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LA FAMILIA - Trommelwirbel

Geschrieben am 8.02.2010 um 12:07

Poor Man's Paradise wird von 8 Geschwistern geleitet - allerdings unter der Fuchtel von Oma und Opa. Das ****** beherbergt mindestens 100 weitere Familienmitglieder, die das Recht der Familie genenueber dem zahlenden Gast in Anspruch nehmen. Es ist also eine Ehre, den Ort mit LA FAMILIA - Trommelwirbel -  teilen zu duerfen, aber man muss dafuer zahlen und akzeptieren, dass man immer die 2. Geige spielt. Heisst: Kein Familienmitglied gruesst, keines laechelt und die besten Plaetze am Strand bei Sonnenuntergang und an der Bar gehoeren ihnen. Wenn man sich als Gast damit arrangieren kann, ist alles gut.

LA FAMILIA -Trommelwirbel - hat auch eine eigene Kirche, aus der man ekstatische Gesaenge hoeren kann, der Pfarrer ist natuerlich auch ein Familienmitglied. Alkoholprobleme und wilder Frauentausch sind an der Tagesordnung - Telenovela live!

Fuer uns neugierige Nasen war das Futter fuer viele interessante Gespraeche und unserer rasenden Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

In diesem Sinne: A LA FAMILIA - Trommelwirbel, Trommelwirbel, Trommelwirbel!!!!!

Poor Man's Paradise (****ar Sur - Sierpe und retour)

Geschrieben am 7.02.2010 um 11:18

Guten Morgen,

nach 6 Tagen Dschungelcamp (Ich bin ein Star und so weiter) sind wir wieder in der Zivilistaiton angekommen. Hier wird heute heftig gewaehlt, unser Taxifahrer tippt auf Laura (Firme y honeste) und das waere dann auch hier die erste Frau als Praesidentin. Er zeigte sich begeistert, dass es auch in Alemania neuerdings (?) eine Frau als Praesidentin gaebe - was ist schon ein Kanzler? Der allgemeine Wissensstand ist desweiteren mit der folgenden Frage zu umschreiben: Ist Ecuador eine Insel? Und wieso muesst Ihr als Frauen arbeiten? (wurden beide heute so im Boot gestellt)

Aber zurueck zur Dschungelanreise: Unser SANSA Flug ging ab Juan Santamaria Regional, wo zuerst unsere Gepaeck gewogen wurde und wir dann ganz uncharmant aufgefordert wurden, unsererseits auf die Gepaeckwaagen zu steigen. Danach folgte die internationalem Standard entsprechende Sicherheitsueberpruefung: Mach mal den Rucksack auf - ah, Kartoffelchips, ist das Dein Mittagessen? Du kannst weiter gehen (Doerte), Sabine musste jedes Teil auspacken und Katrin wurde bei "Buenos Dias" gefragt "Alemana?" und die Durchsuchung ihres Rucksackes endete abrupt bei Sichtung des Schweins Lily.

Dann ab ueber die Huehnerleiter in den 12-Sitzer, Bestuhlung: 1 - 2, der Gang zwischen den beiden war so schmal, dass gerademal ein deutscher Frauenschenkel durchpasst, die Hoehe des Flugzeuges so, dass nur der zwergenwuechsigste Latino gerade gehen konnte.

Ohne viel Gewerche hob die Maschine ab und schaukelte sich wegen der gehobenen Windlage gen Pazifikkueste. Der von Sabine sehnlich erwartete Bordservice blieb leider aus - Schlampenverein! 45 Minuten spaeter landeten wir inmitten von Oelpalmenhainen. Dort erwartete uns bereits der charmante und durchaus attraktive Hidalgo (Idualgo...oder so) in seiner taubengrauen Autofahrerpolyesterhose und warf mit Aplomb die Koffer aufs Dach inkl. Surfboard. Da half kein WEhen und Flehen des Amerikaners - aber ehrlich gesagt, bei 12 Reisenden war auch der letzte Sitzplatz besetzt, wo sonst haette das Surfboard reisen sollen. Es wurde wieder sehr schnell sehr warm und so zuckelten wir (Don Idalgo telefonierte die ganze Zeit, und wenn nicht, dann drehte er den Kopf nach hinten und schwaetzte) nach Sierpe, der Perle des Suedens. So sah das auch aus! Ca. 10 Huetten, manche sagen idyllisch, am Fluss gelegen.

