Mekong-Delta - Leben mal anders
Geschrieben am 26.03.2010 um 03:20
Bevor wir heute zurueckfliegen, moechten wir noch ueber unseren 2-taegigen Ausflug ins Mekong-Delta berichten.
Unser Uebernachtungsziel war Can Tho, eine der groessten Staedte an den Ufern des Mekong. Die Reise begann in Cai Be, wo wir schon einen kleinen Einblick in einen schwimmenden Markt gewinnen konnten. Allerdings versicherte uns unser Guide, dass das Treiben am fruehen Morgen viel more beautiful sei.
Wir schipperten mit einem Motorboot zunaechst zu einer kleinen Fabrik, in der Reispapier und lokale Suessigkeiten aus Cocos und Reis hergestellt werden. Wir durften von allem kosten (sehr lecker!), Nie ist sogar nicht vorm Schlangenschnaps (sog. Snake wine) zurueckgeschreckt.
Danach gings zu einer Gesangsauffuehrung mit traditioneller Musik und kleinem Theater aus dem Mekong Delta. Dort wurden Tee und tropische Fruechte serviert. Auch lecker! Mit dem Fahrrad radelten wir anschliessend zu unserem Mittagsessen. Bri begann zufrieden "Jo, mir senn mem Radl do" vor sich hin zu singen. Nachdem Nie dann den wunderschoenen tropischen Elefantenfisch verspeist hatte, stiegen wir wieder ins Boot, und wurden zu einer Ziegelsteinfabrik gefahren. In der gluehenden Mittagshitze wurde uns vorgefuehrt, woher die Tongefaesse in unseren Baumaerkten kommen. Jeder, der schon mal eine Tonkatze fuer den Garten gekauft hat, weiss wovon hier die Rede ist.
Wir waren alle total fertig und sehr froh, dass wir in den naechsten Stunden die Uferlandschaft vom Boot aus an uns vorueberziehen lassen konnten, und bei einem kurzen Zwischenstopp (Pinkelpause) auch frisches Obst geniessen konnten. Es gab jede Menge zu sehen, z.B. Haeuser auf Stelzen, Fischerboote, kleine Werften, froehliche Fluss-Anwohner. Alle winkten uns freundlich zu, Erwachsene wie Kinder.
Can Tho, das wir schliesslich gegen Abend erreichten, ist ein nettes kleines Staedtchen, das sich trotz der vielen Touristen den Charme eines Fischerortes bewahrt hat.
Nach einer Uebernachtung gings morgens frueh um 07:00 los zu den schwimmenden Maerkten von Cai Rang. Fuer die Saarlaender unter Euch: Ein Treiben wie samstags morgens beim Globus.
In Cai Rang war Hochbetrieb zu Wasser und zu Lande. Der Markt an Land war jedoch nichts fuer schwache Gemueter und wir haben in den letzten 3 Wochen schon viel gesehen!
Die Rueckfahrt nach Saigon dauerte insgesamt fast 7 Stunden. Davon haben wir ueber eine Stunde auf die Faehre gewartet und eine Stunde Pause gemacht.
In ca 12 Stunden heisst es fuer uns "Goodbye Vietnam". Schoen war's!
Gruss
Bri & Nie
Saigon, das Paris des fernen Ostens
Geschrieben am 26.03.2010 um 03:09
... so steht es im Reisefuehrer und etwa so haben wir es auch erlebt. Saigon oder Ho Chi Minh City ist wohl die Stadt Vietnams, die am staerksten vom Westen beeinflusst ist. Schon allein vom Stadtbild her ist Saigon keinesfalls mit Hanoi oder Hoi An vergleichbar. Die Strassen sind breiter, Fussgaengerwege haeufiger und der Verkehr ist geregelter. Fuer uns ist daher Saigon nur eine weitere Grossstadt unter vielen.
Die Touristenattraktionen sind weitestgehend franzoesische Kolonialbauten. Das Postamt beispielsweise wurde von Gustav Eiffel erbaut. Das ist zwar auch ganz schoen, doch man fuehlt sich nicht mehr wie in Asien.
Allerdings hatten wir leider auch nur wenig Zeit, uns die Stadt im Detail anzuschauen. Heute werden wir uns noch zur Jadekaiserpagode aufmachen und dort sicherlich wieder mehr "Asienfeeling" erleben.
Gruss
Bri & Nie
P.S. Wer hier guenstig essen gehen moechte, muss ein wenig auf die Suche gehen. Dank unserer Reiseerfahung  waren wir dennoch erfolgreich und haben sogar ein Restaurantchen gefunden, wo die Bedienung noch nicht mal Englisch sprechen konnnte. Zum Glueck zeigte die Speisekarte Fotos von den Gerichten.
Dritte vietnamesische Weissheit:
Geschrieben am 25.03.2010 um 02:01
... nicht der fruehe Vogel faengt den Wurm, sondern der fruehe Guide (Vietnamesen sind einfach ueberpuenktlich). Man sollte nicht glauben, wie schnell zwei Frauen startklar sind, wenn der Guide eine halbe Stunde zu frueh auf der Matte steht. Statt 08:15 Uhr wurden wir um 07:45 Uhr (!!!!) fuer unseren Cu Chi Tunnel Ausflug abgeholt. Frisch von der Hotelrezeption mit den Worten " Hello Madame, your guide waiting" (Reiseleiter wartet) aus dem Bett geklingelt, schossen wir uns in die Klamotten vom Vortag (brrrr ...) und verliessen das Hotel ohne Fruehstueck.
