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Beate und Christian in Malaysia

Tag 17-18, Lang Tengah

Geschrieben am 25.04.2009 um 06:26
Die letzten 1,5 Tage auf der Trauminsel haben wir noch richtig schön genossen. Unter anderem haben wir den Strand der Turtle Bay besucht. Hier haben wir wirklich einen halben Tag lang den Strand fuer uns alleine gehabt. Himmlisch! Nachdem Christian den ganzen angeschwemmten Müll von Fischerbooten zusammengesammelt hatte, gab es nichts mehr auszusetzen. Nur einmal kamen zwei Einheimische mit einem Bootchen vorbei, haben irgendwas im Gebüsch gesucht und sind wieder weggefahren.

Christian war mit seiner Kamera wie ein Jäger nach allem möglichen Getier hinterher. Neben den riesigen Spinnen die überall in den Bäumen hängen gab es noch diese hier:





Mittags ging unser Boot zurück zum Festland. Ein netter malaiischer Hotelangestellter, der immer ein Lächeln für uns hatte, trug sogar noch Beates Rucksack zum Boot und winkte uns lange zum Abschied. Bevor er sich verabschiedete meinte er noch, er sei ganz neidisch, da er selbst noch lange nicht so viel von Malaysia gesehen hat wie wir.

Mittlerweile sind wir wieder in Frankfurt angekommen. Die Zeit ging super schnell vorbei und wir haben viele neue Eindrücke und Fotos mitgenommen. Unser Fazit: Malaysia ist immer eine Reise wert! .
Tschüüüüüüss!

Tag 16, Lang Tengah

Geschrieben am 22.04.2009 um 02:41
Wir entwickeln uns noch zu Fruehaufstehern! Um der Sonne zu entgehen, waren wir heute schon um 07:30 Uhr schnorcheln! Diesmal gabs auch wieder jede Menge Fischli zu sehen. Nur mussten wir uns von noch nicht ausreichend identifizierten Kreaturen im Meer ungewoehnlich viel anbitzeln lassen. Waren es Quallen, oder die gelben kleinen Punkte, die Christian im Meer entdeckt hat, die uns immer wieder ein Gefuehl von Nadelstichen auf der Haut gegeben haben? Aber wir sind ja schon geuebte Schnorchler und lassen uns von so etwas nicht mehr beeindrucken :-).

Nach einer weiteren rasanten Bootsfahrt ueber hohe Wellen sind wir gegen Mittag auf Lang Tengah angekommen. Die Insel ist kleiner und noch ruhiger als die Vorherige.
Hier der Blick vom Restaurant - einmal auf unsere Behausung, einmal auf den Strand...




Und natuerlich gibt es wieder jede Menge Gruen und ein Weg durch den Dschungel hat uns zu einem wunderschoenen anderen Strand gefuehrt.


Auf dem Pfad gab es einiges zu entdecken - so z.B. diesen Lizard:


Und hier haben wir auch entdeckt, den, die oder das Durian - "King of Fruits" wird das Teil hier genannt. Soll barbarisch stinken, wenn man es oeffnet. So steht an manchen Hotels ein Hinweisschild "No Durians allowed".

Und dann kam der Strand. Hach jaaaa... pisswarmes, total klares, ruhiges und flaches Wasser. Und kaum ein Mensch am Strand. Wie ein richtiges Paradies. Und keine 5 Meter weit im Wasser haben wir einen kleinen Schwamm mit 3 suessen Clown-Fischen, die drumherum schwammen, entdeckt. Wir brauchten nicht mal eine Taucherbrille um sie zu beobachten, da das Wasser ja wie gesagt ganz klar war.


Begeistert hat uns an dieser ruhigen Insel auch, dass es keine Taxifahrer gibt! Diese haben uns durch den ganzen Urlaub begleitet und des oefteren genervt. In Kuala Lumpur fing es an, dass wir 20 mal am Tag die Frage beantworten mussten, ob wir ein Taxi wollen. Auch wenn wir noch so desinterressiert dreingeblickt haben. Und selbst auf Pulau Perhentian gab es Boots-Taxifahrer, die uns quasi schon drangsaliert haben. Aber hier nun endlich kein "Taxi Taxi" mehr.

Morgen haben wir noch mal einen ganzen Tag hier auf der Insel. Uebermorgen muessen wir uns dann gegen Mittag schon wieder auf den Heimweg machen. Schaaadeeee!!
Wir werden uns dann wohl erst von Frankfurt aus wieder melden und den letzten Urlaubseintrag machen.

