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IncaCola

Snickers-Opfer im amazonischen Dschungel

Geschrieben am 29.07.2009 um 08:51
Eva hat tatsächlich ein frisches Snickers am Rio Tambopata geopfert. Seither (und mit viel Schonkost) fühlen wir uns viel besser. Im Ernst: Die letzten 4 Tage unserer Peru-Reise waren wirklich nochmal der Knüller. Eva zwar noch ein bisschen wackelig, aber alle vier sind guter Dinge im Regenwald.

Von Puerto Maldonado, einem Nest, das sozusagen als Eintrittsort in den wilden Dschungel des Gebietes Madre de Dios dient, wurden wir von Richard, unserem Guide vom Flieger abgeholt. Zusammen mit einigen anderen Touristen ging es dann ca. eine Stunde auf einem langen wackeligen Motorboot den Rio Tambopata hinauf zu unserer Wohnanlage. Es gibt mehrere davon, die alle zu einem Öko-Tourismus-Projekt gehören. Möglichst umweltschonend lebt man so dicht an und in der Natur wie es für westliche Touristen wohl machbar ist. Es gibt kein elektrisches Licht (statt dessen Petroleumlampen und Kerzen) und die vierte Seite des Zimmers zeigt vollkommen ungeschützt zum Dschungel hinaus. Außerdem sind die Wände zwar so hoch, dass man den Zimmernachbarn nicht sehen, aber immer noch gut genug hören kann. Irgendwie witzig, diese menschliche Geräuschkulisse (von Schnarchen und ehelichen Zwiegesprächen bis alles, was ihr euch so denken könnt) und dazu die Dschungel-Geräusche, die für unsere Ohren sehr fremdartig sind. Wichtig für das Projekt ist vor allem, dass die einheimische Bevölkerung verantwortlich in das Management mit einbezogen wird. Nach ein paar Jahren geht dann die gesamte Anlage in deren Besitz über.

Nachts sind wir froh, dass wir die Moskito-Netze um uns herum festzurren können (Dank unserer Spezialwaffe "No bite" gabs außerdem kaum Stiche). Es heißt zwar, dass noch nie etwas vom Dschungel in die Zimmer gekommen ist, aber bei all den seltsamen Geräuschen bleibe ich eher skeptisch. Den Frosch in der Duschwanne tragen wir mit Fassung, es gibt ohnehin nur kaltes Wasser, was die Duschzeit minimiert. Zu den Mahlzeiten treffen sich alle Bewohner im großen, ebenfalls offenen Speisesaal, der abends von vielen Kerzen beleuchtet wird und eine traumhaft schöne Atmosphäre zaubert. Das Essen ist einfach aber superlecker, immer steht ein peruanisches Gericht auf dem Plan (einiges davon habe ich vor nachzukochen ...). An der kleinen Bar gibt es einen Pisco Sour oder ein Cuzquena-Bier und man kommt mit Leuten aus aller Welt ins Gespräch.

Tagsüber, oder auch mal nachts, treffen wir uns mit Richard zu Dschungeltouren. Zu unserer Gruppe gehören noch Christa und Jutta aus Deutschland und alle eint uns die Angst vor giftigen Spinnen und Schlangen (und null Ahnung). Richard ist ein junger Mann aus dem Ort, hat Tourismus studiert und sich auf Vogelbeobachtungen spezialisiert (seine Website: http://www.neseabirds.com/PeruBirdClub/index.htm). Bei unseren Wanderungen gibt es nicht nur alle möglichen Papageienarten zu sehen, sondern auch Kaimane, Piranhas, Wasserschweine, Riesenspinnen, Affen etc. Man muss ein ziemlich gutes und geübtes Auge haben, um all das Viehzeug im dichten Grün zu entdecken. Ich bin leider sehr untalentiert und müsste wohl erst auf irgendetwas drauf treten, damit ich es sehe. Nur die Brüllaffen in aller Frühe sind nicht zu überhören mit ihrem unheimlichen Geschrei. Manchmal waten wir bis zu den Knien im Schlamm und freuen uns, dass durch die Gummistiefel so leicht keine Schlange zubeißen kann.