Cu Chi ist eine beeindruckende Gedenkstaette fuer den Vietnamkrieg oder wie die Vietnamesen ihn nennen, den "amerikanischen Krieg". Waehrend man in ganz Vietnam keine Bitterkeit oder Vorwuerfe der Vietnamesen gegenueber den US-Amerikanern verspuert, wird in Cu Chi unverbluemt ueber den Krieg gesprochen. Man berichtet stolz ueber die Leistungen und Errungenschaften der gewitzten Guerillakaempfer und der Vietcong Soldaten und fuehrt die einfallsreichen Fallen aus Bambus und Metallspeeren vor. Wir fanden den Ort sehr traurig, da es auf beiden Seiten viele Opfer gab.
Um sich das Leben der Vietnamesen vorstellen zu koennen, wurden einige wenige Tunnel so erweitert, dass auch die Touristen hindurchpassen. Man kann durch 1m hohe Tunnel eine Strecke zwischen 10 und 50 m laufen. Dadurch bekommt man eine vage Vorstellung, wie die Menschen dort ca 10 Jahre lang leben mussten.
Am fruehen Nachmittag kehrten wir dann nach Saigon zurueck und hatten den Rest des Tages Zeit, die Stadt zu erkunden.
Bri & Nie
Auf nach Saigon
Geschrieben am 25.03.2010 um 01:47
Der Trip nach Saigon begann zunaechst mit einer ziemlich langen Taxifahrt, da Muong Man, der Bahnhof fuer den Reunification Express, etwa 40 min von Phan Thiet entfernt ist. Dort angekommen wurde bekannt gegeben, dass der Zug ca. 1h verspaetet ist und man glaubt kaum, wie langweilig die Warterei in einer Bahnhofshalle von ca. 1960 sein kann. Leider ist das neue Gebaeude noch nicht fertig, so dass man auf uralten Resopalschalensitzchen die Geckos an der Wand zaehlen kann. (so aehnlich wie Schaefchen zaehlen)
Trotzdem wir eine 4,5 stuendige Zugfahrt in der ersten (vietnamesischen) Klasse gebucht hatten, war an Schlafen oder Doesen nicht zu denken. Neben unserer bereits festgestellten ersten vietnamesischen Weissheit "Frische Luft ist doof", brachte uns die Dauerbeschallung von Werbe DVD im Zug auf unsere zweite vietnamesische Weissheit "Schlafen geht erst ab 100 dB". Alle ausser uns schlummerten zufrieden vor sich hin und fingen an zu singen, sobald die DVD eine Pause einlegte. Selbst Ohrstoepsel brachten Bri nicht den ersehnten Schlaf.
Fix und alle erreichten wir dann so gegen 22:30 Uhr das Hotel in Saigon, wo wir in einem Zimmer ohne (!) Fenster untergebracht wurden. War fuer die zwei Naechte allerdings auch nicht weiter schlimm.
Gruss Nie & Bri
Zwischenstopp vor Saigon
Geschrieben am 25.03.2010 um 01:16
Ein dreitaegiger Zwischenstopp fuehrte uns nach Mui Ne in der Naehe des Fischerortes Phan Thiet.
Die 8-stuendige Anreise war etwas beschwerlich hat aber gut funktioniert. Wir sind zuerst von Danang nach Nha Trang etwa eine dreiviertel Stunde geflogen. Danach wurden wir zu einer mehrstuendigen Fahrt von einem privaten Fahrer abgeholt, der uns dann direkt an unserem (schon wieder) herrlichen Strandhotel abgesetzt hat. Dort wurden wir mit einem Begruessungsdrink herzlich willkommen geheissen und zu unserem Bungalow gefuehrt. Klein aber fein, tolles Bad und unverwechselbarer Ausblick aufs Meer! Von der Veranda aus kann man den ganzen Tag den Kitesurfern zuschauen und auf dem Sofa die Fuesse hochlegen. Das Cocobeachresort ist sehr gepflegt und unter deutscher Leitung.
Ein besonderes Highlight war auch die Party der Swingdance Gruppe in unserem Hotel.
Alle Gaeste waren eingeladen der Liveband zu lauschen und den fast schon professionellen Taenzern zuzuschauen.
Am naechsten Tag besuchten wir Phat Thiet.... mit dem Bus.... auch ein echtes Erlebnis. Die kleinen Busse sind meistens sehr voll und die Vietnamesen lieben es einfach wenn es so richtig kuschelig wird. Zu dritt auf einem Einzelsitzplatz ist durchaus normal. Wir wurden auch sofort freundlich aufgefordert uns hinzusetzen sobald jemand aufgestanden ist.
Phat Thiet selbst hat nur wenige Sehenswuerdigkeiten, die es sich zu erkunden lohnt.
Dazu gehoert allerdings der Tempel des Walgottes. Dort ist unter anderem das Skelett eines 22m langen Wales ausgestellt. Unzaehlige Walknochen werden hinter dem Altar aufbewahrt. Die Menschen dort waren alle sehr nett. In dem Tempel wurden wir von einem aelteren Herren zu allen 5 Statuen im Tempel gefuehrt. Ein zahnloses Laecheln forderte uns ueberall zu Fotos auf.  Das kleine Opfer an den Walgott wurde von den Klaengen der Klangschale begleitet.