Tag 15, Pulau Perhentian

Geschrieben am 22.04.2009 um 01:58
Von unserem zweiten Tag auf Pulau Perhentian gibt es nicht viel aufregend neues zu berichten. Der Himmel war etwas bedeckt, so konnten wir unseren Sonnenbrand schonen.
Ueber einen kurzen Dschungel-Pfad haben wir einen weiteren Strand entdeckt und waren ein bisschen baden.

Und so sieht es uebrigens aus, wenn moslemische Frauen baden. Na wenigstens bekommt sie keinen Sonnenbrand!


Abends wollten wir noch einmal schnorcheln. Aber es war ein etwas zu starker Wellengang und so war das Meer aufgewuehlt und wir haben gar nichts gesehen.
Eine Entschaedigung dafuer war aber der Rest des Abends: wir haben sehr lange am Strand gesessen und den Sternenhimmel betrachtet und dem Meeresrauschen zugehoert.

Tag 13-14, Pulau Perhentian

Geschrieben am 20.04.2009 um 02:44
Wir haben es geschafft! Nach so viel Sightseeing und vielen Eindruecken haben wir uns einen richtigen Urlaub verdient. Bis gestern Nachmittag waren wir wieder unterwegs - zunaechst von Pulau Pinang an die Ostkueste nach Kota Bahru geflogen, dann von unserem Privatchauffeur  zum Hafen gefahren worden, und dann mit dem Highspeed-Boot ab auf die Insel! Und so sieht es auf Pulau Perhentian aus:

Ausser weissem Sand, tuerkis-blauem Wasser, Pal-men und strahlend blauem Himmel gibt es nur noch den Dschungel. Hier haben wir auch endlich unsere ersten Affen gesichtet!


Heute haben wir uns gleich Schnorchel-Equipment ausgeliehen und die Unterwasserwelt vor unserem Strand bestaunt. Entgegen unserer Erwartung gab es nur ein paar Meter vom Strand entfernt schon richtig viel zu sehen! Kleine Korallenbaenke bei denen sich richtig viele verschiedene Fische tummeln. Sogar Nemos Geschwister sind hier! Und Schwertfische oder so was aehnliches und kleine leuchtend blaue und noch viiiiel mehr! Beate war zum ersten mal Schnorcheln und fand es ganz aufregend.
Leider haben wir uns die Koerperteile, die von unseren Rettungswesten ueber Wasser gehalten wurden, etwas verbrannt... wohl doch nicht so ganz wasserfest, die Sonnencreme... autsch, besonders das Sitzen tut jetzt weh!

Morgen haben wir noch einen weiteren Tag hier, bevor wir auf die zweite Insel hoppen und uns dort langsam von Malaysia verabschieden muessen.

Tag 12 - Georgetown

Geschrieben am 20.04.2009 um 01:18
Unser Stadtrundgang durch Georgetown am zweiten Tag auf Pulau Pinang hat uns zunaechst in das koloniale Zentrum der Stadt gefuehrt. Dort gibt es diverse Gebaeude von den Englaendern zu sehen - ganz interessant anzusehen, aber nicht sooo aufregend, als dass wir jetzt hier Bilder zeigen .

Danach haben wir einen Blick in den Goddess-of-Mercy-Tempel (Goettin der Barmherzigkeit) geworfen. Es ist der aelteste chinesische Tempel in Georgetown. Hier ging es im wahrsten Sinne des Wortes heiss her: schon auf dem Vorplatz wurden riesige Raeucherstaebchen verbrannt.

Das Tempelinnere war sehr belebt - hier konnten wir beobachten, wie die Glaeubigen Unmengen von (kleineren) Raeucherstaebchen anzuendeten. Mit diesen in der Hand haben sie sich betend vor den Gottheiten verneigt. Danach wurden die Staebchen in grosse Poette mit Asche gesteckt. Schliesslich haben die Leute einen Stapel Papier, der vorher um die Staebchen gewickelt war, in einem grossen Ofen verbrannt. Auf dem Papier stand irgendetwas drauf (vielleicht gute Wuensche, die da verbrannt wurden?). Ueberall standen Flaschen mit kerzenoel herum, dass ohne Ruecksicht auf ein Ueberlaufen in grosse Behaelter mit Kerzen geschuettet wurde. Es war interessant hier zuzusehen, auch wenn wir nicht alles verstanden haben. Die Leute sahen auf jeden Fall sehr geschaeftig aus - fast so, als waeren sie auf der Arbeit :-).