Von einer Kuppel foermigen Holzlounge aus sollte hier unser Boot nach Poor Man's Paradise starten. Bis auf eine Handvoll Einheimischer war sonst niemand da - da haetten wir schon stutzig werden sollen. Mehr zu diesem Thema an anderer Stelle.

Nun ging es aber erstmal relativ puenktlich los: Auf Holzbaenken ohne Rueckenlehne - welch ein Fest. Wir sassen zu dritt auf einer, da war es schon spack, dann presste sich noch ein einheimischer Fetti dazu, wie in der Berliner S-Bahn, also ein durchaus vertrautes Gefuehl.

Die Fahrt sollte 45 Minuten dauern, davon ca. 30 auf dem Fluss und 15 auf dem offenen Meer. Da aber eine dicke alte Frau mit Reissack und einer Handvoll Kraeutern eine Bucht vorher aussteigen wollte, verzoegerte sich das ganze, Da hier Wasserlandung angesagt war (Boot setzt rueckwaerts nah ans Ufer, haelt in der Brandungszone und dicke Frau muss rausspringen), kam dieselbe ins Trudel und rammte Sabine ihren Hintern ins Kreuz. Na ja, man will ja nicht Quengeln.

Endlich waren wir dann in PMP, man lud uns drei Maedels und Rose, eine hollaendische Tramperin, in ein kleineres Boot um, dieses nahm Anlauf, sprang durch die Brandung und fuhr volle Kanne den Strand herauf - jawohl - auf den Sand. Die Sandbremsung tat das uebrige dazu, Sabine konnte sich mit den Fuessen vorne einkrallen, Katrin flutschte einfach vom Sitz und landete mit dem Po im Wasser auf dem Boden des Bootes und icke war am filmen, merkte das Elend zu spaet und flog im Bogen nach vorne und landete auf den Knien im Wasser - alles unter den fassungslosen Blicken von LA FAMILIA (Trommelwirbel - Erklaerung folgt spaeter). Aber auch unversehrt!

Der Strand (als wir dann mal schauen konnten) ein Traum, das Meer ebenso, Zivilisation nicht vorhanden. Wir wurden von Sabrina begruesst und in unsere Huette gebracht. Die ist schoen und grosszuegig, vollkommen offen, mit 3 Betten und keinem Licht. Na ja. irgenwann abends gibt's dann mal Strom. Warmes Wasser gibt es nie, Gott sei Dank, das waere zu viel der Waerme.

Sabrina, wie sich schnell herausstellte, ist nicht die nette Deutsche, von der Sigrid geschwaermt hat, das liegt zum einen daran, dass sie (nach eigener Aussage) nicht nett ist und vor allem, dass sie Schweizerin ist. Wie war das mit dem Nicht-angewoehnen des Berner Akzents, Vater1? Die anderen Schweizer haben wir tatsaechlich in Samara verloren.

Die naechsten Tage waren  gepraegt von unendlicher Hitze (nach dem Duschen folgte immer die "Eigendusche", sprich kaum war man abgetrocknet, sorgte der koerpereigene Fluessigkeitshaushalt fuer eine solide Schweissschicht auf dem Koerper) und unglaublicher koerperlicher Anstrengung (what else is new), die noch nicht einmal von gutem Essen oder leckeren Drinks belohnt wurde.  Klingt doof, war es aber nicht.

Am ersten Tag schnappten wir uns unsere Schnorchelausruestung und gingen 20 Minuten (!), wurde natuerlich wieder fast eine Stunde, am Strand und durch den Randdschungel zur naechsten Bucht. Hier trafen wir einen Ara und eine Rotte Kapuzineraffen und einen Hund. Schnorcheln war ok.

Am Abend hatten wir dann die Fledermaustour mit einer der 8 Geschwister gebucht, die hier das Zepter schwingen (Mehr unter: LA FAMILIA - Trommelwirbel). Nach etwa 40 Minuten (solange sollte der Hinweg insgesamt dauern) strammem Fussmarsches durch den Tiefsand und HITZE und Dschungel verweigerte Sabine ( mit hochrotem Gesicht) den Weitermarsch. Sie wurde harsch verwiesen, sie sei schliesslich eine deutsche Frau, die koennten das. Sabine war das wurscht. Sie sollte dann von einem uns damals noch unbekannten einheimischen Guide an der Hand nach Hause gefuehrt werden. Zum Glueck konnten wir das unserem Comandante (auch Nebelhorn oder Drillsergeant genannt), also Consuelo ausreden.