Danach gings weiter zu Onkel Hoh. Vor dem Museum und der Schule wo er gelehrt hat, gabelte uns eine Touristenfuehrerin mit relativ guten Englischkenntnissen auf, um uns durch das Museum zu fuehren. Leider hatten wir von dem guten Englisch nicht viel, da uns ihre Aussprache daran hinderte irgendetwas zu verstehen (Biskits = Beaches, also nicht Kekse sondern Straende...) Filmmaterial liefern wir nach...
Zu guter Letzt durfen wir noch eine buddhistische "Messe" besuchen. Wir wurden von den Moenchen in den Gebetsraum gebeten und durften sogar filmen. Eine interessante Erfahrung mit nackten Fuessen vor Buddha zu stehen...
Die Hitze hielt uns davon ab Phat Thiet weiter zu erkunden. Erst nach einer mehrstuendigen Erholungspause machten wir uns kurz vor Sonnenuntergang auf den Weg zu den beruehmten roten Sandduehnen von Mui Ne. Erneut mit dem Bus.  Das funktioniert priiiiiima.... Man kommt sich wirklich vor wie in der Wueste...
-Bri und Nie
P.S.: sollte jemand mal die beste Pizzeria von Mui Ne direkt gegenueber einem schicken Strandresort suchen>> nicht die Geduld verlieren. Die Nadel im Heuhafen ist angesichts der unzaehligen Strandresorts nichts dagegen (Der Kollege weiss, dass er gemeint ist... )
My Son - eine Ruine im Dschungel
Geschrieben am 19.03.2010 um 10:07
So, nach ein paar Entspannungstagen im Hotel haben wir uns dann heute zu einem Halbtagesausflug nach My Son auf den Weg gemacht. Da wir dies nicht als Baustein im Vorhinein gebucht hatten, haben wir uns an ein lokales ****** Agency gewandt. Alles in allem hat dies auch ganz ordentlich funktioniert. Wir wurden puenktlich am Hotel abgeholt und in einer kleinen Reisegruppe mit etwa 200 anderen Touristenbussen nach My Son gekarrt. Nun gut, so viele Busse waren es nicht, aber trotzdem ist My Son schon ziemlich gut besucht. Der Ruecktransport war allerdings ein wenig abenteuerlich, da wir am Ende einfach irgendwo in Hoi An abgesetzt wurden und uns dann zu Fuss auf den Weg zu unserem kostenlosen Shuttelbus zum Hotel machen mussten. Aber am Ende hat das dann auch noch ganz gut geklappt.
Nun zu My Son selbst: Der Ort liegt inmitten des Dschungels und besteht aus mehreren Tempelruinen, die nach und nach freigelegt und rekonstruiert werden. Ich konnte hier meiner Leidenschaft fuer die Archaeologie voll nachgeben. Leider wurden weite Teile der Staette durch den Vietnamkrieg zerstoert. Doch insgesamt sehen die Vietnamesen das ganz locker und stellen neben den Tempelornamenten der Cham auch die geborgenen Kriegsbomben der Amis aus. Wir wurden auch immer wieder auf die Kratereinschlaege der Bomben am Wegesrand aufmerksam gemacht. Na ja...
Die Ornamente und Tempel sind auf alle Faelle sehenswert. Auch die Umgebung im Dschungel ist beeindruckend, die Schmetterlinge sind riesig im Vergleich zu denen zuhause und man ist permanent von dem Zirpen bzw. dem Laerm der hiesigen Grillen umgeben.
Unbedingt zu vermeiden sind jedoch Ausfluege, die mittags starten, so dass man My Son erst gegen 14:00 erreicht. Die Hitze ist geradezu moerderisch. Selbst bei unserem Ausflug am Morgen waren wir froh um jeden Schatten, der sich uns bot. Daher die Empfehlung: Am besten startet man um 05:00 Uhr morgens und erlebt den Sonnenaufgang in My Son. Dann hat man zum einen weniger Probleme mit den Temperaturen und zum anderen werden wohl auch nicht soooo viele Touris unterwegs sein.
Nun gut, soviel dazu, bald machen wir uns auf den Weg nach Saigon und sind schon sehr gespannt, was uns dort erwartet.
Gruss
Nie
Hoi An - Shopping fuer Fortgeschrittene
Geschrieben am 17.03.2010 um 03:54
Heute haben wir uns mal in Hoi An umgeschaut. Ein huebsches Staedtchen, an einem Fluss gelegen und mit ein paar wirklich sehenswerten Bauten in der Altstadt. Versammlungshallen und Bruecken, Tempel und Pagoden sowie Wohnhaeuser koennen besichtigt werden.
Die Tickets gibt"s an mehreren Stellen in der Altstadt. In der Regel hat man 5 verschiedene Bereiche zur Auswahl und kann sich dann zwischen mehreren Haeusern, Pagoden und Ausstellungsraeumen entscheiden. Man erhaelt auch einen kleinen Stadtplan, der die einzelnen Gebaeude zeigt. Aber verlaufen kann man sich in diesem Staedchen sowieso nicht wirklich.
Teilweise werden die Wohnhaeuser von mehreren Generationen bewohnt und die Familienmitglieder fuehren durch die kleinen Raeume und erzaehlen etwas zur Geschichte des Hauses. Im Oktober und November scheint es allerdings regelmaessig zu Ueberschwemmungen zu kommen. Die Familie muss dann im Obergeschoss leben und abwarten bis die Flut wieder zurueck geht. Vielleicht waere also der Herbst nicht unbedingt die beste Reisezeit fuer Hoi An :-)
Shoppen ist dann die zweite Beschaeftigung fuer Touristen. In den wenigen Strassen der Stadt reiht sich Shop an Shop und Schneider and Schneider. Seidenkleider, Tischlaeufer, Handtaschen, Schuhe, Holzfiguren und Lampions sind im Angebot. Rufe wie "Madam, you buy" und "You have a look in my shop" sind allgegenwaertig. Hier heisst es Handeln und insbesondere ausserhalb der Hauptstrasse laesst sich am Preis durchaus noch was machen. Allerdings darf man sich von Hundeblick und spielenden Kindern nicht erweichen lassen.