Der Khoo Kongsi soll eines der schoensten Bauwerke der Stadt sein. Das ist ein Versammlungshaus des Khoo-Clans. Chinesische Familien gleicher Herkunft und gleichen Familiennamens bilden solche Clans. Die Leute des Khoo-Clans scheinen richtig viel Asche zu haben, wenn sie solch ein Haus bauen konnten bei dem man befuerchtete, dass der Kaiser von China sich auf den Schlips getreten fuehlen koennte.


Genug vom Sightseeing, nun haben wir uns noch ein bisschen im Georgetownschen Chinatown umgesehen. Hier reiht sich ein Geschaeft neben das andere. Auf den Bildern sieht man, wie typische Geschaefte in Malaysia aussehen. Oft hat man das Gefuehl, man steht vor einer Garage. Es gibt keine Tuer, keine Fenster und abends wird einfach nur das Garagentor zugeklappt.


Und hier mal ein Eindruck von einem typischen chinesischen Restaurant in Malaysia...


... auch das Restaurant ist nach mehreren Seiten hin einfach offen und drumrum standen hier ungefaehr 5 Staende dieser Art, an denen jeweils verschiedene Sachen gebrutzelt wurden. Das in der hellen Schuessel sind uebrigens in Sojasosse gekochte Eier. Wir dachten erst, es seien Pilze...


So viel zu Georgetown. Der naechste Eintrag folgt sogleich

Tag 10-11 - Pulau Pinang / Georgetown

Geschrieben am 18.04.2009 um 03:34
Auf dem Weg zur Insel Pulau Pinang sind wir noch einmal mit dem Auto auf den hoechsten befahrbaren Punkt Malaysias gefahren. Hier waren wir mit unserem Guide am Tag zuvor auch schon einmal, allerdings war da das Wetter so schlecht, dass wir nichts ausser einer weissen Suppe gesehen haben. Vorgestern war das Wetter schon besser, und die Aussicht vom Gunung Brinchang (2032 m) sah so aus:

Der erste Teil der Strecke nach Pulau Pinang, der noch durch die Highlands fuehrte, war die reinste Kurvenhoelle. Christian war irgendwann ganz wirr im Kopf vom staendigen hin und her und im Kreis fahren. Beates Sicherheitsgurt klemmte irgendwann, so dass sie den Rest der Fahrt auf der Hinterbank verbringen musste.

Auf der Fahrt haben wir bei einem Chinesen unseren Rekord eines guenstigen Mittagessens geschlagen: jeder hatte einen Teller Reis mit Gemuese und Beate eine Cola fuer insgesamt weniger als 2 EUR.

Ueber eine 13,5 km lange Bruecke haben wir am spaeten Nachmittag Pulau Pinang erreicht. Die meisten Einwohner der Insel wohnen in Georgetown. Georgetown ist das alte koloniale Zentrum der Insel, in dem noch koloniale herrschaftliche Palaeste der englischen Machthaber, sowie ihre Kirchen, Gerichts- und Verwaltungsgebaeude zu finden sind.

Diesmal haben wir sogar ein richtig schickes und sehr grosses Hotelzimmer im 15. Stock mit Badewanne, Dusche und Sofa. Wir bekommen sogar jeden Tag eine Zeitung unter unserer Tuer durchgeschoben - durch den gleichen Schlitz, durch den gestern eine richtig grosse Kakerlake hindurchgehuscht ist . Diese Viecher sind also einfach ueberall.

Gestern hatten wir noch nicht so richtig Lust auf den Trubel einer malaiischen Stadt und so sind wir erst mal rausgefahren und haben uns zunaechst den Kek Lok Si-Tempel angeschaut. Dies ist der groesste buddhistische Tempel Malaysias. Er liegt auf einem Hang, so dass man von hier aus eine ganz gute Aussicht auf Georgetown hat. Der Tempel hat uns richtig gut gefallen und wir sind 2 Stunden herumgelaufen ohne uns zu langweilen. Es gab immer neue Details zu entdecken und wir haben etliche Fotos geschossen...





Danach sind wir mit einer Bergbahn auf den Penang Hill auf eine in 735 m Hoehe gelegene Bergstation gefahren. Von hier aus hatten wir noch einmal eine tolle Aussicht auf Georgetown und den Rest der Insel und die umliegenden Berge.