Weiter stolperten Katrin und Doerte ueber Stock und Stein. Bergauf und bergab, rechts fielen die Klippen ins Meer, links steilte die Kueste in den Dschungel. Irgendwann blickt Consuelo ueber die Schulter (ob wir ueberhaupt noch da seien) und brach in schallendes Gelaechter aus, als sie sah, dass unserer Hosen klatschnass geschwitzt waren. Ein Seelchen.

Dann erreichten wir die Fledermaushoehe, sie packte eine Netzt aus und begann mit Katrins Hilfe die nun ausschwaermenden Fledermaeuse einzufangen und uns zu praesentieren. Klingt zum Glueck grausamer als es war. Auf dem Rueckweg war es nun schon stockfinster. Als wir an einem Tuempel vorbeikamen, zeigte sie uns im Strahl ihrer Taschenlampe einen Suesswasserkrebs. Uiiii, sagten wir, und freuten uns ueber das drollige Tierchen, und PENG! machte es und sie hatte ihm mit der Machete den Schaedel abgeschlagen :-(

Uijuijui!

Das wiederholte sie mit 3 anderen harmlosen Krebsen, waerend sie uns minutenlang im finsteren REgenwald stehen liess. Aber gut, als es dann spaeter das schreckliche Abendessen gab, servierte der laechelunfaehige Kellner (auch LA FAMILIA - Trommelwirbel) uns die 4 Krebse recht schmackhaft zubereitet.

Am Tag drauf war Schnorcheln angesagt. Als Guide Sabines Beau vom Abend - er hiess Calero, Sabine nennt ihn Calimbo, Katrin nennt ihn Calimero und deshalb (in Anlehung an die Comicfigur) haben wir ihn dann das "Eierhuetchen" getauft. Macht sich gut beim Laestern.

Er gehoert nicht zu LA FAMILIA - Trommelwirbel- wie er uns sofort empoert bestaetigte, schliesslich sei er nicht so schwarz (hae?) und nicht so laut - mit letzterem mag er Recht haben.

Geschnorchelt wurde vor der Insel Caño, die auch ein Naturreservat ist. Dort sah Sabine ihren ersten Hai, bzw. je nach Betrachtungsweise 3 oder 7 (wir zaehlten 3, das Eierhuetchen zaehlte 7). Wer weiss, vielleicht haengt die Hoehe des Trinkgeldes davon ab?

Nach diesem Ausflug waren wir schon wieder sowas von fertig...

Tag danach: Ausflug in den Corcovado Nationalpark mit Consuelo,  der Sabrina aber zum GLueck ins Gewissen geredet hatte - es ging nicht im Steckschritt marsch, marsch. Wir sahen (nach langem Kampf mit Consuelo und dem Fernglas) ein Faultier und badeten mit einem Krokodil. Klammeraffen (Spinnenaffen), Aras und das uebliche Gekreuche.

Tag danach: *****watching, obwohl gar keine Walzeit ist. Aber: Bezahlt ist bezahlt. Eierhuetchen war wieder unser Guide. Los gings, stunden um Stunden und Sabine fuehrte Buch: 1 Schildkroete, 1 Delfinruecken, 2 Voegel und einige fliegende Fische. Dann kam endlich ein fliegender Mahi Mahi dazu. Dann lange wieder nuescht. Dann ueberschlugen sich die Ereignisse, weil wir eine Riesenschildkroete fanden, die einen Fischkoeder mit Haken geschluckt hatte. Sowohl Eierhuetchen als auch der Kapitaen wollten sie retten - wir sowieso. Mit einem Spiegel (wir hatten kein Messer) schnitten wir nach langem Kampf das Seil durch und die Suesse konnte wegschwimmen. Die naechste Stunde verbrachten wir dann im gegenseitigen Einverstaendnis damit, die gesamte Leine abzufahren und weitere 6 Schildkreoten auf diesem Wege zu befreien. Fangen wollen die Fische die grossen Fisch, aber die Schildkroeten moegen den Koeder halt auch. Legal ist es auch noch - Schweinerei.

Abends gingen wir im Schnitt gegen 8 ins Bett, was uns nicht davon abhielt morgens den Hahn zu verfluchen, der um 4, um 5 und um 6 Uhr den Tag begruesst. Und mit den Grillen des Urwaldes sollte auch mal einer ein ernstes Wort sprechen...

So und nun sind wir wieder zurueck und es ist, wie gesagt Wahltag.