Muede nach den Einkaeufen kann man am Abend wunderbar in Hoi An entspannen. Jede Menge Restaurants und Cafes laden zum Relaxen ein und die ganze Stadt ist mit Lampions in allen erdenklichen Farben und Formen romantisch beleuchtet.
Alles in Allem ist Hoi An zwar schon sehr touristisch erschlossen, doch hat man es geschafft, ein besonderes Flair zu bewahren, so dass die Stadt trotz der Touristen durchaus empfehlenswert ist.
Gruss
Nie
Ein Himmel auf Erden - Hoi An Beach
Geschrieben am 15.03.2010 um 12:28
Heute sind wir dann von Hue nach Hoi an aufgebrochen. Die Reise fuehrte uns mit dem Zug von Hue nach Danang ueber den sog. Wolkenpass. Zugreisen sind doch immer eine interessante Erfahrung. Der Konfort in den Zuegen laesst keine Wuensche offen: die Sitze ausgeleihert, die Fenster truebe, die Toiletten quasi ein Loch im Boden. Gut, das sorgt fuer ein gesundes Lueftchen unten herum ;-) Fuer das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Reis, getrockneter Fisch, gebratenes Huehnchen und insbesondere gebratenes Kueken standen ganz oben auf der Wunschliste der asiatischen Reisenden. Wer"s mag ...
Die Landschaft hingegen war atemberaubend schoen. Der Zug schlaengelt sich durch hohe Gebirge und kleine Ortschaften, deren Haeuser und Verkaufsstaende direkt an den Gleisen gebaut waren. Uns boten sich unerwartet Ausblicke auf Seen und Berge, Baeume und Reisfelder, Meer und Klippen. Hinter jeder Ecke eine neue Ueberraschung.
Im Zug haben wir gleich Familienanschluss gefunden. Papa, Mama, Opa und zwei Kinder reisten mit dem Zug in den Sueden und Bri konnte ein Kartenspiel gewinnbringend an eine Einheimische verkaufen - die Vietnamesin hatte Augen wie ein Kind vorm Christbaum, wollte es sich aber partout nicht schenken lassen. Nun gut, dann eben verkauft fuer 50.000 Dong und ein Gratisblick in die Zukunft - gelesen aus der Handflaeche: schoen, wenn die Zukunft so vielversprechend aussieht! Die Verstaendigung gestaltete sich zunaechst etwas schwierig, da wir kein Vietnamesisch und die Familie kein Englisch sprach, doch dank des Sprachfuehrers Vietnamesisch-Deutsch wurde ein Gespraech doch noch moeglich. Die Sprache der Kinder ist im Uebrigen universell und so wurde es insgesamt eine sehr kurzweilige Reise fuer alle Beteiligten.
Am Ende der Fahrt sorgte unsere helle Haut dann noch einmal fuer aufgeregtes "Getatsche" - ja tatsaechlich, es ist wirklich alles echt und nicht aufgeklebt oder angemalt!
Der Transfer von Danang nach Hoi An war auch nicht weiter schwierig. Taxis sind genuegend vorhanden und da wir uns mit zwei anderen Reisenden die Kosten teilen konnten war der Betrag von ca. 350.000 Dong durchaus zu verschmerzen.
Das Hotel **** Beach Garden ****** direkt am Strand von Hoi An gelegen ist der Grund fuer den heutigen Titel des Tages. Der Strand ist traumhaft, die Zimmer grosszuegig und luxurioes, der Pool herrlich und die Cocktails eine Offenbarung. 5 Sterne und diese voll verdient.
Wir haben uns nun erst ein mal dazu entschlossen einen ganzen Tag lang ueberhaupt gar nix zu machen, nix denken, nix planen ... nur ausspannen. Keine Stadt, kein Laerm, keine Hektik, kein Verkehr, kein "Madame, you buy", Jetzt geben wir unseren Gehirnen erst mal die Moeglichkeit, die Eindruecke der letzten Wochen zu verarbeiten.
Fazit: Ein weiterer spannender und gleichzeitig der erste entspannte Tag; eine Zugfahrt ueber den Wolken(pass) brachte uns direkt in den Himmel auf Erden 
Nie
Hue - Backpacker`s Paradise
Geschrieben am 14.03.2010 um 10:54
Nach einem kurzen, angenehmen Flug nach Hue, standen wir an dem kleinen Flughafen, diesmal ohne organisierten Transfer zum Hotel. Zuerst dachten wir: "Ok, Flughafenbus fuer 40.000 Dong p.P., passt!" Leider hat es etwas laenger gedauert bis unser Gepaeck da war und der Flughafenbus war weg. Dann ging wieder das alt bekannte Anbieten von Transportmitteln los. Wir kamen raus und ca. 10 Taxifahrer haben sich fast um uns geschlagen... die offiziellen Taxis haben alle einen Festpreis von 140.000 Dong. Daneben gibt es aber noch Privatfahrer. Diese haben sich dann wiederum unterboten. Wir wollten auf den naechsten Bus warten als einer von den privaten Fahrer kam und anbot uns fuer den Buspreis in die Stadt zu fahren. Da wir schon oefter gehoert hatten, dass diese Fahrer einen gerne woanders absetzen, um einen Bekannten ein paar Gaeste zu organisieren, waren wir schon etwas misstrauisch. Wir haben uns mehrfach den Preis versichern lassen und ihm auch klipp und klar gesagt, dass wir nirgendwo anders hinkoennen, ausser zu diesem Hotel, weil wir das schon gebucht haben. Und: es hat alles geklappt. Auch die anderen Deutschen, die wir am Flughafen gesehen haben, sind in einen Privatwagen eingestiegen und kamen heil im gleichen Hotel an. 