Hier steht auch der am hoechsten gelegene hinduistische Tempel.

Ach ja und eins noch:

Tag 8-9 - Cameron Highlands

Geschrieben am 15.04.2009 um 03:26
Tag 8 ging fuer die Fahrt vom Dschungel zu den Cameron Highlands drauf. Zunaechst wieder 2 Stunden mit dem Boot. Am Bootsanleger hat dann schon ein freundlicher Mensch von der Autovermietung auf uns gewartet und uns unser Mietauto uebergeben. Zusammen mit den zwei hollaendischen Maedels von unserer Dschungeltour sind wir dann zu den Highlands gefahren. Schon die Fahrt dorthin war sehr schoen. Wir hatten viele tolle Ausblicke auf die huegelige und teils felsige Landschaft.


Am naechsten Tag wurden wir wieder von einem malaiischen Guide abgeholt, der uns zunaechst zu den Teefeldern gebracht hat, fuer die die Cameron Highlands beruehmt sind. Sie wurden 1929 von einem Englaender angelegt. Die huegelige Felderlandschaft im satten Gruen ist sehr schoen und erinnert in kleines bisschen an Irland (wenn man sich den Tee wegdenkt :-)).


Wir konnten ein bisschen den Arbeitern bei der Tee-Ernte zusehen. Grossenteils wird diese mit Maschinen durchgefuehrt. Gerade bei jungen Pflanzen ernten die meist aus Java stammenden Arbeiter die Teeblaetter aber noch manuell.


Anschliessend konnten wir in der BOH Tea Estate-Fabrik sehen, wie die Blaetter zu Tee verarbeitet werden. Dort konnten wir auch Tee kaufen. Malaiischen Tee kann man uebrigens nur in Malaysia kaufen, da mit dem Ertrag der Felder nicht mal der Bedarf der viel Tee trinkenden Malaien gedeckt werden kann. So importieren sie selbst noch Tee aus anderen Landern.

Ein bisschen haben wir auch noch die Umgebung der Teefelder erkundet. In den hoeheren Lagen der Highlands regnet es ueberdurchschnittlich viel und so finden sich dort Waelder, die sehr feucht und moosbewachsen sind. Sieht aus wie in einem Hitchcock-Film...

Leider hatte die Busfahrt mit unserem Guide ab dem Zeitpunkt als wir in der Teefabrik eintrafen ein bisschen was von einer Kaffeefahrt. Wir wurden von einem Ort zum naechsten kutschiert und hatten kaum Zeit, uns umzusehen. Vor allem haben wir dann Orte besucht, die im Plan unser halbtaegigen Tour gar nicht inbegriffen waren und dies schien nur dazu zu dienen, bei den Touris hier und da noch etwas Geld locker zu machen. So landeten wir in einem Butterfly-Garden, wo wir Eintritt bezahlen mussten, um uns neben Schmetterlingen diverse exotische Insekten, Schlangen, Schildkroeten, Skorpione u.s.w. anzusehen und zu streicheln. Die meisten von ihnen wurden einzeln und ziemlich lieblos in kleinen Glaskaesten gehalten.
Eine Nahaufnahme eines Schmetterlings mit Christians neuer Kamera moechten wir Euch aber nicht vorenthalten - seht Euch mal den eingerollten Ruessel an!

Anschliessend wurden wir noch auf eine Erdbeerfarm gefahren, damit wir dort auch noch Marmelade oder etwas anderes mit Erdbeeren kaufen.
Im nachhinein betrachtet haetten wir die Fahrt auch gerne nach der Teefabrik abgebrochen, um die Gegend um die Teefelder noch etwas auf eigene Faust zu erkunden. So war der Tag dann auch schon etwas weiter fortgeschritten und wir haben es nur noch zu einem Mittagsschlaf gebracht.
Und dann waren wir in der Stadt lecker indisch essen. Fuer umgerechnet 2,50 EUR pro Person haben wir uns die Baeuche vollgeschlagen und sogar das Glas Tee war im Preis inbegriffen.

Gleich brechen wir mit dem Auto auf und machen uns auf den Weg zur Insel Pulau Pinang, die an der Westkueste gelegen ist und auf der es neben schoener Landschaft wohl wieder viel kulturelles zu sehen geben wird.