Ein Höhepunkt ist die Fahrt zum Schamanen. Er leitet ein kleines Gesundheitszentrum, in das die Einheimischen kommen, um sich behandeln zu lassen. Sie haben meist nicht das Geld, um ins Krankenhaus zu fahren. Im Dschungel-Garten des Schamanen werden wir herumgeführt und es gibt allerlei sehr unscheinbar aussehendes Grünzeug, mit dem man Husten, Fieber, Rheuma, Schlangenbisse und vieles mehr heilen kann. Der Schamane ist ein kleiner freundlicher Mann mit Jeans und T-Shirt (kein Knochengerassel weit und breit) und hat sein Wissen in vielen Jahren von seinen vier älteren Brüdern gelernt. Auf besonderes Interesse in der Gruppe stößt die Pflanze "Para Para", die übersetzt "Steh auf, steh auf!" heißt und mit der man (bei Männern und Frauen) Potenzstörungen kuriert.
Die wichtigste Pflanze aber ist Ayahuasca, mit der eine spezielle Zeremonie (mit einer Art Rauschzustand) verbunden ist. Diese Zeremonie, bei der man Visionen hat, kann nur der erfahrene Schamane durchführen. Richard unterzieht sich der Sache einmal jährlich und meint, man wird ein besserer und geduldigerer Mensch.

Dies alles schreibe ich schon wieder von meinem Schreibtisch in Bad Honnef. Nach einer 30-stündigen Reise mit Boot, Bus, Flugzeug, Zug und Taxi sind wir wohlbehalten in unseren eigenen Wänden angekommen. Man könnte es glatt ein bisschen vermissen: den Rumpelzug, der einen von einer auf die andere Seite wirft, die überfüllten Busse, das wilde Gehupe, der mörderische Verkehr, die Schlaglöcher, die einen manchmal abheben lassen, die Toiletten, in die man kein Klopapier werfen darf (sondern in den daneben stehenden Eimer), aber vor allem die netten und hilfsbereiten Menschen. Aber die Deutsche Bahn, ein feines Mercedes-Taxi, eine Scheibe Schwarzbrot und eine heiße Dusche fühlen sich jetzt paradiesisch an.

Wir sind wieder zu Hause, aber wir werden sicher noch lange an dieses wunderbare, chaotische, widersprüchliche und beeindruckende Land denken.
Euch danke ich fürs Daumendrücken und die aufmunternden Kommentare. Eine Fotoauswahl findet ihr im Foto Album (rechts neben diesem Blog).

Last but not least: Ein dickes Lob an unsere Reiseagentur (nein, ich werde dafür nicht bezahlt). Wir fühlten uns supergut betreut und begleitet, aber immer mit dem nötigen Freiraum, um uns noch als Individualtouristen zu fühlen, die nicht immer alles serviert bekommen und auch schon mal selber denken müssen. Bei Schwierigkeiten (und die hatten wir weißGott) reagierte man flexibel und sehr hilfsbereit auf unsere Bedürfnisse und zwar direkt vor Ort. Ich glaube, für alle, die es hassen, in großen Reisegruppen von einer Attraktion zur nächsten gekarrt zu werden und die andererseits aber auch dem Backpacker-Alter ein bisschen entwachsen sind, ist das eine tolle Art zu reisen. Liebe Frau Bussinger, großes Kompliment!

Adios und hasta luego ihr gringos y amigos
Gudrun, Rolf, Eva und Felix

Machu Picchu und krank in den Anden

Geschrieben am 25.07.2009 um 12:48

Uff, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Sitze in dieser unglaublichen Stadt Cusco (der ehemaligen Hauptstadt der Inkas) nach einer kleinen, oder wie mir vorkommt mittelgrossen Odyssee. Um es kurz zu machen. Auf dem Rueckweg von Puno wurde Felix krank und als er am naechsten Tag hohes Fieber hatte, holten wir einen Arzt. Der Verdacht auf Lungenentzuendung bestaetige sich GottseiDank nicht, aber nach der Diagnose Bronchitis verbrachten Felix und ich eine mehr oder weniger angenehme Nacht im Krankenhaus. Es gibt eine relativ neue Touristenklinik hier, alles vom Feinsten, nette doctores und Schwestern und behandlungstechnisch the full Monty. Am naechsten Morgen war gewissermassen der Spuk vorbei und wir wurden, beladen mit Antibiotikum etc. (und um 500 US Dollar aermer) ins Hotel gebracht.