Morgen gehts nach Hause. Schee wars.

 

 

San Jose

Geschrieben am 2.02.2010 um 12:33

So, nun sind wir in San Jose und haben unser Gepaeck schon so umgeordnet, dass wir morgen nur noch mit 2 Koffern und einer Kosmetiktasche nach Sierpe fliegen werden. 1 Koffer bleibt hier im ersten Haus am Platze, in dem wir diesmal tatsaechlich ein ganz ordentliches Zimmer mit 2 (!) Fenstern haben. Aber, wir haben schon wieder 4 Betten - wer mag nur der Unsichtbare sein?

Morgen geht es also dann ins Poor Man's Paradise...kein Handy kaum Strom, kein warmes Wasser.

Wir hoffen aber, dass die Hitzewelle ein KLEINES bisschen anhaelt, so dass kaltes Wasser eher ein Geschenk ist. Wir werden sehen.

Erwartet keine Meldung vor dem 7.2. :-)

Eine schoene Woche wuenschen

Maedels

Sàmara

Geschrieben am 2.02.2010 um 12:23

Die avisierte Fahrzeit von 4 Stunden unterschritten wir um eine gute Stunde und kamen bei ca. 30 Grad in Sàmara am pazifischen Strand an. Erst sahen wir imme rnur Berge und Berge und auf einmal waren wir im Kaff Sàmara und da lag der Strand schon vor uns. Unsere Station fuer 2 Naechte waren die Villas Kalimba. Der Pfoertner cum Rezeprionist begruesste Dorte mit den Worten, was ihr Problem mit ihm sei, wie sie schon gucke, das saehe er an den Augen. Tja, was sagt man da? Doerte hat sich einfach zurueck beschwert, er solle gefaelligst spanisch mit ihr sprechen und sie haette kein Problem, solange er uns einfach einchecken wuerde. DAruaf quengelte er, er koenne nicht alles gleichzeitig machen, dafuer muesste man wohl Verstaendnis haben und jetzt sollte sie aufhoeren so zu gucken. Daraufhin fragte sie ihn, ob er einen Krieg mit ihr anfangen wolle? Das tat sie aber auch nur, weil ich das spanische Wort fuer "Streit" nicht einfiel. Nun, einen Krieg wollte er nicht, deshalb konnten unsere Helden kurz darauf in eine wunderbare Villa mit 2 grossen Schlafzimmern ein ziehen. Und haengten schnell mal die Moskitonetze auf. Was fuer ein Gefuehl der Erleichterung in  der Nacht!

Dann ging es gleich an den Strand zum Cocktail schluerfen und spaeter zum Kleinigkeiten essen. Unter anderem die Ceviche, also der rohe marinierte Fisch, waren besonders gut.

Der naechste Tag wurde mit viel Schwimmen bie ueber 30 Grad Wassertempaertur und sowieso Lufttemperatur verbracht, dazwiaschen  erholten wir uns immer mal wieder in unserer Klimaanlage, spachtelteln wieder Ceviche, tranken diverse Cocktails und fielen am Abend ins beste Lokal vor Ort ein, um Languste, Junmbo Shrimps und das gute Rind zu essen. Ueber Sabines Hitzewallung gin gder Abend dann recht schnell zu Ende, Katrin lag noch ein bisschen in der Haengematte ab.

Beim Auschecken am naechsten Morgen erklaerte der (andere) Rezeptionist Sabine und Katrin, dass die die heisseste Woche seit Angedenken waere. Hm, welch ein Glueck!

Abfahrt nach San Jose.

 

Rincon de la Vieja

Geschrieben am 2.02.2010 um 12:02

Es ist schon wieder ein paar Tage her, dass wir nach der eher entáeuschenden Nachtwanderung mit Specki wiedermal ueber holperigste Strassen nach Rincon de la Vieja taumelten. Dort folgten wir genau der Routenbeschreibung, naemlich bogen wir im bedeutenden Ort Curuband'e an der Gabel links ab. Tja, dort landeten wir in einem Vorgarten...zahlreiche Kinder bedeuteten uns, der Vorgarten sei sicherlich nicht unsere Destination. Nur mit Hilfe der lokalen Indiopolizei, fanden wir schliesslich den Weg zur Casa Aroma de Campo, die von Yves, einem Belgischen Animateur aus Mallorca geleitet wurde. Ebenfalls fanden wir dort Shrek den Amstaff Rueden, Lola, die Dackeldame und einen Papageien, dessen Namen wir nicht wissen, der aber uns jeden Morgen unm 6 Uhr weckte, manche verstanden den Ruf als "raus!", manche als "Help!". Beides hatte denselben Effekt.