Tag 5-7, Taman Negara Bushcamp

Geschrieben am 15.04.2009 um 02:02
Viel haben wir in den letzten Tagen erlebt, so dass es schwierig wird, das alles auf die Schnelle zu erzaehlen...
Nach einer 3-stuendigen Busfahrt und einer 2,5-stuendigen Bootsfahrt sind wir im Taman Negara Nationalpark angekommen, wo wir in einer schoenen kleinen Holzhuette umgeben von Dschungelgeraeuschen uebernachtet haben.

Am naechsten Tag sind wir mit unserem malaiischen Guide und einer Truppe bestehend aus 2 Hollaenderinnen, einem mexikanischen Paerchen, einem Australier und uns mit einem kleinen Boot weiter in den Dschungel hinein gefahren. Hier ein Bild von der lustigen Gruppe:


Bevor wir mit unserem Dschungel-Trekking starteten, hatten wir Gelegenheit, den Canopy Walk zu besuchen. Hier kann man den Dschungel aus einer anderen Perspektive - naemlich aus 45 m Hoehe - betrachten. Das hat Spass gemacht, aber leider haben wir keine besonderen Tiere entdecken koennen. Diese scheuen wohl eher den Laerm der Touristen...


Nun begann eine 5-stuendige Trekking-Tour durch die gruene Hoelle. Im Taman Negara gibt es kleine Pfade, auf denen man laufen kann. Man muss sich also nicht mit der Machete hindurchkaempfen. Die Pfade waren aber meist sehr eng, so dass wir den Dschungel hautnah erlebt haben. Auf dem Weg hat uns unser Guide einige interessante Dinge erzaehlt, wie z.B. von Pflanzen, die Extrakte enthalten, die man als Shampoo oder Seife oder zum desinfizieren von Wunden verwenden kann (zumindest von den Ureinwohnern Malaysias werden diese auch fleissig verwendet). Wir haben auch einige Tiere - vorwiegend Insekten wie Tausendfuessler (20 cm), riesige Ameisen (ca. 4cm) und Kaefer (8-10 cm) und Schmetterlinge gesehen. Wir hatten auf huebsche Voegel, Schlangen und Affen gehofft, aber um diese tatsaechlich anzutreffen, muss man wohl in noch entlegenere Gebiete des Dschungels vordringen und ein Fernglas mitnehmen... Zumindest haben wir hier und da Spuren im Schlamm entdeckt - z.B. von Elefanten. Und auch sehr frisch (ca. 10 min. vorher) gelegten Elefantenschiss. Wir waren also ganz nah dran .
Wir hatten einen flotten Schritt drauf und haben etwas bedauert, dass wir meistens auf unsere Fuesse schauen mussten um nicht ueber die naechste Baumwurzel oder Liane zu stolpern. Beate hat natuerlich wieder den Vogel abgeschossen und ist im Schlamm versunken und hat dabei einen Schuh verloren, den Christian dann wagemutig aus den Schlam-Massen gerettet hat. Oh ja und es war anstrengend. Der Schweiss ist uns nur so runtergelaufen bei dieser tierischen Hitze und Luftfeuchtigkeit im Dschungel. Die Taunus-Therme ist ein Dreck dagegen.

Unser Schlafplatz war eine riesige Hoehle. Dort angekommen haben wir erst mal eine Dusche im nahegelegenen Fluss genommen (Dusche: eimerweise erfrischendes kaltes Wasser ueber den Kopf geschuettet - aaaaah das war toll). Mit einer kurzen Tour durch die Hoehle mit Taschenlampen haben wir erfahren, was es alles dort zu sehen gibt. So haben wir massenhaft Fledermaeuse entdeckt, wie auch ein Vogelnest, Spinnen, und ein sehr eigenartiges, giftiges Tier, welches aussah wie eine Kreuzung aus Spinne und Tausendfuessler. Ein fuchsaehnliches Tier hat uns spaeter in der Hoehle besucht und Reisreste aus unserem Kochtopf geschlabbert. Hoert sich vielleicht alles etwas eklig an, aber es hatte wirklich Atmosphaere, in dieser grossen Hoehle zu schlafen, in der waehrend der Regenzeit sogar Elefanten und Tiger Unterschlupf suchen. Vom schlafen abgehalten haben Beate auch nicht die Dschungelgeraeusche, auch nicht der Fledermausschiss, der permanent von der Decke runterkam (ploepp, ploepp,..), sondern die Schnarchgeraeusche ihres Nachbarschlaefers (nicht Christian, sondern der andere Nachbar ).