Vorher hatten wir bereits beschlossen, dass Eva und Rolf den Inka-Trail wie geplant gehen. Am naechsten Tag, nach zwei Umbuchungen durch unsere sehr hilfsbereite Reiseagentur in Cusco, konnten wir unsere spirits in Machu Picchu wieder vereinigen. Eva und Rolf erzaehlten vom anstrengenden und steilen Inka-Trail, von dem man aus oberhalb von Machu Picchu am Sonnentor herauskommt. Die beiden sind dann auch am naechsten Morgen superfrueh aufgestanden und haben einen der ersten Busse von Aguas Calientes (ein kleines Touristendorf, durch das alle Reisende durch muessen) nach Machu Picchu genommen, um den sensastionellen Sonnenaufgang zu erleben. Es erscheint logisch, dass die Spanier diese Inkastaette nie gefunden haben und sie erst 1911 "wiederentdeckt" worden ist. Sie liegt absolut versteckt in einer fast unwirklichen Bergwelt. Felix und ich haben dann die Touritour nach oben gemacht, aber wir waren froh, es ueberhaupt geschafft zu haben. Die Landschaft ist wirklich ueberwaeltigend.

Am Abend fuhren wir mit dem Zug zurueck bis nach Ollantaytambo, wo es Eva dann nicht besonders gut ging. Kurz: seither haben wir den zweiten Krankheitsfall. Diesmal Halsinfektion und Bauchgerumpel. Es gibt eine Theorie, dass Eva ein gewisses Snickers selbst behalten hat, anstatt es den Goettern in Machu Picchu zu opfern und sich deshalb den Zorn irgendeines Gottes zugezogen hat, aber es gaebe sicher auch andere Erkkaerungsversuche. In Ollantaytambo, einem kleinen Ort, haben wir dann einen Tag verbarcht und Felix und ich haben uns fuer das entgangene Machu Picchu Spezial-Erlebnis mit einem kleinen Ausritt hoch zu Ross in die Umgebung entschaedigt. Spaeter sind wir nach Urubamba weiter gereist, was nicht weiter erwaehnenswert waere. Aber es gibt dort ein altes Franziskanerkloster, dass man zu einem irren Hotel umgebaut hat. Wir fuehlten uns nach all den Strapazen und kalten Zimmern (Leute, zieht euch warm an, wenn ihr nach Peru reist!) wie im Himmel. Warm und trocken, sauber und lecker - hier haetten wir bleiben koennen.

Seit heute Mittag sind wir wieder in Cusco und ich habe mit Eva einen Abstecher zu unserem bewaehrten Krankenhaus gemacht. Wieder Geld gegen Medikamente und jetzt hoffen wir, dass wir die letzten vier Tage im Amazonas-Gebiet auch noch schaffen. Alle haben wir das Gefuehl, keinen Urlaub, sondern eine richtige Reise zu machen.

Drueckt uns bitte nochmal die Daumen...

P.S. Vielen Dank fuer die Kommentare und Emails. Markus: Am 3.8. haben wir, glaube ich Zeit. Bente: No, we did not try any eyes, but we also ate ceviche (raw fish) and it was very delicous. Ruth: wir melden euch schon mal in Peru an und koennen gute Tipps geben.

Die Rache der Quechua

Geschrieben am 19.07.2009 um 12:03

Wieder zurueck in Puno sind wir noch ganz angefuellt mit unseren Erlebnissen auf den Inseln des Titicacasees. Zunaechst ging es nach Uros, eine der Inseln, die komplett aus Schilf gebaut sind. Man geht wie auf Eiern. Die Leute sind sehr nett, tragen farbenfrohe Trachten und alles ist schon ziemlich kommerzialisiert, aber immerhin haben wir gelernt, wie man Schilfinseln baut. Wer weiss, vielleicht braucht man das nochmal...

Dann hielten wir mit unserem stinkenden Tuckerboetchen auf Taquile, wo die Maenner stricken und die Frauen weben. Wieder schoene Trachten, ein leckeres Essen unterm Sonnendach und ein paar Taenze. Am Nachmittag ging es nach Amantani, wo wir auch uebernachtet haben. Die kleine Reisegruppe (alles Touris unterschiedlicher Nationen) wurde aufgeteilt, wir waren bei einer supernetten Familie mit einer 16-jaehrigen Tochter (Fanny, Eudocio und Angel). Man kann es kaum glauben, aber hier ist das Leben supereinfach, sehr rustikal und vor allem ganz ruhig. Auf der ganzen Insel haben wir nichts Motorisiertes gesehen, dabei geht alles steil bergauf. Gekocht wird auf einer offenen Feuerstelle in der kleinen Lehmhuette. Die Schlafzimmer waren einfach, aber es gab sogar eine Toilette (wo am zweiten Tag mit dem Eimer nachgeschuettet werden musste, weil das Wasser alle war ...). Wir hatten sogar den Luxus, die ganze Nacht elektrisches Licht zu haben (Solar), die anderen berichteten, dass sie Kerzen bekommen haetten.