Was folgte, war der schrecklichste Tag der Reise (bisher), naemlich ein sehr schoener, wenn auch schon ganz schoen anstrengender Marsch  (2 Stunden) zu den Fumarolen des Vulkans. Und wenn wir Fumarolen schreiben, dann meinen wir auch Fumarolen - gigantische Sclammblubber,aus denen es feucht-heiss-schwefelig waberte. Auf diesem Weg trafen wir auch die Deutschen wieder, die wir am Morgen noch das Stueck mit zum Nationalpark mitgenommen hatten und - wie sollte es anders sein - auch wieder die Schweizer - sowie die Hollaender aus Monteverden, die wir am Mittag des Vortages in unserer Reisbude getroffen hatten. Mit den SChweizern plauderten wir laenger - Bruno war wieder einmal etwas lauffaul, dann gings weiter!

Nun kam der lustige Teil. Als zweiten Abschnitt des Tages hatten wir uns einen 4-Stunden-Marsch zu einem traumhaften Wasserfall eingeplant. Zeitlich passte das ganz wunderbar - 2 Stunden hin, dann romantisch Mittagessen, ein Schwimmerchen in der Lagunge und dann entspannte 2 Stunden zurueck. Ich sach nur: Pustekuchen! Oder wie Joez Kelly leider geasagt hat: Aufgeben ist keine Alternative!

Schon nach wenigen Metern kam uns die Sinnkrise - sollten wir diesen Steig wirklich erklimmen? Muss es nicht reichen, im Schweisse seines Angesichts 5 Fumarolen gesehen zu haben? Wie schoen kann ein Wasserfall ueberhaupt sein? Aber, Joey Kelley im Kopf, marschierten wir voran, voran, bergauf, bergab und nicht nur schreitend sondern klimmend... tatsaechlicher Hoehepunkt des Marsches waren Kapuzineraffen, die sich von uns so gestoert und provoziert sahen, dass sie uns mit Obst bewarfen und anfauchten. Mann, haben die spitze Beisserchen!

Weter schleppten wir uns und Blut floss - dies aus den Bisswunden der kleinen Sandfliegen. icht genug, dass sie unser Blut saugen, nein, sie spucken auch noch eine gerinnunshemmende Sosse rein, die genau das macht - die Gerinnung hemmen. Teilweise sahen wri wie die Opfer eines Unfalls aus. Tage spaeter, sprich heute, machen wir uns Sorgen, ob man uns mit dieser besonderen Form der Beulenpest ueberhaupt in DE einreisen lasçesst. Damals abe runterschaetzten wir das noch, dachten wir doch, diese Bisse waeren morgen schon weg.

Zurueck zum Weg. Gegen Ende der "Anreise" mussten wir dann senkrecht ueber Steine und Wurzeln nach unten  klettern - dabei mussten wir "Stufen" vo bis zu 40cm ueberwinden - die Gelenke und die Muskeln schrieen.

Und als der Wasserfall mit seiner Lagune endlich erreicht war, waren schon wieder 7 kreischende EInheimische vor uns da - na ja, un die kleinen Sandfliegen. Katrin und Doerte gingen beherzt schwimmen, was solange gut ging, bis sich ein undefiniertes Wesen (man weiss nicht, ob Flug- oder Schwimmobjekt) in Katrins Ohr saugte. Da war Schluss mit lustig. Der Rueckweg war gepraegt vom Todesschrei des Bruellaffen - der einzige Weg  der gepeinigten Truppe, sich etwas Erleichterung zu verschaffen.

Als wir dann endlich wieder in unserem persoenlichen Burgsdorf waren, wo man uns im Familienzimmer mit Stockbett untergebracht hatte, welches mit Ach und Krach Sabine hielt, lachte uns Yves laut aus. Nicht nett!.

Lobend koennen wir das Essen erwaehnen, was allerdings am Gemeinschaftstisch, quasi mit familiaerem Anschluss eingenommen wurde, zum Glueck wurde nicht gebetet.

Zum Abschied hat Doerte den Papagei kraeftig am Schwanz gezogen, da war das Geschrei aber gross!

Und Sabines und Katrins Gelaechter auch. Abfahrt nach Sàmara.

Monteverde 2

Geschrieben am 28.01.2010 um 03:31

N Juten Abend!