In unserem Hotel wurden wir super nett empfangen. Willkommens-Drink, Stadtplan, Erklaerung wo was in der Stadt zu finden ist... Genial!!! Die Zimmer sind sehr schoen und sauber. Das Fruestueck ist klasse! Wenn das so weiter geht, haben wir keinen Anlass zur Beschwerde!
Und das Allerbeste: endlich haben wir schoenes Wetter. Heute waren es ueber 30 Grad!
Das (im Vergleich zu Hanoi) kleine Staedtchen ist voll von Backpackern. Dadurch gibt es auch viele Hotels, kleine Restaurants, Geschaefte... sogar eine Disco haben wir schon gesehen.
Und wir haben ein kleines, junges Restaurant gefunden mit sehr freundlichem Personal und Spezialitaeten aus Hue. Die vier Maedels (alle um die 20 Jahre alt) sind total zuvorkommend und ehrlich freundlich. Wir fuehlten uns richtig willkommen dort. Wir haben dort sogar ein Paar wiedergetroffen, die mit uns die zwei Tage auf der Dschunke in der Halongbucht verbracht haben. Ueberhaupt trifft man unterwegs unheimlich viele Leute, die Deutsch sprechen und mit denen man sich dann ueber das bisher Erlebte austauschen kann. Das haette ich vorher nicht gedacht!
Morgen geht es weiter mit dem Zug nach Hoi An in unser Beach ******. Endlich Gelegenheit zum Schwimmen!
Fuer die Fahrt dorthin haben wir auch schon ein paar Mitreisende gefunden, die auch ueber Erlebe-Vietnam gebucht haben. Sehr praktisch, da wir uns die Taxis teilen koennen
Die Zugfahrt fuehrt uns ueber den Wolkenpass (Hai Van Pass), der fuer sich schon eine Attraktion sein soll. Wir sind gespannt!
Bri und Nie
Zwei Tage raus aus Hanoi...
Geschrieben am 12.03.2010 um 04:19
... und wir haben es ein wenig vermisst.
Am ersten Tag haben wir einen Ausflug nach Tam Coc zur trockenen Halong-Bucht gemacht. Am zweiten Tag wurden wir den Yen Fluss hinauf gerudert zur Parfüm Pagode. Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt! Wer das authentische Vietnam sehen möchte ist hier genau richtig. Zur Zeit des Neujahrsfestes (nach dem Mondkalender), pilgern tausende Menschen aus ganz Vietnam zu diesem heiligen Ort um für Glück, Kindersegen u.v.m. zu beten. Glücklicherweise sind wir genau in diesem Trubel gelandet und es war ein echtes Erlebnis. Jahrmarkt und pilgern auf vietnamesisch. Wir haben dort auch gelernt, dass man Hund essen kann, aber nicht muss.... es hängen auch noch genug andere Tiere am Haken . Man erkennt aber glücklicherweise immer was es ist, weil meistens der Kopf noch dran ist ... aber genug davon! Man sollte einfach nicht so genau hinschauen.
Ansonsten war das Fest wirklich unglaublich. Wir sind etwa eine Stunde bis zur Höhle mit der Parfümpagode gepilgert. Und es ging sehr viele hohe Stufen steil bergauf. Am Ende waren wir ziemlich fertig, aber für das, was wir unterwegs gesehen haben, hat es sich gelohnt. Es wird alles mögliche verkauft. Von gründen Buddhas über lokale Spezialitäten bis hin zu goldenen Plastiksträußen, die für die Prinzessin der Parfümpagode als Geschenk mitgebracht werden können. Auf dem Rückweg haben wir uns per Gondel mit der österreichischen Bergbahn ins Tal zurück fahren lassen. Was ein Ausblick! Das sollte man unbedingt machen!
Da dort Vietnamesen aus dem ganze Land hinpilgern, sind wir dort auch auf Menschen getroffen, die noch nie "weiße" Europäer gesehen haben. Für manche waren wir schlicht die Attraktion des Tages. Vor allem Nie mit ihren bloden Haaren. Wir wurden angestarrt, von oben bis unten gemustert, es wurde mit dem Finger auf uns gezeigt und getuschelt. Aber ein Lächeln genügte und sofort kam ein freundliches "Xin chao" (Hallo) zurück! Das muss wohl die oft erwähnte vietnamesische Freundlichkeit sein! 
Unser Reiseleiter meinte im Nachhinein es sei heute nicht so viel los gewesen, am Wochenende sei mehr los. Also an alle die dort hin möchten: besser nicht am Wochenende und am besten in der Zeit des Neujahrsfestes!
Die Bootsfahrt zur Parfümpagode war sehr schön und wirklich nahezu idyllisch. Die Landschaft hat uns sehr an die der trockenen Halongbucht erinnert.