Am folgenden Tag haben wir wieder einige Kilometer zu Fuss zurueckgelegt. Wir haben noch eine zweite Hoehle besucht, in der tagaktive Fledermaeuse umhergeflattert sind. Ein Highlight war auch, wie als der Guide uns gezeigt hat, wie wir in Lianen gespeichertes Wasser trinken koennen. Es lief nur so hinaus aus den abgeschnittenen "Aesten" und war wieder einmal eine wahrhaftige Erfrischung.
Am zweiten Tag hatten wir uns auch schon fast an die vielen Blutegel gewoehnt, die ueberall auf dem Waldboden nach uns gelechzt haben. Lange Hose in die Socken stopfen hat einigermassen geholfen, sie abzuwehren. Trotzdem mussten wir den ein oder anderen Sauger von unseren Beinen zupfen. Da diese Viecher einen Stoff abgeben, der die Blutgerinnung hemmt, dauerte es dann manchmal eine Stunde, bis es komplett aufhoerte zu bluten. Aber das sind halt so die kleinen Widrigkeiten, die man gerne in Kauf nimmt fuer ein so tolles Erlebnis!
Hier noch ein Foto von einem unserer Lieblingsbaeume. Die Ureinwohner klopfen auf dessen riesige Wurzeln, um sich im Busch zu verstaendigen. Das gibt einen coolen und richtig lauten Sound.

Und hier noch eine kleine Dschungel-Impression:

Am Ende unserer Tour haben wir ein Dorf der Ureinwohner - der Orang Asli -  besucht. Hier wurde uns gezeigt, wie diese in einer atemberaubenden Geschwindigkeit von ca 25 Sekunden Feuer erzeugen (selbstverstaendlich ohne Feuerzeug oder Streichhoelzer :-)). Ausserdem haben wir erfahren, wie sie ihre Blasrohre und die Giftpfeile fuer ihre Jagd herstellen. Wir durften auch mal Blasen .
Fuer unseren kleinen "Eintritt" den wir bezahlt haben (davon gehen die Ureinwohner dann in der Stadt shoppen), durften wir dann auch noch Fotos von dem Dorf und den Einwohnern machen. Dabei kamen wir uns allerdings leicht bescheuert vor. Hier trotzdem eine Impression.


Das Boot hat uns nun zu unserer Holzhuette zurueckgebracht, wo wir eine weitere Nacht geschlafen haben. Voellig verdreckt und stinkend, klatschnass (der Bootsfahrer hat ein bisschen Wildwasserbahn mit uns gespielt ) ziemlich fertig, ueberwaeltigt und natuerlich sehr gluecklich kamen wir dort an.
Eigentlich muessten wir hier zu den Fotos noch einen kleinen Dschungel-Soundtrack einstellen. Die Geraeusche von Zikaden, Voegeln u.a. waren wirklich beeindruckend und klingen uns jetzt noch im Ohr.

Tag 4 - Kuala Lumpur, eine Stadt voller Gegensaetze

Geschrieben am 10.04.2009 um 02:26

Heute haben wir den Tag etwas langsamer angehen lassen und sind erst gegen Mittag aufgebrochen in das historische Zentrum von KL. Eigentlich wollten wir dort auch das Nationalmuseum besuchen und uns die Geschichte von Malaysia etwas genauer anschauen. Leider ist unser Reisefuehrer etwas veraltet und das Museum gab es dort nicht mehr.

Den Merdeka Square gibt es aber noch. Dort wurde 1957 die Unabhaengigkeit Malaysias ausgerufen. Hier haengt auch eine malaiische Flagge an einem Fahnenmast der mit 100 m Hoehe der hoechste der Welt sein soll.

Rund um den Platz gibt es einige Gebauede aus der Kolonialzeit, wie auch das Sultan Abdul Samad Building, in dem heute der Oberste Gerichtshof tagt.

Im Kontrast zu Gebaueden wie diesem stehen in KL Fassaden, die nicht ganz so glanzvoll das Tageslicht reflektieren:

Insgesamt ist Kuala Lumpur eine sehr kontrastreiche Stadt, in der man sich immer wieder ganz ueberraschend in eine neue Welt versetzt fuehlt. In der gleichen Strasse koennen Restaurants wie diese beiden direkt nebeneinander liegen:

