgehaendigt hatte.
Also nochmals zurueck.
Unsere erste Uebernachtung war auf einem edlen Campsite, mit individueller Toilette, Dusche und Feuerstelle und elektrischer Stromversorgung mit ca 200 m Abstand zum Nachbarn. Leider gab es gleich wieder Grund zum Schimpfen.
Ein Doedel von einem Vorbenutzer hatte das Stromversorgungskabel aus Unvermoegen oder schlichter Bloedheit zwischen Heckklappe und Aufbaurahmen eingeklemmt und dabei einen Kurzschluss mit Verschmorung der Kabel - wie auch Litzenisolierung verursacht. Um das ganze zu kaschieren umwickelte er das Kabel - nicht die einzelnen Adern - mit Klebeband. Beim Einstecken des Steckers hatte ich somit einen astreinen Kurzschluss.
Aber einem Ingenieur ist nichts zu schwoer!
Irgendwann hatte ich den Sicherungskasten gefunden und den Stromschutzschalter nach mehrerer Fehlversuchen wieder am Arbeiten, so dass wir wenigstens Licht in Dusche und Toilette hatten. Am naechsten Morgen konnte ich das Kabel mit meinem Schweizer Sackmesser und etwas Isolierband von der Reception notduerftig repairen.
Bei der Vorstellung unserer Ausruestung zeigte uns der oben erwaehnte Kerl den Inhalt der Kochausruestungskiste nicht an unserer schon eingepackten Kiste sonder einer anderen zufaellig bereitstehenden. War der Kerl nun schlauer als jeder Gebrauchtwagenhaendler oder nur nachlaessig. Jedenfalls in unserer Kiste fehlte der Grill.
Das Abendessen (Dinner) nahmen wir in der ***** ein. Am Kamin trafen wir unsere Sitznachbarn auf dem Flug von Frankfurt nach Johannesburg, ein Paar aus Villingen.
Die Speisekarte wurde dreisprachig vorgetragen. Der dritte Vortrag von einer kleinen, temperamentvollen Ureinwohnerin. Ihre Erklaerung dauerte doppelt so lange wie die englische und deutsche zusammen, und war vom Unterhaltungswert einfach toll.
Das Essen war es auch.
Am 2. Abend nahmen wir zu Sonnenuntergang an einer gefuehrten Sundownertour in die Kalahariwueste teil. Nur die typischen zyklischen Sandduenen waren von einem beeindruckenden Rot, der Rest war gruen. So viel Regen wie dieses Jahr bisher haben sie sonst nicht im ganzen Jahr. Vielleicht profitieren sie hier von der Klimaveraenderung.
Wir bekamen viele wildlebende Tiere zu sehen.
Springboecke, Steppenzebras, Strausse, Gnus und Oryxantilopen.