Unser Haupttag Monteverde liegt nun fast hinter uns. Heute morgen trafen wir um 07:15 Uhr im Monteverde Cloud Forest Reserve ein, um mit Elvin unseren Morgenspaziergang zu starten. Wie erwartet, trafen auch die Schweizer auf den letzten Druecker ein...etwas staenkernd, weil "Bruno" ja nicht so gerne geht...man trennte uns aber und wir machten uns mit Elvin auf den Weg. Bruellaffen, Spinnenaffen (die sehen wir hier selten), wie eine Ameisenstrasse, so viele, und Koenig aller Koenige des Dschungels: der Quetzal!!! Ja! In live und Farbe, ein Maennchen und ein Weibchen. Die Kolibris, die wir nachher sahen, waren dann eher langweilig - wie dekandent kann man werden...

Auf dem Heimweg kamen wir an einem argentinischen Cafe vorbei...Essenszeit ist, wenn man Hunger hat, beschlossen wir, und  bestellten deshalb kurz nach 11:00 Uhr am Morgen Shrimps in Kokoskruste und ein "Death by Brownie", Schokoschleimie mit  Schoko- und Brombeersauce und Eis. Dazu selbstgemachte Limonade und, weil Sabine fror, heisse argentinische Schokolade. Lecker.

Waehrend ich hier gerade schreibe, braust der Fernseher mit Herrn Obamas Rede zur Nation, und CR's groesste Pest im Tourismus, die Amerikaner, sitzen wie gebannt davor. Die nerven hier wirklich!

Heute Abend war dann noch der Twilight Walk. USD 22 pro Nase und unsere Ausbeute bestand aus diversen pennenden Voegeln im Geaest (2 davon auch wirklich schoen) und 2,1 Tarantulas. Warum 2,1? Weil wir von der allersten nur ein Bein zu sehen bekamen. Der Guide war ein grosser Langeweiler. Aber die Dschungelmusik war ein Traum.

Endlich waren wir wieder in unserem Hotel und konnten - wie der Magen schon lange verlangte, Abendessen bestellen. Das ist hier wirklich einsame Spitze - gestern  gabe es Kokoshuehnchen, Macadamiafisch und lokales Rinderfilet in Kaffee-Wein-Sauce. Heute, da schon spaet, gab es Cesars Salad mit shrimps und einen Antipasto-Teller aus lokalen Kaesen. So oder so, haben wir im Urlaub selten so gut gegessen!

Am Nachmittag haben wir uns noch im Jacuzzi ausgeschlappt - ganz alleine mit Blick auf den Golf von Nicoya. Vorher haben wir am Teich die Enten mit unserer verschimmelten Papaya (die reist nun scon seit einigen Tagen mit uns rum und wartet darauf, dass wir mal kein Fruehstueck inkl haben) gefuettert - fanden die eigentlich gar nicht so schlecht!

Morgen geht es gleich  frueh nach Rincon de la Vieja, wieder ca. 4 Stunden ueber Buckel-Panzer-Piste - eine Bestrafung fuer Fahrer und Material...dieser Nationalpark hat wieder einen aktiven Vulkan mit 9 Kratern und brodelnden Quellen...Sabine freut sich schon auf den Bach, wo man abwechselnd die Fuesse heiss und kalt kneippen kann.

Vielleicht haben wir dort auch wieder Internet...mal sehen. Fuer heute soll es genug sein, denn meine Aeugelchen werden sehr, sehr schwer. Es ist schliesslich auch schon kurz vor 9! Bettzeit :-)

Ein Gruesschen und viele Kuesschen von

Maedels

Monteverde

Geschrieben am 27.01.2010 um 02:26

Buenos Dias,

es ist 19:00 Uhr lokale Zeit und wir sind nun in Monteverde in einem Schweizer Chalet. Nicht umsonst, so scheint uns, nennt man CR auch die mittelamerikanische Schweiz.

Gestern waren wir noch in den Thermalbaedern, was irgendwie auch nur heiss war...dort trafen wir ein aelteres Schweizer Paar wieder, das wir aus Tortuguero  kannten. Da waren sie uns schon in erster Linie dadurch aufgefallen, dass sie staendig rauchten und die tolle fruehmorgendliche Bootsfahrt nicht mitmachten. Im Bad erzaehlten sie uns nun, dass sie nicht einmal den Weg bis zur Lava gefunden hatten - da fragt man isch, was machen die hier?