Nach einem sehr leckeren Abendessen (die meisten Leute dort, ebenso wie unsere Familie, sind Vegetarier) wurden wir eingekleidet. Die Maenner Ponchos und Indio-Muetzen, die Frauen weite Roecke, weisse bestickte Blusen, Schaerpen und ein langes schwarzes besticktes Tuch um den Kopf. Eva wollte ihr Kleid spaeter gar nicht mehr ausziehen, so gut gefiel es ihr. Am Abend traf sich die ganze Gruppe bei unserer Familie im Innenhof und die Gastfamilien inklusive einer Musikantentruppe heizten uns so richtig ein: Kleines Feuer in der Mitte und dann wurde getanzt, dass die Kopftuecher und die Ponchos wirbelten. Nachher war niemandem mehr kalt. Nur Rolf hatte sich wohl bei der Bootsfahrt, der Hoehe oder der Kaelte etwas geholt und musste die Rache der Quechua auf dem Klo und im Bett auskurieren. Heute Morgen gab es wieder feste Nahrung und die Gesichtsfarbe ist von gruen in blass gewechselt.

Jetzt sind wir erschoepft nach 3-stuendiger Bootsfahrt in Puno angekommen. Morgen geht es mit dem Bus (Neiiiiiin!) in 6 Stunden nach Cusco, von wo aus Machu Pichu nicht mehr weit ist.

Drueckt uns die Daumen!

Markus: vielen Dank fuer deine lieben Kommentare, viel Spass in Berlin, U2 waer jetzt auch nicht verkehrt.

 

El Condor pasa

Geschrieben am 16.07.2009 um 11:45

Ich sitze im Hotel in Puno, direkt am Titicacasee. Wunderbar, ein bisschen frisch und recht hoch ist es hier (3.800 m). Man fuehlt sich schwindlig und deshalb gehen wir es ruhig an.

Die letzten Tage haben wir in Cabanconde im Colca Canyon verbracht. Schon die Busfahrt war abenteuerlich, fuer die Peruaner hier vermutlich voellig normal. Wir waren so ziemlich die einzigen Touris und hatten GottseiDank einen reservierten Platz. Auf halbem Weg in Chivay hielt der Bus im Busbahnhof und recht schnell bildete sich eine lange Schlange von ca. 50 Menschen. Ich denke noch, die muessen sich vertan haben, denn der Bus ist ja voll besetzt ... 20 Minuten spaeter war das Gepaeck oben auf dem Dach und im Mittelgang fanden alle 50 noch einen Stehplatz. Zwischendurch hielten wir dann immer wieder an, um Leute ein- und aussteigen zu lassen. Die Geduld der Peruaner war (fast) unendlich, nur kurz vor Cabanaconde (es war schon dunkel) wurden die "Vamos, Vamos" Rufe lauter und die letzten Leute am Wegrand liess der Busfahrer dann einfach stehn.

Abends fanden wir in diesem noch sehr urigen Dorf eine Backpacker-Kneipe-Restaurant-Hostal ("Pachamama" mit Duft nach Pachouli), in der uns die besten Tipps fuer den naechsten Tag gegeben wurden. Wo wir die Kondore sehen koennen und wie wir ohne Fuehrer ins Colca Tal hinab finden. Die Tour wurde dann noch ziemlich anstrengend, 1000 Hoehenmeter steil bergab in knapp 2 Stunden. Unten dann so etwas wie ein kleines Paradies. Eine Oase mit Pools und ****en. Rolf und Eva sind dann zu Fuss zurueck nach oben gelaufen, Felix und ich haben die Mulis genommen. Ein Erlebnis fuer sich und mein Respekt vor Mulis ist um ein Vielfaches gestiegen. Sensationell, wie die Tiere nach oben geklettert sind, ein bisschen Schiss hatten wir schon und ich habe mich mehrmals mit dem Tier in die Tiefe stuerzen sehn. What a mess that would be! Aber alles ging prima und heute Morgen konnten wir noch ein typisch peruanisches Fest zu Ehren der Hl. Carmen sehen mit Tanz und viel schraeger Musik.