Heute war unser letzter Tag in KL. Wir haben viele schoene, interessante und erstaunliche Dinge gesehen. Andererseits freuen wir uns jetzt auf den groessten Gegensatz - eine Reise in die gruene Hoelle des Dschungels . Nach 4 Tagen in dieser Stadt sind wir auch etwas gestresst vom ohrenbetaeubenden Strassenlaerm, bei dem man manchmal sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Das Sinneserlebnis von wechselnden Geruechen von Brathaehnchen und Raeucherstaebchen wird gestoert durch das Knattern der Mopeds und Busse, das Hupen der Taxifahrer und das Dagegenanschreien von Kaufhausmegaphonen. Nicht zu vergessen die irritierende musikalische Unterhaltung zweier Musikanten auf dem Gehweg vor einem dieser Kaufhaeuser. Man kann sich kaum darauf konzentrieren, seinen Weg zu finden bei all diesen Eindruecken.

Wir gehen davon aus, dass wir im Dschungel kein Internet haben... deshalb werden wir uns wohl fruehestens in 3 Tagen wieder melden. Bis bald!!

 

Tag 3 - Kuala Lumpur, Petronas Twin Towers und KL Tower

Geschrieben am 10.04.2009 um 05:11

Endlich waren wir dort... bei dem Haus, das zumindest 1996 noch das hoechste Haus der Erde war: die Petronas Twin Towers. Sie wurden von dem Erdoelkonzern Petronas gebaut, der dort auch seinen Hauptsitz hat und sind ein Symbol fuer den wirtschaftlich aufstrebenden Staat Malaysia. Die beiden Tuerme sind 452m hoch und die Fassade ist aus Glas und Edelstahl. Zwischen dem 41. und 42. Stock sind die Tuerme durch eine Bruecke miteinander verbunden, die auch fuer Touristen zugaenglich ist.

Auf der Bruecke waren wir auch.

Der Ausblick war aber nicht so spektakulaer wie der des KL Towers - mit 421 m einer der hoechsten Fernsehtuerme der Welt. Hier  konnten wir mit dem Aufzug bis auf eine Hoehe von knapp 300 Metern hinauffahren und einen Rundumausblick auf KL geniessen:

Bei unserem Ausflug in den Stadtkern haben wir Kuala Lumpur von einer etwas anderen Seite kennen gelernt. Am Fusse der Twin Towers haben wir das riesengrosse Suria KLCC Einkaufscenter besucht. Hier findet man all die grossen Designermarken von BOSS ueber Prada, Gucci u.s.w. Es scheint also auch reiche Leute zu geben. Auch Esprit verkauft seine Artikel zu westlichen Preisen.

Beeindruckend ist auch der Verkehr in der Stadt. Als Fussgaenger darf man gerne auch mal bei rot ueber die Ampel gehen - auch wenn Autos kommen! Diesen gibt man dann einfach ein Handzeichen, dass sie stehen zu bleiben haben. Und das bei solchen Strassen (fotografiert von der Bruecke der Twin Towers):

 

Mopeds gibt es auch ganz viele (wenn auch nicht so viele wie in Hanoi):

 

Tag 2 - Kuala Lumpur, Lake Garden und Nationalmoschee

Geschrieben am 8.04.2009 um 04:58

Heute haben wir uns der malaisischen Tierwelt gewidmet. Begonnen haben wir mit dem Orchideengarten im Lake Garden in dem man ueber 200 verschiedene Orchideenarten bewundern und kaufen kann.

Von hier aus konnten wir auch einen Blick auf die beruehmten Petronas Twin Towers (542m) und den malaysischen Ginnheimer Spargel erhaschen.

Aber die Nationalblume von Malaysia ist nicht, wie man meinen koennte, die Orchidee, sondern der Hibiscus, hier auch Bunga Raya genannt. Auch hiervon gibt es mehr Arten, als man in Deutschland erahnen wuerde.

Danach ging es in den groessten Vogelpark der Welt, den Bird Park von Kuala Lumpur. Hier gibt es 200 verschiedene tropische Vogelarten.

Leider flogen viele dieser Voegel nicht, wie im Reisefuehrer angekuendigt, unter dem grossen Netz wie in ihrer natuerlichen Umgebung umher, sondern waren in teilweise auch recht kleinen Kaefigen untergebracht.

Wir haben die Stunden in den Parks sehr genossen und Christian ist mit seiner neuen Kamera natuerlich voll auf seine Kosten gekommen. Nach unserer Rueckkehr gibt es noch viele weitere Blumen und Voegel auf den Fotos zu bewundern.