Die Fahrt heute war sehr anstrengend. Um den Arenalsee ging es, was eigentlich sehr schoen war, allerdings mussten wir immer wieder stark abbremsen, weil die ansonsten gute Strasse ploetzlich scheinbar knietiefe Schlagloecher aufwies. Dann ging es steil den Berg herauf und hier verliessen sie sie alle...die Strasse nur noch eine einzige Schotterpiste und weit und breit kein Klo! Dafuer alle Weiden eingezaeunt, so dass man noch nicht einmal hinter den Busch springen konnte. Dafuer mussten wir dann "in the middle of nowhere" in eine sehr dunkele Kneipe einfallen, "El Bambu", einen schrecklichen Kaffe trinken und uns so das Recht auf die Banos erkaufen. Da verstrickte uns der Barkeeper in eine nettes Gespraech ueber unseren uebernaechsten Stopp (Samara) und empfahl uns einen Spitzenstrand. Schon hatte sich der Stopp wierder gelohnt.

Nach unserer Ankunft bekamen wir ein wunderbares komplett hoelzernes Zimmer mit Blick uebers Tal bis zum Golf (welcher auch immer) zugewiesen und einen Begruessungsdrink. Da der kleine Hunger auch zugegen war,m setzten wir uns auf die Terrrasse mit Blick und assen eine "Kleinigkeit". Wie Katrin so recht sagt: Hier regiert dier Ossi-Portion!

Danach schleppten wir uns voellig entkraeftet ueber 3 km Wanderweg mit 9 Haengebruecken durch den Nebelwald - puh, das war lang, und wurde nur unwesentlich kuerzer durch das anfeuernde Gebruell der - na? Ja, der Bruellaffen.

Da es auf der Hoehe (wo die Haengerbrucken waren) etwas kuehl war, mussten wir uns im Souvenirshop jede ein langaermeliges T-Shirt kaufen - aber ok, damit ist das Thema Reisesounvenir abgehakt, bisher konnten wir da naemlich leicht wiederstehen. Haetten wir einfach dem Reisefuehrer vertraut, waerte es dazu nicht gekommen.

Gegen Ende des Weges quengelte ich, Doerte, die Maedels zur Eile, da ich die Schotterpiste noch bei Tageslicht zurueck zum Hotel fahren wollte - das gelang uns gerade so. Jetzt haben wir Gin Tonic und besonders gutes Essen intus und sind schon wieder recht bettmuede - Ihr seht, wie immer sind wir die Koeniginnen der Nacht!

 

Morgen um 7:30 Uhr muessen wir zum Eingang des Nationalparks, um Edwin, unseren Guide, zu einem 3-stuendingen Marsch zu treffen. Abends haben wir dann einen Twilight Walkm gebucht, allerdings kamen gerade Amerikaner von eben dem zuru7eck und hatten in 2 Stunden nur eine Tarantula gesehen...na ja, vielleicht findet Sabine ja wieder 3 Wildschweine...

Also, uns gehts gut, Wetter, Landschaft, Leute und Essen sind glorios und wir sind schon wieder gepsannt, was der naechste Tag bringt!

 

Liebe Gruesse Maedels

 

Kommentare

Geschrieben am 26.01.2010 um 12:03
Vielen Dank fuer die vielen KOmmentare - Gewalt gibt es hier nicht - alles uebertrieben. Die Menschen sind wahnsinnig freundlichu nd froehlich! Keine Sorge.

Warm issses - das kann man sagen.

Tschoe, Maedels

Vulkan und kleiner Spreewald

Geschrieben am 25.01.2010 um 11:47
Nach unserer Abreise von San Jose mit einem unerwartet grossen Bus kamen wir ca. 3 Stunden spaeter im kleinen Spreewald an - eine riesen Umschlagestelle von Touris in Kaehne. Von dort aus ging es ueber diverse Wasserarme ca. 2 Stunden an Ibissen, Reihern. Krokodilen und Pelikanen  vorbei nach Tortuguero, was eingekesselt wird vom karibischen Meer und den Wasserkanaelen durch den Regenwald. Unsere ***** war nur uebers Wasser zu erreichen, wir hatten ein Zimmer ohne Fensterscheiben - das machte den direkten Geraeschkontakt zum Nachbarn (und yzu den Bruellaffen) leicht! Besonders beim 4:40 Uhr aufstehen fuer die Sonnenaufgangskahnfahrt.