Daher kommen wir jetzt zum "Flop": Die "Kaffeefahrt auf vietnamesisch" oder trockene Halongbucht in Tam Coc. Eine Massenabfertigung sondergleichen. Touristen aller Nationen werden auf einem kleinen Flüsschen mit unzähligen Booten durch drei Höhlen geschippert. Die Landschaft wunderschön und die Ruderfrauen supernett. Etwa bis zum ersten Drittel der Strecke. Mich machte die Metallbox im Boot schon gleich etwas stutzig. Sie war gefüllt mit Vorhängen, Tischdecken, T-Shirts, Reiseprospekten und was weiß ich was noch... wir müssen und jetzt, wo wir das schreiben, gerade wieder halbtot lachen... es dauerte also nicht lange und das Verkaufsgespräch war in vollem Gange! Als wir dann am Wendehammer des Flusses ankamen, offenbarte sich uns das ganze Ausmaß der Kaffeefahrt. Noch viel mehr Frauen mit Ruderbooten auf denen es alles mögliche gab: Cola, Wasser, Obst, Popcorn, Oreos und und und. Als sie endlich verstanden hatte, dass wir keinen Durst hatten, trat Plan B in Kraft und sie sagte "You buy one for Madame Vietnam!" (etwa: kaufen sie doch eine Dose für die Frau, die sie jetzt schon den ganzen Fluss hochgerudert hat.) Diese Penetranz und die Absicht uns Schuldgefühle einzureden, machte uns eigentlich nur sauer. Wir hatten von Anfang an vor ein Trinkgeld zu geben, v.a. weil sie ja zuerst so nett waren. Allerdings hatten wir immer weniger Lust dazu, je näher wir dem rettenden Ufer kamen. Aber kurz vor diesem rettenden Ufer, hörte die Madame plötzlich auf zu rudern mit den Worten "Madame, Tip!" (Trinkgeld). Okay, okay, okay... Hauptsache wir kommen von diesem Boot runter! Also Tip gegeben, aber denkste. "Madame, one more!" ("Madam, noch so ein Scheinchen!"). Das schlug dem Fass endgültig den Boden aus! Trotz unseres "no" brachte sie uns aber glücklicherweise zurück ans Ufer. Da war uns auch klar, warum dieser Abschnitt nur für ausländische Touristen ist, während in anderen Teilen der trockenen Halongbucht vietnamesische Touristen gerudert werden. Das Örtchen Tam Coc selbst, ist auch nichts Besonderes. Durch diese Massenabfertigung ist fast der ganze winzige Ort auf Touristenfang. Der Markt ist voll von Frauen, die einen anprechen "you buy this, you buy that" (du kaufen dies, du kaufen jenes). Dort scheint der Glaube vorzuherrschen, dass alle Touristen Goldesel sind. Obwohl uns bewusst ist, dass diese Menschen arm sind, hat uns diese Respektlosigkeit, mir der man uns auf der Straße begegnete, vom Geben abgeschreckt. So haben wir das sonst bisher nirgendwo erlebt. Wir waren auch etwas weiter vom Markt weg, im Dorf selbst, wo es normalerweise keine Touristen hinverschlägt, und durfen einen Blick in eine Stickerei werfen. Die Frauen, die dort gearbeitet haben, waren sehr freundlich und zurückhaltend. Die Hotelzimmer waren auch sehr gut und das Essen im Hotel hat geschmeckt. Pünktlich zum Frühstück um 7.15 Uhr waren wir auch, denn in Tam Coc braucht man keinen Wecker. Wir wurden pünktlich um 6 mit freundlicher Unterstützung der vietnamesischen Landesregierung per Lautsprecherdurchsage direkt vor unserem Fenster geweckt. Um das Verschlafen auch wirklich zu vermeiden, wurde die Durchsage alle 10 Minuten wiederholt. Vielleicht auch fortgesetzt. Wir wissen es nicht genau. Jedenfalls möchten wir uns an dieser Stelle bei der sozialistischen Republik Vietnam dafür bedanken, auch wenn wir kein Wort der Durchsage verstanden haben. Mancherorts werden diese Durchsagen auch um 5 Uhr gemacht, aber das hätte ja nicht zu unserer Frühstückszeit gepasst. War so schon besser... 
Heute haben wir noch eine Abschlussrunde durch Hanoi gedreht. Ein Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes, war der Besuch des City View Cafes im 5.Stock über den Dächern Hanois. Wir saßen dort 2 Stunden und haben uns köstlich über den Verkehr amüsiert, der von oben betrachtet einfach aussah wie ein Ameisenhaufen. Da kann man kaum glauben, dass man dort selbst schon durchgelaufen ist. Schön war auch, dass eine etwas größere Straße abgesperrt war und dort ein Markt stattfand. Dieser Abend war ein gelungener Abschluss für unsere Reise durch Nordvietnam! Auf gen Süden!
Bri und Nie
Tag 2-4
Geschrieben am 10.03.2010 um 05:53
Komme heute telefonisch nicht nach Deutschland durch, sowas bloedes!
Und eigentlich muss ich gleich schlafen gehen, weil wir morgen wieder frueh raus muessen...
Dann mal der Bericht ueber die letzten Tage.
Tag 2
Nachdem die ersten Eindrücke verdaut waren, war der zweite Tag wesentlich entspannter.
Wir waren viel in der Stadt unterwegs: Ho Chi Minh Mausoleum, Einsäulenpagode, Ho Chi Minh Museum (zumindest von außen)...
Unsere Schweizer Bekanntschaft hat uns erzählt, dass die Vietnamesen vor ihnen alle so
reingekommen sind, von Touristen aber Eintritt verlangt wird...