Weiter ging es zur Nationalmoschee. Sie ist eine der groessten Moscheen in Suedostasien. Die Staatsreligion von Malaysia ist der Islam. Die Malaiien und eine Minderheit der Inder gehoeren dieser Religion an. 75 Meter hoch ragt das Minarett aus einem Wasserbett empor. Die Hauptkuppel ist wie ein Regenschirm (koenigliches Symbol) aufgebaut. Die Streben des Schirms stehen fuer die 16 Staaten Malaysias. Dummerweise gibt es nur 14 Staaten, weil Singapur und Brunei sich einfach nicht anschliessen wollten - die Spielverderber. Ein netter Touri-Betreuer erzaehlte uns noch weitere interessante Dinge, wie die Prinzipien des Islams. Ungebildet, wie wir sind, waren wir ueberrascht zu hoeren, dass sie auch an Jesus als einer der 25 Propheten (wie auch Moses, Adam, Isaac,...) Alaahs glauben. Beate ist spontan zum Islam uebergewechselt, siehe Bild .

Beeindruckend ist, dass hier die verschiedensten Kulturen und Religionen friedlich zusammenleben und sich gegenseitig tolerieren. Allein angesichts der Praeferenzen des Fleischverzehrs ist das erstaunlich. Es wird geduldet, dass die Moslems die heiligen Kuehe der Hinduisten (Inder) essen, waehrend die Taoisten/Buddhisten (Chinesen) sich tonnenweise Schweinefleisch vor den Augen der Moslems hineinschaufeln.

 

Tag 1 - Kuala Lumpur, Chinatown

Geschrieben am 8.04.2009 um 04:00

Naaaa, habt Ihr uns schon vermisst?

Wir sind gut in Kuala Lumpur angekommen und haben erst mal 3 Stunden geschlafen um wenigstens einen Teil der verpassten Nacht nachzuholen . Danach waren wir fit genug, um uns ein wenig Chinatown - die Gegend um unser Hotel herum - anzuschauen. Malayisa ist ja ein multikulturelles Land... und Kuala Lumpur wurde von den Chinesen gegruendet. In Chinatown sind noch ein paar der alten chinesischen Haeuser - oder zumindest deren Fassaden - erhalten.

In Chinatown gibt es einen Nachtmarkt, der schon tagsueber geoeffnet ist. Hier versucht man den armen Touris hauptsaechlich gefaelschte Waren anzudrehen - von Handtaschen ueber Turnschuhe, Uhren und DVDs. Christian hat auch Porno-DVDs angeboten bekommen. Aber davon haben wir ja schon eine riesige Sammlung zu Hause . Schade, wir hatten gedacht, auf dem Markt gaebe es auch etwas brauchbares.

Wir wollten hier nichts kaufen, deshalb hatten wir noch Zeit fuer einen Besuch bei dem hinduistischen Sri Mahamariamman-Tempel. Ein nicht geringer Anteil der Bevoelkerung in Malaysia sind Inder. Die meisten davon sind Hinduisten. Der Tempelbesuch war sehr interessant - vor allem, weil wir  eine Zeremonie (aehnlich unseres Gottesdienstes) miterleben durften. Diverse im Tempel verteilte Gottheiten wurden unter Einsatz von Weihrauch, Kerzen und Bluetenkraenzen angebetet. Dazu gab es laute Trommel- und Trompeten-Livemusik.

Nach dem Tempelbesuch haben wir noch im Central Market vorbei geschaut. Hier gibt es malaiisches, chinesisches und indisches Kunsthandwerk und Textilien. Bemerkenswert fanden wir auch hier die Verkaufsstrategien der Malaysier. Staendig hat man wild winkende und rufende verkaufstuechtige Ladenbesitzer um sich rum, die einem alles moegliche vor die Nase halten und nicht muede werden, die Vorzuege ihrer Produkte kundzutun.

Die ersten Mahlzeiten haben wir gut verdaut. Wir haben aber auch nicht die seit Stunden in der Hitze im Schaufenster haengenden gerupften Huehnchen oder die flachgekloppten gefriergetrockneten Rinderfladen vom Grill, die ueberall am Strassenrand verkauft werden, gegessen. Aber so ein paar gebratene Nudeln zum Fruehstueck verschmaehen wir natuerlich nicht!! 

 

Vorfreude

Geschrieben am 5.04.2009 um 11:29
Willkommen in unserem Blog! Bis jetzt gibt es nur zu berichten, dass wir uns schon freuen!!!

Bis bald aus Malaysia!
Beate und Christian

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