Wir sahen: Schlange, Kaimane, Tukane, Tigerreiher beim Balzen, Papageien, Bruellaffen und Spinnenaffen. Danach Wanderung durch den kniehoghen Schalmm in Gummistiefeln, die auch schon nicht mehr viel halfen: Die Hosen sehen aus wie Sau...hier haben wir noch giftige rote und gruene Froesche und weitere Voegel gesichtet. Das Wassser quoll aus den Poren.

Wir haben ein sehr nettes aelteres daenischen Ehepaar kennengelernt und einen Arbeitskollegen von Doerte aus Spanien :-)

Dann Uebernahme Mietwagen - RAV4 - und ab ins Vulkangebiet. Der ist ganz schoen am Spucken - nachts sieht man die Lava, tags hoert man ihn Knallen und Grollen. Katrin stehen dabei die Haare zu Berge, das Sensibelchen!

VOn unserem Zimmer aus koennen wir das Spektakel beobnachten, unsere ***** ist ganz toll, die beste Unterkunft bisher.

Das Haustier ist ein Nasenbaer.

Heute sind wir ueber Haengerbrucken geschwankt und durch den Regenwald um den Vulkan zur Lava von 1992 gewandert. Sabine hat 3 Wildschweine aufgescheucht. Mann, haben die gestunken - so wie wir jetzt nach der erst 2- und dann 3- stuendigen Wanderung. Gleich gehts ins Thermalbad mti Blick auf die Lava, wenn die Sonne untergeht. Und 39 Grad warmen Wasser.

Essen wird es wohl heute nicht mehr geben, dafuer sind wir zu schlapp. Aber ein Congnac geht immer. Ausserde, haben wir eine Papaya, die wir schlachten koennen. Zum Fruehstueck werden vom Hotel die Voegel mit tropischen Fruechten gefuerttert, so wie wir, aber wir bekommen ausserdem noch Bohnen mit Reis und Salsa.  Ist leckerer als es klingt.

 Morgen geht es in den Neblwald....am Stausee vorbei und weiteren bettelnden Nasenbaeren.

Genucht - liebe Gruesse und Kuesse

Eure Maedels

Erster Tag - San Jose

Geschrieben am 21.01.2010 um 11:07

Liebe Daheimgebliebene!

Der Flug war wahnsinnig lang, aber wir haben gut gelegen und somit auch gut geschlafen. Das Moslemische Essen war der Renner - Vater 1 (HaPe), kannst Du uns bitte allen Dreien fuer den Rueckflug bei Condor ein MOML bestellen? Einfach anrufen und die Vorgangsnummer nennen!

Zurueck zu San Jose: Unser Hotel ist das erste am Platz - das Zimmer ist das letzte am Platz. Die gute Nachricht ist: Wir koennen noch einen Vierten beherbergen - in die Hamsterbuchte hat man muehselig 4 einzelne Betten nebeneinander gezwaengt.

Saemtliche Sehenswuerdigkeiten von San Jose haben wir innerhalb einer halben Stunde abgehakt, ist auch gut so, denn der Schlaf ruft.

Besonders bemerkenswert aber war das Mittagessen in La Criollita - wir wurden in einen begruenten Patio gefuehrt, wo diverse bunte Voegel uns beim Spachteln zusahen: Aroz con Gambas (Garnelenreis), Aroz mit Allem und Ceviche, Ihr wisst schon, der rohe zerfetzte marinierte Fisch (Dorade) - und das Ganze inklusive Vorsuppe, Brot, Kaffee und Bier fuer € 20,- - da kannse nich meckern!

Lauter noch als der Schlaf ruft nun jedoch der Gin Tonic - koennt Ihr ihn auch hoeren?

In diesem Sinne verschwinden wir jetzt auf die Hotelterrasse unter feinen Baeumen mit Blick auf das Teatro Nacional.

Liebe Gruesse von uns

P.S. wir tragen Hemdchen und sonst nuescht...

P.P.S. Vater 2 (Josef), kannst Du uns bitte ab Frankfurt Flughafen ab 07:30 Uhr am 9.2. 2-3 Zugabfahrtszeiten nach Muenchen und nach Berlin raussuchen? Merci!

Vor der Reise

Geschrieben am 20.01.2010 um 09:45

Hallo Ihr alle,

heute ist der Abreisetag. Matschwetter und große Aufregung vor der Reise. Wir melden uns bald aus hoffentlich wärmeren Gefilden.

 

Viele Grüße


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