Nachmittags waren wir noch im Wasserpuppentheater. Dazu muss man sagen:
Wer groß ist, sollte unbedingt einen Platz in der ersten Reihe verlangen, oder sich auf
eine sehr ungemütliche Sitzposition einstellen. Außerdem sollte man sehr darauf achten,
wo und für wann die Verkäuferin einem Karten gibt. Wir wollten eigentlich die besten
Plätze, die noch da waren, und bekamen irgendwelche Plätze. Aber man muss sagen, dass man in
der günstigeren Kategorie immernoch genug sieht.
Nach dem Wasserpuppentheater gings weiter durch die Stadt. Wir haben uns zum Literaturtempel
durchgekämpft (durch die Rush-Hour!), der wirklich sehenswert ist. Vorher waren wir aber noch in einer
Ausstellung im Goethe Institut "Deutschland für Anfänger". Ganz besonders positiv ist Nie
dabei der sächsische Dialekt und die kostenlose Toilettenbenutzung in Erinnerung geblieben
(sehr guter Zustand übrigens!) .
Als Abendessen haben wir uns dann etwas Besonderes gegönnt! Wir waren im Indochine. Unser Reiseführer
empfiehlt das lokal. War zwar für vietnamesische Verhältnisse teuer, aber für Europäische eher Durchschnitt.
Der weg dorthin war mal wieder abenteuerlich. Da der Reiseführer nicht der Allerneueste ist, waren
wir nicht sicher, ob es dass Lokal noch gibt. Wir liefen also zu der Adresse und die Straße wurde immer
kleiner und dunkler. Über einem schmalen Eingang stand es dann endlich "Indochine".
Innen aber ein super Ambiente! Relativ schnell haben sich dann zwei US Amerikanerinnnen zu uns gesellt.
Wir 4 haben dann das Essen schwesterlich geteilt, sodass jeder 4-6 Gerichte probieren konnte.
Für die Kollegen: die eine wohnte ca. 5 km vom ***town Square entfernt und meinte die dort ansässige
Firma sei sehr hoch angesehen ;-)
Auch diese beiden Damen waren an dem Tag im Wasserpuppentheater und hatten sogar die eine Sängerin im
TV gesehen, wie sie uns erzählt haben. Sie hatte sogar das Gleiche an, aber es ging um etwas ganz
anderes, bei dem Bericht.... wer's glaubt... :-P
Tag 3/4
Heute morgen ging es früh los. 8 Uhr Abfahrt zur Halong Bay/Bucht.
Im kleinen Bus mit 10 anderen Individualreisenden aus Österreich, der Schweiz, Australien und Frankreich.
Eine lustige Truppe!
Leider gab es einen kleinen Temperatursturz und es waren nur noch 14 Grad. Viel zu kalt zum Schwimmen
und eigentlich hatte niemand aus der Gruppe die richtigen Klamotten dabei. Trotzdem war es herrlich
durch diese Felslandschaft zu fahren. Das Essen war genial! Mehrgängiges Menu, hauptsächlich mit Meeresfrüchten und Fisch.
Es gab Mittagessen, Abendessen und Frühstück und danach wieder Mittagessen...um halb 11. Ja richtig, 10:30!
Manchmal kommt man sich da schon etwas gehetzt vor.
Die Kabinen waren echt ok und wir wurden von der crew richtig gut umsorgt auf unseren kleinen Dschunke!
Trotz des schlechten Wetters haben wir eine total schöne Höhle (Hung Sot) besichtigt und sind auf *** Titop
auf den Fels geklettert. Super Aussicht da oben!
Am nächsten Tag war noch eine Höhlenbesichtigung geplant. Leider hatte unser Reisebegleiter von Tag zuvor
am Abend wohl bis in die Nacht mit wem auch immer zu viel Reiswein getrunken
und konnte am anderen Tag nicht aufstehen. Naja, shit happens!
Die Rückfahrt war auch wieder sehr anspruchsvoll. Offensichtlich leiden die Stoßdämpfer der Busse dann
doch irgendwann unter den Straßenverhältnissen und dem Fahrstil der Fahrer. Zitat Nie: "Ein Ritt auf einem
Bullen wäre sicherlich auch nicht schlimmer."
Aber was man so unterwegs sieht macht die Fahrt an sich dann doch wieder lohnenswert.
Die Gegensätze könnten hier nicht größer sein. Auf der einen Straßenseite Bruchbude neben Bruchbude
und mittendrin plötzlich eine super tolles neues Haus. Auf der anderen Straßenseite Reisbauern mit ihren
Büffeln bei der Arbeit.
Nach der Rückkehr nach Hanoi heute, sind wir wieder durch die Stadt gelaufen und haben unseren ersten
Einkauf erfolgreich hinter uns gebracht. Wir haben gehandelt wie verrückt und haben den
Straßenverkäufer tatsächlich auf fast 50% des Preises drücken können.
Noch ein Tipp für alle Reisenden: seid aufmerksam!!!
Es gibt zwei Dinge auf die man besonders achten sollten.
1) Ich nehme die Damen liebevoll die "Ananas-Mafia". Meine Kollegin hatte mich schon vor Ihnen
gewarnt (DANKE!) sodass wir Ihnen nicht auf den Leim gegangen sind. Aber die Schweizer Bekannten wurden
regelrecht von zwei Seiten "überfallen", sodass alles recht schnell ging uns sie nicht mehr davon kamen.