Morgen gehts auf die Inseln im Titicacasee, wo wir bei einer einheimischen Familie schlafen werden. Drueckt uns die Daumen...

 

Inca Cola und cuy

Geschrieben am 12.07.2009 um 08:57

Lima 17 Uhr - die Frisur sitzt (nicht mehr). Der Flug war anstrengend, aber mit den richtigen Filmen und ganz viel hollaendischem Essen (wegen KLM)  gingen auch 13 Stunden irgendwie rum.

Lima ist schon speziell: hoellisch laut,  jeder hupt provisorisch und alle stehen gemeinsam im Stau.  Bei 9 Millionen Einwohnern kein Wunder. Wir hatten eine informative Stadtrundfahrt mit Rolando, der wunderbar langsam Spanisch sprach und uns sehr dringend ans Herz legte, immer zu verhandeln und alles zu teuer zu finden (es gibt keine Taxometer, also muss man vorher den Preis fuer eine Taxifahrt aushandeln).

Eine grosse Enttaeuschung war leider die Inca Cola - schmeckt wie fluessiger supersuesser Kaugummi und hat mit Cola wirklich gar nichts zu tun, aber hier scheint man sie zu lieben.

Gestern sind wir nach Arequipa geflogen: Von nun an gehts bergauf. Wir sind auf 2.400 Metern, hinter uns der Vulkan Misti und andere groessere Sechstausender. Heute Morgen soll es sogar ein leichtes Erdbeben gegeben haben, was hier an der Tagesordnung ist und schon viel zerstoert hat, aber wir haben nichts gemerkt. Unser Hotel ist toll, klein, sehr malerisch und mit supernetten Menschen. Es gibt staendig frisches Obst (z.B. Papaya) und so langsam laesst unsere deutsche Vorsicht ein wenig nach, von wegen waschen, schaelen etc.

Spannend war bisher die Besichtigung von "Juanita", ein ungefaehr 14-jaehriges Maedchen, das man in der Inkazeit den Goettern geopfert hat. Das Museum, in dem sie mit ihren Grabbeigaben zu sehen ist, geht wirklich sehr respektvoll mit der Mumie und dem Thema um. In ganz Peru, bzw. dem frueheren riesigen Inkareich hat man bisher 12 solcher Menschenopfer gefunden, alle in den Bergen.

Morgen gehts weiter nach Cabanaconde mit dem Bus. Da fahren wir auch ueber einen 4.800 Meter hohen Pass. Es heisst, man soll Coca-Tee vorher trinken um die Hoehe besser vertragen zu koennen. Aber heute Abend haben wir in einem netten Restaurant reserviert, denn wir wollen endlich die Nationalspeisen ceviche (roher Fisch mit Limone) und cuy (Meerschwein) probieren.

Drueckt uns die Daumen...

 

auf geht' s

Geschrieben am 8.07.2009 um 08:27
Die Beschwörungsformeln kommen von allen Seiten: Passt auf euch auf, kommt gesund wieder, gute Reise. Da kann ja nichts mehr schief gehen, besonders wenn die Reiseapotheke ein beträchtliches Ausmaß angenommen hat und das ein oder andere Gebet dazu kommt (danke Mama, aber eine Kerze wär auch nicht verkehrt).

Morgen früh geht' s los, in knapp 13 Stunden von Amsterdam nach Lima. Dann wollen wir mal sehen, ob sich die mehr schlecht als recht erworbenen Spanischkenntnisse irgendwie einsetzen lassen. Mit Eva gemeinsam wird es schon gehen und da ist noch Rolf, der prinzipiell, gerne und überall sein Französisch anwendet ...

Ich bin jetzt doch etwas aufgeregt und sehr gespannt auf unser kleines Abenteuer mit meinem brillanten Team. Drückt uns die Daumen.

(wer sich von diesem Blog eventuell belästigt fühlt, bitte einfach löschen, danke).

Hasta luego
Gudrun & Team (Rolf, Eva, Felix)

Ach ja, hier kommt noch mein aktuelles Lieblingsvideo, das macht Mut: Macchu Pichu Inca Revenge


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