Die Damen kommen mit ihren traditionellen Tragekörben auf der Schulter auf einen zu mit den Worten
"Foto, Foto". Was sie wollen ist einfach:
sie hängen einem diese Teile um, man kann ein Foto machen und dann wird man genötigt zwei Ananas
für 10 Euro zu kaufen!
Heute haben wir sie sogar an ihrem Sammelpunkt erwischt, wo sie sich offensichtlich beraten haben,
wie sie jetzt gleich in die Stadt ausschwärmen.
2) Taschendiebe!
Ich war schon in vielen Ländern wo davor gewarnt wird und mir ist noch nie was passiert.
Heute Abend aber hatte ich meinen Rucksack auf dem Rücken und merke plötzlich wie mir jemand sehr nahe
kommt und meinen Rucksack berührt. Ich drehe mich um und der junge Bursche tut als sei nix gewesen.
Aber mein Rucksack war offen! Ich hatte nichts Wertvolles drin, also wäre auch nichts schlimmes passiert,
aber da wo abends viele Touristen sind, passiert sowas öfter.
Etwa 10 Minuten später (etwas weiter am Hoan Kiem See entlang) ist einem anderen Deutschen das gleiche passiert.
Der hat den Burschen gleich gepackt. Aber da der Mann es gleich gemerkt hatte, konnte der Junge nichts
rausholen.
Aber keine Angst, nicht alle sind so! Man muss jetzt kein generelles Misstrauen gegenüber den Vietnamesen
aufbauen. Es gibt hier eben auch arme und "reiche" Vietnamesen.
Die "reiche" Jugend ist sehr nett, offen, freundlich, neugierig, gut gekleidet und ehrgeizig.
Die ärmeren treten kaum in Erscheinung außer auf diese Weise!
Generell fühlen wir uns hier sicher! Und Taschendiebe gibt es überall.
Danach haben wir uns dann noch ein first class dinner im Koto gegönnt. Das KOTO ist ein gemeinnütziges
Restaurant, dessen Umsatz nur in die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen fließt, die dort auch
ausgebildet werden. Die machen ihre Sache auch wirklich gut, denn das Essen ist hervorragend!
Da muss man hin!
Der generell Eindruck von Hanoi: wer Vietnam bereist sollte es gesehen haben. Aber alle die wir
bisher getroffen haben, sind mit uns einer Meinung: 2-3 Tage reichen völlig. Am besten mit Unterbrechung
zum Ausspannen und nicht zum Abschluss der Reise.
Hanoi und alle Orte, die wir bisher gesehen haben eben zwei große
Probleme: Abgase und Müll! Vor allem Plastikmüll (hier wird einfach alles in Tüten gepackt)!
Vom Lärm mal ganz abgesehen. Eine derartige Umweltverschmutzung ist in Europa gar nicht mehr
vorstellbar! Von daher für uns Westler eine sehr anstrengende aber trotzdem auch spannende Stadt!
Morgen geht es wieder zu einem Ausflug. Rudern durch den Reis mit ÜBernachtung in Tam Coc.
Das wird vermutlich etwas ländlicher.
Das Einzige Hotel dass wir uns nicht schon im Internet anschauen konnten! Wir sind gespannt.
Jetzt muss ich aber echt schlafen gehen... schon kurz vor 12 *gähn*
P.S.: Leider kann ich euch keine Fotos zeigen, da ich erstens mein Kabel zuhause vergessen habe und
zweitens hätte ich auch mit Kabel keine Chance, da bei diesem PC der Bildschirm ständig unverhofft
ausgeht. Das Einzige was dann noch geht ist neustarten. :-(
Gut angekommen.
Geschrieben am 7.03.2010 um 12:04
Nachdem der Flug in Frankfurt mit fast 1,5 Std. Verspaetung gestartet ist, war in Saigon das Organisationstalent der Vietnam Airlines Mitarbeiter gefragt. Wir wurden relativ schnell durch Zoll und Gepaeckabfertigung zum Check-In gelotst, damit wir den Anschlussflug nach Hanoi noch erreichen konnten. Die Fluege waren lang und anstrengend aber wir waren bestens versorgt!!!
Die erste Erkundungstour haben wir jetzt (18:04Uhr Ortszeit) bereits hinter uns gebracht. Hanoi ist wirklich eine irrsinnige Stadt. Mit dem Verkehr hab ich ja gerechnet und das Ueberqueren der Strasse ist auch ein echter Abenteuer. Aber was ich mir nicht so krass vorgestellt haette: es gibt hier kaum Fussgaenger! Und daher auch keine Buergersteige oder etwas aenliches. Gut, das stimmt nicht ganz: es gibt sie schon, aber das sind eher Roller&Moped Parkplaetze...
Wir waren auch schon am Hoan Kiem See, der etwas ruhiger ist. Fuer saarlaendische Verhaeltnisse ist es da natuerlich alles andere als ruhig, aber nach dem Fussmarsch durch die Stadt konnten auch wir uns dort erholen. Heute Abend steht das Wasserpuppentheater auf dem Plan. 
-Bri
Die Aufregung steigt
Geschrieben am 5.03.2010 um 07:43
3 Wochen Vietnam - hoffentlich hab ich nix vergessen. Die bange Frage: wird alles klappen mit Transfers, Hotels, Flügen und Ausflügen? Was werden wir wohl erleben? Welche Menschen werden wir kennenlernen? Aufregung pur
Bald geht's los!
Geschrieben am 3.03.2010 um 07:20
Die Rucksäcke sind gepackt und am Samstag kann's losgehen. Vorfreude ist doch immer die schönste Freude...
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